Kgalagadi-Nationalpark, zweiter Besuch 2026

Der zweite Besuch in diesem Jahr – zwei Wochen voller Spannung und Sichtungen. Da es diesmal «nur» zwei Wochen sind, bleibt es bei einem Blog. Der Text ist eher kurz geraten, da ich viel Zeit auf den Gamedrives brauchte. Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen und Betrachten der Bilder.

9.8.2026 Sonntag, Rooiputs, Kgalagadi NP
Kaum im Park sichten wir schon eine Löwin. Wir befahren die Lower Dune Road, die in erbärmlichem Zustand ist, um zum Auob River zu kommen. Dann zurück zum Rooiputs-Camp, das in Botswana liegt. Wir starten die Starlink-Antenne, die sofort funktioniert. Mal sehen, wie lange das gut geht.

10.8.2026 Montag, Rooiputs – Twee Rivieren, Kgalagadi NP
Durch die Übernachtung in Rooiputs haben wir einen 30-minütigen Vorsprung auf die Leute von Twee Rivieren für die Fahrt nach Kij-Kij, wo wir von einer Löwengruppe von 7 Tieren überrascht werden. Ein erwachsenes Löwenpaar und 5 Halbwüchsige, die sehr neugierig unser Fahrzeug beschnuppern. Lange Zeit bleibt für Bilder und Beobachtung, bis sie dann Richtung «Lower Dune Road» in den Dünen verschwinden. Ein weiteres Fahrzeug fällt auf mit der Aufschrift «Lion Research», so sprechen wir die beiden Damen gleich an. Es ist eines von 6 Teams, die gerade für drei Monate im Kgalagadi die Löwen beobachten. Das Resultat fliesst dann in eine Doktorarbeit ein. Wir fahren noch weiter bis zum «Melkvlei-Picknickplatz». Später sogar noch bis zum Dikbaardskolk-Picknickplatz, wo das Mittagessen fällig ist. Im Anschluss geht es zurück bis Twee Rivieren, wo ich noch die Buchungen für Polentswa organisieren will. Das Ganze ist eine zähe Angelegenheit. Abendessen dann im nahen Restaurant, wo wir die beiden Damen sowie die angehende Doktorin vom Team «Lion Research» antreffen. Danke für die interessante Unterhaltung und viel Erfolg bei der Doktorarbeit.

11.8.2026 Dienstag, Twee Rivieren – Mata-Mata, Kgalagadi NP
Frühmorgens los und gleich zum Samevloeiing-Wasserloch. Der Name Samevloeiing stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt «Zusammenfluss» oder «Konfluenz». Das ist, weil hier der Auob und der Nossob zusammenfliessen. Die Flüsse führen jedoch nur etwa alle 100 Jahre richtig Wasser. Eine Hyäne trollt in der Ferne am Wasserloch vorbei. So fahren wir weiter, erst die etwa 10 km über etliche Dünen. Hier ist es ganz wichtig, immer ganz links zu fahren. Warum? Wenn man über den Dünenkamm kommt, sieht man erst im letzten Moment, ob ein Fahrzeug entgegenkommt. Dann geht es runter zum trockenen Auob-Flussbett. Wir kommen am Wasserloch «Hou Moed» vorbei. Der Name Houmoed (Afrikaans für «Haltet Mut» oder «Zufriedenheit/Geduld behalten») stammt daher, dass das Bohren des dortigen Bohrlochs eine extreme Geduldsprobe war. Der sandige Boden stürzte beim Bohrversuch fast jedes Mal wieder ein. Dann geht rechts eine kurze Strasse die Anhöhe zu einem Aussichtsplatz hoch. Auf halber Höhe entdecke ich linker Hand einen Felsenbogen. Nun befahre ich den Park schon so oft, aber ich entdecke immer mal was Neues. Zurück zum Flussbett und weiter Richtung Norden. Es kommt das «Monroe-Wasserloch». Das Monro-Wasserloch (oft auch Monro geschrieben) im Kgalagadi-Transfrontier-Nationalpark ist nach einem Polizisten benannt. Dieser wurde von deutschen Angreifern erschossen. Dann das «Kamfersboom-Wasserloch». Kamfersboom geht auf einen Mann namens Kamfer zurück, der dort einst ein Bohrloch (eine Wasserstelle) betreut und instand gehalten hat. Dann auch noch das «Auchterlonie-Wasserloch». Der Name geht auf den schottischen Landvermesser Rodger Jackson zurück, der 1914 im Auftrag der Unionsregierung Wasserstellen und Farmen im Auob-Flussbett vermass. Er benannte einige Orte und Wasserlöcher nach seiner schottischen Heimat oder schottischen Begriffen. Dann gleich danach die Anhöhe hoch zum Auchterlonie-Picknickplatz. Nach einer kurzen Pause, die ich zum Buchen für die Nationalpark-Camps 2027 nutze, fahren wir weiter. Beim «Gamsbockplein-Wasserloch» geht es erneut hoch auf der rechten Seite zu einem Aussichtspunkt. Hier steht eine Gedenktafel, die an Prov. F.C. Eloff, 28.3.1981, erinnert. Er war 42 Jahre lang an der Universität von Pretoria tätig und leitete dort über drei Jahrzehnte die zoologische Fakultät. Seine Forschungsschwerpunkte lagen vor allem auf den Ökosystemen der Kalahari. Das spezifische Datum – der 28. März 1981 – markiert ein feierliches Jubiläum oder die Einweihung einer Stätte unter seiner Schirmherrschaft in Südafrika. Zu dieser Zeit war Eloff auf dem Höhepunkt seiner Karriere als Universitätsdekan und Sportadministrator. Gedenktafeln dieser Art wurden in Südafrika typischerweise bei folgenden Anlässen enthüllt: der Einweihung eines neuen Forschungsgebäudes oder Naturreservats (oft in Zusammenarbeit mit dem National Parks Board, in dem er aktiv war) und der Benennung oder Eröffnung einer Sportstätte oder eines Parkareals (wie dem nach ihm benannten Frik-Eloff-Park in Pretoria).
Nun passieren wir noch die Wasserlöcher «Batulama» (der Name bedeutet übersetzt so viel wie «sich gegenseitig anstossen» oder «einander stossen»), «Montrose» (der Name geht auf den schottischen Landvermesser Rodger Jackson zurück. Er benannte viele Wasserstellen nach seiner schottischen Heimat, als er das Gebiet im Jahr 1914 vermass), «Rooibrak» (der Name setzt sich aus den Wörtern «rooi» (rot) und «brak» (salzig oder brackig) zusammen) und erreichen den «Kamqua-Picknickplatz» (der Name stammt aus der Khoekhoen-Sprache und bedeutet «grünes Loch» oder grüne Senke/Grube). Nach dem Mittag geht es weiter an den Wasserlöchern Urikaruus (der Name stammt aus einer Sprache der Khoisan (ursprünglich der Khoekhoe oder der San) und bezieht sich auf einen traditionellen geografischen Platz beziehungsweise ein historisches Wasserloch am trockenen Flussbett des Auob-Flusses), Dertiende Boorgat (der Name (Afrikaans für «13. Bohrloch») leitet sich schlicht von der Reihung der dort im Flussbett angelegten Bohrlöcher ab. Ursprünglich hiess der Ort Grootskrij (das heutige Veertiende Boorgat bzw. der 14. Brunnen hiess Kleinskrij). Dieser Name ging auf eine Warnung zurück, da das Trinken des Wassers in Verbindung mit dem Verzehr von Tsammen-Melonen bei Rindern zu starkem Durchfall führte (skrij im alten Afrikaans)), Veertiende Boorgat (der Name bezeichnet das 14. Bohrloch in einer Reihe von Brunnen), Dalkeith (der Name stammt von dem schottischen Vermesser Rodger Jackson. Er wurde im Jahr 1914 von der Regierung beauftragt, Farmen in dem Gebiet zu vermessen), Craig Lockhart (der Name geht auf Rodger Jackson zurück) und Sitzas (der Name stammt aus der Sprache der Khoekhoen (Nama/Damara) und bedeutet übersetzt so viel wie «Wasser mit einem schlechten, bitteren oder brackigen Geschmack») vorbei – und schon sind wir in Mata-Mata, wo der Empfang sehr herzlich ist. Man kennt sich schliesslich.

12.8.2026 Mittwoch, Mata-Mata – Nossob, Kgalagadi NP
Um 7 Uhr ist es minus 1,5 Grad, und wir haben etwas über 150 Kilometer vor uns. Den ersten Teil fahren wir flott, um nach dem Kamqua-Wasserloch nach einem Leoparden zu sehen, der sich leider nicht zeigen will. Etwas gefrustet fahren wir nun die obere Dünenpiste, um nach Nossob zu kommen. Die Piste geht hoch und runter wie auf einer Achterbahn. Gut, ich war noch nie auf einer Achterbahn, aber ich stelle es mir in etwa so vor. Jeden Dünenkamm befahre ich möglichst links. Beim ersten Besuch dieses Jahr vor ein paar Monaten stand plötzlich ein Turi-Fahrzeug direkt vor mir, und das war nicht lustig. Wir passieren die Wasserlöcher «Vaalpan» und «Moravet», dann wuselt etwas mitten in der Piste – ein Honigdachs. Leider ist es nur eine kurze Zeit, die zum Beobachten bleibt, und so fahren wir weiter am Eland-Wasserloch vorbei. Dann die Sichtung des Tages: Neun Löwen, also eine ordentliche Gruppe, können wir hier einige Zeit beobachten und fotografieren. Der Tag ist gerettet. Nun aber gleich zum Dikbaardskolk-Picknickplatz, um die Mittagspause zu verbringen und – ganz wichtig – Buchungen für das Jahr 2027 im Kruger und Kgalagadi zu organisieren. Nach der Pause geht es dann an den Wasserlöchern «Dikbaardskolk», «Cheleka», «Kasparsdraai», «Marie se draai» und «Rooikop» vorbei, und wir stehen vor dem Gate zum Nossob-Camp. Auch hier eine freundliche Begrüssung an der Rezeption. Ich werde sofort erkannt und wie immer nett bedient. Diesmal bekomme ich den Schlüssel Nummer 1 für den privaten Platz. Noch schnell einiges einkaufen im nahen Shop sowie Brot bestellen für morgen früh, und schon geht es aus dem Nordgate raus Richtung Norden, erst am «Cubitje-Wasserloch» vorbei und dann zum «Kwang»-Wasserloch, wo wir länger stehen. Nach einiger Zeit traut sich eine Riesentrappe an das Wasserloch. Später auch noch ein Gnu. Ansonsten ist es verdächtig ruhig hier, bis die Alarmanlage von einem Ford, der hinter uns steht, losgeht – Künstlerpech. Der Rest des Tages ist Routine.
Und dann treffen wir auf dem Campingplatz tatsächlich liebe Freunde sowie fleissige Blogleser aus Kapstadt, die ich letztes Jahr in Polentswa kennenlernen durfte. Die Welt ist klein.

