Abschluss der 2025 Tour

Heute ist ein besonderer Tag: Nach genau 228 Tagen geht meine Tour 2025 „Hinter deinem Monitor“ offiziell zu Ende. Was im Frühjahr als kleines Experiment begann – ein täglicher Blick hinter die Kulissen meines Alltags, meiner Gedanken und manchmal auch meiner chaotischen Ideen – hat sich zu einer wunderbaren Reise entwickelt, die ich so nicht erwartet hätte.

In diesen 228 Tagen habe ich mit dir gelacht, nachgedacht, ab und zu auch ein bisschen gejammert, Beobachtungen aus dem Alltag festgehalten, Bilder geteilt und dir immer wieder einen kleinen Einblick hinter deinen Monitor gewährt – genau wie der Titel es versprochen hat.

Ich möchte mich von ganzem Herzen bei dir bedanken. Danke für dein regelmäßiges Vorbeischauen, für deine lieben Kommentare, die aufmunternden Nachrichten und dafür, dass du mir über viele Monate hinweg treu zur Seite gestanden hast. Dein Interesse, deine Rückmeldungen und dein Mitlachen haben diese Tour erst zu dem gemacht, was sie geworden ist: eine echte Gemeinschaft, auch wenn wir uns meist nur digital begegnet sind.

Ich hoffe sehr, dass der Blog dir in dieser Zeit nicht nur die eine oder andere Minute gestohlen, sondern euch auch wirklich etwas gegeben hat – ein Schmunzeln am Morgen, eine kleine Ablenkung in der Pause, eine Anregung zum Nachdenken oder einfach ein bisschen Unterhaltung und Spaß in deinem Alltag.

Noch einmal von Herzen: Vielen, vielen Dank für deine Begleitung auf dieser 228-tägigen Reise hinter deinem Monitor. Du warst großartig!

Da heute auch noch Weihnachten ist, sind diesem Blog auch ein paar weihnachtliche Bilder beigefügt. Meine Bilder sind immer Originalbilder, bei denen nur der Ausschnitt gemacht wird. Doch hier mache ich mal eine Ausnahme und bemühe die KI um weihnachtliche Anpassungen.

Das Bild ist als Erinnerung an einen der drei jungen Löwen, die leider nicht erwachsen werden durften.

Erster Flug: Windhoek nach Johannesburg mit Airlink Flug 4Z0125 (1255 Km)

Die Embraer E190 (brasilianischer Hersteller) steht auf dem Flugplatz Windhoek bereit

Zweiter Flug: Johannesburg nach Dubai mit Emirates Flug EK764 (6867 Km)

Die Airbus A380 von Emirates

Dritter Flug: Dubai nach Zürich mit Emirates Flug EK087 (5010 Km)

Der Flug hätte wie üblich über den Iran führen sollen, doch der Luftraum war voll. So wurde eine Alternativroute angefragt und die führte diesmal über den Irak.

Die Airbus A380 von Emirates
Der Weihnachtsmann hat sich meinen Iglhaut Sprinter 312D ausgeliehen, da sein Schlitten in der Reparatur ist.
Und so kommt es, dass sogar die Pinguine beim Iglhaut Sprinter vorbeischauen.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und die festlichen Tage stehen vor der Tür. In dieser besinnlichen Zeit möchte ich mich von ganzem Herzen bei dir bedanken – für deine Treue, deine Kommentare, deine Nachrichten und dafür, dass du immer wieder auf meinem Blog vorbeischaust Ganz speziell bei denen, die mich immer mal auf der Reise angerufen und wertvolle Zeit mit mir geteilt haben.

Du machst diese Reise erst möglich und gibst mir die Motivation, weiterhin mit Leidenschaft Inhalte zu erstellen, die dich hoffentlich inspirieren, unterhalten oder einfach nur ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ich wünsche dir von Herzen ein wundervolles, friedliches und frohes Fest – egal, ob Weihnachten, Рождество oder einfach nur gemütliche Tage mit deinen Liebsten. Möge die Zeit voller Wärme, Lachen, guter Gespräche und leckerem Essen sein. Genießt die Ruhe, die Lichter, die Musik und die kleinen Momente, die das Leben so besonders machen.

Bleibt meinem Blog auch im neuen Jahr treu – es wird sich lohnen! Ich habe schon einige spannende Themen, neue Ideen und vielleicht auch die eine oder andere Überraschung in der Pipeline, die ich kaum erwarten kann, mit dir zu teilen.

Danke, dass du da bist.

2026 wird die nächste Tour starten und du bist wie immer in der ersten Reihe mit dabei. Dabei mit neuen Bildern, neuen Abenteuern voller purer Spannung und tiefer Emotionen. Es wird Momente geben, die dir Gänsehaut bescheren, Adrenalin durch die Adern jagen und Tränen der Freude in die Augen treiben. Mal Herzklopfen bei actiongeladenen Höhepunkten, mal berührende Stille, die unter die Haut geht.


Du wirst über diesen Kanal informiert, wenn es losgeht.

Thomas Rigert

Kgalagadi NP, Teil 5 vierter Besuch 2025 – Windhoek

 

Die Tour 2025 neigt sich nach 226 Tagen dem Ende entgegen. Fast 32000 Kilometer hat der Sprinter nun mehr auf dem Buckel und er braucht nun wirklich Pflege, die er hier in Windhoek auch bekommt.

12.12.2025 Freitag (Nossob (Südafrika))

Ein verregneter Tag. Was mache ich nur? Erst ausschlafen und dann Wartung an der Ausrüstung. Nachmittags treffen meine lieben Freunde aus Berlin mit ihrem Landcruiser ein und wir haben uns so viel zu erzählen. Eine abendliche Ausfahrt wird leider nicht mit guten Sichtungen belohnt und wir genießen den gemeinsamen Abend bei köstlichem Essen. Danke der Köchin.

