Kgalagadi 2026 Teil 1

4.4.2026 Samstag, Windhoek – Bastion Farmyard, Namibia

Die Nacht war ordentlich und ich wache um ca. 8 Uhr auf. Los geht es dann kurz vor 9 Uhr, nicht ohne dem Team «Mistermog» tschüss zu sagen. Wir treffen uns dann beim Bastion Farmyard Camping. Ich fahre durch das Gate und habe den Kopf voller Gedanken. Die größte Belastung ist der Zustand vom Sprinter. Wie wird er sich verhalten in den nächsten Monaten? Ich fahre dem Navi mit OSMAND-App nach, das mich durch Windhoek leitet. Natürlich bräuchte ich dazu keines, doch ich will die aktuelle Version gleich testen. Die Straße ist meist in sehr gutem Zustand und führt Richtung Süden über die Berge. Windhoek liegt auf über 1600 Metern. Der Pass steigt auf über 2000 Meter, nicht besonders steil ist der Aufstieg. Ich passiere noch eine Polizeikontrolle, von der ich wie meistens durchgewunken werde. Links von der Straße sehe ich immer mal die Gleise der Zuglinie. Ich genieße die Fahrt durch die Berge und gucke gerne nach den Bergen, deren Namen ich vom Navi her lese und die ich schon manchmal gesehen habe. Da sind z. B. der «Regenstein» mit 2242 Metern, der «Grossherzog-Friedrich-Berg“ mit 2336 Metern. Später fahre ich zwischen «Falkenstein» mit 1942 Metern und der «Schildkröte» mit 2194 Metern durch. Ich passiere eine Radarstation, die ich gut kenne, doch das macht mir nichts aus. Ich versuche immer, so einen Schnitt von 100 km/h zu halten, und bin bei den erlaubten 120 km/h gut dabei. Es herrscht wenig Verkehr, der je weiter ich mich von Windhoek entferne, noch weiter abnimmt. Nach ungefähr 100 km erreiche ich Rehoboth, wo ich einen kleinen Halt beim Supermarkt mache, habe ich doch neulich beim Großeinkauf einiges vergessen. Dann nochmals Diesel auffüllen, viel passt ja nicht rein, und dann noch bis zum Camp fahren. Auf der Strecke sehe ich plötzlich den Unimog von Team «Mistermog» vor mir. Ich passiere noch den südlichen Wendekreis und bald schon stehe ich vor dem Gate vom Camp. Da ist ein Schild: über die Ostertage geschlossen. Das darf doch nicht wahr sein. Ich klingele und kurz darauf geht das Tor auf. Der Besitzer kommt mir zu Fuß entgegen. Er kennt mich natürlich noch vom letzten Besuch, daher hat er für mich geöffnet. Es ist eine herzliche Begrüßung. Ich informiere ihn gleich über das zweite Fahrzeug, das noch kommen wird. Er meint, ich könne gerne für das Fahrzeug das Tor selber öffnen. Kurz darauf vernehme ich auch schon das markige Brummen vom Mog. Das Camp verfügt über 4 Plätze und jeder Platz hat ein eigenes Häuschen mit einem Unterstand und Grillplatz. Im Häuschen befinden sich ein Klo, ein Waschbecken und eine große Dusche. Alles ist super gepflegt und sauber. Danke dem freundlichen Besitzer für die Gastfreundschaft. Die Strecke war übrigens etwa 250 km.

5.4.2026 Sonntag, Bastion Farmyard Namibia – Mata-Mata, Kgalagadi Südafrika

311 km liegen vor mir. Nur kurz fahre ich noch auf der B1 Richtung Süden. Wenn ich auf der Straße bleiben würde, wäre ich bald in Südafrika, doch ich biege in die C20 Richtung Stampriet ein. Genau bei der Kreuzung ist noch ein Polizeicheckpoint, der nur kurz meinen Führerschein sehen will. Dann geht es weiter über eine wunderbar gute Teerstraße bis zum Ort Stamperit, wo ich nochmals Diesel vollmache und den Reifendruck für die Piste anpasse, denn wenige Meter nach dem Ort biege ich in die C15/M33 ein und bin gleich auf der Piste. Die ersten 100 km waren auch schon mal in einem besseren Zustand, aber es geht ganz gut. Der Sprinter läuft wunderbar und ich halte nach etwa 100 km. Nach weiteren 100 km führt die Piste meist in einem Flusstal. Die Strecke ist wunderschön. Noch besser sind dann die letzten 100 km, wo ich dann auch schon Tiere entdecke. Dabei sind eine wirklich große Schildkröte, vier Schlangen, riesengroße Schlangen, wobei ich eine leider erwische, da ich sie zu spät sehe. Dann sehe ich auch noch zwei große Varane. 10 km vor der Grenze halte ich an und verspeise meine Papaya. Papaya, da ich die nicht über den Zoll schleppen darf. Ich bereite auch noch die Papiere vor und fahre dann gemächlich zum Zoll. Es ist immer schön, wenn die Leute einen gleich erkennen. Formular ausfüllen, Pass stempeln mit der Bitte, keine neue Seite dazu verwenden, da er schon übervoll ist, und dann auch noch die Roadtax abstempeln. Das Carnet wird nicht abgestempelt, da ich mich innerhalb vom SADAC (Zollunion) bewege. Natürlich bekommt der Beamte auch noch eine Deutschlektion, wie jedes Mal, und ist glücklich. Ich werde gar nicht gefragt, ob ich Reservierungen im Park habe, denn man braucht mindestens zwei Übernachtungen im Park. Auch das Fahrzeug wird nicht kontrolliert. Man kennt mich ja. Danke, liebe Leute vom Zoll. Dann die kurze Strecke rüber zur Rezeption und Polizeistation vom Park. Auch hier werde ich mit Lächeln empfangen und der neue Polizeibeamte schließt mich gleich ins Herz. Somit auch keine Kontrolle, sondern lockere Gespräche. Ich liebe das. Ich muss ja noch das Fahrzeug vom Team «Mistermog» sowie zwei Personen dazubuchen. Die Dame an der Rezeption ist clever und macht alles in Windeseile. DANKE. Schnell sind auch die Formulare für den Park bereit und ich darf runter zum Campingplatz fahren. Ich finde einen tollen Platz, wo dann auch noch «Mistermog» sich gut danebenstellen kann. Erst mal ein netter Schwatz mit der neuen Nachbarschaft. Unglaublich nette Leute. Ich liebe genau das am Reisen. Ich mache ein kurzes Nickerchen und entschließe mich, auf einen Game-Drive zu gehen Also hoch zur Rezeption, wo auch schon B. vom «Mistermog»-Team steht. Da ich die Dame von der Rezeption vorgewarnt habe, läuft alles wie am Schnürchen und ich verziehe mich mit meinem Sprinter. Ich fahre bis zur Wasserstelle «Craig Lockhart». Auf der Strecke entdecke ich eine Gnuherde, Springböcke, eine Schlange, einen Sekretär, Gnuherden, eine Riesentrappe und einiges mehr. Der Park ist so grün wie noch nie, was das Entdecken von Tieren etwas schwerer macht. Die Temperatur ist mittlerweile bei über 30 Grad und ich fahre wie immer mit beiden Fenstern offen sowie ohne Klimaanlage. Dann fahre ich schön langsam, also etwa mit 20 km/h, zurück, gebe das Permit bei der Rezeption ab und fahre runter zum Camp, wo der Unimog vom Team «Mistermog» steht. Ich steige aus und begrüße das Team erst mal. Sie wollten gerade los, doch der Mog will nicht. Er blinkt lustig mit allen Blinkern, aber starten lässt er sich nicht. Hmm, muss das sein? Also langsam analysieren Blinken, Batterie ok, Sicherungen auch ok, wobei mir nicht klar ist, wo die für den Anlasser sein könnten. Auch das Handbuch ist keine große Hilfe. Ich trenne mal die Batterie und verbinde sie erneut, gleiches Problem. Also stelle ich die Frage: Hat dieses Fahrzeug eine Wegfahrsperre? Die Antwort ist leider nein. Nun ist guter Rat teuer. B. läuft zum nahen Shop und ergattert eine Internetkarte und ich melde bei der Rezeption Bedarf für einen Mechaniker an. Ein Telefonat mit dem Hersteller, wohlgemerkt, es ist Ostersonntag, bringt die Lösung. Klar hat das Fahrzeug eine Wegfahrsperre und das war dann auch das Problem. Zum Glück ist nichts Schlimmeres und der Abend gerettet. Den Mechaniker kann ich abbestellen und B. vom Team «Mistermog» bereitet das Abendessen vor. Lecker Spaghetti und eine südafrikanische Wurst. Lecker. Es war ein schöner Tag und ich bin sehr glücklich, wieder hier im Kgalagadi sein zu dürfen.