13.8.2026 Donnerstag, Nossob, Kgalagadi NP
6:40 Uhr – wie immer hier um diese Jahreszeit hoch mit den müden Knochen, und dann gleich zur Rezeption, wo wir das Permit für den heutigen Gamedrive bekommen. Da die Piste nach Süden noch besser ist als die nach Norden, fällt der Entscheid für Süden. Erst noch 60 Liter Diesel nachfüllen sowie das bestellte Brot abholen, und los geht es. Heute will ich nicht weit fahren, sondern vor allem an Wasserlöchern oder anderen interessanten Orten stehen. So der Plan. Also das erste Wasserloch passieren wir noch und fahren bis zum zweiten. Hier frühstücken? Nein, ich möchte etwas zurück zu den vielen Springböcken, dann läuft was. Wir positionieren uns, und die Springböcke laufen langsam von uns weg. Zwei aus der Gruppe jedoch laufen im rechten Winkel das Nossob-Flussbett hoch und fangen dann an zu kämpfen. Ein guter Platz fürs Frühstück. Das Brot ist lecker, der südafrikanische Kakao mehr süss als Kakao, aber die Aussicht ist unbezahlbar. Ein Fahrzeug kommt zu uns – es sind Freunde, die ich im Kruger vor Wochen getroffen habe. Wir tauschen einige Informationen aus, dann fahren sie weiter. Unser Frühstück ist durch, und wir folgen in grossem Abstand. Dann setzt das Fahrzeug zurück. Was haben die wohl gesehen? Wir treffen uns, und so sehen auch wir rechter Seite in grossem Abstand eine Löwin mit vier noch ganz kleinen Jungtieren auf direktem Kurs zu uns. Nun heisst es abwarten und beobachten. Welcher Kurs? Welches Ziel? Sie kommen immer näher, und wir stehen sehr gut. Vor uns quert die ganze Gruppe die Piste. Die seitlichen Sandhaufen sind fast zu viel für die kleinen Racker. Gleich nach der Querung findet die Löwin mit den Jungtieren Schutz unter einem toten Baum im Busch. Hier ist eine Rast eingeplant, wo die kleinen Muttermilch bekommen. Wir warten geduldig.

14.8.2026 Freitag, Nossob, Kgalagadi NP
Heute steht ein Ausflug Richtung Süden bis zum Picknickplatz auf der Liste. Ich kann mich kurz halten. Es war wirklich wenig los. Mehr kann ich dazu leider nicht schreiben.

15.8.2026 Samstag, Nossob, Kgalagadi NP
Heute ist ein Ausflug erst nach Norden auf dem Plan. Kaum aus dem Gate, schon kommt uns drüben im Flussbett ein stattlicher Löwe entgegen. Nach kurzer Überlegung ist klar: Der könnte zur Nossob-Wasserstelle laufen. So wende ich das Fahrzeug und fahre zurück, um im örtlichen Beobachtungshäuschen auf den Löwen zu warten. Es hat sich schon eine grössere Menschenmenge angesammelt, und die Spannung ist gross. Weit in der Ferne ist der Löwe zu erkennen. Der Kurs ist nicht genau auf das Wasserloch, und mir wird bald klar: Das wird nichts. Und genau so ist es dann auch. Er zieht in einiger Entfernung vorbei – zu weit für vernünftige Bilder. Da wir nun nochmals in Nossob im Camp sind, laufe ich gleich ins Office, um noch etwas Administratives mit dem örtlichen Manager zu klären. Danach geht es dann nochmals raus Richtung Norden bis hoch zum Picknickplatz, wobei es leider keine Sichtungen mehr gibt. Also ein leider ruhiger Tag.

16.8.2026 Sonntag, Nossob – Polentswa, Kgalagadi NP (Botswana)
20 Minuten vor 7 Uhr klingelt der Wecker, und ich bin aufgeregt, geht es doch heute nach Polentswa, meinem liebsten Platz im Park. Tim war noch nie da und ist auch entsprechend aufgeregt. Abmelden im Office und ab durch das nördlich gelegene Gate immer nach Norden. Die Strecke ist etwa 60 Kilometer und tangiert einige Wasserlöcher. Leider ist die Fahrt nur landschaftlich ein Genuss, und Raubkatzen bleiben uns fern. Wir fahren in Polentswa gleich zum Wasserloch. Nicht viel los. Dann fahren wir also rein durch das Camp zur Lodge, wo mein guter Freund und Manager uns freundlich begrüsst. Das Dach vom grossen Gebäude ist nun repariert, und sogar der Besitzer der Anlage ist vor Ort. Ich verabschiede mich nach einer kurzen Besichtigung, und wir fahren nochmals zum Polentswa-Wasserloch, wo wir auf ein Fahrzeug treffen. Das wird wohl unser Nachbar für diese Nacht sein – und tatsächlich. Ein junger Mann aus Kapstadt, der in Österreich studiert. Lustigerweise das Gleiche wie Tim und sogar im gleichen Semester. So was von Zufall. Und zudem spricht er perfekt Deutsch. Er hat Buchungen für Rooiputs in den kommenden Tagen, wo wir uns dann gerne für zwei Nächte dazu stellen dürfen. Ich freue mich. Eigentlich haben wir den Overflow-Platz gebucht, doch einer der drei Plätze ist noch frei, und so stellen wir uns da hin. Ein Nachbar berichtet von einem Leoparden, der letzte Nacht am Platz war. Der Abend ist ruhig.

17.8.2026 Montag, Polentswa, Kgalagadi NP (Botswana)
In den frühen Morgenstunden vernehmen wir Löwengebrüll, und die Hoffnung, ein Tier zu sichten, steigt. Also auf zum Polentswa-Wasserloch. Nichts. Langsam fahren wir nördlich. Die Piste ist schlecht und dann immer mal teilweise ganz gut. So fahren wir immer mehr in den Norden, um dann kurz vor Mittag doch noch am «Union’s End» zu stehen. Wieder einmal trage ich mich in das Besucherbuch ein, und so fahren wir zurück bis zum nördlichsten Picknickplatz von Kgalagadi, wo eine Mittagsruhe ansteht. Langsam fahren wir danach zurück und dann auch noch den grossen Loop. Es ist nicht eine Raubkatze zu sehen. Ja, es ist halt kein Zoo. Kurz vor Torschluss fahren wir ins Camp und sehen: Der eine Platz ist immer noch frei. Also fahren wir erneut auf diesen und geniessen den Abend mit Alplermakronen, die richtig gut schmecken.

18.8.2026 Dienstag, Polentswa, Kgalagadi NP (Botswana)
Die Nacht war ruhig, oder ich habe es nicht gehört. Neben dem Fahrzeug mache ich Löwenspuren aus. Trotzdem um 7 Uhr hoch und bei etwa 7 Grad Aussentemperatur zum Polentswa-Wasserloch. Der Weg ist nur wenige Kilometer und führt am Grab von Hans Schwabe vorbei. Ich habe in einem früheren Blog darüber berichtet. Das Grab ist in einem besseren Zustand als noch im letzten Jahr. Die Kette beim Eingang in den Campbereich ist leider nicht mehr vorhanden, aber die Schilder sind klar und deutlich. Das Einfahren ohne Buchung ist untersagt. So habe ich die Tage noch kein Fahrzeug ausgemacht, das nicht rein durfte. Nach dem Gate queren wir den Ausläufer der grossen Polentswa-Pan, wo es immer viel sehr feinen Sand aufwirbelt. Heute ist sehr wenig Wind, und so bleibt der Sand sehr lange in der Luft stehen. So fahren wir nun die kleine Piste hoch zum Wasserloch, wo leider nichts los ist. So fahren wir weiter ohne nennenswerte Sichtung bis zum Lijardsdraai-Picknickplatz. Frühstück ist dann am Lijardsdraai-Wasserloch. Wir geniessen unser Müsli und sehen in der Ferne Staub aufwirbeln. Es stellt sich heraus, dass eine kräftige Zugmaschine wie ein Traktor mit Reifen, die nachgezogen werden, die Piste präpariert. Das ist super, so ist die Rückfahrt morgen nach Nossob ein Genuss. Wir fahren noch den kleinen Loop und stellen uns dann an das Polentswa-Wasserloch, wo gerade eine Gnu-Herde ankommt. Zwei Schakale versuchen auch noch ihr Glück, Tauben zu erlegen, was einem sogar gelingt. So werden wir hier sicher einige Zeit stehen, und ich nutze die Zeit, den Blog zu schreiben, da ich vier Tage im Rückstand bin. Auch die Datensicherung auf den Datenträger von Tim muss ich noch machen, da er die Daten der ersten 155 Tage mit in die Schweiz nimmt und sie dort dann auf das NAS sichert.

19.8.2026 Mittwoch, Polentswa – Rooiputs, Kgalagadi NP (Botswana)
Ein weiter Weg steht bevor, und doch fahren wir erst an das schöne Polentswa-Wasserloch, wo wir das Frühstück geniessen. Alles ist bereit für die erste Etappe, und ich will den Motor starten, da sehe ich im Rückspiegel auf der Beifahrerseite einen grossen männlichen Löwen. Das wird nun wirklich Zeit für eine Löwensichtung. Und nun erscheint auch auf der Fahrerseite ein männlicher Löwe. So sind nun zwei grosse Löwen an der Polentswa-Wasserstelle, und wir haben Zeit, sie beim Trinken zu beobachten und Bilder zu machen. Mehr als glücklich machen wir uns auf den Weg Richtung Süden. Das nächste Ziel ist erst mal Nossob. Auf halber Strecke zeigt sich nochmals ein Löwe. Dieser liegt müde im Gras. Ein Fahrzeug stoppt neben mir und fragt, ob ich Löwen gesehen habe. Ja, 4 Meter vor der Nase. Ist schon schön, wie gut man vom Sprinter aus sehen kann. Auf der Weiterfahrt kommt ein bekanntes Fahrzeug entgegen. Meine lieben Freunde, die ich 2025 in Polentswa kennenlernen durfte, verabschieden uns, da sie noch länger in Nossob stehen. In Nossob dann den Müll entsorgen und noch einige Vorräte bunkern. So geht es weiter bis zum ersten Picknickplatz, wo wir einen kleinen Halt machen. Dann weiter bis zum zweiten Picknickplatz, wo nochmals ein Halt ist. Nun aber los bis zum Wasserloch Kij-Kij, wo leider kein Löwe zu sehen ist. Dann halt runter bis zum heutigen Camp. Ich biege gerade ein in das Rooiputs-Camp, und da kommt auch schon unser neuer Freund aus Kapstadt entgegen. Zusammen fahren wir auf unseren Platz und haben uns den ganzen Abend viel zu erzählen. Danke, lieber Freund, wir bleiben in Verbindung.

20.8.2026 Donnerstag, Rooiputs – Twee Rivieren, Kgalagadi NP
Frühmorgens los und gleich bis hoch zum Wasserloch Kij-Kij. Leider keine Sichtung. Unser lieber Freund kommt auch noch kurz dazu und verabschiedet sich, denn er fährt nun nach Kapstadt. Wir warten noch einige Zeit und queren dann die Dünen Richtung Westen. Eine Fahrt dem Auob River nach Norden bringt leider immer noch keine Sichtung, dafür neue Freunde, mit denen wir länger sprechen. Sie sind aus Südafrika und jedes Jahr längere Zeit hier im Kgalagadi. Bei der Fahrt Richtung Twee Rivieren machen wir Halt bei Auchterlonie, wo eine Pause fällig ist. Und nun schreibe ich am Blog, damit du auf dem neusten Stand der Dinge bist. Heute ist übrigens der Heimflug von Team «Mister Mog». Guten Flug wünsche ich euch beiden. Nach der Pause geht es weiter südwärts. Nur noch wenige Kilometer, und die Piste biegt für 10 km vom Auob River weg. Etwa zwei Kilometer davor entdeckt Tim doch noch einen männlichen Löwen oben auf der Krete rechter Seite. Wir machen uns bereit, um Bilder zu machen, doch das Tier ist weit entfernt. Der Löwe steht tatsächlich auf und kommt langsam den Hang herunter und somit immer näher, bis er schliesslich wenige Meter vor unserem Fahrzeug die Piste quert. Er quert das Auob-Flussbett und steigt auf der anderen Seite den Hang hoch. Danach verschwindet er so schnell, wie er aufgetaucht ist. Kleines Gedankenspiel: Der Park ist in etwa so gross wie die Schweiz. Es sind zwei längere Strassen durch den Park, auf denen wir fahren. Quert nun ein Löwe eine Strasse, muss man genau in diesen paar Minuten an genau dieser Stelle sein. Dann noch gemütlich bis zum Camp und endlich wieder mal schön duschen. Danach Alplermakronen kochen und geniessen. Gute Nacht.