13.12.2025 Samstag(Nossob (Südafrika)– Twee Rivieren (Südafrika))

Nun, es war schlechtes Wetter angesagt, was jedoch gar nicht so ist. Aber ich bin ausgeschlafen und bereit für die Fahrt nach Süden bis Twee Rivieren, was schon ein ganzes Stück ist. Da bin ich ja gespannt, was mir vor die Linse läuft. Schakale, eine Schlange, Strauß, Springbock, Oryx und weiteres. Bei der ersten Picknickstelle bleibe ich erst mal und mache ein Nickerchen. Später dann weiter bis zur zweiten Picknickstelle, wo auch schon meine Freunde aus Berlin stehen. Noch ein Nickerchen ist angesagt. Dann weiter, immer Richtung Twee Rivieren. Da es viel geregnet hat, sind da nicht nur Pfützen auf der Piste, sondern richtige Tümpel. Der Sprinter ändert mit jeder Durchfahrt immer mehr die Farbe von grün nach braun. Dann die Top-Sichtung vom Tag. Vier Geparde, davon drei Jungtiere, die vollgefressen bei einem gerissenen Springbock im Schatten von einem Baum liegen. Ich mache einige Bilder, wobei das nicht so einfach ist mit der starken Sonne gegenüber und den Tieren im Schatten. Weiter sehe ich noch einige sehr junge Schakale und dann noch ein Löwenpaar beim Liebesakt. Der Löwe ist ein prächtiges Tier mit großer dunkler Mähne, wie sie nur hier im Park zu sehen ist. In Twee Rivieren fällt der Entscheid für ein Essen im nahen Restaurant und im Anschluss genießen wir bei einem Amarula mit Milch den tollen Sternenhimmel.

14.12.2025 Sonntag (Twee Rivieren (Südafrika) – Mata-Mata (Südfrika))

5:30 geht es schon los. Wurde gestern so beschlossen und nun wird es durchgezogen. Also erst wie gewohnt von der südafrikanischen Seite des Parks den Zettel bei der Rezeption holen und dann aber gleich durch das Gate in die „Freiheit“. Ich fahre relativ zügig, denn das eigentliche erste Ziel ist, den Kill von gestern nochmals besuchen, und der ist ein gutes Stück Nördlich. Natürlich fahre ich immer bei den interessanten Stellen langsamer, um auch ja alles zu sehen. Als Erstes dann ein Adler, der verängstigt am Boden kauert und dauernd von vier Falken attackiert wird. Ist schon ein Spektakel und ich bin gespannt, ob eines der Bilder scharf ist. Etwas weiter dann das Löwenpaar vom letzten Tag, diesmal einige hundert Meter mehr im Norden und leider noch weiter von der Piste entfernt. Immer wieder sehe ich Gruppen von jungen Schakalen, die zusammen spielen und raufen. Und dann die Top-Sichtung: eine afrikanische Wildkatze zur Rechten von der Piste. Ich habe sie trotzdem gesehen, obwohl sie rechts sitzt. Warum? Ich habe mein Hauptaugenmerk auf meiner Seite und ich bin links. Also funktioniert mein Suchauge doch noch recht gut. Kurz darauf noch eine Löwenfamilie, die aber gerade dabei ist, über die links liegenden Dünen zu laufen. Ich muss zugeben, die Ausbeute in so kurzer Zeit ist nicht schlecht. So fahre ich das letzte Stück bis zum Picknickplatz, wo ich auf die Schweizer treffe, und wir frühstücken erst mal. Kurz darauf kommen noch meine lieben Freunde aus Deutschland dazu, die ich in Polentswa kennenlernen durfte. Ich freue mich sehr und kann mich nun ordentlich verabschieden. Würde mich sehr freuen, euch 2026 im Krüger zu treffen, denn ich bin zur gleichen Zeit da. Zurück zum Frühstück, das bald beendet ist. Abschied von den Schweizern und los geht es über die Lower Dune Road zum Picknickplatz Auchterlonie, wo ich mich für einige Zeit einrichte, um den Blog zu schreiben. Meine Freunde aus Berlin müssen nochmals nach Twee Rivieren, um die Zollabfertigung zu machen. Ich warte mal so lange hier und genieße es, den Vogelstimmen zu lauschen. Später am Nachmittag kommen meine Freunde und alles ist erledigt. So fahren wir los Richtung Mata-Mata und werden belohnt mit einigen wirklich tollen Sichtungen. Das Beste war die kleine afrikanische Wildkatze im Baum. Trotz später Ankunft werfen wir den Grill an und es gibt ein sehr leckeres Abendessen. Danke.

15.12.2025 Montag (Mata-Mata (Südfrika) – Windhoek (Namibia)

Geplant ist ein kleiner Gamedrive mit meinen Freunden aus Berlin. Voller Erwartung fahren wir zum Gate. Ich steige aus und öffne das Gate. Was ist denn das für ein seltsames Geräusch? Der Sprinter. Knirschte in den niederen Drehzahlen seltsam. Ich vermute, das liegt am Sand, der bei den vielen Wasserfahrten in die Lichtmaschine gelangt ist, aber mir gefällt das gar nicht. Ich entschließe mich, nicht mit auf den Drive zu gehen, sondern so schnell wie möglich nach Windhoek zu fahren. Also kurze Verabschiedung und ich fahre zurück zum Camp, da der Zoll noch nicht offen ist. Ich lege mich nochmals aufs Ohr, dann baue ich das Fahrzeug etwas um für die Fahrt außerhalb vom Park. Fotohalterung muss weg. Die großen Kameras sowie das Fernglas nach hinten. Portemonnaie und Papiere für den Zoll nach vorne. Dann fahre ich zur Tankstelle und fülle die Reifen auf etwas höheren Druck. Noch beim Park abmelden und alle fragen gleich: „Thomas, wann bist du wieder hier?“ Ja, ich bin hier richtig angekommen. Nun der Ausreisezoll. Ganz locker und rüber zum nahen Zoll von Namibia. Auch hier werde ich gleich persönlich begrüßt. Es dauert seine Zeit, bis alles durch ist. Sage und schreibe eine Stunde, und alle fragen gleich, wann ich wiederkomme. Dann aber geht es los. Die Piste ist super präpariert und erlaubt eine hohe Geschwindigkeit von 100 km/h. Ich fetze mit viel Spaß über die Piste, genieße die Fahrt und die tolle Landschaft, die an mir vorbeizieht. Irgendwann fängt der Sprinter an, Probleme zu machen. Immer mal Leistungsausfall. Muss das jetzt sein? Das nervt gewaltig. Ich habe jedoch keine Lust, den Luftmengenmesser zu reinigen. Nach stundenlanger Fahrt erreiche ich dann die geteerte Straße. Fahre zur Hauptkreuzung vor und biege in die Schnellstraße Richtung Norden nach Windhoek ein. Ich merke, wie ich immer müder werde, da die Fahrt sehr anstrengend ist. Dann wird mir klar: So geht das nicht bis Windhoek, das ist zu gefährlich. So biege ich in eine Nebenpiste und stelle mich unter einen Baum. Krabble nach hinten, esse das leckere Essen, das ich gestern von meinen Freunden mitbekommen habe, und lege mich aufs Ohr. Das hat mehr als gut getan. Mit neuer Energie und voller Aufmerksamkeit geht es bis zum Urban Camp. Ich bin ja einen Tag zu früh hier. War doch eine zweigeteilte Fahrt geplant. Doch ich wollte es unbedingt hinter mich bringen. Die Managerin sieht mich und sagt, ich habe erst für morgen einen Platz. Also muss ich zum Ausweichplatz nahe dem Flughafen. Da bin ich doch vorhin vorbeigefahren. Also zurück und einchecken. Der Platz passt mir gar nicht. Direkt an der lauten Straße und das Essen war nicht der Brüller. Immerhin gut geschlafen.