Erkenntnis des Tages: Es gibt immer eine Lösung.

6.4.2026 Montag, Mata-Mata, Kgalagadi Südafrika, Gamedrive

6:45 Uhr klingelt der Wecker. Also hoch mit den alten Knochen und gleich zur Rezeption fahren. Dort bekomme ich das Permit, um in den Park zu fahren. Gleich hinter mir das Team «Mistermog». Das Gate geht auf und wir fahren in den Park ein. Es sind nicht viele andere Fahrzeuge unterwegs. Wegen der üppigen Vegetation ist das Sichten von Tieren nicht einfach. Die Piste ist mäßig und rumpelt ordentlich. Herden von Oryx, Springböcken und Gnus sind zu sehen. Bei einem der Wasserlöcher gibt es dann Frühstück in Form von Müsli. Das ist bei dem einen Bild mit dem Baum, der liegt. Weiter immer Richtung Süden. Ab und an sind ordentliche Pfützen, an denen unzählige Schmetterlinge sitzen. Einmal entdecke ich den Stachel von einem Stachelschwein, der auf der Straße liegt. Dann entdecke ich einen Wiedehopf, der sich leider gerne hinter den Büschen versteckt. Dann sehe ich tatsächlich einen neuen Picknickplatz nahe einem Wasserloch. Das haben sie sehr schön gemacht, im Schatten von einem sehr großen Baum. Später passiere ich eine riesige Herde Giraffen mit vielen Jungtieren. Beim Picknickplatz angekommen, erst mal ein Nickerchen, bevor es dann zurück nach Mata-Mata geht. Vor der Rezeption sitzt der eine Polizist, mit dem ich einen längeren Schwatz halte. Er kommt aus Johannesburg und darf für 3 Monate hier Dienst leisten. Ihm werde ich sicher in bester Erinnerung bleiben.

Was ich noch erwähnen möchte. Die Umstellung auf die neuen Nikon ZF und Z8 ist aufwändiger als gedacht. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis ich alles so eingestellt habe, wie ich es brauche. Dazu finde ich die Funktionen manchmal nicht so schnell, wie ich sie haben müsste. Übung macht den Meister.

7.4.2026 Dienstag, Mata-Mata – Twee Rivieren, Kgalagadi Südafrika

7:00 Uhr geht es los. Das erste Mal Strecke fahren im Kgalagadi-NP. Ich freue mich wie ein Schneekönig. Abschied beim Personal von Mata-Mata und mit dem Permit in den Händen durch das Gate in den Park. Ich fahre etwas zügiger, da ich noch einen wichtigen Termin in Twee Rivieren habe. Auf dem ersten Teil der Strecke liegt ein großer männlicher Löwe direkt links von der Piste und lässt sich nicht beeindrucken, wenn ich näher fahre. Es ist der gleiche Löwe wie gestern, doch er ist nun etwas südlicher. Wenn ich Wellblechpiste fahre, klappert etwas metallisch. Ich versuche schon die ganze Zeit, es zu orten, doch da es rechts vom Fahrzeug ist, ist das nicht einfach. Beim Picknickplatz öffne ich zwei Stellen vom Armaturenbrett, die ich in Verdacht habe. Dann geht es schon weiter und klappert immer noch. So was bringt mich auf die Palme. Ich sichte den ersten Leoparden und bin so was von glücklich. Leider ist das Tier weit entfernt und die Bilder werden vermutlich mäßig. Das Team «Mistermog» ist leider etwas zu spät zur Stelle, um das Tier noch zu sehen. Beim nächsten wunderschön gelegenen Picknickplatz mache ich Rast. Dabei der Einfall, es könnte die Motorhaube sein, denn das Scharnier hat etwas Spiel. So klemme ich einen Putzlappen dazwischen. Das Klappern hat ein Ende und ich bin so froh. Ich sehe neben anderen Tieren noch ein großes Warzenschwein und einen zweiten Löwen kurz vor den Dünenquerungen. Auch der weit entfernt und kaum zu sehen. In Twee Rivieren dann gleich zum Zoll und die Zollabfertigung erledigen. Wie immer viel Spaß mit den Zollbeamten. Dann auch noch die Registrierung der Plätze in Botswana, was alles sehr gut verläuft. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Auf der südafrikanischen Seite probiere ich nochmals, einige Tage zu buchen, was mir dann leider nicht gelingt. Ich sehe auf dem Tresen einen Zettel, auf dem steht: Nur 40 Liter Treibstoff pro Tag und pro Fahrzeug. Ui, schnell gleich auch noch tanken. Auf dem Campingplatz, der nicht mein Lieblingsplatz ist, stellen wir erneut Luftverlust der Reifendruckanlage vom Unimog fest. So krieche ich wieder mal unter den Mog. Nichts zu sehen oder zu hören. Ich meine, wir sollten den Druck erhöhen, um es dann eventuell zu finden, und siehe da, eine Schraube sitzt locker. Angezogen und gut ist. Ich sehe dabei leider viel Öl beim Getriebe, was mir nicht gefällt. Wir beobachten das. Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Mog-Spezialisten. Abendessen gibt es im nahen Restaurant zusammen mit Freunden, die ich letztes Jahr getroffen habe. Es ist ein rundum gelungener Tag und ein schöner Abend in dieser netten Runde. Danke euch für die tolle Zeit.

8.4.2026 Mittwoch, Twee Rivieren (Südafrika) – Polentswa (Botswana) Kgalagadi

Erneut um 7:00 Uhr auf zur Rezeption, um das Permit zu bekommen, und dann zur Tanke. Nun habe ich alle Tanks voll und bin gut gerüstet. Es geht zügig immer Richtung Norden dem Nossobfluss (trocken) entlang. Eine Puffotter quert gerade die Piste. Bei Keji-Keji liegen einige Löwen und ein Männchen trinkt gerade bei der Wasserstelle. Das ist doch mal ein Start. Beim Picknickplatz dann die erste Rast mit Müsli zum Frühstück. Weiter geht es bis zum nächsten Picknickplatz, wo ich mir ein Nickerchen gönne. Das tut richtig gut. Und nun wird leider die Piste etwas rumpelig. In Nossob ist dann der Empfang an der Rezeption mehr als herzlich und ich fühle mich gleich wie zuhause angekommen. Ich bereinige noch einige Buchungen für mich und andere Freunde, die später dazustoßen sollen. Alles klappt wie gewünscht. Vielen Dank an die tollen Mitarbeiter von SANParks. Dann laufe ich von der Rezeption raus und da steht gleich eine Familie aus der Schweiz, die ich schon mal hier getroffen habe. Die Freude ist groß. Gemeinsam gehen wir noch zum Eulenbaum, in dem wie jedes Jahr eine Eule sitzt. Nach dem Tanken und Wasserfüllen geht es durch das Nordgate raus mit Ziel Polentswa. Die Piste ist gruselig, aber ich strahle über alle vier Backen. Es ist wirklich wie nach drei Monaten wieder nach Hause zu kommen. Auf halber Strecke treffe ich noch zwei sehr nette Südafrikaner. Er hat jahrelang bei der UN in Genf gearbeitet. Ein sehr nettes Gespräch. DANKE. Weiter nach Polentswa. Es zieht sich diese 60 km. Übrigens sind die ersten 1000 km dieser Tour schon geschafft und der Sprinter läuft, wie es sein soll. Der gemeinsame Abend mit Team «Mistermog» war entspannt bei bester Verpflegung. DANKE
Ach ja, ich habe meine Starlink-Antenne Nummer 2 in Betrieb genommen und sie funktioniert hervorragend.