21.8.2026 Freitag, Twee Rivieren, Kgalagadi NP
Heute sind wir als zweites Fahrzeug durch das Gate auf dem Weg dem Nossob River entlang nach Norden. Ich fahre mit grossem Abstand und doch leider mitten in einer grossen, nicht enden wollenden Staubwolke, da aktuell noch kein Wind weht. Mein erst vor kurzem neu eingesetzter Luftfilter wird es danken. Die Fahrt zieht sich bis zum Kij-Kij-Wasserloch, und leider halten sich die Sichtungen in Grenzen. Ein Höhepunkt sind die vier Füchse, die ziemlich nahe am Rumtollen sind. Ansonsten ist alles wie immer, und wir erreichen den ersten Picknickplatz. Nach einer kurzen Pause geht es dann die untere Dünenstrasse rüber zum Auob River. Leider ist der Tag nicht der Beste betreffend Sichtungen. Zurück im Camp laufe ich kurz rüber zum Touristen-LKW, der eine Gruppe von Schweizer Studenten rumfährt. Per Zufall kenne ich eine der jungen Damen, die mit von der Partie ist. Neulich schrieb ich ihrer Mutter, die ich letztes Jahr im Kgalagadi getroffen habe, dass ich wieder hier im Park bin. Sie meinte dann, ihre Tochter sei auch im Park. Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht. So unterhalten wir uns über Nikon und weiteres und erfahren über ihren Rückflug. Nun kommt der zweite Zufall: Tim ist mit den gleichen Flugzeugen am gleichen Tag auf dem Weg nach Hause. Ich sage dazu gar nichts mehr.

22.8.2026 Samstag, Rooiputs, Kgalagadi NP (Botswana)
Der zweite Besuch im Kgalagadi geht dem Ende entgegen. Wir fahren als zweites Fahrzeug dem Nossob River entlang bis zum Wasserloch Kij-Kij. Da dann gleich die Düne hoch – und was sehen wir? Eine ganze Sippe von Löwen, die faul in der Sonne ruht. Sieben Tiere sehen wir – der Tag ist gerettet. Wir geniessen es, wobei nach und nach weitere Fahrzeuge dazukommen. Nach etwa einer Stunde fällt der Entschluss zur Rückfahrt ins Camp, wo gleich eine Waschmaschine gestartet wird. Die Wartezeit verbringen wir mit Packen, da Tim bald zurück in die Schweiz fliegen wird.

Begegnung auf der Piste
Augenkontakt
Löwin im Morgenlicht
Wenn es juckt. Beachte die Verletzung oberhalb der Brust
Die mögen sich
Junger Löwe
Junger Löwe
Gut gebrüllt
Huch, was will die von mir
Auch eine Löwin guckt manchmal etwas dümmlich
Der Herr ist dabei auch gut.
Und setzt noch einen drauf
Junger Löwe
Junger Löwe
Pistenquerung
Wir haben uns richtig lieb
«Lion research» bei der Arbeit
Nun kommt Bewegung in die Sache
Immer den Überblick wahren
Riesentrappe
Gnu am Wasserloch
TBD
Nun kommen auch noch die ganz Kleinen
He, wartet auf mich
Ein Pistenrand ist schon eine grosse Herausvorderung
Im Busch in Sicherheit
So schaut es nach einer guten Sichtung aus. Immer mal die Position ändern ist wichtig
Ein Gaukler im Anflug
Springböcke am Wasserloch lecken Salz
Und immer mal ein Kampf
Kunst am Wegesrand
Guten Appetit
Auch die kleinen Vögel sind interessant
Eine Eule ruht sich am Tag aus
Anflug
Junger Gaukler
Und hop, ein Schakal
Besuch ist immer gerne gesehen
Straussengruppe im Abendlicht
Strauss quert die Piste
Noch mehr Strausse
Springböcke in der Abendsonne
Diese Büsche sind im August besonders schön
Gnu am Wasserloch
Wer guckt mich hier so genau an?
Piste bei Polentswa
TBD
Gaukler
Schakal am Wasserloch
TBD
Sekretär genisst das Bad
Stattlicher Löwe am Wasserloch
Prüfender Blick
Was guckst du so?
Die mag ich besonders
Erdmänchen
Schwalbenschwanzspint
Schwalbenschwanzspint Abflug
Wunderbare duftende Blüten an den Büschen
Löwe steigt zum Flussufer runter
Erdmännchen bei der Arbeit
Ruhezeit bei den Löwen
Schlussbild für den zweiten Besuch im Kgalagadi 2026.

Vom Kruger NP zum Kgalagadi NP

Eines schon mal vorneweg: In einem Tag hier in Südafrika erlebt man so viele Dinge, es ist unglaublich. Dinge, die man sich kaum vorstellen kann. Hier mal ein kleines Beispiel: Wir stehen auf einem Campingplatz und sitzen gemütlich draussen. Nach einiger Zeit kommt ein Fahrzeug mit Trailer. Die Trailer hier sind unglaublich robuste Wohnanhänger, die nicht im Entferntesten einem europäischen Wohnwagen gleichen. Die Teile sind sehr geländegängig und robust, haben die gleiche Spurbreite wie das Zugfahrzeug und meist auch die gleiche Bereifung. Genauere Beschreibung später mal. Nun gut, wenn also so ein Südafrikaner auf den Platz fährt, kann man fast sicher sein, dass noch mindestens ein weiteres Fahrzeug ankommt – oft genau gleich ausgestattet, also gleiche Zugmaschine und gleicher Trailer. Ich sehe erst das Zugfahrzeug, ein Toyota Landcruiser V8, dann den Trailer, und hinter dem Trailer noch einen weiteren Anhänger. Oha, also zwei Anhänger. Auf dem zweiten Anhänger sind so weisse Zaunelemente gestapelt. Der ganze Hänger ist voll damit. Nun wird es spannend. Der Platz wird angefahren. Die Türen öffnen sich. Drei Dackel springen raus. Was nun? Als erstes wird mit den Elementen ein grosser Zaun, etwa 15×15 Meter, aufgestellt. Im «Gehege» werden dann die Trailer aufgebaut. So sind natürlich die Dackel absolut sicher. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen.

4.8.2026 Dienstag, Malelane, Kruger NP – Kaia Manzi
Die Fahrt von Malelane bis Kaia Manzi ist meist eine Autobahn, jedoch mit grossen Baustellen. Zudem steigt die Strasse von unter 300 Metern auf fast 2000 Meter über Meer an. Mittagspause haben wir bei Milly’s Padstal, einem netten Restaurant an einem Damm, wo wir vorzüglich essen. In Kaia Manzi dann ein privater Anlass. Danke, liebe Freunde. Ich bin immer sehr gerne bei euch.

5.8.2026 Mittwoch, Kaia Manzi – Roodeplaat
Am frühen Morgen liegt eine Eisschicht auf dem Fahrzeug. Knapp unter 0 Grad zeigt das Thermometer. Heute stehen Wartungsarbeiten auf dem Plan. So fahren wir mit dem Patienten (Iglhaut Sprinter) zu einem guten Freund, der uns seine Hilfe angeboten hat. Nach etwas über 70 km Fahrt und einer Suche nach der «Werkstatt» werden wir doch fündig. Die Werkstatt ist mitten auf einer «Wiese» zwischen vielen Fahrzeugen, die hier zum Ausschlachten stehen. Es geht zügig voran: Das Öl und alle Filter werden gewechselt. Dann ein kleiner Schock: Eine Gummimanschette der vorderen Antriebsachse ist gerissen und muss dringend erneuert werden. Ein Ersatzteil habe ich natürlich mit an Bord, doch so ein Austausch ist keine Kleinigkeit und braucht viel Zeit. Erst das Rad weg und den Bremssattel demontieren. Danach den Endanschlag vom Dreieckslenker demontieren, der auch erneuert werden muss. Auch den habe ich dabei, da es eine Eigenkonstruktion von mir ist, um das Fahrzeug stabiler im Gelände zu machen. Nun das Radlager und die Antriebsachse demontieren. Das Montieren der Manschette erfordert schon ein gewisses Wissen, was hier mehr als vorhanden ist. Nun alles zusammenbauen, und gut ist. Eventuell erinnerst du dich, dass meine Blinkerschaltung defekt ist und ich vor einigen Tagen das Ersatzteil aus Europa von meinem guten Freund bekommen habe. Das wird nun auch verbaut. Dazu muss das Steuerrad und weiteres demontiert werden. Nun wird noch alles am Fahrwerk geprüft. Keine weiteren Probleme. So fahren wir zu einem Platz, wo noch der Motor runtergewaschen wird. Er glänzt wie neu. Warum? Beim Ölfilter hat es Öl rausgedrückt. Ich vermute, das passiert immer, wenn das Öl am Ende ist und der Filter langsam verstopft. So steigt der Druck in der Kapsel und drückt so durch den Deckel. Wir fahren nun zu einem Ausrüstungsladen, weil ich noch einige Sachen brauche. Unser Top-Mechaniker besorgt in der Zwischenzeit noch das wichtige Ersatzteil für die Motorhaube. Das Gelenk ist durch und klappert dauernd. Alles funktioniert mehr als perfekt. Dann aber auf zum Camp. Das Erste ist leider eine Niete, und so fahren wir zum Zweiten. Die Zufahrt ist sehr abenteuerlich, und wir landen an einem Damm, wo etliche Fischer ihrem Hobby frönen. Wir platzieren uns zwischen zwei Bäumen und fallen müde ins Bett.

6.8.2026 Donnerstag, Roodeplaat – Rietspruitdam
Heute soll es durch Pretoria und am Rande von Johannesburg vorbeigehen. Mein Freund und Mechaniker hat mir noch eine Adresse gegeben, wo ich in Pretoria einen neuen DC-DC-Ladebooster von Victron bekomme. Der Besuch hat uns mehr als beeindruckt. So macht man Geschäfte: Gleich an der Türe eine persönliche Begrüssung mit Handschlag. Dann die Frage nach dem Wunsch. Das Teil ist in einer Minute hervorgezaubert. Ich bin baff. Nun brauche ich noch ein Datenkabel für VE.direct in 5 Meter Länge. Zack, hier ist es. Sonst noch ein Wunsch? Dann bezahlen und alles schön verpackt. DANKE. Nun weiter. Ich sehe, dass wir noch einiges an Zeit haben, und so besuchen wir die Sterkfontain-Höhle, wo «Little Foot» gefunden wurde. Ich bin ja vor einigen Wochen schon mal hier gewesen und kann mich somit auf weitere Details konzentrieren. Ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Der Führer, der uns durch die Höhle brachte, war auch immer für einen kleinen Spass zu haben. Am 6. September 1994 öffnete Clarke einen mit «Silberberg Grotto D 20» beschrifteten Karton, der u.a. eine Plastiktüte mit der Beschriftung «carnivore foot bones» (Fussknochen von Raubtieren) enthielt. Einen dieser bereits 1980 archivierten Fussknochen identifizierte Clarke sofort als hominin, und beim weiteren Durchstöbern der Sammlung stiess er auf drei weitere hominine Fussknochen, die im folgenden Jahr wissenschaftlich beschrieben wurden.
Wir geniessen noch das örtliche Restaurant und geniessen einen Weltklasse-Wrap. Es ist immer noch einiges an Zeit, und so fahren wir zum nahen Maropeng Museum, das ich ebenfalls vor einigen Wochen besucht habe. Auch das wollte ich Tim nicht vorenthalten, und wir haben eine Erfahrung mehr im Leben. Im Museum sind dieses Mal einige Schulklassen, die aber so richtig für Stimmung sorgen. In der einen Ausstellung ist symbolisch ein Feuer, und einige der Schüler tanzen gleich mit lautem Gesang darum herum. Es gibt Dinge, die kann man nicht kaufen. Cool ist auch eine Bootsfahrt durch die Zeit der Erdentstehung. Also, wenn du mal in der Gegend bist – du weisst Bescheid.
Nun aber auf zum Rietspruitdam. Diesen Ort mag ich auch ganz besonders. Wir bekommen einen schönen Platz am Ufer des Damms und stehen unter Trauerweiden. Schnell das Gelenk der Motorhaube austauschen und das Victron-Gerät installieren. Gute Nacht.

