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Die Iraner, ein Volk von Camper

Selten in einem Land sooo viele Menschen beim Campen gesehen. Und das mit einem Zelt. Nicht irgend ein Zelt. Nein, das Zelt wird im Iran hergestellt.
Es ist so gut, dass mein Sohn sich gleich auch so ein Zelt zugelegt hat.
In fast jeder Stadt im Iran befindet sich ein Park. Eine Oase der Ruhe. Mit Bäumen und etwas Wiese. Meist noch ein Teich dazu. Alles mehr oder weniger gepflegt.
Halt so wie es mit den Mitteln möglich ist. Und genau in diesen Parks campen die Iraner mit ihren Zelten. Nach der Ankunft wird der Teppich oder eine andere Matte ausgebreitet.
Danach wird Essen und Getränke angeschleppt und das Gelage fängt an. Es ist ein Augenschmaus das ganze Treiben zu beobachten. Meist werden wir nach einiger Zeit entdeckt
und gleich mit Essen und/oder Getränken versorgt. Manchmal sogar gleich mit auf die Matte eingeladen. Danach startet ein sehr interessanter Informationsaustausch der jedes mal aufs neue bereichernd ist.
Einmal trafen wir Iraner die fleissig Deutsch lernen. Mit uns konnten sie das gelernte anwenden und vertiefen.
Auf dem Teppich wird immer Tee gereicht. Den Zucker NICHT in das Glas geworfen, sondern den Würfelzucker in den Mund und den Tee durchziehen.
Am Morgen im El Goli Park in Täbris wurden wir von Musik geweckt. Draussen turnte eine grosse Menge Mädchen und Freuen rytmisch zur Musik.
Nicht zu vergessen, diese Bilder stammen aus dem Jahr 1401. Ja, richtig gelesen. Im Iran gilt ein eigener Kalender. Etwas verwirrend beim Milch einkaufen.
Der nächste Blog aus dem Irak folgt in Kürze. Bleibt Neugierig.

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Sind nun im Irak

Die Einreise war relativ einfach und dauerte nicht lange. Die Temperatur ist bei ca. 40°C. Bilder und Infos werden folgen.

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Verkehr im Iran

Eine Autofahrt im Iran ist immer ein Erlebnis. Die Iraner haben irgendwie ein anderes Verhältnis zum Auto wie wir.
Obwohl für sie ein Auto fast unerschwinglich ist, fahren sie als ob der Teufel hinter ihnen her währe und wollen immer ganz vorne sein.
Zudem sind unterwegs immer mal kreative Beladungen zu sehen. Einige Beispiele sind auf den folgenden Bilder zu sehen.

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Nochmals Impressionen vom Iran

Aktuell befinden wir uns in der Türkei. Die Ausreise aus dem Iran wahr weniger prickelnd und dauerte 3.5 Stunden. Davon beanspruchte der Türkische Teil ca. 15 Minuten. Aktuell stehen wir mitten in den Vorbereitungen für den Irak. Mal sehen ob es funktioniert. Zwei weitere Blogs über den Iran folgen auch noch.

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𐎱𐎠𐎼𐎿 / تخت جمشید (Persopolis)

Die Stadt Persopolis wurde 520 v. Chr gegründet und 330 v Chr. von Alexander der Grosse geplündert und zerstört. Weitere Informationen sind hier zu lesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Persepolis

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Lut

Lut

Geplant war eine Fahrt in die Lut hinein. Bei der Anfahrt zum Dünenfeld zerlegte es leider das Kugellager das Umlenkrolle für den Keilriemen.
Die Reparatur war Abenteuerlich und nicht 100% sicher. Seit dem fahren wir ohne Klimaanlage um das System nicht noch mehr zu belasten.
Zudem war eine der beiden Lenkstanken schlimm ausgeschlagen. Aus Sicherheitsgründen entschieden wir nicht in die Lut einzufahren.
Die Querung war jedoch auf dem Plan. Wir erfuhren Temperaturen über 48 Grad. Wenn man die Hand aus dem fahrenden Fahrzeug hält spührt man die Hitze.
Unterwegs trafen wir auf viele Kamele. 2019 war das nicht so. Und auch der See am Westende der Lut war komplet trocken.

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Impressionen der letzten Woche

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Berglandschaft vor Mashhad

Bevor es nach Mashhad ging, verbrachten wir das Wochenende (Im Iran Donnerstag und Freitag) in den Bergen.
Nach Mashhad ändert sich die Landschaft Stück für Stück zu einer Wüste.
Die Wüste Dasht-e Kavir und Dasht-e Lut befinden sich in dieser Gegend.
Zwei folgende Blogs zeigen das Leben und die Natur in der Wüste.
Zur Info, die eine Lenkstange wurde mitlerweilen auch ausgetauscht. Das Ersatzteil hatte ich ja dabei.