9.4.2026 Donnerstag, Polentswa (Botswana) Kgalagadi Gamedrive

In der Nacht um ca. 1 Uhr und dann nochmals um 5 Uhr vernehme ich Löwengebrüll. Habe ich die halbe Nacht, im Klartext 5 Stunden, um die Ohren geschlagen und alles in Bewegung gesetzt, um noch die fehlenden Tage zu buchen. Und doch geht es um 7 Uhr los zur nahen Wasserstelle. Nichts. Also wirklich nichts. Doch auf der Piste sehe ich immer frische Löwenspuren. Ich folge den Spuren Richtung Norden. Es sind nur ab und an welche zu sehen. Dann keine mehr. So fahre ich zum Picknickplatz und es gibt zusammen mit dem Team «Mistermog» Frühstück. Ich treffe noch Südafrikaner auf dem Platz an und es entsteht ein interessantes Gespräch, denn sie wohnen im berühmt-berüchtigten «Kuruman», wo ich in einigen Wochen durchfahren werde. Ich entschließe mich, die beiden Loops zu fahren. Landschaftlich hervorragend, doch leider keines der gesuchten Tiere. Mir ist es schon klar. Bedeckter Himmel und ab und an sogar einige Tropfen Regen, da sind die Löwen in den Dünen. Ich sage dann immer: Die Tiere sind in der Ladestation. So fahre ich nochmals zurück zur Wasserstelle und anschließend in das Camp. Ich habe einen VW-Transporter auf dem Overflow-Camp gesehen und beschließe, denen einen Besuch abzustatten. Die beiden sind aus Südafrika und wir haben viel Spaß, gegenseitig Geschichten zu erzählen. Es stellt sich heraus, dass sie mich auch schon hier gesehen haben und einige meiner Freunde ebenso kennen. Ja, die Welt ist klein. Ach ja, das Fahrzeug hat bei der Blattfederbefestigung beide dicken Bolzen gebrochen und sie warten, bis die Piste gemacht wird, um dann sicher nach Upington zu fahren. Ich wünsche eine sichere Fahrt aus dem Park in eine Werkstatt und hoffe, wir sehen uns wieder mal. Kurz vor der Dunkelheit fahre ich nochmals zur Wasserstelle und beobachte etwas die Tauben, die da trinken. Dabei probiere ich die neue Kamera aus. Mal sehen, was das so wird. Zurück am Platz genießen wir Bratkartoffeln mit Ei und Salat. Hat wunderbar geschmeckt. Gute Nacht. Nein, ich muss diese Nacht noch weiter versuchen, zu buchen.
Nachtrag: Ich hatte noch zwei sehr schöne Telefonate. Eines mit einem lieben Italiener, den ich hier in Polentswa 2025 kennenlernen durfte, und eines mit einem Freund aus der Schweiz, der gerade Lesotho besucht hat und nun wieder in Südafrika unterwegs ist.

10.4.2026 Freitag, Polentswa (Botswana) – Nossob (Südafrika)

Nun, der erste Besuch in diesem Jahr von Polentswa war etwas frustrierend, doch ich bin ja noch einige Tage im Park und fahre noch dreimal hier hoch. Hoffentlich werden die Pisten besser. 7:00 Uhr, wie üblich, geht es los zum nahen Wasserloch. Nichts. Frühstück ist angesagt und dann fahre ich Richtung Süden mit Ziel Nossob. Das sind fast genau 65 km und dafür steht der ganze Tag zur Verfügung. Gemütlich bewältige ich mit meinem Sprinter km für km auf der Rüttelpiste, immer mit Blick in die Weite und das Flussbett. Ich entdecke drei «Kapfüchse», die zwar weit entfernt sind, aber doch Freude bereiten. Ich entdecke immer wieder Löwenspuren im Sand, die ganz frisch sind. Doch es lässt sich keiner blicken. Erst beim Wasserloch Kwang, das immer vielversprechend ist, entdecke ich, nein, nicht Löwen, aber liebe Freunde, die ich in Kapstadt kennenlernen durfte. Sie sind aus Deutschland und reisen seit 10 Jahren hierher. Unterwegs sind sie mit einem Iveco-Wohnmobil. Die Freude ist groß und während wir so quatschen, steht plötzlich ein Löwenweibchen an der Wasserstelle. Ganz klar trächtig, trinkt sie lange. Dann kommt noch ein Männchen dazu. Was für ein Anblick. Beide laufen dann gemütlich zu den nahen Bäumen. Dreimal kommt das weibliche Tier zum Trinken an die Wasserstelle. Nun ruhen beide bei den Bäumen und ich beobachte die Falken, die andere Vögel jagen. Einer der Falken ist erfolgreich und verspeist seine Beute am Boden. Es erscheint ein Gnu, das stetig der Wasserstelle näherkommt. Im Hintergrund dann eine große Gnuherde in gebührendem Abstand. Das einzelne Gnu erreicht die Wasserstelle und trinkt. Bevor die Herde dazustoßt, läuft das einzelne Tier immer näher zu den Löwen, die auf Beute warten. Die Spannung ist unerträglich und ich weiß gar nicht, was ich nun genau beobachten soll. Dann springt der männliche Löwe auf und versucht, ein Gnu zu erwischen. Die sind anscheinend auch nicht ohne Strategie und kommen diesmal ohne Blutverlust davon. Das war Spannung pur. Ich bleibe noch einige Zeit, um dann weiter bis Nossob zu fahren. Hier ist erst Tanken angesagt und dann beziehen Team «Mistermog» und ich den privaten Platz Nummer 8. Die Sonne knallt, also montiere ich erst meinen Sonnenschutz. Beim «Mistermog» zischt es mal wieder und ich gehe auf die Suche. Diesmal ist es beim Horn und wir entschließen, das Horn abzuhängen. Ich schnitze ein rundes Holzteil und stopfe damit den Druckschlauch zu. Schelle dran und dicht ist es. Abendessen mit Grillwurst, lecker.

Der Blick über den liegenden Baum beim Frühstück
Junger Springbock
Zwei kämpfende Springböcke
Hier juckt was
Blumen sind zur Zeit viele zu sehen
TBD.
Giraffe
Ganze Giraffenfamilie
Leopard
Löwe
Löwe
Weissflügeltrappe
Team «Mistermog» kommt den Hang herunter
TBD
Schakal
Puffotter
Die Löwin mag den Toyota
Riesentrappe
Schakal
Wächter der Solarpanelen
Kein Landeplatz mehr frei
TBD
Das ist einer der Loop nördlich von Polentswa
Junges Springböcklein
Löwin an der Wasserstelle
Löwenpaar
Die Ruhe vor dem Sturm
Angriff vom Löwen auf die Gnuherde
Schmetterlinge