7.8.2026 Freitag, Rietspruitdam – Red Sands Country Lodge
Frühmorgens geht es los, sind es heute doch über 410 km. In Sannieshof gibt es ein nettes Café an der Strasse, das wir gerne aufsuchen. Wir werden gut bewirtet und geniessen es sehr. An der Kasse werde ich von der Besitzerin angesprochen, ob ich Englisch spreche. Ja. Sie habe mich letztes Jahr im Kgalagadi getroffen – und zwar bei einer schönen Löwensichtung. Leider war der Löwe krank, und ihre Enkelin bedauerte das sehr. Doch dann haben sie mein Fahrzeug mit dem Schweizerkreuz gesehen, und die kleine Enkelin war beruhigt, weil der «Krankenwagen» mit dem Tierarzt nun dem Löwen helfen werde. Ich finde das eine so schöne Geschichte. Du auch?
Die Fahrt ist mehrheitlich etwas ruppig, da die Strasse nicht super flach ist. Wir kommen gut in der Red Sands Country Lodge an und geniessen den Rest des Tages. Und ich muss den letzten Blog vom Kruger raushauen, damit du was zum Lesen hast. Der Platz ist übrigens sehr gut besucht. Das Abendessen ist traditionell hier im guten Restaurant.

8.8.2026 Samstag, Red Sands Country Lodge – Upington Monate Campground
Früh auf und gleich los. Erst passieren wir eine gigantische Mangan- und Erzmine. Die Mine ist über die Sishen-Saldanha-Eisenbahn erschlossen. 1989 fand die Rekordfahrt eines Zuges aus neun E-Loks, sieben Diesellokomotiven und 660 beladenen Wagen statt. Der Zug war 7303 Meter lang und wog 71.210 Tonnen. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug rund 38 km/h. Bis 2008 wurden 600 Millionen Tonnen Erz transportiert. 2010 entgleiste das dritte und letzte Segment eines Zuges: 107 mit Eisenerz beladene Wagen sprangen aus den Schienen, drei Lokomotiven wurden zerstört. Bei einem ähnlichen Unfall im selben Jahr war ein unbesetzter Zug entgleist, weil die Funkverbindung zu einigen der Lokomotiven abgerissen war. Die Strecke ist die einzige mit 50 kV/50 Hz elektrifizierte Bahnstrecke der Welt. Neben ihr existieren in Nordamerika vier weitere Strecken, die mit 50 kV/60 Hz elektrifiziert wurden. Es handelt sich dabei wie bei der Black Mesa and Lake Powell Railroad (BM&LP) um isolierte Industriebahnen ohne Verbindung zum übrigen Streckennetz. Der 1983 eröffnete Betrieb auf der Tumbler Ridge Subdivision der British Columbia Railway in Kanada wurde im Jahr 2000 wieder eingestellt. Die Fahrt bis nach Upington zieht sich, sind es doch über 300 km. In Upington dann gleich ein Besuch bei der First National Bank von Südafrika. Ein netter Empfang, wie sich das gehört, sowie eine speditive Bedienung. Alles ist schnell erledigt und alle offenen Fragen beantwortet. Ich habe offiziell einen Wohnsitz in Südafrika und nun auch eine südafrikanische VISA-Karte, was vieles einfacher macht. Auf zum nächsten Punkt, der erledigt sein muss: Essen bei Spur. Dann gleich zu Vodacom, da etwas in meiner App verklemmt ist. Auch das ist erledigt. Nun einkaufen für die nächsten zwei Wochen. Nun noch Diesel bunkern und ein Sauerteigbrot kaufen. Nun ab auf den Monate-Campingplatz, den ich sehr gerne anfahre. Administration ist angesagt.

9.8.2026 Sonntag, Upington Monate Campground – Kgalagadi NP
Da wir nun ein ganzes Stück westlicher sind als der Kruger NP, wird es auch eine gute Stunde später hell. Daran muss man sich erst mal gewöhnen. Somit geht es los, wie die Sonne gerade so das erste Licht gibt, und die Fahrt ist rasant immer in Richtung Norden. Fast 250 km sind es bis zum Gate vom Kgalagadi. Auf einmal sehen wir in der Ferne einen riesigen Springbrunnen – da ist tatsächlich eine Druckleitung geplatzt, und das Wasser schiesst weit in den Himmel. Beim Gate geht es erst zur administrativen Abteilung von Botswana, da ich einige Buchungen habe. Leider ist der gesuchte Mann nicht vor Ort, und so müssen wir das morgen weiter besprechen. Für heute bekommen wir schon mal einen Platz in Rooiputs. Ich liebe diesen Platz. Dann noch zur südafrikanischen Seite, wo ich alle Buchungen regulär habe, und somit geht es ruckzuck. Noch schnell das Fahrzeug vorbereiten: Durchgang zum Wohnraum öffnen, Kamerasysteme noch vorne und Reifendruck massiv reduzieren. Dann durch das Gate. Der nette Herr am Gate kennt mich mittlerweile mehr als gut und freut sich, mich zu sehen. Die erste Runde im Park ist ganz nett, sichten wir doch schon zwei Löwen, Oryx, Springbock, Gnus, Kuhantilopen, Sekretärvögel, Erdhörnchen, Riesentrappen und vieles mehr. Gegen Abend fahren wir auf den Platz von Rooiputs und verarbeiten das Erlebte.

Mal was für meine Leser und Freunde der Landwirtschaft
Als Palme werden in Südafrika die Funkantennen «getarnt»
Abnormal bedeutet grosse LKW
Hier wird viel mit Handarbeit gemacht
Nette Bemalung
Vor jeder Baustelle winkt eine Person um den Verkehr zu warnen. Alles Handarbeit
Die Wasserläufe neben den Fahrbahnen werden von Hand gemacht
Wasserlauf ist bereit für den Beton
Grossbaustelle
Und manchmal kracht was
Holzverarbeitung
Traktor in gross
Minenfahrzeug
Abendstimmung am Dam nördlich von Pretoria
Mitten durch Pretoria
Sicht auf die Stadt
Sicht auf die Stadt
Fledermaus in der Höhle
Unser Guide durch die Höhle
Der spontane Tanz um das Feuer. Nichts hat sich geändert. 😉
Stadtbild
LKW durchfährt ein gigantisches Feld
Ampel ist auch Handarbeit
Alles ist gross
Und immer Handarbeit
Woher und wohin?
Mit voller Breite durch die Stadt
Ui, viele Tafeln
Stadtbild
Stadtbild
Unser Wecker beim Red Sands
Minengeräte
Riesige Anlagen bei der Erzmine
Schaufelradbager
Unfreiwilliger Springbrunnen
Setup für die Fotografie für dich hier im Blog
Neues Öl braucht die Maschine
Alles muss weg damit die Gummimanschette gewechselt werden kann
Zwischenstand
Zwischenstand
Antriebswelle und Lager
Die neue Manschette ist montiert
Alles schön zusammen bauen
Schaltereinheit wird ausgetauscht
Ordentliche Victron Installation in Johannesburg

Kruger NP Teil 8 2026

Da ich aktuell mit meinem Sohn Tim unterwegs bin, ist der Blog eher kurz gehalten und es hat länger gedauert. Dies ist der letzte Kruger-Blog für den ersten Besuch im Jahr 2026.

20.7.2026 Montag, Maroela, Kruger NP
Die Nacht war kalt, und es geht Punkt 6 Uhr los. Erst auf der H7, wo wir bald einem grossen männlichen Löwen auf der Strasse begegnen. Wir entschliessen uns, erst die S106 und dann die S140 zu befahren. Später dann der Versuch, auf der S36 nach Norden zu folgen – was nach fast 20 km beim Muzandzeni Schluss ist, und wir müssen wenden. Also die S36 weiter bis zu einem guten Platz, den ich von früher kenne. Ein mächtiger Baum spendet Schatten. Es ist 10 Uhr, und so werden wir hier einige Zeit abwarten. Ich bin am Blog schreiben, der die letzte Zeit zu kurz gekommen ist. Ich sitze also im «Büro», und Tim sichtet in der Zwischenzeit eine Hyäne, die sich ein Bad gönnt.

21.7.2026 Dienstag, Maroela – Shingwedzi, Kruger NP
Der Morgen wird mit zwei Löwensichtungen gefeiert. Frühstück an einem netten Platz, und danach ist viel Fahren angesagt. Etwas um die 250 km sind es für heute. Die Landschaft ändert sich, und wir fahren durch etwas monotone Mopane-Wälder. Das Beste für heute ist das Mooiplaas-Wasserloch, wo wie fast immer sehr viele Tiere zu sehen sind. Heute speziell viele Elefanten. Mittagessen ist beim Mooiplaas-Picknickplatz fällig. Im nahen Flussbett liegt ein totes, etwas angefressenes Flusspferd. Später dann besuchen wir den Shipandani-Birdhide, wo ich vor einiger Zeit die Schildkröte auf einem Flusspferd fotografiert habe. Und siehe da, die Schildkröte hat den Platz erneut eingenommen. Die beiden scheinen beste Freunde zu sein. Nun besuchen wir noch die Gegend um Redrock, die mir sehr gefällt. Ankunft im Camp und erst einchecken. Dann einen netten Platz ergattern und Abendessen vorbereiten. Alplermakronen mit Apfelmus. Einfach immer ein Hit.

22.7.2026 Mittwoch, Shingwedzi, Kruger NP
Der Morgen begrüsst uns mit dickem Nebel. Trotzdem fahren wir los, erst gegen Norden etwas in die S56 rein. Schnell wird klar, das wird nicht besser. So gut wie keine Sichtung. Also umdrehen und etwas die S50 rein. Nicht weit, und wir halten am Fluss. Ich nutze die Zeit und räume zwei Schubladen und die Werkzeugkiste. Ich suche zusammen, was Tim später dann mit nach Hause nehmen kann, da es hier zu viel davon hat oder nicht verwendet wird. Ein Beispiel ist der Nikon-Blitz. Schon ist Mittag, und es wird der Rest vom letzten Abendessen serviert. Kurz nach Mittag der Entschluss: Rückfahrt zum Camp. Leider ist hier das GSM-Signal extrem instabil und schwach. Ich nutze die Zeit, um ein Hochleistungsrelais zur Steuerung des Victron-DC/DC-Wandlers, auch Ladebooster genannt, zu verbauen. Das wollte ich schon lange machen, und nun ist es erledigt. Ein Blick in die Kiste mit den Ölkannen zeigt mir, eine der Kannen muss ein Leck haben. Zum Glück lagere ich sie in einer Kunststoffkiste. Also alles raus und reinigen. Jaja, so vergeht der Tag auch.

