Navigation

Geräte und Software zur Navigation

Navigation ist, wenn man trotzdem ankommt.

Ich verwende zur Navigation auf Tour zwei unterschiedliche Systeme.

Ich starte mal mit dem Garmin. Das habe ich gut im Sichtbereich fest montiert und dient zur normalen, ich sage dazu Langzeitnavigation.
Ich habe da die geplante Strecke und das Gerät weist mir meistens treu den richtigen Weg. Mir dient dazu das Garmin GPSmap 276Cx.
Es hat KEIN Touchscreen. Lässt sich also nur über die Knöpfe bedienen. Das hat Vorteile wie auch Nachteile die aber genau für mich passen und den Entscheid für dieses Gerät brachten.
Klarer Vorteil ist die Bedienbarkeit im Offroad Einsatz sowie die blinde Bedienung. Ich will ja auf die Strasse gucken und nicht dauernd auf das Display. Der Nachteil ist dann bei der Eingabe nach einer Adresse. Das ist dann eher bescheiden.
Also gilt es das Teil vor der Fahrt entsprechend einzustellen und dann ist gut.
Das fängt mit guten Karten an. Ich verwende sehr gerne Kartenmaterial die aus OSM entstehen. Je nach dem wer die Umsetzung für Garmin taugliche Karten macht sind die Karten besser oder schlechter. Leider sind dann auch nicht alle Länder von einem Kartenbauer erhältlich und so ist es manchmal mühsam bis man alle Länder der geplanten Tour zusammen hat.

Wie solche Karten auf ein Garmin Gerät kommen muss ich vermutlich nicht beschreiben. Ansonsten verwende das Kontaktformular und schreib mir. Dann werde ich das Kapitel auch noch erstellen.

Garmin lobt das Gerät für den schnellen Bildaufbau von Karten. Das kann ich leider nicht bestätigen aber für meine Zwecke ist es das ideale Gerät. Ich verschweige hier auch nicht, dass es schon mein zweites Gerät ist. Eines hat einfach mal spontan den Geist aufgegeben. Zum Glück noch vor meiner Tour aber es war mehr als ärgerlich. Ein Ersatzgerät habe ich zum Glück schnell bekommen. Nun hoffe ich das Gerät hält was es verspricht.

Die Helligkeit vom Display bei Tag und die Lesbarkeit dadurch schlägt alles was ich bis jetzt gesehen habe. Das Teil kann als Handgerät nur Pfeiftöne von sich geben. Sprachausgabe ist nur in der zusätzlich erhältlichen Auto-Halterung möglich. Die Halterung mit dem Kugelkopf und dem Saugnapf sind leider nicht Offroad tauglich.
Das Gerät dient mir nebenbei auch gleich noch als Fahrtenlogger. Es erstellt mir GXP Files vom feinsten von meiner ganzen Tour.

Im obigen Bild ist ersichtlich wie ich das Gerät eingestellt habe und wie es ausschaut wenn eine Route aktiviert ist.
In der Anzeige rechte oben zeigt mir das Gerät immer die aktuelle Geschwindigkeit an. Das finde ich sehr praktisch und lesbarer als der Zeiger vom Tacho auf dem Armaturenbrett. Gleich darunter die Distanz zum nächsten Wegpunkt. Das ermöglicht absolut entspanntes Fahren. Ich weiss genau wie lange ich noch auf der Strasse bleiben soll und wann eine Veränderung kommt. Manchmal ist es halt auch einfach weiter auf der gleichen Strasse aber es ist trotzdem nett. Darunter dann die Angabe zur Entfernung bis zum eingegebenen Ziel Sehr gut zu wissen. Durchfahren oder doch nochmals eine Pause einlegen. Und dann die Ankunftszeit. Immer nett zu wissen. Ich fahre ungern in die Nacht hinein. Dazu auch gleich die Angabe zur ungefähren Fahrdauer bis zum Ziel. Doch noch eine Pinkelpause einlegen oder geht es noch bis zum Ziel.

