4.4.2026 Samstag, Windhoek – Bastion Farmyard, Namibia
Die Nacht war ordentlich und ich wache um ca. 8 Uhr auf. Los geht es dann kurz vor 9 Uhr, nicht ohne dem Team «Mistermog» tschüss zu sagen. Wir treffen uns dann beim Bastion Farmyard Camping. Ich fahre durch das Gate und habe den Kopf voller Gedanken. Die größte Belastung ist der Zustand vom Sprinter. Wie wird er sich verhalten in den nächsten Monaten? Ich fahre dem Navi mit OSMAND-App nach, das mich durch Windhoek leitet. Natürlich bräuchte ich dazu keines, doch ich will die aktuelle Version gleich testen. Die Straße ist meist in sehr gutem Zustand und führt Richtung Süden über die Berge. Windhoek liegt auf über 1600 Metern. Der Pass steigt auf über 2000 Meter, nicht besonders steil ist der Aufstieg. Ich passiere noch eine Polizeikontrolle, von der ich wie meistens durchgewunken werde. Links von der Straße sehe ich immer mal die Gleise der Zuglinie. Ich genieße die Fahrt durch die Berge und gucke gerne nach den Bergen, deren Namen ich vom Navi her lese und die ich schon manchmal gesehen habe. Da sind z. B. der «Regenstein» mit 2242 Metern, der «Grossherzog-Friedrich-Berg“ mit 2336 Metern. Später fahre ich zwischen «Falkenstein» mit 1942 Metern und der «Schildkröte» mit 2194 Metern durch. Ich passiere eine Radarstation, die ich gut kenne, doch das macht mir nichts aus. Ich versuche immer, so einen Schnitt von 100 km/h zu halten, und bin bei den erlaubten 120 km/h gut dabei. Es herrscht wenig Verkehr, der je weiter ich mich von Windhoek entferne, noch weiter abnimmt. Nach ungefähr 100 km erreiche ich Rehoboth, wo ich einen kleinen Halt beim Supermarkt mache, habe ich doch neulich beim Großeinkauf einiges vergessen. Dann nochmals Diesel auffüllen, viel passt ja nicht rein, und dann noch bis zum Camp fahren. Auf der Strecke sehe ich plötzlich den Unimog von Team «Mistermog» vor mir. Ich passiere noch den südlichen Wendekreis und bald schon stehe ich vor dem Gate vom Camp. Da ist ein Schild: über die Ostertage geschlossen. Das darf doch nicht wahr sein. Ich klingele und kurz darauf geht das Tor auf. Der Besitzer kommt mir zu Fuß entgegen. Er kennt mich natürlich noch vom letzten Besuch, daher hat er für mich geöffnet. Es ist eine herzliche Begrüßung. Ich informiere ihn gleich über das zweite Fahrzeug, das noch kommen wird. Er meint, ich könne gerne für das Fahrzeug das Tor selber öffnen. Kurz darauf vernehme ich auch schon das markige Brummen vom Mog. Das Camp verfügt über 4 Plätze und jeder Platz hat ein eigenes Häuschen mit einem Unterstand und Grillplatz. Im Häuschen befinden sich ein Klo, ein Waschbecken und eine große Dusche. Alles ist super gepflegt und sauber. Danke dem freundlichen Besitzer für die Gastfreundschaft. Die Strecke war übrigens etwa 250 km.