23.7.2026 Donnerstag, Shingwedzi – Punda Maria, Kruger NP
Morgen um 6 Uhr verlassen wir das Camp durch das Ostgate und befahren die S135, um auf die H1-7 zu gelangen. Kurz danach geht es auf die S56, immer dem fast trockenen Mphongolo entlang. Bis jetzt ist nicht viel mit Tieren, und bald gönnen wir uns unser Frühstück. Bei der Weiterfahrt dann eine erste interessante Sichtung: Ein Büffel liegt tot im stehenden Wasser, und viele Geier sind dazu versammelt. Auf der Weiterfahrt dann noch eine Nyala-Antilopen-Sichtung, bevor wir zum Babalala-Picknickplatz kommen. Hier ist das Mittagessen fällig, und wir empfangen GSM, also Internet. Sehr gut, so verschieben wir den Flug von Tim auf etwas später. Mir bleibt ja nichts erspart. Nun weiter auf der H1-7 und Wechsel auf die S58, die wir ganz langsam befahren, weil es dicht buschig ist. Wir entdecken nochmals Nyala-Antilopen und dann auch noch Lesser-Kudu-Antilopen. Somit ein voller Erfolg hier im Norden. Ankunft in Punda Maria, wo wir gleich einchecken. Der Platz ist im Vergleich zu vor ein paar Wochen so gut wie leer.

24.7.2026 Freitag, Punda Maria, Kruger NP (Carnet de Passage-Wechsel)
Heute ist ein wichtiger Tag. Die Carnet-de-Passage-Ablösung steht an, und dazu muss ich die SADAC (Zollunion) verlassen. Also entweder nach Angola, Sambia, Simbabwe oder Mosambik – nur für einen kurzen Moment, damit die Dokumente gestempelt werden. Das neue Carnet de Passage erlaubt mir, mein Fahrzeug für weitere 12 Monate in der Zollunion, also auch Südafrika, zu fahren. Das hat nichts mit der Versicherung zu tun, es ist eine reine Zollangelegenheit. So fahren wir also etwas angespannt die H1-8 Richtung Norden und biegen in die S63 ein, um an das Pafuri Gate zu gelangen, das nach Mosambik führt. Vor genau 12 Monaten stand ich schon mal hier für die gleiche Prozedur. Der Empfang am Zoll ist sehr herzlich, und die Angelegenheiten sind schnell erledigt. Erleichtert fahren wir vom Zoll weg und biegen gleich in die Piste zum Crocks Corner ein. Darüber habe ich in einem älteren Blog schon geschrieben. Zwei Ranger sitzen bewaffnet zum Schutz hier, und beide bekommen diesmal je einen leckeren Apfel, den sie gerne annehmen. Wir schauen uns noch etwas um. Der Blick über den Limpopo-Fluss ist immer wieder schön. Er führt merklich mehr Wasser als noch vor einigen Wochen. Nochmals einen Blick auf das Dreiländereck, und es geht zurück zur H1-8. Von da fahren wir noch zum Pafuri-Picknickplatz und verweilen einige Zeit dort. Am Nachmittag befahren wir noch ein Teilstück der H1-9 und wenden dann. Zwischenhalt machen wir noch beim Klopperfontain-Damm, den ich auch schon beschrieben habe. Heute liegt ein grosses Krokodil direkt auf der Staumauer. Dann weiter nach Süden, um dann nochmals die S58 zu befahren. Im Anschluss geht es zurück zum Punda-Maria-Camp, wo wir den Rest des Tages geniessen.

25.7.2026 Samstag, Punda Maria, Kruger NP
Ruhetag – wir geniessen den Aufenthalt im Punda-Maria-Camp. Ich schreibe etwas am Blog und fange an, das Gerüst für die Nationalparkbeschreibung auf meiner Website zu erstellen.

26.7.2026 Sonntag, Punda Maria – Shingwedzi, Kruger NP
Auf der H13-1 ostwärts bis zur H1-7, die uns dann in den Süden bringt. Beim Babala-Picknickplatz biegen wir in die S56 ein. Landschaftlich ist diese ein Genuss, und auch an Tiersichtungen mangelt es nicht. Keine Raubtiere, aber Giraffen, Gnus, Zebras und vieles mehr ist zu sehen. Das letzte Stück fahren wir auf der H1-7 bis zum Camp, wo wir uns auch einen Besuch im Restaurant gönnen.

27.7.2026 Montag, Shingwedzi – Letaba, Kruger NP
Wir wollen nochmals die Runde zu den Redrock gönnen und werden gleich mit einer netten Löwensichtung belohnt: ein Muttertier mit zwei Halbwüchsigen. Die Runde ist immer schön zu fahren. Hier stehen riesige Bäume, was eher selten im Kruger ist. Dann auch noch eine super Honigdachs-Sichtung. So schön nahe und lange hatte ich so ein Tier noch nie vor der Linse. Natürlich müssen wir dann beim Mooiplaas-Picknickplatz halten, um zu sehen, wie weit das tote Flusspferd schon gefressen wurde. Noch ist fast alles da. Auf dem Platz sehen wir einen tollen umgebauten Geländewagen und kommen mit dem Besitzer ins Gespräch. Es stellt sich heraus, er ist auch der Besitzer der Umbaufirma. Gerne zeigt er uns das ganze Fahrzeug, und wir sind begeistert. Es unterscheidet sich merklich von den europäischen Umbauten, da die Anforderungen unterschiedlich sind. Kurz vor dem Letaba-Camp biegen wir in die S62 ein, um nach dem Zustand vom Engelhard-Damm zu sehen. Ein gutes Stück vom Damm ist einfach weg, und das Wasser kann ungehindert fliessen. Dann machen wir noch eine grosszügige Runde auf der gegenüberliegenden Seite mit der S47 am Letaba-Fluss entlang. Dort dürfen wir eine riesige Elefantenherde längere Zeit beobachten, wie der Fluss gequert wird und dann gegenüber der Hang bezwungen wird. Wechsel auf die S131 und dann in das stark beschädigte Camp. Das Hochwasser hat voll zugeschlagen, und es wird noch länger dauern, bis alles wieder in Ordnung ist. Es ist für dieses Jahr meine erste Übernachtung in Letaba, das vor wenigen Tagen geöffnet wurde.

28.7.2026 Dienstag, Letaba – Skukuza, Kruger NP
Nun muss es wieder besser werden mit den Tiersichtungen. Also gleich um 6 Uhr durch das Gate. Die S94 ist leider immer noch gesperrt, und so können wir erst etwas weiter im Süden über die H1-5 zum Letaba-Fluss fahren. Links nun die Abzweigung in die S46 Richtung Osten. Wir passieren die Einmündung von links der S94. Immer noch keine Sichtung. Dann die Verzweigung S44 oder S46. Die S46 könnte man 8 km bis zum Engelhard-Damm fahren und müsste dann zurück. Also rechts auf die S44, immer dem Fluss entlang. Nicht weit, und es kommen uns 5 Wildhunde entgegen gelaufen. Wie immer sind sie am Morgen sehr lebhaft, und es ist ein Genuss, den Tieren zuzuschauen. Ich wende, und wir folgen den Tieren fast 1,5 km, bis sie dann links im Busch verschwinden. Das nenne ich einen gelungenen Auftakt in den Tag. Ich wende und fahre erneut Richtung Süden. Wir sehen noch eine jüngere Hyäne und verlassen die Flussnähe. Darauf geniessen wir das Frühstück an Ufernähe. Es geht rüber an den Olifants River, genauer gesagt an den Aussichtspunkt hoch über dem Fluss. Zeit, die Heizung im Motorraum abzustellen. Weiter am Olifants-Camp vorbei und auf die S92 bis zur Teerstrasse H1-5, wo dann die grosse Brücke über den Fluss führt. Nun heisst die Strasse H1-4. Kurz vor Satara ein grösseres Geknäuel von Fahrzeugen. Es sollen Löwen und ein Leopard gesichtet worden sein. Jeder meint, es kommt doch noch was ins Blickfeld, und so hält sich das Knäuel einige Zeit. Von hinten fährt ein Südafrikaner mit einem Trailer neben mir vorbei und steht nun mitten im Knäuel. Man muss dazu wissen: Wenn die mit einem Trailer unterwegs sind, wollen sie ankommen und nicht lange rum machen. Und genau so ist es hier: Das Fenster geht runter, und es gibt eine klare Ansage. Es dauert noch so einige Zeit, und es fallen von verschiedenen Seiten Freundlichkeiten, wobei wir uns dabei köstlich amüsieren. So, nun aber auf nach Satara, die Pizza wartet. En Guete. Es geht nun auf der H1-3 weiter, immer noch Richtung Süden, und natürlich muss ich die kleine Runde S35 und S32 fahren. Ein Halt beim Orpen-Damm ist immer sehr schön. Ich geniesse den Blick von weit oben über das Wasser, in dem sich die Flusspferde tummeln. Dann die H1-2 noch bis Skukuza, wo wir nach dem Check-in gleich den Lebensmittelladen ansteuern. Wir brauchen frische Milch für das Frühstück. Das Camp ist proppevoll, und es fällt nicht leicht, einen Platz um diese Zeit zu finden. Gute Nacht.

29.7.2026 Mittwoch, Skukuza, Kruger NP
Heute ist eine Runde angesagt, da wir am Abend am gleichen Camp sind. Also erst mal die H4-1 bis zur Brücke. Auf dem Weg schön frühstücken und dann sehen, ob die S30 schon offen ist. Leider nicht, und so fällt der Entschluss, weiter auf der H4-1 zu fahren. Kurz darauf sichten wir einen Leoparden. Verraten wurde er durch die aufgescheuchten Impalas. Es ist nicht die beste Sichtung, aber immer toll, so ein Tier zu sehen. Dann weiter bis zur Abzweigung in die S21. Ich weiss vom letzten Mal vor einigen Wochen, dass die Piste in schlechtem Zustand ist, doch es ist leider noch schlimmer geworden. Bei N’watimhiri ist dann Mittagszeit. Wechsel auf die S112 und dann auf die H3, die wir nach Norden fahren. Kurz vor dem Camp biegen wir auf die H11, um noch zum Panik-See zu fahren. Da ist ein netter Birdhide, und diesmal sind viele Flusspferde ganz nahe zu beobachten. Man denkt immer, die haben ein relaxtes, friedliches Leben, doch die haben manchmal richtig Stress untereinander, und dann geht so richtig die Post ab. Danach zurück zum Camp, wo wir einen netten Platz am Zaun finden. Ich habe einiges am Fahrzeug zu machen, und so nutze ich die Zeit. Auch das Bildmaterial muss dringend von den Kameras auf den Computer sowie eine Auswahl für den Blog getroffen werden. Alles nimmt recht viel Zeit in Anspruch. Noch wird der Blog nicht fertig. Mal sehen, ob es morgen klappt. Ich sitze so im Sprinter, und wir bekommen Besuch: Meine guten Freunde von Kaia Manzi sind zufällig auf dem gleichen Platz und sogar gleich neben uns. Die Freude ist gross. Die Tochter wird am 1. August den Marathon hier im Kruger bestreiten. Wie bitte, Marathon im Kruger? Ja, jedes Jahr findet hier ein Halbmarathon statt. Ich muss mal sehen, ob ich noch einige Informationen dazu finde. Wir selbst sind dann nicht auf dem Camp hier und werden vermutlich nicht viel davon mitbekommen. Wir sind ja auch wegen den Tieren hier und nicht wegen so einem Anlass.