16.12.2025 Dienstag (Windhoek)

Frühmorgens gleich zu M&Z, der Werkstatt meines Vertrauens.

Wenn du mal den Mechaniker meines Vertrauens in einer TV-Sendung sehen möchtest, guck dir Folgendes an: Oliver ist es:

https://vimeo.com/1143249002?fl=tl&fe=ec

https://vimeo.com/1144336071

https://youtu.be/U_61NWImJEg?si=ElvqyBP0cmWx57V

Wir erstellen eine ellenlange Liste von Arbeiten, die am Sprinter dringend gemacht werden müssen. Es ist so viel, dass es keinen Sinn macht, den Sprinter in den Storage zu bringen. Er wird die ganze Zeit hier bei Oliver stehen. Nun aber zum Urban Camp. Ich bekomme meinen Lieblingsplatz und genieße gleich ein kleines Mittagessen. Die Angestellten hier wissen gleich, was ich von der Karte gerne mag. Auf dem Platz treffe ich auf bekannte Freunde sowie einige neue Gesichter. So viele Expeditions-Lkw standen hier noch nie. Wie immer tolle Gespräche, einfach super. Ich fange an, das Fahrzeug für die Abgabe vorzubereiten und das Gepäck zu packen. Irgendwie fehlt mir gerade mächtig die Motivation dazu. Das Abendessen muntert mich auf, ich bekomme das leckere Eland-Schnitzel. Leider schlafe ich die Nacht nicht so gut.

17.12.2025 Mittwoch (Windhoek)

Bis 10 Uhr geschlafen, ich war wirklich total erledigt. Erst mal frühstücken und dann zwei Boxen mit Wäsche bereit machen. Die nette Frau von der Wäscherei holt die Boxen sogar bei mir am Platz ab. Das finde ich Service. Ja, hier fühle ich mich so richtig zuhause. Nun noch einige Dinge zusammenstellen, die nach Hause sollen. Gar nicht so einfach. Und immer mal was auf die Liste schreiben, was fehlt und beim nächsten Besuch mit im Gepäck sein soll. Rückenschmerzen plagen mich. Dann sehe ich meinen lieben Nachbarn mit einem Karbon-Unimog am Rumschrauben. Natürlich gehe ich rüber und zusammen können wir das eigentliche Problem analysieren. Ich mache das immer sehr gerne, denn ich bin immer froh, wenn ich Probleme habe und auch jemand kommt. Ist wie eine große Familie.

 

Vollgefressener Gepard
Gepard im Schatten
Gepard
Die jungen drei Geparde
Der Riss von den Geparden
Ausruhen in der Gruppe
Pisten nach dem Unwetter
Es hilft alles nichts, ich muss durch
Der Sprinter ist wieder mal so richtig dreckig
Der Sprinter ist wieder mal so richtig dreckig
Abendstimmung
TBD
TBD
Schakal
Die Schildkröte freut sich über das Wasser
TBD
Hier geht die Post ab
Angriff von vier kleinen auf einen Grossen der am Boden sitzt.
Angriff von vier kleinen auf einen Grossen der am Boden sitzt.
Schakal
Ich komme, platz da
Afrikanische Wildkatze
TBD
TBD
Mein Rastplatz mit Schattenplane auf dem Dach
Schakal
TBD
Vorwitziges Erdmännchen
Eule
Und ich sehe die auch wenn sie sich gut verstecken
TBD
Afrikanische Wildkatze
So scaut es aus wenn ein grosser Löwe an meinem Fenster vorbeizieht
Weihnachten in Nossob kann kommen. Alles ist vorbereitet

Sonderbericht zum Infantizid – Kgalagadi NP, Teil 4 vierter Besuch 2025

Aus speziellem Anlass erscheint dieser Sonderbericht.

11.12.2025 Donnerstag (Nossob (Südafrika))

Am späteren Nachmittag fahre ich nochmals raus Richtung Süden. Die Pisten sind gerade frisch repariert und so kann ich mich wunderbar auf die Gegend konzentrieren, doch es zeigt sich länger nichts Besonderes. Ich fahre nicht weit. Das Ziel ist die zweite Wasserstelle südlich von Nossob. Ich fahre sie im Gegenuhrzeigersinn an. Bei der Wasserstelle dann ein kurzer Halt. Dann weiter schon auf dem Weg zurück. Ich entdecke vier Löwen, die neben der Piste im Nossob-Fluss Richtung Süden laufen. Versetzt und immer mal ein Halt. Dann ducken sie sich immer mal. Also auf der Jagd. An erster Stelle ein Weibchen, gefolgt von zwei Halbwüchsigen, und das Ende macht ein weiteres Weibchen. Ich entschließe mich, zu wenden und in den Süden zu fahren, um zu sehen, ob es ein „Opfer“ hat. Ich sehe einige Kilometer nichts und wende erneut. Fahre bis zu der Gruppe, die immer noch in Bewegung ist. Ich denke mir noch: Da können die noch lange laufen, da kommt so schnell nichts. Es erscheint das Safarifahrzeug, das die Nachtfahrt macht. Ich bin auch schon spät dran und muss zurück zum Camp. Ich halte neben dem Fahrzeug und erzähle der Rangerin, was ich bis jetzt beobachtet habe. Sie erzählt, dass in Nossob 2 Löwinnen und drei Junge an der Wasserstelle seien. Ich bedanke mich und fahre zufrieden zurück durch das Gate und gebe noch meine Papiere ab. Dann laufe ich mit der Kamera zur Wasserstelle. Tatsächlich sehe ich die 5 Tiere und ich mache einige Bilder. Das Licht wird immer schlechter und meine Kamera kann damit nicht mehr umgehen, so entschließe ich mich für einen Abbruch und fahre mit dem Sprinter zu meinem Platz, wo ich dann mit einem Herrn aus Deutschland ins Gespräch komme. Dabei vernehme ich heftiges Löwengebrüll, diesmal irgendwie dramatischer. Denke mir jedoch noch nicht viel dabei.