5.4.2026 Sonntag, Bastion Farmyard Namibia – Mata-Mata, Kgalagadi Südafrika
311 km liegen vor mir. Nur kurz fahre ich noch auf der B1 Richtung Süden. Wenn ich auf der Straße bleiben würde, wäre ich bald in Südafrika, doch ich biege in die C20 Richtung Stampriet ein. Genau bei der Kreuzung ist noch ein Polizeicheckpoint, der nur kurz meinen Führerschein sehen will. Dann geht es weiter über eine wunderbar gute Teerstraße bis zum Ort Stamperit, wo ich nochmals Diesel vollmache und den Reifendruck für die Piste anpasse, denn wenige Meter nach dem Ort biege ich in die C15/M33 ein und bin gleich auf der Piste. Die ersten 100 km waren auch schon mal in einem besseren Zustand, aber es geht ganz gut. Der Sprinter läuft wunderbar und ich halte nach etwa 100 km. Nach weiteren 100 km führt die Piste meist in einem Flusstal. Die Strecke ist wunderschön. Noch besser sind dann die letzten 100 km, wo ich dann auch schon Tiere entdecke. Dabei sind eine wirklich große Schildkröte, vier Schlangen, riesengroße Schlangen, wobei ich eine leider erwische, da ich sie zu spät sehe. Dann sehe ich auch noch zwei große Varane. 10 km vor der Grenze halte ich an und verspeise meine Papaya. Papaya, da ich die nicht über den Zoll schleppen darf. Ich bereite auch noch die Papiere vor und fahre dann gemächlich zum Zoll. Es ist immer schön, wenn die Leute einen gleich erkennen. Formular ausfüllen, Pass stempeln mit der Bitte, keine neue Seite dazu verwenden, da er schon übervoll ist, und dann auch noch die Roadtax abstempeln. Das Carnet wird nicht abgestempelt, da ich mich innerhalb vom SADAC (Zollunion) bewege. Natürlich bekommt der Beamte auch noch eine Deutschlektion, wie jedes Mal, und ist glücklich. Ich werde gar nicht gefragt, ob ich Reservierungen im Park habe, denn man braucht mindestens zwei Übernachtungen im Park. Auch das Fahrzeug wird nicht kontrolliert. Man kennt mich ja. Danke, liebe Leute vom Zoll. Dann die kurze Strecke rüber zur Rezeption und Polizeistation vom Park. Auch hier werde ich mit Lächeln empfangen und der neue Polizeibeamte schließt mich gleich ins Herz. Somit auch keine Kontrolle, sondern lockere Gespräche. Ich liebe das. Ich muss ja noch das Fahrzeug vom Team «Mistermog» sowie zwei Personen dazubuchen. Die Dame an der Rezeption ist clever und macht alles in Windeseile. DANKE. Schnell sind auch die Formulare für den Park bereit und ich darf runter zum Campingplatz fahren. Ich finde einen tollen Platz, wo dann auch noch «Mistermog» sich gut danebenstellen kann. Erst mal ein netter Schwatz mit der neuen Nachbarschaft. Unglaublich nette Leute. Ich liebe genau das am Reisen. Ich mache ein kurzes Nickerchen und entschließe mich, auf einen Game-Drive zu gehen Also hoch zur Rezeption, wo auch schon B. vom «Mistermog»-Team steht. Da ich die Dame von der Rezeption vorgewarnt habe, läuft alles wie am Schnürchen und ich verziehe mich mit meinem Sprinter. Ich fahre bis zur Wasserstelle «Craig Lockhart». Auf der Strecke entdecke ich eine Gnuherde, Springböcke, eine Schlange, einen Sekretär, Gnuherden, eine Riesentrappe und einiges mehr. Der Park ist so grün wie noch nie, was das Entdecken von Tieren etwas schwerer macht. Die Temperatur ist mittlerweile bei über 30 Grad und ich fahre wie immer mit beiden Fenstern offen sowie ohne Klimaanlage. Dann fahre ich schön langsam, also etwa mit 20 km/h, zurück, gebe das Permit bei der Rezeption ab und fahre runter zum Camp, wo der Unimog vom Team «Mistermog» steht. Ich steige aus und begrüße das Team erst mal. Sie wollten gerade los, doch der Mog will nicht. Er blinkt lustig mit allen Blinkern, aber starten lässt er sich nicht. Hmm, muss das sein? Also langsam analysieren Blinken, Batterie ok, Sicherungen auch ok, wobei mir nicht klar ist, wo die für den Anlasser sein könnten. Auch das Handbuch ist keine große Hilfe. Ich trenne mal die Batterie und verbinde sie erneut, gleiches Problem. Also stelle ich die Frage: Hat dieses Fahrzeug eine Wegfahrsperre? Die Antwort ist leider nein. Nun ist guter Rat teuer. B. läuft zum nahen Shop und ergattert eine Internetkarte und ich melde bei der Rezeption Bedarf für einen Mechaniker an. Ein Telefonat mit dem Hersteller, wohlgemerkt, es ist Ostersonntag, bringt die Lösung. Klar hat das Fahrzeug eine Wegfahrsperre und das war dann auch das Problem. Zum Glück ist nichts Schlimmeres und der Abend gerettet. Den Mechaniker kann ich abbestellen und B. vom Team «Mistermog» bereitet das Abendessen vor. Lecker Spaghetti und eine südafrikanische Wurst. Lecker. Es war ein schöner Tag und ich bin sehr glücklich, wieder hier im Kgalagadi sein zu dürfen.
Erkenntnis des Tages: Es gibt immer eine Lösung.