30.7.2026 Donnerstag, Skukuza – Lower Sabie, Kruger NP
Kaum losgefahren, sichten wir erst einen Leoparden und kurz darauf einen Löwen. Das fängt ja gut an. Der Rest des Tages ist dann eher ruhig. Den ersten grösseren Halt machen wir beim Picknickplatz Tshokwane, wo wir auch etwas essen. Danach eine kleine Runde und dann auf der H10 Richtung Süden. Die H10 fahre ich immer wieder sehr gerne, führt sie doch über einen Hügelzug, und man kann die Aussicht geniessen. Ich sehe, dass die S122 seit kurzem offen ist, und so ist der Weg klar. Wir passieren hunderte Zebras und machen einen kurzen Halt beim Mlondzi-Picknickplatz. Tolle Aussicht ist hier garantiert. Das Wetter ist übrigens nicht der Knaller und eher nahe am Regenwetter. Dann ist auch die S29 offen, die ich auch noch fahre. Wir entdecken einen toten Elefanten, an dem nicht mehr viel dran ist. In Lower Sabie dann noch ein Besuch beim Sunset Dam. Einchecken und ab zum Abendessen. Wie schon einige Male ist der Service nicht gut, und so gibt es auch kein Trinkgeld. Nun aber ab ins Bett, um für morgen bereit zu sein. Gute Nacht.

31.7.2026 Freitag, Lower Sabie – Berg en Dale, Kruger NP
Aus Zeitgründen heute keine Infos zur Tour.

1.8.2026 Samstag, Berg en Dale, Kruger NP
Es gibt den sogenannten Skukuza-Marathon-Club. Dieser veranstaltet jedes Jahr einen Halbmarathon hier im Kruger-Nationalpark. Mitglieder vom Club müssen ihren Wohnsitz im Kruger haben. Andere sind nicht zugelassen. Aktuell hat der Club 60 Mitglieder. Der Halbmarathon ist für etwa 2000 Läufer ausgelegt. Die Teilnahme wird verlost, da nicht mehr als 2000 Läufer zugelassen werden.
Tausend Athleten stellen sich am Start auf dem «Dorfplatz» auf und werden durch die Aufnahme eines Löwengebrülls ausgelöst. Das erste Mal wurde das Rennen am 5. August 1989 ausgeführt. Da die 21,1 km lange Strecke mitten durch das Gebiet der «Big Five» (Löwen, Leoparden, Elefanten etc.) führt, wird die Route vor dem Start von Rangern und einem Hubschrauber nach Wildtieren abgesucht und während des Rennens von bewaffneten Wildhütern bewacht. Von all dem bekommen wir nichts mit, da wir zum Glück bei einem entfernten Camp stehen. Aus Zeitgründen war es das für heute.

2.8.2026 Sonntag, Berg en Dale – Malelane, Kruger NP
Ich muss mich aus Zeitgründen kurz fassen. Heute haben wir die Big 5 gesichtet.

3.8.2026 Montag, Malelane, Kruger NP
Der letzte volle Tag hier im Kruger. Ich bin gespannt, was er uns bietet. Also wie immer früh raus und los. Das erste Ziel ist, so schnell wie möglich zur S118 zu fahren. Nein, nicht rasen. Im Park gelten 50 km/h auf Teerstrassen und 40 km/h auf Pisten, und das ist schnell genug. Gerade so zum Sonnenaufgang kommen wir an den Anfang der S118 und biegen ein. Wir fahren direkt in das Gebiet, wo wir gestern die Nashörner gesehen haben. Mein Ziel ist es, sie in der Morgensonne nochmals zu haben – und da stehen schon zwei. Nein, es sind drei: Ein kleines, sehr junges Nashorn ist erst hinter dem Muttertier und zeigt sich erst nach einer Weile. Wir haben die Tiere eine ganze Weile für uns alleine. Erst nach einiger Zeit kommt ein weiteres Fahrzeug, und das ist für die Nashörner schon zu viel. Also verdrücken sie sich im Busch. Schon kommt die Frage auf: Schaffen wir heute eventuell nochmals die Big 5 an einem Tag und das gleich in Folge? Also Nashorn, Leopard, Löwe, Büffel und Elefant. Mal sehen. Also ist das nächste Ziel die Leopardensichtung von gestern. Das ist eine grössere Distanz, und ich will nicht rasen. Schön die S114 hoch, die leider in erbärmlichem Zustand ist. Wir haben eine tolle Büffelsichtung. Zeit für Frühstück, heute mit Büffel-Gesellschaft. Dann kommen wir zur Furt, wo meist wunderbar Eisvögel zu beobachten sind. Für mich die beste Furt im Kruger-Nationalpark. Danach gleich abbiegen in die S23, wo nach 1,6 km der Leopard sein sollte. Ja, sollte. Fünf Minuten zu spät sind wir hier. Also kein Leopard. Wir suchen noch länger die Gegend ab mit der Hoffnung auf eine Sichtung, doch es wird nichts. Frust macht sich breit. Wir treffen einen Herrn aus England, der seit Jahren hierher kommt und das speziell für Leoparden. Wir freunden uns sehr schnell an und merken, dass wir am Abend auf dem gleichen Camp stehen. Er hat ein kleines Problem: Er hat so gut wie kein Benzin mehr und ist nicht sicher, ob er es zur Tankstelle schafft. Da fällt mir mein 5-Liter-Kanister ein, den ich zum Kochen mitführe. Der ist voll mit Benzin, und das kann ich gut entbehren, da ich ja mit Induktion koche. So bin ich etwa 5 kg los und mache damit einen lieben Menschen glücklich. Ich kenne eine Stelle, wo ich immer wieder Leoparden gesehen habe, und die ist gar nicht so weit. Also zurück auf die S114 und weiter Richtung Norden. Abbiegen auf die S112 – und schon haben wir einen Leoparden. Ja, ich kenne mich schon langsam ein wenig aus hier. So haben wir bis jetzt den Leoparden, Büffel, Nashorn und Elefanten. Es fehlt noch ein Löwe. Wir beschliessen, da es nicht mehr weit ist, hoch nach Skukuza zu fahren, um zu essen. Alles klar, auf nach Skukuza, und da bestellen wir zwei leckere Pizzas. Im Laden auch noch eine Milch, da ich keine mehr habe, und es geht los auf Löwenjagd. Tim wird immer aufgeregter und sieht die «Trophäe» schon davon schwimmen. Kurz vor dem Camp entscheiden wir uns, nochmals die S118 zu fahren. Da muss doch ein Löwe zu sehen sein. Wir sind noch gar nicht lange auf der S118, und was sehen wir? Ein Leopard. Das darf doch nicht wahr sein. Die machen sich immer rar, und nun haben wir noch eine Sichtung. Wir geniessen es, das Tier im Baum zu beobachten. Da hält ein Fahrzeug neben uns und fragt, wo wir den Löwen sehen. Wir sagen: Nein, wir sehen den Leoparden. Sie aber sehen einen Löwen. Moment? Wie bitte? Und tatsächlich. Die beiden Tiere haben etwa 100 Meter Abstand zueinander. Wir schaffen es, ein Bild zu machen, auf dem beide Tiere zu sehen sind. Nun sind also die Big 5 zum zweiten Mal in Folge an zwei Tagen vollständig. Die Freude ist gross, ist es doch ein würdiger Abgang nach 71 Tagen hier im Kruger-Nationalpark. Heute ist nicht alle Tage; ich komme wieder, keine Frage. (Zitat aus «Der rosarote Panther»).

Spinnennetz im Morgenlicht
Grautoko im Flug (Beachte den Oberen Schnabelteil)
Elefant mal ganz nahe. Seine Augen sind gleich gross wie die von Menschen. Die Wimpern dienen als Sonnenschutz.
Durch die Ohren sind die Elefanten gut zu unterscheiden.
Toter Baum
Löwe ganz früh am Morgen im Scheinwerferlicht von einem Fahrzeug
Wasserbock
Wasserbock
Wasserbock
Totes Flusspfern
Wenn der rücken juckt
An der Ladestation
Sehr junges Zebra
Eule
Landschaft im Kruger Nationalpark
Die Brücke ist nach dem Hochwasser weg.
Nyala (selten)
Nyala
Greater Kudu (selten)
Greater Kudu
Yellow-billed Stork
Krokodil auf der Dammauer
Kaktus in Baumform (Name?)
Kräuselhauben Perlhun (Bis jetzt nur im Punda Maria Camp gesichtet)
Burchellkuckuck
Weissstirnspint
TBD
Elefant (Grosses Tier) bei der Querung unserer Piste
Die drei Weisen Affen sind beschäftigt
Büffelweber
Zwei Junge Löwen (Leider zu wenig Licht für ein gutes Bild)
Gegend bei red rock
Honigdachs bei der Arbeit
Honigdachs mit einer Verletzung
Ein Teil vom Dam fehlt hier
Arbeiter montieren eine neue Marke vom letzten Hochwasser
Elefanten steigen den Hang hoch nachdem sie den Fluss gequert haben
Abendstimmung
Wildhund
Wildhund
Wildhund
Wildhund
Wildhund
Samenkapsel an einem Baum
Riesentrappe
Strauss in Eile
Rotgesicht Hornrabe
TBD
TBD
Flusspferd in action
Flusspferd
Wasserbock Jungtier
Hammerkopf auf der Lauer
Buschbock (selten)
Klimaaktivisten auf der Strasse. Leider nicht so selten
Leopard
Leopard
Buschbock (selten)
Junges Flusspferd
Flusspferd in action
Flusspferd in action
Flusspferd in action
Stress bei den Warzenschweinen
Leopard sehr früh am Morgen im Scheinwerferlicht von einem Fahrzeug
Junge Hyäne
Graurückendommel
Krokodil im Morgenlicht
Rotgesichtlöffler
Hyäne
Sehr junger Elefan
Zwei Löwen am frühen Morgen in schwachem Licht
Schlankmanguste
Breitmaulnashorn
Einer von 9 Löwen die gerade die Strasse queren
Zwei von 9 Löwen die gerade die Strasse queren
TBD
Mopanetoko (Seltener als der Rotringtoko)
Der Elefant prüft uns gerade durch schnuppern
Gut, er hat Vortritt
Leopard mit Klippspringer Kill
Leopard mit Klippspringer Kill
Graufischer
Galago (Buschbaby). Nachtaktiv
Sehr junges Breitmaulnashorn
Büffel genisst das Gras
Leopard
Leopard
Löwe Sarabi (König der Tiere)
Löwe Sarabi (König der Tiere)
Löwe Sarabi (König der Tiere)
Leopard auf dem Baum guckt zur Löwin Sarabi
Glücksfall. Sarabi, die Königin der Tiere und ein Leopard auf einem Bild (Schau genau)
Mein Setup für Tierfotografie (150-600mm und Z8 von Nikon). Spezialhalterung um Fahrzeug
Leopard
Elefant

Kruger NP Teil 7 2026

Der Blog ist mehr als überfällig. Durch den Besuch von Tim ist etwas Unregelmässigkeit eingetreten. Wir geniessen die Zeit, und nun kommt ein Blog mit vielem neuen Bildmaterial. Ich hoffe, er gefällt dir.