Urban Camp in Windhoek Namibia

29.3.2026 Sonntag, Windhoek, Namibia

In der Nacht stelle ich fest: Mein Landstrom ist weg. Das ist kein Problem für mich, doch ich bin verunsichert. Ist etwas mit meinem Ladegerät nicht gut oder ist der Strom wirklich weg? Rundherum Licht. Also rappel ich mich auf und gehe mit einem Voltmeter zur Steckdose. So ein Mist, auch hier die bescheuerte Kindersicherung. Also messe ich am Ende von meinem Kabel und lese 0 Volt ab. Ok, ist halt so, gucke morgen weiter. Heute Morgen stehe ich auf und denke, so ein nettes Frühstück mit heißer Schokolade und einem Eierkuchen mit Heidelbeeren, Honig und Joghurt passt genau. Es ist noch ruhig auf dem Platz und mein Frühstück superlecker. Dann erwähne ich noch kurz mein Stromproblem und laufe zurück zum Fahrzeug. Das Problem wurde schon behoben. Super, wie hier alles läuft. So kann mein Lithium noch schön ausbalancieren. Ich verabschiede mich von den beiden Schweizern, die mit einem Steyr-Expeditionsfahrzeug hier sind. War schön, euch kennenzulernen. Wir sehen uns hoffentlich mal in Durban.
Ich entschließe mich, das Victron-Problem zwischen Landstrom und Lichtmaschine anzugehen. Also erst mal den Kasten unter dem Beifahrersitz leer räumen und die 220-V-Anschlüsse suchen. Ich hänge ein Relais an, das dann dem anderen Gerät ein Signal geben soll. Ich schließe die Installation wieder an 220 V an und es fängt an, erbärmlich zu stinken. Ich werde etwas unruhig. Moment, außerhalb vom Fahrzeug stinkt es noch schlimmer. Ach so, mein Nachbar scheint ein Greenhorn beim Anfeuern zu sein und ist für diese Geruchsbildung verantwortlich. Ich entspanne mich und bin mit meiner Installation doch zufrieden. Mich nimmt ja schon Wunder, wer von Victron den Entschluss gefasst hat, diese kleinen vierpoligen Stecker für die seriellen Verbindungen zu verwenden, die beim Anschauen schon fast rausfallen.

30.3.2026 Montag, Windhoek, Namibia

Heute nochmals Kontrolle bei Mercedes. Die Mechanik macht einen guten Eindruck. Alle Verbindungen, die wackeln könnten, sind fixiert und gegen das Scheuern gesichert. Ich sehe kein Leck bei Dichtungen. Der Motor läuft ruhig, wie ich das von ihm kenne. Ich mache eine kleine Fahrt zu einem Laden, wo ich im Hang parken muss, und stelle fest: Die Handbremse zieht bescheiden. Ich informiere Mercedes. Am Mittwoch bei meinem geplanten Besuch soll das dann auch gemacht werden. Der Plan war eigentlich, dass mein nächster Besucher gleich zwei Stecker für den Luftmengenmesser aus Deutschland mitbringt. Das Vorhaben steht nun auf der Kippe, da der Absender zu spät versendet hat. Mercedes in Deutschland und der Schweiz haben das Teil nicht mehr auf Lager, doch da sind noch Drittanbieter. Nun, wenn das nicht klappt, muss halt mein nächster Besucher das Teil mitbringen. Geht auch. Ich habe einen Platz zum Lagern von Teilen, die ich nicht dauernd brauche, gefunden und lagere somit endlich mal viel Gewicht ab. Da sind z. B. die Holzräder für die Verschiffung, die Querblattfeder und 4 Stoßdämpfer, ein Ersatzturbolader, 2 Lichtmaschinen, ein Anlasser sowie weiteres. Zurück auf dem Platz dann gleich die ganze Heckgarage neu umräumen. Ich habe nun wunderbar Platz bekommen. Habe ich schon von der tollen Außendusche geschrieben? Also, hier sind einige der Duschen unter freiem Himmel und ich genieße das sehr. Und das Abendprogramm Mit meinem lieben Freund am Tracking und WordPress rumschrauben. Danke für die vielen Stunden Arbeit und die Geduld mit mir.

31.3.2026 Dienstag, Windhoek, Namibia

Der Tag ist mit Umräumen und Sortieren von allem im Sprinter ausgefüllt. Da ich einiges hier in Windhoek eingelagert habe, ist Platz frei geworden und das erfordert eine Umbelegung vom Platz und Gewicht. Noch bin ich nicht ganz zufrieden damit, aber es wird langsam. Das Abendprogramm ist nochmals gleich wie in der letzten Nacht und das Plugin für WordPress wird immer besser. Einzig die Teltonika macht noch Zicken und will die Daten nicht preisgeben. Zwischendurch versuche ich mal die Starlink-Antenne mit der neuen Stromversorgung und siehe da, es funktioniert wie geplant.

1.4.2026 Mittwoch, Windhoek, Namibia

Geplant ist ein Werkstattaufenthalt für zwei Arbeiten und ich habe Mühe, aus den Federn zu kommen. Die letzte Nacht bis morgens nach zwei Uhr war zu viel. Nun aber los. Die Handbremse zieht nichts und muss nachgestellt werden. Das ist schnell erledigt. Nun liegen noch etliche Umbuchungen für den Kruger-Nationalpark an, da Letaba nicht offen ist. Die Schäden vom Hochwasser sind zu schlimm. Ist immer lustig, umzubuchen, und das mitten in der Zeit, wo die Südafrikaner auch Urlaub haben. Doch ich bekomme es hin. Die 5 Nächte sind umgebucht und alles sauber in meiner «Buchhaltung» festgehalten. Nun warte ich auf meine Freunde vom Team Mistermog, die mich in den nächsten Wochen und Monaten mit einem Unimog, der auch hier zur Wartung begleiten werden. Das Wiedersehen ist herzlich und ich freue mich wirklich sehr, die beiden hier wiederzusehen. Den Abend genießen wir zusammen im Restaurant bei gutem Essen.

2.4.2026 Donnerstag, Windhoek, Namibia

Der Unimog verliert über die zentrale Reifendruckanlage Luft und muss nochmals zur Werkstatt. Heute ist mein Großeinkauf angesagt. Ich werde von B. vom Team Mistermog begleitet. Wir gehen Regal für Regal durch den großen Supermarkt und füllen Zwei riesige Einkaufswagen. Meiner ist etwas über halb voll und bricht tatsächlich in der Mitte auseinander. So gehe ich zum Eingang und besorge mir einen Ersatzwagen. Lade um und der Einkauf geht weiter. AM Ende bin ich bei weit über 4000 Rand, was 200 CHF entspricht, und der Wagen ist ordentlich voll. Natürlich immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, was habe ich wohl vergessen. Zurück auf dem Urban Camp stelle ich einen seltsamen Geruch wahr, der mich gestern schon verwundert hat. Ich gehe der Sache energischer nach und merke, wie die Felgen der Hinterachse fast kochen. Da wurde die Handbremse doch zu knapp eingestellt. So beschließe ich, nochmals in die Werkstatt zu fahren. Das Problem wird gleich behoben und bei der Rückfahrt bemerke ich auch etwas mehr Dampf vom Motor. Bald darauf kommt dann auch der Unimog vom Team Mistermog und wir unterhalten uns über die Reparaturarbeiten. Da sehen wir erneut, wie der Reifen platt wird. So krieche ich unter den Mog und stelle an der Fahrerseite ein Leck der Reifendruckanlage fest, das ich jedoch schnell beheben kann. Nun sollte aber wirklich alles bereit sein, so laufen wir glücklich und zufrieden zum Restaurant und lassen es uns schmecken. Bald ist ja selber kochen angesagt.
Nachtrag: Osterhasen und Schokoladeneier habe ich im Supermarkt keine gesehen. Waren sicher sehr gut versteckt.
Erkenntnis des Tages: Alle Wartungsarbeiten kontrollieren und immer einige Tage Reserve haben, bevor es auf die große Tour geht.

3.4.2026 Freitag, Windhoek, Namibia

Wunderbar ausgeschlafen genieße ich mein Müsli mit frischer Milch, die ich gestern gekauft habe. Ja, so kann ein Tag starten. Als Erstes fülle ich mal meine Wassertanks, da ich in den nächsten Wochen nicht so einfach an gutes Wasser kommen werde. Ich bespreche noch mit dem Team Mistermog die kommenden Tage sowie die zu fahrende Strecke zum Kgalagadi-Nationalpark. Der Rest des Tages ist ganz gemütlich bei bestem Essen. Morgen, Samstag, soll es somit losgehen. Lass dich überraschen und bleib neugierig.