6.4.2026 Montag, Mata-Mata, Kgalagadi Südafrika, Gamedrive
6:45 Uhr klingelt der Wecker. Also hoch mit den alten Knochen und gleich zur Rezeption fahren. Dort bekomme ich das Permit, um in den Park zu fahren. Gleich hinter mir das Team «Mistermog». Das Gate geht auf und wir fahren in den Park ein. Es sind nicht viele andere Fahrzeuge unterwegs. Wegen der üppigen Vegetation ist das Sichten von Tieren nicht einfach. Die Piste ist mäßig und rumpelt ordentlich. Herden von Oryx, Springböcken und Gnus sind zu sehen. Bei einem der Wasserlöcher gibt es dann Frühstück in Form von Müsli. Das ist bei dem einen Bild mit dem Baum, der liegt. Weiter immer Richtung Süden. Ab und an sind ordentliche Pfützen, an denen unzählige Schmetterlinge sitzen. Einmal entdecke ich den Stachel von einem Stachelschwein, der auf der Straße liegt. Dann entdecke ich einen Wiedehopf, der sich leider gerne hinter den Büschen versteckt. Dann sehe ich tatsächlich einen neuen Picknickplatz nahe einem Wasserloch. Das haben sie sehr schön gemacht, im Schatten von einem sehr großen Baum. Später passiere ich eine riesige Herde Giraffen mit vielen Jungtieren. Beim Picknickplatz angekommen, erst mal ein Nickerchen, bevor es dann zurück nach Mata-Mata geht. Vor der Rezeption sitzt der eine Polizist, mit dem ich einen längeren Schwatz halte. Er kommt aus Johannesburg und darf für 3 Monate hier Dienst leisten. Ihm werde ich sicher in bester Erinnerung bleiben.
Was ich noch erwähnen möchte. Die Umstellung auf die neuen Nikon ZF und Z8 ist aufwändiger als gedacht. Es wird noch einige Zeit brauchen, bis ich alles so eingestellt habe, wie ich es brauche. Dazu finde ich die Funktionen manchmal nicht so schnell, wie ich sie haben müsste. Übung macht den Meister.
7.4.2026 Dienstag, Mata-Mata – Twee Rivieren, Kgalagadi Südafrika
7:00 Uhr geht es los. Das erste Mal Strecke fahren im Kgalagadi-NP. Ich freue mich wie ein Schneekönig. Abschied beim Personal von Mata-Mata und mit dem Permit in den Händen durch das Gate in den Park. Ich fahre etwas zügiger, da ich noch einen wichtigen Termin in Twee Rivieren habe. Auf dem ersten Teil der Strecke liegt ein großer männlicher Löwe direkt links von der Piste und lässt sich nicht beeindrucken, wenn ich näher fahre. Es ist der gleiche Löwe wie gestern, doch er ist nun etwas südlicher. Wenn ich Wellblechpiste fahre, klappert etwas metallisch. Ich versuche schon die ganze Zeit, es zu orten, doch da es rechts vom Fahrzeug ist, ist das nicht einfach. Beim Picknickplatz öffne ich zwei Stellen vom Armaturenbrett, die ich in Verdacht habe. Dann geht es schon weiter und klappert immer noch. So was bringt mich auf die Palme. Ich sichte den ersten Leoparden und bin so was von glücklich. Leider ist das Tier weit entfernt und die Bilder werden vermutlich mäßig. Das Team «Mistermog» ist leider etwas zu spät zur Stelle, um das Tier noch zu sehen. Beim nächsten wunderschön gelegenen Picknickplatz mache ich Rast. Dabei der Einfall, es könnte die Motorhaube sein, denn das Scharnier hat etwas Spiel. So klemme ich einen Putzlappen dazwischen. Das Klappern hat ein Ende und ich bin so froh. Ich sehe neben anderen Tieren noch ein großes Warzenschwein und einen zweiten Löwen kurz vor den Dünenquerungen. Auch der weit entfernt und kaum zu sehen. In Twee Rivieren dann gleich zum Zoll und die Zollabfertigung erledigen. Wie immer viel Spaß mit den Zollbeamten. Dann auch noch die Registrierung der Plätze in Botswana, was alles sehr gut verläuft. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Auf der südafrikanischen Seite probiere ich nochmals, einige Tage zu buchen, was mir dann leider nicht gelingt. Ich sehe auf dem Tresen einen Zettel, auf dem steht: Nur 40 Liter Treibstoff pro Tag und pro Fahrzeug. Ui, schnell gleich auch noch tanken. Auf dem Campingplatz, der nicht mein Lieblingsplatz ist, stellen wir erneut Luftverlust der Reifendruckanlage vom Unimog fest. So krieche ich wieder mal unter den Mog. Nichts zu sehen oder zu hören. Ich meine, wir sollten den Druck erhöhen, um es dann eventuell zu finden, und siehe da, eine Schraube sitzt locker. Angezogen und gut ist. Ich sehe dabei leider viel Öl beim Getriebe, was mir nicht gefällt. Wir beobachten das. Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Mog-Spezialisten. Abendessen gibt es im nahen Restaurant zusammen mit Freunden, die ich letztes Jahr getroffen habe. Es ist ein rundum gelungener Tag und ein schöner Abend in dieser netten Runde. Danke euch für die tolle Zeit.