Am nächsten Morgen begrüßt mich mein südafrikanischer Nachbar und erzählt. Mindestens einer der drei Jungen ist von einem männlichen Löwen getötet worden. Später erfahre ich von meinem Freund und Löwenkenner Martin, der im Süden vom Park ist, dass alle drei getötet wurden.
Ich nehme das zum Anlass, einen Sonderbericht zu machen, den du nun vor dir hast. Anschließend die letzten Bilder ganz kurz vor dem Tod der drei Jungtiere. Macht mich sehr traurig.

Südlich von Nossob gesehen
Südlich von Nossob gesehen (Zwei Halbwüchsige männliche Löwen)
Südlich von Nossob gesehen (Zwei Halbwüchsige männliche Löwen)
Eines der Drei sehr jungen Löwen
Familienidylle
Grrrr
Familienidylle
Familienidylle
Familienidylle
Eines der Drei sehr jungen Löwen
An der Wasserstelle von Nossob
An der Wasserstelle von Nossob

Kgalagadi NP, Teil 3 vierter Besuch 2025

7.12.2025 Sonntag (Nossob (Südafrika))

Keine wirklich großen Ereignisse. Die Ausfahrt nach Süden war nicht ergiebig. Es ist halt kein Zoo, wie ich immer sage. Der Abend ist geprägt von einem tollen Braai zusammen mit meinem Freund aus Südafrika. Danke, mein Freund.

8.12.2025 Montag (Nossob (Südafrika))

Ausfahrt Richtung Süden. Fast 45 km fahre ich nach Süden, ohne eine einzige Raubkatze zu sichten. Es ist wie verhext. Dazu kommt noch, dass die Piste in einem erbärmlichen Zustand ist. Kaum ist die Maschine, die diese Pisten schön flach macht, durch, ist es wie vorher. Ich harre an der Wasserstelle einige Zeit aus und mache mich auf den Rückweg, der genau so erfolglos ist. Nun bleibe ich erst mal auf dem Camp Nossob und mache Maintenance.
Ich habe übrigens noch zwei Apps gefunden, die es sehr erleichtern, bei OSM mitzumachen. Zum einen ist das «StreetComplete» und zum anderen «Every Door». Probiere es aus, es ist wirklich einfach und macht fast etwas süchtig, jeden Tag die Karten besser zu machen.
Später Nachmittag der Entscheidung, etwas Richtung Norden zu fahren. Ich denke mir bis Kwang, dem zweiten Wasserloch, so weit fahre ich noch. Die Piste ist ganz gut und ich fahre gemütlich immer weiter, am ersten Wasserloch vorbei, da es hier leider nichts Besonderes zu sehen gibt. Weit ist es nicht mehr, da piepst doch tatsächlich mein Reifendrucküberwachungssystem. Massiver verlost hinten links. Das ist der, den ich schon seit Tagen schief anschaue und denke: „Mist, der müsste mal gewechselt werden“, aber dann verdränge ich den Gedanken immer gleich wieder. Ich fahre hier auf den Pisten mit ca. 2 Bar Reifendruck und verliere zusehends. Aktuell steht es bei 0,6 bar, was schon sehr wenig ist. Ich halte an und überlege mir einen Weg aus der Misere. Ups, nun sind es nur noch 0,5 Bar, ich muss dringend handeln. Ich habe verschiedene Varianten. Warten, bis jemand kommt, denn beidseitig sind unübersichtliche Büsche. Rad tauschen, ich habe ja zwei Ersatzräder am Heck. Auf hohen Druck pumpen und so schnell wie möglich zurückfahren. Warte mal mit Weiterlesen und überlege dir, was hättest du gemacht? Immer im Hinterkopf: Hier hat es Löwen, Leoparden und andere nette Tierchen.
Ich entscheide mich für Pumpen. Also, ich habe in der Fahrerkabine immer einen kleinen Kompressor liegen, der mit Akku läuft. Der ist nicht schnell, aber sofort verfügbar. Also nochmals die Gegend absuchen. Nichts zu sehen und raus. Ich schließe den Schlauch am Ventil an und dabei kommen einige Sandkörnchen bei der Taste zum Einschalten dazwischen. Resultat. Es geht nichts mehr. Zurück auf Start. Also rein in das Fahrzeug. Was nun? Okay, ich entriegle die Motorhaube und gehe zur Hecktür. Da habe ich den großen Kompressor. Den mache ich bereit und schließe alles an. Es geht los. Alles läuft und ich mache schon mal die Hecktür zu. Es dauert, wie immer, wenn man auf etwas wartet. Bei 4 bar baue ich ab und wende so schnell wie möglich. Das ist auf den engen Pisten immer so eine Sache. Dann mit schneller Fahrt zurück. Ich muss noch zweimal erneut den Druck auf 4 bar anheben und schaffe es dann zurück zum Camp auf meinen Platz. In der ganzen Zeit ist kein Auto vorbeigefahren. Im Camp hebe ich die Hinterachse an und ersetze dann das Rad durch eines der beiden Reserveräder. Den Druck noch anpassen. Total durchgeschwitzt fahre ich erneut nach Norden. Das defekte Rad bleibt solange im Camp, da es zu schwer ist, es alleine am Heck zu montieren. Ich passiere die Stelle, wo das Problem auftauchte, und muss grinsen, als ich meine Spuren im Sand gesehen habe. Ja, Thomas hatte wieder mal so richtig Spaß im Sand. Doch der Knüller kommt erst noch. Keine 500 Meter weiter stehen einige Fahrzeuge und da liegen 5 große Löwen. Schwitz. Ich betrachte die ganze Situation und finde einen netten Platz mit einem wichtigen Hintergedanken, der schon mehrfach funktioniert hat. Vom aktuellen Platz, wo ich stehe, sehe ich die Löwen so gut wie nicht, doch ich denke, bald werde ich sehen, ob meine Rechnung aufgeht, denn die Löwen haben keinen tollen Schatten mehr und mein Fahrzeug, da es ja größer als die anderen ist, bietet so einen tollen Schatten. Und nach wenigen Minuten trollt sich der erste Löwe direkt auf mich zu. Bis auf einen liegen nun alle direkt bei mir. Es ist einfach ein tolles Gefühl, so nahe der stolzen Tiere bei offenem Fenster zu sein. Ich genieße es und das alles entschädigt für den vorherigen Stress. Einzig, dass es so nahe war, beschäftigt mich noch ein wenig. Es ist Zeit, zurück zum Camp zu fahren. Im Camp wird gemeldet, dass ein großer Löwe beim nahen Wasserloch sei. Also zu Fuß nochmals los. Auf dem Weg sehe ich noch eine Eule aus einem Baum fliegen und dann nur wenige cm über dem Boden gleiten. Zum Schluss zieht sie hoch und landet gekonnt in einem anderen Baum. Was für ein Anblick! Dazu muss ich schreiben, dass genau in dem Baum, in dem ich meinen Platz habe, zwei große Eulen hausen. Ich schweife ab. Ja, ein prächtiger Löwe steht beim Wasserloch und löscht genüsslich seinen Durst. Ob der weiß, dass 25 km nördlich fünf rollige Weibchen sind? Es hat sich gelohnt, zur Wasserstelle zu laufen. Am Abend, nachdem das defekte Rad montiert ist und ich eine Dusche genossen habe, bin ich total am Ende. Mein Freund bereitet ein köstliches Nachtessen vor, was ich sehr dankend annehme. Danke, mein Freund. Nach dem Essen erzählt er mir noch einiges aus seinem Leben und ich bin nur noch sprachlos. Ich bin so froh, dich zu kennen. Du bist eine wahre Bereicherung in meinem Leben. DANKE