Zurück in Namibia

23/24.03.2026 Montag/Dienstag, Flug nach Windhoek, Namibia

Ich stehe frühmorgens auf und verabschiede mich von meinem Sohn. Wir werden uns doch einige Zeit nicht sehen. Aufgeregt? Nein, warum denn? Ich reise doch in meine zweite «Heimat». Einzig die Packerei war sehr aufreibend. Leider hat es wegen des Gewichts nicht für alles gereicht und so musste ich mich entscheiden, was wirklich mitmuss und auf was ich verzichten kann. Kleider sind keine im Gepäck und mir stehen zweimal 23 kg plus zweimal 7 kg Handgepäck zu. Am Ende sind es etwas mehr, aber das wird schon gehen. Vor wenigen Stunden konnte ich noch ein Upgrade auf Business machen und somit freue ich mich auf den Flug. Musste ich doch vor wenigen Tagen den Flug von Emirates über Dubai umbuchen. Also geht es heute mit Ethiopian Airlines auf die Reise. Kurz nach Mittag erscheint früher als gedacht mein lieber Freund, der mich wie schon so oft zum Flughafen bringen wird. Wir albern noch etwas rum und so vergeht die Zeit schnell. Dann ist der Zeitpunkt für die Anfahrt gekommen. Kurz bevor wir losfahren, kommt dann sogar mein Sohn noch nach Hause und wir drücken uns nochmals. So wuchten wir die Gepäckstücke in das Fahrzeug und fahren gut gelaunt Richtung Zürich zum Flughafen. Der befürchtete Stau und das Chaos auf den Straßen bleiben aus und wir erreichen Kloten. Ich steige aus und verabschiede mich von meinem lieben Freund. Fahre dann mit dem schwer beladenen Rollwagen in das Flughafengebäude. Natürlich ist der Check-in komplett am anderen Ende vom nächsten Gebäude. Das ist alles so gut signalisiert, dass ich viermal nach dem Weg zum Check-in fragen musste. Nein, ich bin nicht zu blöd, ich sehe viele, also die meisten, die auch nach dem Weg fragen. Die Gepäckaufgabe erfolgt dann ganz schnell und ich habe die Quittung sowie die beiden Tickets in den Händen. Die Gepäckstücke haben einen Express-Aufkleber bekommen. Dann will ich doch schon mal in die Lounge in der Nähe vom Gate und darf erneut beide Gebäude komplett queren. Ich muss nun durch den Zoll. Pass auflegen, ohne Brille in die Kamera grinsen und das Tor öffnet sich. Geht doch. Dann die Kontrolle von Handgepäck und Person durch Scanner. Natürlich wird wie jedes Mal mein Gepäck genauer untersucht und nochmals getrennt durch den Scanner geschoben. Den Herrn, der mich bedient, kenne ich vom letzten Flug. Nun ist alles gut und wegen des enormen Gewichts bekomme ich keine Rückmeldung. Danach runter in das Untergeschoss und mit der Bahn zum Gate. Ich gucke durch die Glastüren auf das Gleis und wundere mich. Die Bahn ist ja mit einem Stahlseil angetrieben. Das ist mir noch nie aufgefallen. Die Durchsagen während der Fahrt wären sicher interessant und informativ, doch durch das laute Gerumpel vom fahrenden Zug sind davon nur Bruchteile zu verstehen. Dann am neuen Standort hoch und zum Gate. Nach mehrfacher Frage vom Weg zur Lounge nehme ich den Lift, um einen Stock höher in der falschen zu sein. Oha, ja, wo muss ich denn hin? Gut, Lift runter und dann am anderen Ort erneut hoch. Klar, da ist eine Lounge, aber nicht für mich. Nochmals runter und am neuen Standort hoch. Ja, die Swiss Lounge. Super versteckt, kaum beschriftet. Ich nehme Platz und genieße ein Getränk und ein paar Gummibärchen. Der Gang auf das Klo ist erneut ein Abenteuer. Ich lande auf dem Damenklo, wie mir danach gesagt wird. Dann schreibt das doch auch ordentlich an, bitte. Zur Information an alle Männer: Das Klo ist identisch gestaltet und auch zu benutzen. 😉
Die Zeit schreitet voran und ich begebe mich zum Gate. Keine Differenzierung zwischen Economy und Business. Dann der Aufruf zum Einsteigen. Business und Familien mit Kindern zuerst. Immerhin. Schnell verschwinde ich im Flugzeug und verstaue mein Handgepäck oben in der Ablage. Die Sitze sehen komfortabel und großzügig aus. Sofort habe ich ein Begrüßungsgetränk in den Händen. Ich bevorzuge Orangensaft und lasse den Champagner sein. Schmeckt mir eh nicht, das Zeugs. Kurz darauf wird mir ein heißes und feuchtes weißes Tuch gereicht. Eine Wohltat. Dann kommen Wasser und ein Snack. Wenn das so weitergeht, bin ich bis zur Landung total überfressen. Pünktlich hebt der Airbus A350-941 (Baujahr 2019, Seriennummer 289) ab mit erstem Ziel Milano. Ja, richtig, Milano. So quere ich die Alpen und gucke runter auf eine schöne Welt. Viele Gedanken gehen mir durch den Kopf. Was für ein blöder Satz. Wo sollen die Gedanken denn sonst sein? Und schon setzt das Flugzeug zur Landung an. Eine Stunde Aufenthalt, in der weitere Leute einsteigen. Die Businessklasse ist somit voll. Getankt wird auch und schon geht es los. Der Start ist wie immer ein tolles Gefühl. Kraftvoll hebt die Maschine ab und steigt in den Himmel hoch. Nach kurzer Zeit ist die Reisehöhe erreicht und das Abendessen wird gereicht. Es ist nicht mein Lieblingsessen, aber erträglich. Dann versetze ich den Sitz in die Liegeposition und schlafe durch bis kurz vor der Landung in Addis Abeba. Die Maschine fliegt übrigens weiter nach São Paulo. Es ist kühl und regnerisch draußen Ich betrete die Flughafenhalle und suche das Gate für den Weiterflug. Alles etwas chaotisch und doch finde ich in der nächsten Halle den Platz. Warte noch etwas und schon geht es in das nächste Flugzeug. Diesmal eine Boeing 787-8 Dreamliner (Baujahr 2012, Seriennummer 34747). Ich mag die nicht und das Flugzeug wird mir auch gleich zeigen, warum. Von außen ist das Alter der Kiste gut ersichtlich. Innen ist alles fein. Also zu meinem Platz und Handgepäck verstauen. Eines lasse ich wie beim letzten Flug im Fußbereich Das Personal ist superfreundlich und macht einen sehr guten Eindruck. Nach dem Start versetze ich den Sitz in die Liegeposition. Geht nicht. Das Gepäck ist im Weg. Super. Also weg damit und zweiter Versuch. Nun geht es aber, die Liegeposition ist wie eine Treppe. Zu kurz und enger als bei der A350. Ist auch ok. Ich finde meinen Schlaf. Kurz vor der Landung zurück in die Sitzposition. Meine Schuhe sind weg. Der Sitz hat sie verschluckt. Ich krieche in den Fußbereich und fasse unter dem Sitz durch. Ich verdränge den Gedanken, was da sonst noch liegen könnte. Essensreste, fremde Schuhe, vermisste Kinder … Der Anflug ist toll. Das Flugzeug schlängelt sich förmlich mit eleganten Kurven zwischen den Wolken hindurch Dann die sanfte Landung und schon werden alle Leute aus dem Flugzeug ausgespuckt. Ich eile zum Gebäude und vor mir das organisierte Chaos. Natürlich kein Business-Vorzug. Getrennt wird in Local, mit eVisa und ohne eVisa. Da ich ein eVisa habe, muss ich bei der riesigen Schlange anstehen. So wird man hier belohnt, wenn man vor der Reise daran denkt. Ohne eVisa ist man innert wenigen Minuten durch. Ist ok, ich leide still und warte. Es erscheint eine Zollbeamtin, die geduldig, aber sehr nachdrücklich erklärt, was noch alles auf das von mir ausgedruckte eVisa von Hand geschrieben werden soll. Ich sage dazu nichts. Dann erscheint eine Dame von der Polizei und macht alle Ankömmlinge darauf aufmerksam, wie gefährlich es in Namibia ist, und verteilt Bögen mit Adresslisten der Polizei. Willkommen in Namibia. Ich bin an der Reihe, die Dame vom Zoll, die mich bedient hat, hat die Ruhe für sich gebucht und bearbeitet alles ordentlich und hat auch ein erkennbares Lächeln auf den Lippen. Ich bekomme die 90 Tage, die ich vorhin auf dem eVisa festgehalten habe, und darf einreisen. DANKE. Ich brauche davon zwar nur wenige Tage, doch man weiß ja nie. Direkt hinter dem Zoll sehe ich mein Gepäck. Nicht beieinander, aber es sind beide da. Einen Rollwagen ergattere ich mir gleich und dann geht es los zur Kontrolle. Alle vier Gepäckstücke laufen durch den Scanner und ich bin das erste Mal auf der Reise etwas aufgeregt. Die Dame am Monitor ist jedoch in einer wichtigen Diskussion mit anderen Damen vom Zoll und so nehme ich die vier Stücke nach dem Scanner und laufe los zum Ausgang. Das Schlimmste ist geschafft. Zum Glück fliege ich nicht schon in wenigen Tagen zurück. Dazu wäre mir der Aufwand zu groß In der Wartehalle stehen unzählige Fahrer mit Namensschildern Ich gucke alle zweimal durch und finde meinen Namen nicht. Das fängt ja super an. Ich gehe an den linken Rand und warte. Neben mir steht unauffällig eine Dame, die sichtlich auf einen der Fluggäste wartet. Wir kommen ins Gespräch. Sie spricht perfekt Deutsch, wohnt jedoch in Namibia und wartet auf ihren Neffen. Sie merkt meine Hilflosigkeit und bietet an, im Hotel nach dem Taxi zu fragen. Da scheint was schiefgelaufen zu sein, weil ich ja mit einem anderen Flug gekommen bin. Ich habe das zwar gemeldet und es wurde auch bestätigt, aber eben. Die nette Frau bietet an, mich nach Windhoek zum Hotel zu fahren, und ich bin so was von erleichtert. Auf der Fahrt im Toyota Landcruiser erfahre ich einiges über die Lodge, wo sie wohnt. Ich verspreche, sie mal zu besuchen, jedoch nicht dieses Jahr, das schaffe ich nicht. Die Fahrt ist sehr kurzweilig und schon stehe ich an der Rezeption, wo ich das gleiche Zimmer wie 2025 bekomme. Das vor mir angereiste Team «Der kleine Mog» fragt vom nahen Camping an, ob ich zum Abendessen rüberkomme, doch ich bin nicht mehr imstande, diesen Weg zu gehen. Ich genieße das Buffet im Hotel und eine warme Dusche. Danach falle ich ins Bett.