8.4.2026 Mittwoch, Twee Rivieren (Südafrika) – Polentswa (Botswana) Kgalagadi
Erneut um 7:00 Uhr auf zur Rezeption, um das Permit zu bekommen, und dann zur Tanke. Nun habe ich alle Tanks voll und bin gut gerüstet. Es geht zügig immer Richtung Norden dem Nossobfluss (trocken) entlang. Eine Puffotter quert gerade die Piste. Bei Keji-Keji liegen einige Löwen und ein Männchen trinkt gerade bei der Wasserstelle. Das ist doch mal ein Start. Beim Picknickplatz dann die erste Rast mit Müsli zum Frühstück. Weiter geht es bis zum nächsten Picknickplatz, wo ich mir ein Nickerchen gönne. Das tut richtig gut. Und nun wird leider die Piste etwas rumpelig. In Nossob ist dann der Empfang an der Rezeption mehr als herzlich und ich fühle mich gleich wie zuhause angekommen. Ich bereinige noch einige Buchungen für mich und andere Freunde, die später dazustoßen sollen. Alles klappt wie gewünscht. Vielen Dank an die tollen Mitarbeiter von SANParks. Dann laufe ich von der Rezeption raus und da steht gleich eine Familie aus der Schweiz, die ich schon mal hier getroffen habe. Die Freude ist groß. Gemeinsam gehen wir noch zum Eulenbaum, in dem wie jedes Jahr eine Eule sitzt. Nach dem Tanken und Wasserfüllen geht es durch das Nordgate raus mit Ziel Polentswa. Die Piste ist gruselig, aber ich strahle über alle vier Backen. Es ist wirklich wie nach drei Monaten wieder nach Hause zu kommen. Auf halber Strecke treffe ich noch zwei sehr nette Südafrikaner. Er hat jahrelang bei der UN in Genf gearbeitet. Ein sehr nettes Gespräch. DANKE. Weiter nach Polentswa. Es zieht sich diese 60 km. Übrigens sind die ersten 1000 km dieser Tour schon geschafft und der Sprinter läuft, wie es sein soll. Der gemeinsame Abend mit Team «Mistermog» war entspannt bei bester Verpflegung. DANKE
Ach ja, ich habe meine Starlink-Antenne Nummer 2 in Betrieb genommen und sie funktioniert hervorragend.
9.4.2026 Donnerstag, Polentswa (Botswana) Kgalagadi Gamedrive
In der Nacht um ca. 1 Uhr und dann nochmals um 5 Uhr vernehme ich Löwengebrüll. Habe ich die halbe Nacht, im Klartext 5 Stunden, um die Ohren geschlagen und alles in Bewegung gesetzt, um noch die fehlenden Tage zu buchen. Und doch geht es um 7 Uhr los zur nahen Wasserstelle. Nichts. Also wirklich nichts. Doch auf der Piste sehe ich immer frische Löwenspuren. Ich folge den Spuren Richtung Norden. Es sind nur ab und an welche zu sehen. Dann keine mehr. So fahre ich zum Picknickplatz und es gibt zusammen mit dem Team «Mistermog» Frühstück. Ich treffe noch Südafrikaner auf dem Platz an und es entsteht ein interessantes Gespräch, denn sie wohnen im berühmt-berüchtigten «Kuruman», wo ich in einigen Wochen durchfahren werde. Ich entschließe mich, die beiden Loops zu fahren. Landschaftlich hervorragend, doch leider keines der gesuchten Tiere. Mir ist es schon klar. Bedeckter Himmel und ab und an sogar einige Tropfen Regen, da sind die Löwen in den Dünen. Ich sage dann immer: Die Tiere sind in der Ladestation. So fahre ich nochmals zurück zur Wasserstelle und anschließend in das Camp. Ich habe einen VW-Transporter auf dem Overflow-Camp gesehen und beschließe, denen einen Besuch abzustatten. Die beiden sind aus Südafrika und wir haben viel Spaß, gegenseitig Geschichten zu erzählen. Es stellt sich heraus, dass sie mich auch schon hier gesehen haben und einige meiner Freunde ebenso kennen. Ja, die Welt ist klein. Ach ja, das Fahrzeug hat bei der Blattfederbefestigung beide dicken Bolzen gebrochen und sie warten, bis die Piste gemacht wird, um dann sicher nach Upington zu fahren. Ich wünsche eine sichere Fahrt aus dem Park in eine Werkstatt und hoffe, wir sehen uns wieder mal. Kurz vor der Dunkelheit fahre ich nochmals zur Wasserstelle und beobachte etwas die Tauben, die da trinken. Dabei probiere ich die neue Kamera aus. Mal sehen, was das so wird. Zurück am Platz genießen wir Bratkartoffeln mit Ei und Salat. Hat wunderbar geschmeckt. Gute Nacht. Nein, ich muss diese Nacht noch weiter versuchen, zu buchen.