Im Vergleich dazu nun ein Track der eingeblendet wird. Ich habe die Farbe rot gewählt was nicht optimal ist bei dieser Karte. Der Track führt unter dem Pfeil horizontal durch. Und es sind keine Angaben dazu auf der rechten Seite.
Somit sollte der Unterschied zwischen Route und Track bei Garmin Geräten klar sein.

Eine Andere Anzeige ist oben zu sehen. Auch nett und Hilfreich auf Tour. Den Kompass schätze ich sehr in den Weiten der Mongolei. Die Temperatur Anzeige bezieht den Wert von einem Funksensor der am Fahrzeug aussen befestigt ist.

Und wenn das Gerät eine Verbindung in das Internet über W-LAN aufbauen kann ist sogar eine Wetter vorhersage für das lokale Gebiet möglich. Es ist sogar eine Kartendarstellung mit Wetterbild (Regen) möglich doch aktuell ist hier kein Regen und das Bild wäre langweilig.

Wichtig ist noch die Einstellung am Gerät für das Tracking. Das Tracking ist die Aufzeichnung der Bewegung. Die Daten werden in ein GPX File gesichert. Dies sind genau die Daten die ich auf dieser Webseite weiter verwende um nach einer Reise zu zeigen wo es lang ging. Incl. Höhenprofil versteht sich. Ich habe den Intervall auf den kleinst möglichen Wert von 0.01 Km gesetzt. Also alle 10 Meter wird ein Punkt gesetzt. Keine Angst. Das Gerät hat Speicherplatz ohne Ende. Speziell weil ich eine zusätzliche MicroSD Speicherkarte eingesetzt habe die zusätzlich 64 GByte zur Verfügung stellen.
Die Option Automatisch archivieren habe ich auf Täglich gesetzt. Somit wir einmal pro Tag ein neues GPX File erzeugt.

Speziell bei diesem Gerät finde ich die Möglichkeit es normalerweise mit einem starken Akku zu betreiben. Sollte der mal auf einem Ausflug zu Fuss nicht reichen lassen sich ganz normale AA Accu einsetzen. Drei dieser Akku braucht das Gerät dann.

Wir das Gerät über USB an einem Computer angeschlossen stehen durch den eingebauten und den zusätzlichen MicroSD Speicher zwei Speicherplätze zur Verfügung. Intern verfüg das Gerät über mehr als 7 GByte Speicher. Auf diesem halte ich die Routen, Track sowie Wegpunkte. Auf dem Zusatzspeicher halte ich die Karten. Bei den Karten wende ich noch einen Trick an um das System nicht zu überlasten. Ich habe im Root-Verzeichnis ein Ordner mit dem Namen KARTENPOOL angelegt. Alle Karten die ich gerade nicht brauche schiebe ich in diesen Ordner. Das geht nur wenn das Gerät über USB an einem Computer angeschlossen ist. Dadurch werden nur die gerade wichtigen Karten in den Speicher geladen was das System erheblich beschleunigt.
Ich habe auch noch ein Verzeichnis namens ROUTENPOOL und POI-POOL.
Das Verschieben von einer Karten in den Arbeitsbereich geht unglaublich schnell. Im Gegensatz dazu ist ein Übertragen einer grossen Karte von Computer auf das Gerät eine längere Angelegenheit.

Beim Kauf des Gerätes steht noch eine ein Jahr gültige Lizenz für BirdsEye zur Verfügung. Es lassen sich echte Sat-Bilder auf das Garmin übertragen. Eine grössere Fläche zu übertragen ist jedoch extrem aufwändig. Ich habe bei meiner letzten Tour für die Wüste Dasht-e Lut im Iran die Mühe gemacht die Informationen rund um meinen geplanten Track zu laden. Vor Ort war es dann etwas ernüchternd. Die Genauigkeit der Bilder waren mässig. Also etwas verschoben. Aber es war nett anzusehen.

Nun kommen wir zum nächsten Gerät das ich für die Navigation intensiv nutze. Es ist ein Android Smartphone das jedoch etwas robuster als die meisten ist. Es ist nicht perfekt doch ich habe es schätzen gelernt.
Es ist das Doogee S80, was mir bisher sehr gute Dienste leistete. Aus diesem Grund habe ich mir auch das Nachfolgemodell zugelegt. Doch das S88 ist leider unbrauchbar für die Navigation! Beim S80 ist sogar noch ein 400-480MHz Funkgerät integriert, was ich jedoch sehr selten nutzte.