25.03.2026 Mittwoch, Windhoek, Namibia

7:00 Uhr erklingt mein Wecker und ich quäle mich hoch. Frühstück und schon kommt mein Fahrer, der mich zur Mercedes-Werkstatt bringt. Es tut gut, den Sprinter zu sehen. Und ich freue mich auch, die Leute der Werkstatt zu sehen, haben sie doch in den letzten Wochen und Monaten viel am Sprinter gearbeitet. Die Liste ist unglaublich lang und daher erläutere ich die Details dazu hier nicht. Beim Start des Motors vernehme ich ein seltsames Geräusch, das ich nicht kenne. Auf der Fahrt zu Urban Camping kommt dann ein Geräusch hervor, das ich schon mal in Russland gehört habe. Ich tippe auf eine undichte Stelle von der AGR (Abgasrückführung). Ich bin richtig aufgeregt, da ich eigentlich erhofft habe, ein perfekt gewartetes Fahrzeug zu bekommen. Doch ich kenne meinen Sprinter viel besser und kann jedes Geräusch zuordnen. So verstehe ich es, dass es nicht bemerkt wurde. Ich melde mich bei der Werkstatt und wir planen einen Termin für morgen Auf dem Camp werde ich superfreundlich von den Mitarbeitern, die mich kennen, begrüßt. Ach ja, wie Zuhause angekommen fühlt es sich an. Danke an euch alle hier. Ihr macht mein Leben etwas einfacher. Ich mache mich daran, mein Gepäck zu räumen. Wo soll das bloß alles hin? Den Mog vom Team «Der kleine Mog» sehe ich übrigens nicht und wundere mich etwas, habe jedoch so viel um die Ohren, dass mir keine Zeit bleibt, darüber nachzudenken. Ich entdecke jedoch einen markanten Steyer, den ich hier schon manchmal gesehen habe. Ich unterhalte mich mit dem Fahrer und erkläre ihm meinen Wunsch nach einem Storage, wo ich einiges einlagern könnte. Er meint, heute bekommt er noch Besuch und der könne mir sicher helfen. Dann widme ich mich erneut dem Einräumen. Da kommt das ganze Team «Der kleine Mog» um die Ecke und wir begrüßen uns herzlich Wir gehen später zusammen zum gemeinsamen Abendessen und haben uns viel zu erzählen. Es wird zu spät, aber ich plumpse glücklich, hier zu sein, in mein Bett.
Da fehlt noch was. Ich habe doch noch jemanden getroffen, die mir eventuell beim Storage-Problem helfen kann. Beim Gespräch entpuppt sich die Frau als die Schwester vom Werkstattchef bei Mercedes und die zweite Dame ist seine Mutter. Die Welt ist schon sehr klein. Und wenn wir schon bei einer kleinen Welt sind. Erinnerst du dich noch an die Frau mit dem Neffen, die mich vom Flughafen zum Hotel gefahren hat? Sie ist die Nachbarin vom Werkstattchef. Es ist unglaublich hier.

26.03.2026 Donnerstag, Windhoek, Namibia

Ein Abschied steht an, das Team «Der kleine Mog» wird für drei Wochen mit zwei Fahrzeugen Namibia befahren und ich muss in die Werkstatt. Ich fahre nach dem Frühstück los. Ich erläutere das Problem, oder besser gesagt die Probleme, und die Arbeiten beginnen gleich. Ja, die AGR war nicht ganz dicht, was schnell behoben werden kann. Doch das eine Geräusch bei 2500 Umdrehungen ist immer noch da und das kenne ich nicht. Ich halte die Drehzahl und es wird gesucht. Dann auch noch mit einem Stethoskop. Es scheint die Keilriemen-Spannrolle zu sein. Also dessen Lager. Der Keilriemen wird entfernt. Der Motor auf 2500 Umdrehungen gebracht. Kein Geräusch. Gut, aber für die Reparatur reicht der Tag nicht mehr. Weiter geht es morgen.
Den Abend geselle ich mich zu zwei lieben Leuten, die mit einem Steyr aus der Schweiz auch schon länger unterwegs sind. Wir unterhalten uns über alles Mögliche und ich bin froh, etwas auf andere Gedanken zu kommen. Beschäftigt mich der Sprinter doch sehr.