8.7.2026 Mittwoch, Pretoriuskop, Kruger NP

Morgen erst um 7 raus, da ich noch zur Rezeption muss. Da ist was mit den Buchungen krumm. Nun ist es gerade, und die Fahrt in die Natur kann starten. Heute fahre ich die H1-1 entlang bis zum Transport Dam mit der Hoffnung, beim Frühstück etwas zu sehen. Nun, das Frühstück ist gerade so vorbereitet, da werde ich in deutscher Sprache von einer Frau mit einem PW angesprochen. Sie arbeitet im SADAC als Leiterin für Safari. Wir haben sofort eine super spannende Unterhaltung, und ich erfahre viel, wie das alles läuft hier in Südafrika. Danke. So fahre ich dann bis nach Skukuza und mache dort kurz Halt. Dann weiter bis zu dem Büffel-Kill. Es stehen unglaublich viele Fahrzeuge da, und ich komme relativ schnell durch, drehe und fahre zurück, mit kurzem Halt auf der Höhe vom Büffel. Der Kopf und etwas Gerippe ist noch da. Der Geruch ist beissend, und der Kadaver ist voll mit Fliegen. Genau mein Ding. Auf der Höhe kurz vor Skukuza ist es kurz vor 15 Uhr, und ich telefoniere mit meinem Sohnemann. Nach einigen Minuten der spontane Entschluss: Er kommt mich besuchen hier im Kruger NP. Nun ist aber etwas Stress angesagt. So suche ich schnell eine Flugverbindung, die bis nach Skukuza reicht, und werde fündig. Die Buchung geht schnell, und so ist der Abflug heute noch um 22:30 mit Swiss ohne Zwischenhalt nach Johannesburg. Dann noch ein Hüpfer mit Airlink nach Skukuza. Morgen 14:30 soll er dann da sein. Vorbei mit der Ruhe. Tim packt noch alles, was er und ich so brauchen, und ist dann mit der SBB zum Flughafen unterwegs. Ich zurück ins Camp, wo ich noch schnell seine Wildcard erneuere. Ich freue mich auf morgen. Gute Nacht.

9.7.2026 Donnerstag, Pretoriuskop, Kruger NP

Tag der Ankunft. Heute ist ein freudiger Tag. So fahre ich früh morgens raus, erst bis zum Transport Dam. Dann weiter bis nach Skukuza, wo ich einige Dinge einkaufen will. Leider gibt es keine frische Milch, aber den Rest bekomme ich. Ich laufe noch einer Kollegin, die ich erst neulich kennenlernen durfte, über den Weg, und so geniessen wir ein Getränk im nahen Restaurant. Nun muss ich aber doch langsam los und fahre zur Tankstelle. Ich bin positiv überrascht, denn der Preis ist merklich gefallen. Ich brauche über 110 Liter, und da fällt der Preis schon ins Gewicht. So mache ich mich auf den Weg zum Flughafen. Dazu quere ich den Sabi River, kurz darauf links ab zum Internationalen Flughafen Skukuza. Ich bin beeindruckt. Alles schnuckelig klein und übersichtlich. Gerade startet eine kleine Maschine, ich muss mich noch etwas gedulden. Dann kommt die Maschine mit Tim elegant herein und dreht gleich ein, direkt vor der Empfangshalle. Es dauert nur wenige Minuten, und Tim steht vor mir. Noch vor wenigen Stunden haben wir telefoniert, und die Idee mit dem Besuch war geboren. Nun ist alles schon realisiert. Schnell das Gepäck in den Iglhaut und ab auf den ersten Gamedrive. Die ersten Sichtungen sind nicht ohne, und so fahren wir zufrieden zum Pretoriuskop Camp, wo Tim das Team Mistermog überrascht.

10.7.2026 Freitag, Pretoriuskop, Kruger NP

Um 6:00 geht es sofort los auf die erste grosse Fahrt im Kruger für Tim dieses Jahr. Wir haben das Ziel, den Transport Dam. Auf der Fahrt entdecken wir erst Hyänen und weiter ein ganzes Wildhund-Rudel. Das ist wirklich ein toller Start. Der heutige Blog wird kurz, da ich noch einiges erledigen muss.

11.7.2026 Samstag, Pretoriuskop – Berg en Dale, Kruger NP

Wir fahren die Teerstrasse Richtung Skukuza und sichten etliche Hyänenfamilien mit Nachwuchs. Dann biegen wir ab mit Ziel Malelane, was ausserhalb vom Park liegt. Ich habe einen Termin bei der Bank, der diesmal erfolgreich ist. Danach noch schön die Vorräte aufstocken und etwas essen. Gestärkt zurück in den Park, wo wir kurz vor der Abbiegung in die S118 ein Nashorn in grösserer Entfernung sehen. Dann die S118 hinein, wo noch ein Tier zu sehen ist, leider nur von hinten. Wir fahren bis zum Ende, wo wir einige Zeit an der Wasserstelle verweilen, um dann zurückzufahren. Wir nehmen noch den schönen Weg über den Steilberg und treffen dann im Berg en Dale Camp ein, wo das Team Mistermog schon steht. Sie hatten heute eine tolle Leoparden-Sichtung. Gemeinsam geniessen wir das Abendessen im nahen Restaurant.

12.7.2026 Sonntag, Berg en Dale – Pretoriuskop, Kruger NP

Erst die S110 bis zur H3, die uns in den Norden bringen soll. An der Strasse sehen wir einen schönen männlichen Löwen, der auch gerne die Strasse nutzt, um schneller voranzukommen. Dann geht es weiter bis zum Picknick-Platz Afsaal, wo ein Getränk mit einem Muffin gut tut. Ab hier dann die H2-2, die trotz des H-Namens auch eine Piste ist. Wir sehen eine Gedenktafel «Favorite Outspan», die auf das Jahr 1880 verweist. Der Name «Favorite Outspan» (auf Deutsch: bevorzugter Ausspannplatz) aus den 1880er-Jahren geht auf die historischen «Transport Riders» (Ochsengespann-Fahrer) zurück, die Güter zwischen Lydenburg und der Delagoa-Bucht (heute Maputo in Mosambik) transportierten. Der Begriff «Outspan» stammt vom Afrikaans-Begriff «Uitspan» ab. Es bezeichnete den Ort, an dem die Transportfahrer die Ochsen von den schweren Planwagen abspannten, um den Tieren eine Pause, Futter und Wasser zu gönnen. In dieser Zeit erlebte das Lowveld einen massiven Goldrausch. Da es noch keine Eisenbahnlinien gab, waren diese Ochsengespanne die einzige Lebensader für den Gütertransport durch das unwegsame, von Malaria und der Tsetsefliege geplagte Gebiet. Genau in dieser Gegend und Epoche spielt übrigens auch die berühmte südafrikanische Geschichte des Transportfahrers Percy FitzPatrick und seines Hundes. Unweit davon ist eine weitere Tafel, die auf den ersten Damm hinweist. Der erste erbaute Beton-Staudamm ist der Mitomeni-Damm (oft auch Ntomeni geschrieben). Er wurde in den Jahren 1931/1932 errichtet. Der Damm wurde von M. Roland Jones gebaut, dem damaligen Leiter des Pretoriuskop-Camps. Weiter treffen wir auf die Tafel, die an den Übernachtungsplatz von Thomas Hart erinnert. Der damals erst 22 Jahre alte Thomas Hart betrieb an diesem strategisch wichtigen Flussübergang (Drift) eine Raststation («Stationmaster»). Sie lag an der alten Voortrekker Road, die als wichtige Handelsroute von der Delagoa-Bucht (heute Maputo in Mosambik) ins Landesinnere nach Pretoria und Johannesburg führte. Der Übernachtungsplatz diente vor allem als geschütztes Lager für afrikanische Lastenträger («Black bearers»), die Handelsgüter zu Fuss durch das von der Tsetsefliege geplagte Flachland bis nach Pretoriuskop transportierten. Entgegen einiger Berichte, die den 22. August nennen, besagt die offizielle Inschrift des dortigen Denkmals, dass Thomas Hart genau an diesem 10. August 1876 von einer Bande Räuber überfallen und ermordet wurde. Freundlich gesinnte Swasi-Krieger bestatteten ihn anschliessend nahe seinem Posten. Einiges weiter kommen wir an eine Abzweigung von einer Stichstrasse, die wir 2023 schon einmal gefahren sind. Sie führt zum Geburtsort des berühmtesten Hundes Südafrikas, Jock of the Bushveld (Mai 1885). Die Staffordshire-Bullterrier-Mischlingshündin Jess brachte einen Wurf von sechs Welpen unter einem grossen Baum an einem Rastplatz nahe dem Ship Mountain (auf Afrikaans: Skipberg) zur Welt. Kurz darauf entdecken wir noch eine der seltenen Säbel-Antilopen im Busch. Also ein voller Erfolg. Noch eine kleine Runde um das Camp und dann Einfahrt in Pretoriuskop, wo Team Mistermog schon einen Platz freihält. Ich backe noch einen Zopf in Rundform im Gusseisen-Topf über dem Feuer. Und so ist der Tag schnell vorbei.

13.7.2026 Montag, Pretoriuskop – Berg en Dale, Kruger NP

Heute soll es zurück nach Berg en Dale gehen. Natürlich nicht den gleichen Weg, wenn möglich. Erst auf die H1-1, um noch einmal beim Shitlhave Dam vorbeizuschauen. Leider ist da nicht viel los, und wir fahren weiter zum Transport Dam. Auf der Piste hinunter zum Dam sehen wir auf der linken Seite eine Giraffe, die verendet ist. Normalerweise sind dann erst Löwen oder Hyänen zu Gange, aber hier sind es die Geier. Ich denke, es sind mehr als Hundert von ihnen, die sich lautstark um die besten Stücke zanken. Es ist ein riesiges Spektakel, ihnen zuzusehen. Dann fahren wir noch hinunter bis zum Dam, wo wir frühstücken. Es besteht unter anderem aus dem gestern selbst gebackenen Zopf in Rundform. Er ist wirklich gut gelungen, muss ich sagen. Frisch gestärkt fahren wir nun hoch zur H1-1, um weiter östlich in die S114 einzubiegen, die dann in den Süden führt. Dann ein Wechsel auf die S22 und S112. Die führt zwischen zwei Koppies durch. Ich fahre die Strecke immer wieder gerne. Leider hat sich der Zustand der Piste in den letzten Tagen enorm verschlechtert. Zurück auf der S114 weiter nach Süden und dann erneut ein Wechsel auf die S23. Die S23 führt später am Flussbett entlang, das so gut wie trocken liegt. Auf einmal entdeckt Tim einen großen männlichen Löwen, der schön im Flussbett sitzt. Kurz darauf machen wir eine Pause. Es gibt einen leckeren Salat mit Gurke, Tomate, Avocado und Feta. Danach weiter, und wir kommen erneut auf die S114, die uns schliesslich auf die S119 bringt. Die fahren wir bis zum Ostende und zurück, wechseln auf die S118 und folgen ihr bis zur H3. Das letzte Stück zum Camp nehmen wir die S110 und treffen dann im Camp ein. Check-in und mit Team Mistermog gemeinsam Abendessen im nahen, ganz ordentlichen Restaurant. Gute Nacht.