Nachtrag: Ich hatte noch zwei sehr schöne Telefonate. Eines mit einem lieben Italiener, den ich hier in Polentswa 2025 kennenlernen durfte, und eines mit einem Freund aus der Schweiz, der gerade Lesotho besucht hat und nun wieder in Südafrika unterwegs ist.
10.4.2026 Freitag, Polentswa (Botswana) – Nossob (Südafrika)
Nun, der erste Besuch in diesem Jahr von Polentswa war etwas frustrierend, doch ich bin ja noch einige Tage im Park und fahre noch dreimal hier hoch. Hoffentlich werden die Pisten besser. 7:00 Uhr, wie üblich, geht es los zum nahen Wasserloch. Nichts. Frühstück ist angesagt und dann fahre ich Richtung Süden mit Ziel Nossob. Das sind fast genau 65 km und dafür steht der ganze Tag zur Verfügung. Gemütlich bewältige ich mit meinem Sprinter km für km auf der Rüttelpiste, immer mit Blick in die Weite und das Flussbett. Ich entdecke drei «Kapfüchse», die zwar weit entfernt sind, aber doch Freude bereiten. Ich entdecke immer wieder Löwenspuren im Sand, die ganz frisch sind. Doch es lässt sich keiner blicken. Erst beim Wasserloch Kwang, das immer vielversprechend ist, entdecke ich, nein, nicht Löwen, aber liebe Freunde, die ich in Kapstadt kennenlernen durfte. Sie sind aus Deutschland und reisen seit 10 Jahren hierher. Unterwegs sind sie mit einem Iveco-Wohnmobil. Die Freude ist groß und während wir so quatschen, steht plötzlich ein Löwenweibchen an der Wasserstelle. Ganz klar trächtig, trinkt sie lange. Dann kommt noch ein Männchen dazu. Was für ein Anblick. Beide laufen dann gemütlich zu den nahen Bäumen. Dreimal kommt das weibliche Tier zum Trinken an die Wasserstelle. Nun ruhen beide bei den Bäumen und ich beobachte die Falken, die andere Vögel jagen. Einer der Falken ist erfolgreich und verspeist seine Beute am Boden. Es erscheint ein Gnu, das stetig der Wasserstelle näherkommt. Im Hintergrund dann eine große Gnuherde in gebührendem Abstand. Das einzelne Gnu erreicht die Wasserstelle und trinkt. Bevor die Herde dazustoßt, läuft das einzelne Tier immer näher zu den Löwen, die auf Beute warten. Die Spannung ist unerträglich und ich weiß gar nicht, was ich nun genau beobachten soll. Dann springt der männliche Löwe auf und versucht, ein Gnu zu erwischen. Die sind anscheinend auch nicht ohne Strategie und kommen diesmal ohne Blutverlust davon. Das war Spannung pur. Ich bleibe noch einige Zeit, um dann weiter bis Nossob zu fahren. Hier ist erst Tanken angesagt und dann beziehen Team «Mistermog» und ich den privaten Platz Nummer 8. Die Sonne knallt, also montiere ich erst meinen Sonnenschutz. Beim «Mistermog» zischt es mal wieder und ich gehe auf die Suche. Diesmal ist es beim Horn und wir entschließen, das Horn abzuhängen. Ich schnitze ein rundes Holzteil und stopfe damit den Druckschlauch zu. Schelle dran und dicht ist es. Abendessen mit Grillwurst, lecker.



























