9.12.2025 Dienstag (Nossob (Südafrika))

Ausschlafen ist nach dem gestrigen Tag angesagt. Ich bin ja eh die letzte Zeit so müde, doch das gab mir den Rest. Meine netten Nachbarn aus Deutschland bieten mir Multivitamine und Magnesium an, aber das habe ich ja alles selber. Müsste es halt auch mal nehmen. Mehr Wasser trinken wäre auch angebracht. Mein Freund schaut etwas bedröppelt aus und überhaupt. Warum ist er nicht auf einem Gamedrive? Sein Kühlschrank/Tiefkühler hat einen Totalausfall und ist voll mit Waren, die nun schon 20 Grad haben. Futsch. Alles futsch. Das ist mehr als ärgerlich. Ich beschließe, heute nach Norden zu fahren. Eventuell weiter als gestern, da die Piste gerade gemacht wird. Ich fahre tatsächlich bis Polenzwa und noch weiter zum Picknickplatz, ohne was Besonderes zu sehen. Schade, aber so ist es manchmal. Zurück auf dem Platz erst mal Blog schreiben und Verarbeiten der letzten Erlebnisse. Gegen Abend dann nochmals eine Ausfahrt, diesmal Richtung Süden. Ich besuche die zwei nächsten Wasserlöcher, docthomas@rigert.com D800 SN:6135537h es bleibt still. Dafür ist der Abend zusammen mit meinem Freund ein gelungener Abschluss unserer gemeinsamen Zeit auf den Stellplätzen. Er gibt nochmal alles und verwöhnt mich mit Braai und über der Kohle gebackenen Kartoffeln. Lieber Freund, ich danke dir für die tolle Zeit, die wir zusammen verbringen durften, und vor allem für die tollen Diskussionen. Wir sind da gar nicht so unähnlich. Ich hoffe, wir sehen uns 2026 erneut für neue tolle Abenteuer. Gute Heimreise.

10.12.2025 Mittwoch (Nossob (Südafrika))

5:30 Uhr geht es los. Noch kurz eine Verabschiedung von den Freunden aus Deutschland. Dann auf zur Rezeption und los, erneut nach Norden mit der Hoffnung, was Schönes zu sehen. Wieder fahre ich bis zum Picknickplatz und sehe leider nicht so viel wie erhofft. Auf der Fahrt treffe ich auf den Manager von den Botswana-Lodges, den ich Anfang des Jahres kennenlernen durfte. Er hat mein Fahrzeug sofort wiedererkannt, ist ja nicht so schwierig, und nimmt sich für einen Schwatz Zeit. Nahe beim Picknickplatz treffe ich auf zwei Damen aus Südafrika und hatte eine nette Unterhaltung. Sie sind jedes Jahr im Dezember hier und genießen es trotz der großen Hitze. Aktuell geht das Thermometer gerne mal über 40 Grad, also kuschelig warm. Dann halt zurück zum Nossob Camp und Blog schreiben. Vorab unterhalte ich mich kurz mit einem Paar, das ein AVIS-Mietfahrzeug aus Kapstadt hat. Kurz vor Nossob griff die Kupplung nicht mehr. Nun muss ein Ersatzwagen her, der morgen bereitstehen soll. Ich gucke mir den Wagen etwas an und muss sagen, damit macht sich diese Firma keine Freunde. Zudem stehen Ersatzwagen nur in Kapstadt und Johannesburg, was beides nicht um die Ecke ist, zur Verfügung. Ich wünsche den beiden gute Weiterreise und gutes Gelingen. Dann erreicht mich eine sehr frohe Botschaft per Mail. Die Firma „Henning Autofedern“ (https://www.henning-autofedern.de/) hat versehentlich damals für die Ersatzfedern die Mehrwertsteuer berechnet, die ich nun zurückerstattet bekomme. Ich kann das Geld sehr gut gebrauchen. Es ist schön, wenn Firmen so ehrlich sind und das so handhaben. Ich bedanke mich nochmals recht herzlich für die tolle Betreuung bei dem Austausch der Blattfedern von der Hinterachse und empfehle sie dringendst weiter.
In der Rezeption hier in Nossob ist übrigens die Weihnachtsstimmung ausgebrochen. LED-Girlande, weißer Tannenbaum und eine Krippe. Alles bereit für das kommende Fest.