27.03.2026 Freitag, Windhoek, Namibia

Ich fahre zur Werkstatt und auch heute geht es gleich los. Das Entfernen von der Umlenkrolle geht nur durch das Entfernen der ganzen Kühlersektion. Wieder mal wünsche ich, den Konstrukteur dieser Geschichte zu treffen und mich mit ihm sachlich darüber zu unterhalten. Da ich für die Umlenkrolle, Befestigung, Dämpfer und Spanner komplett die Ersatzteile dabei habe, ist es für die Mechaniker wie Weihnachten. Die alten Teile, abgesehen von der Umlenkrolle, wandern in einen Vorrat und ich bekomme später eine neue Umlenkrolle dazu. So bin ich für spätere Probleme gut gerüstet. Jetzt, wo alles gut zugänglich ist, drehe ich, ich habe ja etwas Gefühl für die Mechanik durch meine Grundausbildung, an den einzelnen Aggregaten und stelle fest: Die Lichtmaschine, was für ein bescheuerter und grottenfalscher Name für das Teil, hat auch einen Lagerschaden. Ja, ich habe eine als Ersatz dabei. Nun wird ersichtlich, dass die ein etwa kleineres Bulli hat. Es kann ein Ersatzteil organisiert werden und ich freue mich. Danach gucke ich die Wärmetauscher an und bin erschüttert. Der Wärmetauscher der Klimaanlage ist, naja, wie soll ich es beschreiben, im Arsch. Der wurde vor einem Jahr erst ersetzt. Es stellt sich heraus. Ein Konstruktionsfehler. Ein neues Teil kann organisiert werden und wird gleich auf robust umgebaut. Das Team hier ist unbezahlbar. In der Zwischenzeit verbaue ich Teil um Teil im Fahrzeug, die ich mitgebracht habe. Neue Träger für die Elektronik. Neue Fensterrahmen mit Mückenschutz. Halterung für die Starlink-Antenne. Stromversorgung für die Starlink-Antenne. Eine dritte Kamera, die das Überholen eines Lkw erleichtern soll. Hier ist ja Linksverkehr und ich sitze auch links. Nicht so einfach, einen LKW dann rechts zu überholen. Die Kamera bekommt eine vom Mechaniker hier gebaute Befestigung und es schaut aus, als ob es schon immer da war. DANKE. Der Blick nach vorne ist gut. Ich hoffe, das bewährt sich in der Praxis. Dann kommt noch ein dünnes Chromstahlblech in den Kühlschrank, da der Boden bis in die Isolation vom Korb für das Kühlgut durchgescheuert ist. Nun hält es sicher und ist bombenfest verklebt und gedichtet. DANKE
Auch die Signallampen sind vom Elektriker nochmals geprüft worden und nun richtig angeschlossen.
Nach diesen und weiteren Arbeiten fahre ich zufrieden mit einem ruhigen Fahrzeug zurück zum Urban Camping und genieße ein gutes Abendessen.

28.03.2026 Samstag, Windhoek, Namibia

Durch die gestrigen Arbeiten habe ich etwas Rückenschmerzen. Also gehe ich es heute ruhig an und mache erst mal den Wohnraum wohnlicher. Jetzt ist es gemütlich und das meiste ist an seinem Platz. Dann mache ich mich daran, einige Kabel besser zu verlegen, damit es ordentlich ausschaut. Genug gewerkelt. Ich muss dringend den ersten Blog verfassen. Also was du gerade liest, entsteht jetzt. Es ist mehr als gedacht geworden, doch es war so viel los und das wollte ich einfach festhalten. Ich hoffe, meine Eindrücke und Erlebnisse sind nicht zu langweilig.

In kurzen Worten. Ich bin angekommen und es geht mir gut und du guckst auf 4.5 Stunden Arbeit.

Mein «kleines» Gepäck steht bereit
Anflug auf Addes Abeba
Auf dem Weg zur Parkposition in Addes Abeba. Zu beachten die drei hochkonzentrierten Flugkontrolleure neben dem Rollfeld. Ohne die geht nichts. Der Flughafen ist wirklich sehr gross und es stehen unglaublich viele Maschinen hier.
Aussicht auf den Kilimandscharo, Tansania. Mit 5895 Meter der höchste Berg Afrikas
Hauseigene Brauerei im Hotel «Roof of Africa», Windhoek
Schweizer Föhn
Defekt am Wärmetauscher
Defekt am Wärmetauscher
Neuer, schon umgebauter Wärmetauscher vormontiert auf dem Kühler
Stromversorgung für die Starlink Antenne
Neue Fensterrahmen mit Mückennetz
Panele linke Seite
Panele rechte Seite
Offenes Cockpit und neue Tablethalterung in faszinierender Farbe
Entfernen der Umlenkrolle
Blick auf die Motorenfront. Umlenkrolle schon entfernt
Neue Umlenkrolle montiert

F

Neue Lichtmaschine

Vor der Tour 2026

Informationen:

Einige haben sicher bemerkt, dass der letzte Blog mit Hilfe der Grok-KI erstellt worden war Ich habe dazu auch Rückmeldungen bekommen und musste schmunzeln. Es wurde erkannt, dass es nicht von mir gekommen ist, und das finde ich super. Mein Stil zu schreiben ist somit nicht 08/15. Ab diesem Blog kommt nun wieder wie gewohnt Echtes von mir in Texten und mit ausschließlich echten Bildern.

Wer mich weiterhin auf
https://thomas.rigert.com/reise-2025-kurz-nur-mit-passwort/
und/oder
https://thomas.rigert.com/reise-2026-nur-mit-passwort/
«verfolgen» möchte kann gerne das neue Passwort bei mir per Email anfordern.


KW52/2025

Die Vorbereitungen zur Tour 2026/27 haben schon vor Monaten angefangen, als ich noch auf der Tour 2025 war. Schon damals habe ich angefangen mit den Buchungen von begehrten Stellplätzen in Nationalparks. Das entspricht überhaupt nicht meinem natürlichen Reiseverhalten, da ich gerne spontan reise, doch es ist leider nicht anders möglich.

Ende 2025 ist der Sprinter schon mal in die Werkstatthalle gefahren worden. Hier steht er nun sicher und trocken.

Natürlich sind mittlerweile alle Daten (Bild- und Filmmaterial) der letzten Tour auf dem NAS und weiteren externen Datenträgern gesichert. Die nun freien Datenträger werden noch genau geprüft, damit sie für neue Daten, die auf der neuen Tour anfallen, sicher bereitstehen. Mindestens eine der 16 Stück 5-TB-Festplatten hat den Geist aufgegeben und muss ersetzt werden.


KW01/26

In der ersten Januarwoche wurden der Motor und das Getriebe ausgebaut. Der eigentliche Grund sind zwei gebrochene Schrauben beim Toyota-Differential, die nur von oben zugänglich sind. Doch wenn man schon so einen Aufwand betreibt, kann man auch einiges sehr bequem am Motor machen, sowie den Motorraum gegen Rost behandeln. Der Motor ist ein OM602 DE 29 LA 5-Reihen-Turbodiesel mit Ladeluftkühlung und Direkteinspritzung. 2.874 cm³ Hubraum und zwei Ventile pro Zylinder bringen bei 3800–4600 U/min 122 PS. Das Drehmoment liegt um die 280 Nm bei 2000-2400 U/min. Der Verbrauch liegt zwischen 10 (80 km/h) und 16 Litern, je nach Fahrweise und Straße/Piste.

Hier sind die beiden Übeltäter. Zwei gebrochene Schrauben beim Differential der Vorderachse, die zur Befestigung dienen sollten, und um die zu tauschen, musste leider der Motor und das Getriebe ganz raus.

Und hier haben wir auch gleich die Kupplungsscheibe.

Natürlich ist das Buchen der Plätze für den Kgalagadi- und Kruger-NP ein fast schon tägliches Ritual. Immer mal entdecke ich einen freien Platz und muss so schnell wie möglich zuschlagen. Noch fehlen mir viele Tage. Die Verwaltung mache ich über eine Tabelle auf LibreOffice.
Die Buchungen auf dem Urban Camp in Windhoek stehen. Was aktuell noch fehlt, ist der Flug und das Hotel für die erste Nacht.


KW02/26

Jede Woche ist viel los. Hier zuhause in der Schweiz wie auch in Windhoek beim Sprinter. Der Flug (Emirates) nach Windhoek sowie das Hotel für die erste Nacht sind gebucht. Dazu konnte ich weitere Tage in den Nationalparks Kgalagadi und Kruger ergattern, was nicht so einfach ist.