Das S80 verfügt über ein GPS Empfänger. Das S88 jedoch hat ein A-GPS verbaut.

A-GPS (Assisted Global Positioning System)
– Der über A-GPS ermittelte Standort ist etwas ungenauer als der über GPS
– Die fortlaufende Nutzung von A-GPS-Geräten kostet Geld, da sie mobile Netzwerkressourcen nutzen.

In wenigen Tagen trifft das S89 Pro von Doogee ein. Mal sehen was geht.

Einige Fakten zum Gerät die mir für diesen Einsatz wichtig sind:

  • Akkuleistung: 10’000 mAh Polymer-Akku
  • IP68 IP69K MIL-STD-810G
  • 4 GByte + 64 GByte interner Speicher (Erweiterbar mit bis zu 512 GByte microSD)
  • Grossen und helles 5.9″ Gorilla 5 Display mit 2160 x 1080
  • 1500:1 Kontrast
  • USB-C Anschluss und QC-3 24W Flash-Aufladung
  • Satelliten Navigationssysteme GPS , GLONASS, Beidou und Galileo

Tip: USB QC 3.0 Steckdosen im Fahrzeug verbauen und ganz wichtig. Kurze Kabel zum Laden verwenden. Ich habe mit einer APP den Ladestrom bei Verwendung verschiedener USB Kabel verglichen und war sehr erstaunt. Die Unterschiede sind enorm.

Es passen zwei Nano-SIM Karten oder eine SIM Karte und eine micro SD Karte in das Gerät.

Das Wichtigste ist jedoch die APP die ich zur Navigation nutze. Das ist die App OsmAnd+. Der Neueinsteiger wird erschrecken doch man muss sich damit befassen wie mit allem was man aktiv auf Tour nutzen will. Ich habe viel geübt bis ich es so weit hatte und es für mich nützlich was. Und ich verwende es bei fast jeder Autofahrt damit um nicht aus der Übung zu kommen.

Betreffend der GPS Genauigkeit bin ich am testen. Da scheint es bei einigen Smartphone Probleme zu geben. Ich schalte dazu das Gerät auf Flugmodus und nutze nur das GPS. Das ist enorm wichtig um einen realistischen Test zu machen. Das Doogee S88 war genau bei diesem Test sehr schnell durchgefallen. Erst glaubte ich es nicht doch mehrere Versuche zeigten die Schwäche.

Es gibt nichts schlimmeres als schlechtes Werkzeug sagt man. Aber wenn man ein Werkzeug nicht perfekt bedienen kann ist es auch doof.

Also diese Software nutze ich für die normale Navigation die ich auch schnell mal anpassen kann. Beispiel: Ich bin auf der Fahrt und suche die nächsten Tankstellen die Diesel anbieten. Dazu passe ich nicht die Langzeitnavigation beim Garmin an sondern ich mache das über das OsmAnd. Das geht sehr schnell. Die Software bietet die Möglichkeit an Menüpunkte mit solchen Funktionen zu belegen. Einblenden aller Tankstellen mit Diesel auf der Karte. Oder Sehenswürdigkeiten einblenden. So finde ich mit wenigen Handgriffen das Gesuchte.

Neu dazu gekommen ist ein Fairphone 3+. Bis jetzt ist das GPS brauchbar. Doch für Dauerbetrieb bei grosser Hitze unbrauchbar. Ich habe das e/os Betriebssysteme drauf geladen. Somit ist Google schon mal weg von meinen Daten. Das Gerät ist leider nicht sehr schnell. Der Akku hält auch nicht lange und das Display ist sosolala in der Sonne. Also wird das Gerät eher zur Kommunikation verwendet. Ich verwende es auch ohne WLAN. Ethernet kommt direkt über den USB Anschluss. Und die Kameras wie auch Mikrofone sind ausgebaut. Nette Sache.