11.12.2025 Donnerstag (Nossob (Südafrika))

GPX File für Karte wird nachgeliefert. Der Tag ist ja noch nicht zu Ende.

Ganz so früh wie gestern schaffe ich es beim besten Willen nicht. Es ist 6 Uhr und ich fahre heute Richtung Süden. Ich merke sehr schnell, wie die Piste in einem erbärmlichen Zustand ist. Das wird kein Spaß heute. Die erste Wasserstelle ist leer, also weiter. Es folgt ein Hügel, den ich hochfahre, und nach der Kuppe stehen einige Fahrzeuge auf der Piste. Oha, da muss was sein. Alle Fahrzeuge schauen auf meine Seite, also ist etwas auf dem Weg zu mir, und schon sehe ich eine Löwenmutti mit drei ganz kleinen Nachkommen. Ich probiere, den Abstand zu halten, und fahre immer wieder rückwärts. Dann bleibe ich doch stehen und lasse die Familie mit der Autokarawane passieren. Miauend rennen die Kleinen der Mutti Richtung Nossob nach. Es ist herrlich, doch für meinen Geschmack sind es schon mehr als genug Fahrzeuge und so fahre ich weiter Richtung Süden. Ich treffe auf ein Mietfahrzeug und werde mit einem «Grüezi» begrüsst. Zwei aus Stuttgart, die auch immer gerne im Park unterwegs sind. War nett, euch kennenzulernen, und gute Sichtungen. Beim Cheleka-Wasserloch dann eine größere Pause, in der ich einige Tickets bei OSMAND öffne. Ich habe da einige Ideen, die Software noch besser zu machen. Dabei lese ich gerade, dass ein Vorschlag von neulich realisiert worden ist. Genial, ich freue mich. Die Leute von der Entwicklung sind wirklich auf Zack. Weiter so. Für Interessierte: https://osmand.net/ und hier werden Tickets bearbeitet: https://github.com/osmandapp
Den Nachmittag widme ich dem Blog-Erstellen.

Ich mit dem Sprinter in voller Fahrt
Wie beim Zahnarzt. Schön weit aufmachen bitte. Danke
Gleich gibt es eine Malzeit
Kameldornbaum (Mimosengewächs / Hülsefrüchtler). D Name kommt vom zoologischen Namen der Giraffe: camelopadalis)
Früchte vom Kameldornbaum in grün
Früchte vom Kameldornbaum in braun
Gewaltige Wetterstimmung im Kgalagadi Nationalpark
Mäuschen in seiner Höle
TBD
TBD
Löwenschuhe
Löwe
Der Sprinter spiegelt sich im Löwenauge
Ganz junge Kuhantilope. Die Nabelschnur ist noch sichtbar
Auge in Auge
Mutige Mäuschen
Ein Sekretär hoch oben auf dem Baum in der Abendsonne
Windrad einer Wasserpumpe. Davon gibt es immer weniger. Die werden von Solarpumpen abgelöst
Wunderbarer überblick über den Nossob Fluss
Bei den Gnu geht es richtig zur Sache.
Hat hier jemand sein Horn zum Baden abgelegt und dann vergessen?
Jetzt komme ich hier
Mit lautem Gemauze unterwegs
Noch sind sie gut getarnt im Gras
Mutti guckt immer gut zu den Jungen
Das sind die Situationen die ich gar nicht mag. Kein Respekt vor den Löwen nur für ein Bild. Das sind die Momente wo Thomas sich verdrückt.
Ein Fleckenflughun

Kruger NP – Kgalagadi NP, Teil 2 vierter Besuch 2025

Meistens treffe ich auf meinen Reisen, speziell in Nationalparks, auf gleichgesinnte, unglaublich interessante und nette Menschen. Und etwa einmal pro Jahr treffe ich dann auf seltsame, ruppige Gestalten. Ich hoffe, die Person wird sich darin wiedererkennen, wenn sie das liest. Denk mal darüber nach, wie du mich behandelt hast. Das ist einfach nur peinlich.

Die Seiten sind aktuell etwas Weihnachtlich angehaucht. Ich hoffe das kommt gut an.

1.12.2025 Montag (Twee rivieren (Südafrika) Polentswa (Botswana))

Es steht eine sehr lange Strecke vor mir und es ist nicht klar, wie der Zustand der Piste sein wird. Ich spreche hier von 240 km Piste, wobei der erste Teil bis zum Picknickplatz wirklich in bestem Zustand ist. Natürlich treffe ich gleich nochmals meine Freunde mit dem Landrover und wir haben nochmals richtig Spaß mit guten Geschichten und Sprüchen. Ja, da passen wir schon gut zusammen. Bei Interesse guck mal auf facebook.com/desertlions. Die Freunde sind namentlich Martin, Claudia und der Vierbeiner Jan Hendrik. Ja, das ist einer der sehr wenigen Hunde, die auch in diesen Nationalpark dürfen, da er eine sehr wichtige Aufgabe hat. Kleine Anekdote am Rande. Wenn wir uns auf der Piste hier im Park begegnen, flippt Jan Hendrik sofort aus, sobald er mein Fahrzeug erkennt. Ja, ich habe einen sehr guten Draht zu Jan Hendrik. Am Picknickplatz mache ich kurz Rast. Eine Gruppe Südafrikaner macht gleich neben mir auch Rast und fragt, ob ich ihnen Wasser kochen kann. Klar kann ich das. Ich habe doch Induktion. Dabei merke ich, dass eine der beiden Batterien schwächelt. Darum muss ich mich die Tage kümmern. Die zickt schon länger rum. Es entsteht noch ein sehr interessantes Gespräch mit tollen Themen. Sogar Richtung Informatik. Ich fahre dann weiter bis zum nächsten Picknickplatz. Da werde ich von einer netten Dame aus England angesprochen, die mir letzten Abend das Gate in Twee Rivieren offen gehalten hat. Es ist schon interessant, mit wie vielen man hier in Kontakt kommt und wirklich nicht nur oberflächliche Themen anspricht. Danke für das Gespräch und eventuell wieder mal hier im Park. Dann also weiter, nicht ohne noch Löwen zu sehen, die schlafend unter einem Baum liegen. Nächster Halt ist das Camp Nossob, das ich schon sehr gut kenne. Ein kurzer Einkauf und noch beide Wassersäcke füllen, damit ich in der heißen Zeit auch mal duschen kann. Die Fahrt hoch bis zum Polentswa-Wasserloch ist dann etwas ruppig, aber je näher ich komme, desto mehr freue ich mich auf die Zeit hier. Nahe dem Wasserloch liegen dann auch zwei Gruppen Löwen mit Jungtieren in zwei verschiedenen Altersgruppen. Die Größeren kenne ich noch vom letzten Besuch. Ob die mein Fahrzeug auch erkennen? Ich werde es nie erfahren. Den Platz Nr. 1 teile ich heute Nacht mit zwei anderen Fahrzeugen. Einer ist ein Toyota Landcruiser mit einem sehr interessanten Menschen, der auch alleine unterwegs ist. Ich kenne ihn noch von 2024 und wir haben uns einiges zu erzählen. Weiter ist noch ein Paar aus Kapstadt ebenfalls mit einem Geländefahrzeug mit von der Partie und wir haben einen netten Abend mit Lagerfeuer. Da ich total erledigt bin vom langen Tag, ziehe ich mich dann doch früh zurück und schlafe schnell ein.