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Der tägliche Wahnsinn eines Overlanders

Das Ziel war am Morgen klar. Bei der grossen Düne in der Lut im Schatten vom scwarzen Berg. Ein Stellplatz den ich 2019 ausfindig gemacht hatte. Quasi das Eingangstor zur Lut Runde. Also startete ich den Motor und rollten langsam los. Nach wenigen Metern konnte ich plötzlich kein Gas mehr geben. Als öffnete ich die Motorhaube. Der Geber bewegt sich. Ich hasse Computer im Fahrzeug. Nach einem Neustart funktionierte alles wieder. Also ging es weiter durch die vorgelagerte Bergwelt ab von der Hauptstrecke richtung Süden. Kurz vor der Einmündung nach ca. 150 Km auf die Hauptstrecke leuchteten alle Signallampen vom Fahrzeug und ein Geräusch wies auf den Keilriemen hin. Also wieder öffnete ich die Motorhaube und sah das Problem. Die Umlenkrolle die den Riemen spannt war defekt. Das Kugellager war nicht mehr da. Die Rolle rutschte weg. Also entfernte ich erstmal mit Mühe den Keilriemen. Wenn der Motor nur nicht so heiss gewesen wäre… Die Rolle war kompler zerstörrt und diese reparieren konnte ich nicht. Das Ersatzteil lag Zuhause im Lager. Aus Gewichtsgründen wiedermal nicht mit dabei. Das wars, war der erste Gedanke. Die Strasse führte abwärts zur Huaptstrecke. Also stiegen wir ein und rollten Bergab. Zum Schluss noch mit etwas Motorkraft  über die Hauptstrecke auf die andere Strassenseite auf den Platz. Eine alte Bushaltestelle mit zwei Bettlern schmückte den Platz. Was sollten wir tun? Richtung Süden war eine schlechte Idee, also Richtung Norden. Bis zur nächst grösseren Stadt Birdschand waren es 120Km. Ich nahm das Abschleppseil in die Hand und stelle mich bei der Hitze an die Strasse. Nur ein LKW konnte uns abschleppen doch leider hielt keiner. Mehrere junge Männer hielten mit ihrem Auto und versuchten den Abschleppdienst zu erreichen. In der Zwischenzeit hielt ein Bauer mit einem alten blauen Pickup. Er bietete an uns abzuschleppen. Mit 30Km/h ging es nun Richtung Norden. Nach ca. 25 Km stoppten wir bei einem Polizeicheckpoint und der Pickup Fahrer meinte, dass sein Fahrzeug zu schwach für unsere über vier Tonnen sei. Wir bedankten uns und wendeten uns an die Polizei. Diese zeigten sich unglaublich hilfsbereit und nebst dem, dass sie den Abschleppdienst ruften, versorgten sie uns mit Tee, Safranzucker, Wasser und Keksen. Die Wartezeit nutzten wir für Smaltalk. Interessante und sehr nette Polizisten. Was kann man auch anderes erwarten von Polizisten mit einer Kalaschnikov um den Hals, grins. Mein Sohn musste noch schnell die Pässe und Fahrzeugpapiere zeigen. Dabei sah er im Gebäude ein fein gekleideter Herr. in Handschellen und Fussfesseln, brav auf einem Stuhl sitzen. Ob er auch so nett bedient wurde? Beim Smaltalt mit den Polizisten erfuhren wir, dass die Grenznähe zu Afganistan ein grosses Drogenproblem mit sich bringte. Ein Kleinlaster mit Hebebühne traf nach etwa einer Stunde ein um uns abzuschleppen. Das Aufladen über die Rampe verlief dramatisch. Der Sprinter kippte fast bei dem Manöver. Ausserdem riess das Stahlseil zu raufziehen. Zum Schluss stand der Sprinter kippelig auf dem Kleinlaster und es ging los. Der Fahrer meinte es würde wohl zwei Tage dauern bis der Sprinter wieder Fahrtüchtig sei. Auf halber Fahrt machten wir eine Kurze Pause und der Fahrer spendierte uns eine Dose Iranisches Erfrischungsgetränk. Nach fast drei Stunden Fahrt trafen wir bei einer kleinen Werkstatt ein. Ich war skeptisch. Der Sprinter wurde abgeladen un das Stahlseil riess erneut. Der Sprinter kippte fast. Dramatische Scenen. Dann die ersten Diskussionen mit den Mechanikern. Der Werkstattmeister war sehr zuversichtlich. Ich weniger. Der Ausbau hat begonnen und wurde ausgedehnter als erwartet. Irgendwann war mir alles egal, wenn nur der Sprinter zum Schluss wieder lief. Es konnte nicht schlimmer werden, denn dann fiel noch das zweite mal in diesem Urlaub die Türfalle der Schiebetüre ab. Ich dachte “Ist an der Karre eigentlich alles Schrott?” Da ich Zeit hatte das Problem zu reparieren, löste ich das Problem so, dass es nie mehr passieren kann und beschloss,  die anderen Griffe später auch so zu modifizieren. Die von Mercedes verwendeten Schrauben sind aus meiner Sicht viel zu kurz. Pfusch aum Bau nennt man das. Mitlerweile schaute es bei den Mechaniker forn am Sprinter übel aus. Der Kühler, Filter und alle Lampen waren komplett ausgebaut. Das Kühlwasser lisen sie in eine Blechwanne voller Dreck ab. Bei allem Übel dazu, witzelten die Mechaniker  mit mir rum. Galgenhumor. Doch es stellte sich herraus, dass die Kerle genau wussten was sie machten. Leider fehlte das eine oder andere Werkzeug für den Ausbau. Da konnte ich mit meinem schweizer Qualitätswerkzeug gut aushelfen. Die Halterung der defekten Rolle war mitlerweile ausgebaut. Die Schraube der Rolle war unbrauchbar, wodurch die Mechaniker diese ausbohrten. Im Fundus wurden zwei Kandidaten von Ersatzumlenkrollen gefunden. Dann suchten sie noch in einem grossen Hauffen passende Schrauben und Distanzringe. Unglaublich aber wahr. Nach wenigen Minuten war alles klar, der Zusammenbau konnte beginnen. Nun ging alles Schlag auf Schlag und der Werkstattchef machte das sicher nicht zum ersten mal. Jede Schraube war beim ersten Versuch direkt am richtigen Ort verbaut. Ein wahrer Held der Mechanik. Es wurde nun dunkel und wir rüsteten uns mit Lampen aus. Neues Kühlmittel wurde eingefüllt und der Sprinter war nun bereit füt den Moment der Wahrheit. Es war alles dicht und der Motor lief! Nach knapp vier Stunden Arbeit war alles eledigt. Wir fuhren erschöpft zum Stadtpark und genossen Speiseeis. Das hattem wir uns redlich verdient. DANKE AN DIE IRANISCHEN MECHANIKER. Das sind die wahren Helden der heutigen Zeit.
Erkenntnis des Tages: Alles an Ersatzteilen mitnehmen. ALLES.