Die neuen BF Goodrich All Terrain sind montiert

Die Vorderhachse braucht neue Bremsscheiben

Die beiden vorderen Kardanwellen werden neu ausgewuchtet. Die Hintere wurde letztes Jahr schon gemacht.

KW03/26

Gleich Anfang der Woche habe ich die Fahrzeugversicherung für die Reise organisiert. Da ich seit Jahren bei der gleichen Versicherung bin, geht das ohne Formulare einfach per Telefon. Ich bin vom Service mehr als begeistert. Besten Dank dafür. Dann habe ich zwei Wochen für den Krüger-Nationalpark dazugebucht. Das werden somit 71 Tage Kruger-Nationalpark am Stück. Die Kgalagadi-Buchungen, die noch fehlen, machen mir große Sorgen. Die Zeit, in der ich in der Schweiz bin, zerrinnt wie Sand zwischen den Händen. Hier mal ein Größenvergleich von Südafrika zu Europa. Immer wieder sehr beeindruckend.


KW04/26

Diese Woche zeige ich dir die Provinzen von Südafrika.


KW05/26

Die Versicherung für den Sprinter ist organisiert und bezahlt. Wieder ein Punkt von der endlosen Liste erledigt. Natürlich kommt immer mehr zum bereitgestellten Gepäck dazu. Uff, das soll alles mit.


KW06/26

Mein Sohn und ich feiern Geburtstag mit einem Ausflug erster Klasse bei bestem Wetter. Die Tour führt uns nach Thun, von wo uns ein Bus zur Beatenbucht bringt. Mit der Standseilbahn nach Beatenberg und weiter mit der Luftseilbahn zum Niederhorn. Bei traumhaftem Wetter und Aussicht genießen wir auf der Terrasse das Mittagessen. Zurück in der Beatenbucht bringt uns das Kursschiff zurück nach Thun. Ein gelungener und unvergesslicher Tag.

Und wie schaute es um den Sprinter aus? Er steht auf jeden Fall gut, trocken und sicher in der Werkstatt.

Angeschlossen am Landstrom. Die neuen Reifen sind montiert.
Der Motor steht gut verpackt vor dem Sprinter bereit. Das Getriebe gleich dahinter.
Die neunen Bremsscheiben sind auf der einen Seite montiert

Ich habe Kontakt zur Parkverwaltung von Botswana und hoffe, einige Plätze zu bekommen. Ich muss die Tage mal das bereitgelegte Material wiegen, um zu sehen, ob ich noch unter den erlaubten 2 × 23 kg plus den 7 kg Handgepäck liege. Ich befürchte, da muss einiges zuhause bleiben. Ich habe für die Sachen extra einen ganzen Tisch frei und der ist rappelvoll.
Ich habe noch einige Bücher durch den Scanner gejagt, um nicht dauernd das Gewicht der Bücher im Sprinter zu haben.


 

KW07/26

Die Nikon Zf silver mit dem 24–70-mm-2.8-S-II-Objektiv sowie die Z8 mit dem 180–600-mm-Objektiv sind eingetroffen. Eigentlich hätte es eine Z9 II werden sollen, doch die ist leider noch nicht auf dem Markt. Das wird ein großes Umdenken, was die Bedienung betrifft. Wie ich sehe, sind es noch 5 Wochen bis zum Start. Schluck, ich habe doch noch so viel zu tun. Ich bin auch gespannt, wie sich das anfühlt, bis zu 120 Bilder in einer Sekunde mit einer Kamera, die auf 493 Autofokus-Sensoren zum Beispiel nur auf Vogelaugen scharfstellen kann, zu schießen.


KW08/26

Das Buchen der Plätze in einigen Nationalparks gestaltet sich als kleiner Krimi, also richtig spannend. Einen Tag kann ich dazu buchen. Sehr schön. Nun fehlen leider immer noch einige Tage.
Immer mehr Teile kommen aus dem 3D-Drucker, den ich im Fahrzeug verbauen werde. Eines der beiden 23-kg-Gepäckstücke ist schon fertig gepackt. Der zweite Seesack ist auch schon ¾ voll. Das Handgepäck wird diesmal noch üppiger als beim letzten Mal durch die Computerteile und die Fotoausrüstung.

Viele fragen sich, was ich denn so in Windhoek auf dem Camping so essen werde. Hier die Speisekarte vom lokalen Restaurant. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und einen guten Appetit:

 


KW09/26

Wie heißt es so schön: „Etwas ist immer.“ Die Halterung vom Differential der Vorderachse ist verbogen und macht gerade etwas Probleme. Die Ersatzteile für den Sprinter kommen nach und nach in Windhoek an und können verbaut werden. Es bleibt spannend. Dafür geht es bei den Buchungen plötzlich super voran. Ich habe tolle Plätze für den Kgalagadi buchen können und freue mich sehr darüber. Dazu kommt ein neuer Kummer, da ich mit Emirates fliegen möchte. Aktuell sind alle Flüge, die über Dubai führen, gecancelt. Nun hoffe ich auf baldige Normalisierung.

Halterung von Differential der Vorderachse

Halterung von Differential der Vorderachse


KW10/26

Der neue Turbolader macht sich gut

Die Halterung von Differential ist nun auch gerade

Halterung vom Differential

Die neuen Diesel Hochdruckleitungen glänzen


KW011/26

Wie in den letzten Wochen ist auch diese Woche voll mit Organisieren von vielen Dingen. Papierkram, Buchungen, Informationen einholen und vieles mehr.
Der Knüller ist die Umbuchung vom Flug mit Emirates über Dubai, Johannesburg und Windhoek auf Ethiopian Airlines (የኢትዮጵያ አየር መንገድ), die dann über Milano und Addis Abeba nach Windhoek fliegt.
Und aus Windhoek bekomme ich die Meldung, dass meine Werkstatt auf Ersatzteile für meinen Sprinter wartet, die am Montag eintreffen sollen. Die Spannung wächst, ob der Sprinter rechtzeitig bereitsteht.
Die positive Meldung kommt vom TCS (Touring Club Schweiz), der mein Carnet de Passage ausstellt). Ich erhalte meine Papiere rechtzeitig schon nächste Woche und kann sie gleich selber mit nach Afrika mitnehmen. Vielen Dank für den tollen und zuverlässigen Service.


KW12/26

Die letzte Woche vor dem Flug ist angebrochen und es wird Zeit, dich mit diesem Blog zu informieren.
Viele Freunde haben mich während meines Aufenthalts in der Schweiz besucht oder ich bin selber zu Besuch gewesen. Leider hat es nicht für alle gereicht, was mir sehr leid tut. Auch die Hochzeit von lieben Reisefreunden musste ich schweren Herzens absagen, was mir nicht einfach gefallen ist. Ich freue mich auf meiner Tour über Telefonate mit dir, lieber Leser. Wir hören uns also und durch den Blog kannst du mit dabei sein, wenn ich Südafrika «erfahre». Eben kommt noch die Meldung von einem Problem mit dem neuen Turbolader.
Hier noch die aktuellen Bilder vom Fahrzeug.

Frontscheibe ist entfernt und ein Rostschutz aufgebracht

Frontscheibe ist entfernt und ein Rostschutz aufgebracht

Die Schallschutzmatte ist ordentlich befestigt

Und als Ganzes macht der Sprinter auch schon eine gute Gattung. Halt noch ohne Frontscheibe


KW13/26 (Also nächste Woche)

Flug nach Windhoek und Start der Tour 2026/27. Diesmal unter dem Namen «Afrika, digging deeper».
Es stehen voraussichtlich 531 intensive Tage Afrika voller Erlebnisse, Begegnungen und Spannung auf dem Plan.

Freu dich auf die kommenden OOC (out of camera)-Bilder. Also nix mit KI, sondern genau so, wie ich es sehe, wirst du es auch sehen.

Der nächste Blog kommt somit direkt aus Windhoek, Namibia.