2.12.2025 Dienstag (Polentswa (Botswana))

5:30 Uhr gleich zum nahen Wasserloch. Die Löwen sind noch da, aber nicht bei der Wasserstelle, sondern bei den Büschen. Ich schaffe es doch, einige Bilder zu machen, und fahre dann weiter nach Norden, um den großen Loop zu fahren. Dann stehe ich erst am Picknickplatz und dann beim nahen Wasserloch, wo ich nach einiger Zeit Besuch von einem deutschen Ärztepaar aus Deutschland bekomme. Sie leben in Kapstadt und wir diskutieren angeregt. Später lasse ich mich verleiten, noch etwas für mein Forum auf dem CAD zu entwerfen, das schon lange gewünscht wird. Bei Interesse einfach mal hier reinschauen: https://www.rigert.com/ee-forum/viewtopic.php?t=2583

Eigentlich müsste ich noch etwas für den Sprinter zeichnen, aber mir fehlt dazu etwas die Motivation. Zwischenzeitlich melden sich noch zwei Freunde über einen Internetkanal bei mir. Sie wollen sich in einigen Tagen bei mir treffen und zusammen nach Windhoek fahren. Ich freue mich, habe ich sie doch letztes Jahr in Namibia kennengelernt. Zurück zum „Geschäft“. Die große Runde war nicht so ergiebig und der Zustand der Piste ist seit meinem letzten Besuch nicht besser geworden. Also sehr bescheiden. Beim Picknickplatz sehe ich drei junge Männer sowie die beiden deutschen Ärzte um das Fahrzeug rumstehen. Es scheint ein Problem mit der Treibstoffleitung zu geben. Schnell habe ich einen Ersatzschlauch sowie Briden. (Ja, die deutschen Ärzte verstehen unter Bride was anderes.) Zum Schluss meinen die drei Männer, es müsse irgendwie auch so gehen, und lassen es, wie es ist. Nun ja, es bleibt spannend. Die drei sind beruflich in Südafrika unterwegs und untersuchen mit einer speziellen Drohne Buschfeuer, um die Informationen von Satelliten besser zu verstehen. Alles bezahlt von der NASA. Interessant, und irgendwie verstehe ich es doch nicht so ganz. Die drei sind zwei aus den USA und einer aus Italien. Auf jeden Fall wünsche ich euch weiterhin gute Reise und dass das Fahrzeug durchhält. Beim Polentswa-Wasserloch bleibe ich dann noch bis zum Ende der erlaubten Zeit und fahre dann zum Camp, wo ich nach einer wunderbaren Dusche zwischen meinen Hecktüren vom Sprinter einen gemütlichen Abend zusammen mit meinem Freund verbringe. Er zeigt mir einige seiner besten Bilder der letzten Zeit und ich bin begeistert. Er hat unglaubliche Geduld, bis er das Bild hat, wie er es sich vorstellt. Um 21:00 Uhr, eigentlich 5 Minuten davor, starte ich dann „Africa is calling“, das Telefonat mit meinen lieben Freunden aus Deutschland.

3.12.2025 Mittwoch (Polentswa (Botswana))

Sehr früh morgens vernehme ich den Motor des Landcruisers von meinem Freund. Ich selber brauche noch einige Zeit und fahre dann auch zur Polentswa-Wasserstelle mit der Hoffnung, die Löwen zu sehen. Die vier Fahrzeuge von den Camps sind alle schon da und ich sehe, dass auch sie nichts sehen. Die Löwen haben sich in der Nacht verdrückt. Doch in welche Richtung? Ich tippe auf Norden und fahre ganz langsam. Plötzlich entdecke ich rechts im Flussbett vier Geparde, die Richtung Süden laufen und klar auf der Jagd sind. Leider sind sie für mich im Gegenlicht. Trotzdem versuche ich, einige Bilder zu machen, und fahre dann weiter bis zur nächsten Wasserquelle, wo die vier Eulen im Baum sind. Kurz darauf treffen noch Freunde aus Deutschland ein und wir haben ein wunderbares Gespräch. Sie stehen auf Campingplatz Nummer 2 und wollen um die Mittagszeit ein Brot backen. Mal sehen, ob ich es schaffe, dabei zu sein, da ich doch immer was Neues dazulernen kann. Zum Beispiel die zusätzlichen Körner erst in Wasser einige Zeit einweichen, sonst ziehen die das Wasser aus dem Teig und trocknen das Brot aus. Gut, dann merke ich mich schon mal für den nächsten Versuch. Dann Frühstück und ein Nickerchen, da die Nacht einfach zu kurz war, bei einem nahen Picknickplatz. Der Rest des Tages ist nicht besonders erwähnenswert. Den Abend verbringe ich mit meinem Freund auf Platz 1. Er fragt mich, ob ich einen Büchsenöffner habe, da er seinen irgendwie nicht mehr hat. Ich gebe ihm mein großes Taschenmesser und zeige ihm, wie der funktioniert. Er öffnet seine Büchse und klappt sie zusammen, um sie mir zurückzugeben. Ich schenke es ihm und er kann es irgendwie gar nicht fassen.