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Imam Reza Mausoleum (Haram) in Mashhad

Eines der absoluten Highlights im Iran ist das Haram in Mashhad.
Die Stadt ist mit 2.5 Milionen Einwohner die zweitgrösste im Iran.
Nur schon die Fahrt ins Zentrum ist ein Erlebnis für sich. Mitschwimmen ist angesagt.
Vor den Ampeln werden aus zwei Fahrspuhren plötzlich drei bis vier. Sobald es grün wird, will jeder zuerst losfahren und alle Autos müssen wieder auf zwei Fahrspuren Platz finden. gehts los.
Am Abend, nachdem die Sonne verschwunden ist und Dunkelheit sich breit macht, starten wir mit dem Besuch
des achten Imem der Schiiten. Millionen von Pilger kommen jedes Jahr hier her. Vorab ist umkleiden angesagt.
Mein Sohn bekommt extra ein schwarzes Hemd von Vali.
Unauffällig und sehr dunkel gekleidet, wie ich das schon 2019 gemacht habe, geht es los. Das Fahrzeug bei Vali,
ein Iraner den ich noch von 2019 kenne, sicher untergestellt. Wir fahren mit dem Taxi die kurze Strecke bis
zum Haupteingang. Nun ist die Stunde der Wahrheit gekommen. Erst beobachten wie sich die Einheimischen verhalten und wo diese den Riesigen Gebäudekomplex betreten.
Also nicht beim Besuchereingang sondern beim Pilgereingang rein. Eine scharfe Kontrolle mit Leibesvisitation folgte vor dem Eintritt.
Wir dürfen kein Wort verlieren um unsere Tarnung als Iraner aufrecht zu erhalten. Nach grosser Anspannung ob wir durchkommen, standen wir nun auf dem Platz.
Nun erst mal die Grösse und die Stimmung etwas wirken lassen.
Gewaltig. Riesen Monitore übertragen das Gebet auf den Platz. Unzählige Teppiche sind auf dem Platz bereit. Alles ziemlich voll von Menschen.
Dann zielstrebig durch einige Gänge in den hinteren Bereich.
Immer den Aufsichtpersonen ausweichen. Dann zu einem der Stellen wo die Schuhe abgegeben werden. Als Pfand erhalte ich eine Marke.
Dieser Posten müssen wir danach unbedingt wieder finden, um unsere Schuhe zurück zu erhalten. Das ist mit den zahlreichen Gängen und Räume nicht so leicht. Anschliessend geht es tiefer in die Moschee.
Millionen von Spiegelchen schmücken die Wände und Decken. Edler Marmor am Boden und darüber gewltige Teppiche.
Dann einen Stock tiefer. Ich bin sicher, es ist nicht mehr weit. Und dann sehen wir das bekannte Gitter.
Es ist schon eindrücklich wie die Menschen hier an Reza gedenken. Wir halten einige Momente inne und ziehen uns dann zurück zum Schudepot.
Alles gut gelaufen. Dann verweilen wir noch einige Zeit auf dem Platz.
Danach vorsichtig über den Ausgang raus. Alles lief super gut und mein Sohn hat ein unvergessliches Erlebnis mehr im Kopf.
An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an Vali. Ohne ihn hätte ich das nie gemacht.
Zurück zum Fahrzeug ging es übrigens durch interessante Gassen und Strassen von Mashhad.