4.12.2025 Donnerstag (Polentswa (Botswana))

Heute leider keine bemerkenswerten Sichtungen. Ich fahre hoch bis zum Union’s End, wo ich dieses Jahr schon dreimal war. Mein Freund hat vor einiger Zeit eine Lederhülle gekauft, ohne zu wissen, was er damit machen kann. Nun passt das Taschenmesser wie angegossen da rein. Ja, das Leben schreibt die schönsten Geschichten. Heute steht noch ein Schweizer Paar mit Mietfahrzeug auf unserem Platz.

5.12.2025 Freitag (Polentswa (Botswana) – Nossob (Südafrika))

Ich bin müde und schlafe etwas länger. Draußen windet es ordentlich und ich denke, dadurch wird es weniger Sichtungen geben. Leider verpasse ich die vier Geparden an der Wasserstelle, aber man kann nicht immer alles haben. So fahre ich erst mal zur Polentswa Lodge und werde freundlich empfangen. Leider ist das Hauptzelt immer noch im gleichen Zustand, vom Sturm zerrissen, wie vor Monaten. Ich schaue mich um und fahre dann zur Polentswa-Wasserstelle, wo nichts los ist, also weiter zum Picknickplatz, wo das Schweizer Paar noch ist. Wir haben noch eine interessante Unterhaltung. Dann geht es los Richtung Süden. Die Strecke ist ganz nett zu fahren, doch dafür, dass der Grader vor drei Tagen durchgefahren ist, ist die Piste schon wieder in einem erbärmlichen Zustand. Ich begegne noch meinem Freund aus Polen, den ich schon länger kenne und mit dem ich seitdem in Kontakt bin. Er hat gerade Besuch von einem Freund aus Polen und zusammen fahren sie hier mit dem neuen Fahrzeug im Kgalagadi rum. Ich freue mich immer wieder, dich zu treffen, mein Freund. Auf dem Weg nach Nossob sichte ich noch zweimal je einen Löwen, die beide tief schlafen. In Nossob werde ich freundlich empfangen und bekomme Private Site 7. Wäsche waschen, Abfall entsorgen und den Boden im Fahrzeug mal nass reinigen sind angesagt. Ab 17:00 Uhr fahre ich noch eine kleine Runde nach Süden, wo ich meinen Freund bei der zweiten Wasserstelle sehe. Wir vertreiben uns die Zeit mit einer lockeren Unterhaltung, fahren zurück zum Camp und ich genieße den Abend mit Blogschreiben. Während ich diese Zeilen schreibe, fängt es an zu regnen, was die Temperatur runterbringt. Waren es an den Tagen doch tatsächlich über 40 Grad, was schon belastend ist.

6.12.2025 Samstag (Nossob (Südafrika))

Der Morgen steht im Zeichen von Maintenance. Es ist einiges zu erledigen im Fahrzeug. Einiges schaffe ich doch. Dann will ich doch mal raus, um zu sehen, ob was beim Wasserloch Richtung Süden zu sehen ist. Ich darf nach dem Wasserloch dann doch noch einen Greifvogel beim Verzehren seiner Beute beobachten. Mehr gibt der Ausflug leider nicht her. Mein Freund kommt mir entgegen und meint, es lohnt sich nicht, weiter nach Süden zu fahren. Also drehe ich um und auf dem Weg zurück verabschieden sich noch zwei Südafrikaner, die ich hier im Park kennenlernen durfte. Gute Heimreise euch beiden, wir werden uns sicher wiedersehen. Nun stehe ich auf dem Camp in Nossob auf einem der schattigsten Plätze und kümmere mich um einige Dinge, die ich dringend erledigen muss. Da ist zum Beispiel ein LiFePO4-Akku-Problem. Bei mir stehen zwei 200-Ah-Akkus im Einsatz, die parallel angeschlossen sind und 12 V liefern. Die eine der beiden schwächelt leider merklich und reißt immer mal das ganze System runter. Also öffne ich den Akkuschrank und baue die Sache um. Nun habe ich also nur noch eine 200-Ah-Batterie im Einsatz. Nun kann ich also «nur» noch maximal 840 Watt, was dann 70 Ampere auf der 12-V-Seite entspricht, beziehen. Vorher konnte ich 1700 Watt beziehen. Das macht sich beim Kochen mit Induktion etwas bemerkbar, aber ich kann damit gut leben. Später entscheide ich mich für einen Gamedrive Richtung Norden. Die Piste ist grottenschlecht geworden. Es ist ein Graus und so fahre ich nur bis zur ersten Wasserstelle, wo ich einige Zeit verweile. Da es die letzte Nacht geregnet hat, haben die Tiere keinen Grund, so eine Wasserstelle aufzusuchen. Ja, es ist kein Zoo, das ist Natur in echt.
Ach ja, eigentlich habe ich für heute keine Buchung für Nossob, aber die Leute von der Verwaltung hier buchen meine Buchung um und ich darf gerne hier bleiben. Die sind wirklich alle supernett und hilfsbereit. DANKE.

Aufmerksamer Schakal
Stolzer Strass mit Nachwuchs
Meine Freunde beim Beobachten. Auch Jan Hendrik (Mitte) ist voll bei der Sache.
Vier Freunde, leider wurden die in der Nacht von einer Raubkatze gefressen.
Lijersdraai Wasserstelle
Gegenseitige Beobachtung (Agama agama aculeata)
Noch zwei Neugierige
Kollege fotografiert Raubvögel im Flug
Erdsteinschmätzer
Südafrikanische Freunde auf Bilderjagd
Löwenfamilie
Kleiner Löwe im Abendlicht
Früh übt sich
Immer ein Foto wert
Prächtiger Kalahari Löwe mit schwarzer Mähne im Gegenlicht auf der Strasse vor dem Fahrzeug von meinem Kollege. Kurz darauf steht er direkt unter meinem Fenster vom Sprinter.
Der 3D Autofokus der D800 ist gar nicht so schlecht. Erfasst den Raubvogel trotz den Ästen.
Ohrengeier bei der Landung. Immer ein Spektakel
Raubvogel trocknet seine Flügel und lässt mich nicht aus den Augen
Südafrikanische Kuhantilope
Gepard beim Beschleunigen
Geparde auf der Jagd
Die Augen von Eulen sind unglaublich
Wenn der junge Gaukler gross ist, ist er von den Farben nicht wieder zu erkennen
Falke auf der Jagd
Falke auf der Jagd
Landung
TBD
Der Wirbelwind zieht den Sand in die Höhe
Nicht viel übrig
Spektakuläre Farben kurz vor dem Regen
Raubvogel mit Fang