14.7.2026 Dienstag, Berg en Dale, Kruger NP

Wanderung

Heute steht eine nette Runde auf dem Plan. Doch davor noch etwas ganz Besonderes: Ein sogenannter Morning Walk. So stehen wir am Sammelplatz, wie vereinbart, um 5:45. Die beiden Ranger sowie noch zwei weitere Gäste treffen auch gleich ein. Wir erhalten die ersten Instruktionen und fahren langsam mit dem Landcruiser zum Startpunkt der kleinen Wanderung. Nun heisst es: Aussteigen im Busch. Die Gewehre der Ranger werden geladen, und wir erhalten weitere Instruktionen bezüglich des Verhaltens im Busch. Für uns ist das alles nicht neu und klar, da wir das schon öfter gemacht haben. In dem Moment vernehmen wir Löwengebrüll aus der Richtung, in die wir laufen werden. So geht es dann im Gänsemarsch in den Busch – nicht direkt auf die Löwen zu, da der Wind leider von hinten kommt und die Tiere sicher schon lange von uns wissen. Wir laufen auf einen nahen Berg in etwa 30-Grad-Winkel zu den Löwen zu. Auf dem Weg gibt es immer wieder interessante Informationen zu Dingen, die wir entdecken. Ausführlich wird es dann bei einem Termitenhügel, wo wir gespannt auf die Worte des Rangers lauschen. Später sehen wir eine Stelle, wo ein Breitmaulnashorn markiert hat. Alles nützliche Informationen für meine weiteren Fahrten in den Busch. Auf einmal sehen wir in etwa 100 Meter Distanz einen etwa 20 Jahre alten Elefantenbullen, der gemütlich frisst. Wir beobachten ihn einige Zeit, um dann in einem grossen Bogen um ihn herumzulaufen. Die Wege, die wir laufen, sind übrigens viel begangene Tierpfade, die wunderbar zu laufen sind. Wir treffen auf eine grössere Steinplatte, wo eine Rast angesagt ist. Auf dem Rückweg zum Fahrzeug sehen wir am Berghang noch eine grössere Büffelherde. Alles in allem war das eine super Erfahrung mehr. Speziell das freie Bewegen im Busch ist schon ein tolles Gefühl. Zurück im Camp wechseln wir in den Sprinter. Das erste Ziel ist das nahe Matjulu-Wasserloch. Nun geht es mit der S110 auf den Steilberg hoch, wo erst einmal Frühstück bei bester Fernsicht angesagt ist. Auf der Fahrt entdecken wir einen Mungo, der aus einem toten Baum herausschaut. Das nächste Ziel ist das Renoster-Wasserloch, doch auch hier ist die Tierwelt heute rar. Einzig die Sumpfschildkröten sind zur Stelle. Auf die ist wirklich Verlass. Später erscheinen noch vier Zebras auf der Bildfläche. Nun gut, so fahren wir nach Afsaal, um einen Kaffee mit Muffin zu geniessen. Nun weiter auf die H2-2, die eine Piste ist. Die Piste hat sich in den letzten Wochen massiv verschlechtert. Leider fahren hier viele Fahrzeuge mit normalem Reifendruck und meist viel zu schnell, was den Pisten massiv zusetzt. Wir kommen auf die bekannte S114, der wir bis zur Kreuzung folgen. An einem Baum entdecke ich eine Gamme, die unglaublich gut getarnt ist. Nun auf der S119 weiter Richtung Osten. Kurz vor dem Gardenia-Birdhide dann die Sichtung des Tages: Ein grosses männliches Nashorn steht halb auf der Piste und markiert gerade sein Revier. Einige Minuten lang dürfen wir das Tier gut und sehr nahe beobachten. Etwas weiter dann eine grosse Impala-Herde, die alle in eine Richtung blicken und laute Geräusche von sich geben. Es erscheint kurz eine Hyäne, und die Impalas reissen aus. Was für ein Schauspiel! Diesmal fahre ich die S119 bis zum Ende, um dann auf der S25 zurück auf die S114 zu kommen. Zurück auf der H3 dann den Weg zurück zum Camp, wo Team Mistermog schon auf dem Platz steht. Ihr Tag war erfolgreich, also das Carnet abgestempelt. Nach dem Abendessen dann noch der grosse Abschied nach den vielen gemeinsamen Abenteuern. Team Mistermog wird sich auf den Weg nach Windhoek machen.

15.7.2026 Mittwoch, Berg en Dale, Kruger NP

Kurz vor 6 Uhr geht es hoch mit den müden Knochen, auf zum Gate, hinaus bis zur Wasserstelle mit der Hoffnung auf eine nette Sichtung. Frühstück mit Aussicht ist immer gut. Eine Sichtung lässt noch auf sich warten. Dann einmal die kurze Strecke über den Berg und dann zum Malelane Gate. Ein Ausflug in die reale Welt ist angesagt. Unweit vom Gate liegt die kleine Stadt Malelane mit fast allem, was man braucht. Ein Besuch bei der Bank steht an, da etwas immer noch nicht geklappt hat, aber ich habe ja Geduld. Es soll noch einige Tage dauern, aber alle Unterlagen liegen vor. Ok, wir werden sehen. Nun noch zum Superspar, um Lebensmittel aufzustocken. Vor allem Frischware wie Äpfel, Bananen, Avocado, Salatgurken und vieles mehr. Der nicht so kleine Einkaufswagen ist voll, und ich bin etwa 100 CHF ärmer. Nun geht es auch noch in einen Kleiderladen: Hosen und Polos für Tim, ich gönne mir auch noch zwei neue Polos, da sie gerade in Aktion sind. Zwei Stück kosten 199 Rand, was etwa 10 CHF entspricht. Nun aber schnell zurück in den Kruger. Da schon Mittag ist, essen wir auch noch im Spur. Am Gate ist es für Tagesbesucher schon gesperrt, doch wir haben Buchungen und dürfen natürlich rein. Wir fahren noch eine kleine Runde ohne nennenswerte Sichtungen und kehren zurück zum Berg en Dale Camp.

16.7.2026 Donnerstag, Berg en Dale – Malelane, Kruger NP

Vom Camp aus erst einmal gleich zum nahen Wasserloch zum Frühstück. Wir entdecken eine Hyäne mit einem Hinterbein eines Impalas, die die Piste entlangläuft. Dann bleibt das Tier stehen, dreht um und rennt so schnell wie möglich in die andere Richtung. Klar, denn da sind zwei stattliche Löwen zu sehen, die jedoch kein Interesse daran haben und ruhig liegen bleiben. Die scheinen satt zu sein. Wir auch mit dem Frühstück, und so fahren wir auf den Steilberg. Oben angekommen, bemerke ich ein Drücken im Bauch, das über den Tag noch schlimmer werden soll. Wir fahren noch einige Pisten ab und haben sogar eine Sichtung von einem Löwen mit einem Kill, doch der Löwe liegt mit einem dicken Bauch auf dem Rücken unter einem Busch. Der Entschluss ist gefasst: Wir fahren zum Gate, checken ein, und dann geht es auf den Malelane-Campingplatz. Ich jammere noch etwas herum, trinke Tee und will nichts mehr wissen. Gute Nacht.

17.7.2026 Freitag, Malelane – Skukuza, Kruger NP

Heute geht es erst um 7 Uhr los, da ich noch nicht 100 % auf dem Damm bin. Erster Halt beim Renoster Pan, wo das Frühstück fällig ist. Ein Frühstück mit Blick auf den kleinen See mit der Vogelwelt ist unbezahlbar. Die Sumpfschildkröten sind noch nicht zu sehen. Sie warten noch auf die warme Sonne, bis sie auf den Ast klettern. Nun geht es weiter, denn unser Ziel ist weit entfernt. Den Picknick-Platz Afsaal lassen wir heute rechts liegen. Unglaublich, die Anzahl der Safarifahrzeuge, die gerade dort stehen – und es werden immer mehr. Die Fahrt wird aufgelockert durch eine Wildhund-Sichtung. Kurz vor Skukuza fahren wir auf den Mathekenyane-Aussichtspunkt. Da man hier aussteigen darf, ist die Gelegenheit günstig, die Heizung vorne im Motorenraum abzustellen. Wir passieren Skukuza und wählen die nördliche Strasse dem Fluss entlang. Gleich hinter dem Mantimahle Dam dann die Abbiegung in die S84, die durch eine schöne Landschaft führt. Wechsel auf die S36 bis zum Nhlanguleni-Picknick-Platz, der heute mal mehr als gut besucht ist. Wir finden noch einen Tisch, und es gibt eine leckere Suppe. Ich bin immer wieder begeistert vom Induktionsfeld. So macht das Kochen richtig Spass. Nach der grosszügigen Mittagspause geht es weiter auf der S36 immer Richtung Norden. Wechsel auf die S125, die ich als Wellblechpiste markiert habe. Nun ist sie in Top-Zustand. Seit dem Grader sind wir das erste Fahrzeug, das die Piste befährt. Nach kurzer Zeit fahren wir dann auch hinter dem Grader her. Kurz vor der Einbiegung in die H1-3 noch ein Blick auf den südlichsten normal gewachsenen Baobab-Baum. Dann noch ein kurzer Besuch bei der Nkaya Pan, wo nicht viel los ist. Da wir noch etwas Zeit haben, biegen wir kurz von Satara nach links in die H7 ab, vorbei am stark beschädigten Nsemani Dam und gleich danach in die S12. Dieses Dreieck fahre ich sehr gerne. Kurzer Halt beim Girivana-Wasserloch und dann mit der S40 zurück zur H7. Nun noch zum Camp, einchecken und vor allem tanken. Nach 1200 km ist es dringend nötig, sind doch nur noch etwa 60 Liter im Tank. Das Camp ist mehr als gut gefüllt, und wir ergattern uns einen tollen, sehr grossen Stellplatz mit Stromanschluss. Abwaschgelegenheit sowie Dusche sind nahe. Das Abendessen besteht heute aus Nudeln, für Tim mit Tomatensauce und für mich mit etwas Butter und Parmesan. Morgen ist ein spezieller Besuch angesagt. Ich freue mich. Gute Nacht.

18.7.2026 Samstag, Skukuza, Kruger NP

Heute früh raus und gleich auf der H1-4 Richtung Norden. Bis zur Brücke, die über den Olifants River führt, und hier wenden wir auch. Die Rückfahrt dann über die S39 durch die landschaftlich schöne Gegend, lange am Timbavati River entlang. Beim Timbavati-Picknick-Platz ist Mittagessen angesagt. Danach hinunter bis zur H7. Diese nehmen wir nach Osten und fahren gleich auf der anderen Seite in die S100 hinein. Das ist aktuell eine Sackgasse. Die Strecke befahre ich dieses Jahr zum ersten Mal. War sie früher immer sehr gut bezüglich Tiersichtungen, so ist die Hoffnung gross. Auf einmal ruft Tim: «So ein Leopard wäre schon schön.» Keine 30 Sekunden später sichten wir gleich zwei Leoparden, wobei einer davon ein Jungtier ist. Bis zum Ende der Sackgasse dann noch eine super tolle Sichtung: Ein Gaukler mit Fang auf der Piste. Der Fang ist zu gross, um damit in die Bäume zu fliegen, und so gelingen doch einige tolle Bilder. Im Anschluss geht es zurück zum Skukuza Camp, wo wir unseren Stammplatz haben. Heute ist ein tolles Treffen angesagt. Martin Poppen von Seabridge ist heute hier mit seiner Reisegruppe. Wir kennen uns schon seit Jahren, und ein Treffen ist immer sehr schön. Ein Fahrzeug aus Graubünden ist schon hier, und wir quatschen mit den beiden etwas. Dann kommt Martin mit seinem Fahrzeug, im Schlepptau auch noch zwei Mechaniker, die ihn schon seit Jahren unterstützen. Das Wiedersehen ist sehr herzlich. Vieles ist zu erzählen, und er hat auch einiges an Material für mich mitgebracht. So ein Nachschub ist einfach unbezahlbar wichtig. DANKE, lieber Freund. Der Abend ist leider kurz, da wir morgen früh rauswollen. Gute Nacht und euch gute Fahrt auf der Tour «Die Seele Afrikas».

19.7.2026 Sonntag, Skukuza – Maroela, Kruger NP

Die Strecke direkt nach Maroela ist sehr kurz, und so fällen wir den Entscheid, die Runde vom Vortag noch einmal zu fahren. Kaum sind wir aus dem Camp raus, entdecken wir schon drei Löwen. Oben bei der Brücke über den Olifants River fahren wir einige Kilometer weiter zu einem schönen Aussichtspunkt mit Sicht über den Fluss. Heute sind hier viele Affen anzutreffen. Eigentlich mag ich die nicht so, doch es ist immer toll, ihnen zuzusehen. Danach also erneut die S39 bis zum Picknick-Platz mit Mittagessen. Auf so einem Platz gibt es schattige Sitzplätze, ein Häuschen mit WC, eine Gelegenheit für den Abwasch und meist auch eine nette Aussicht. Ein Zaun um das Gelände gibt es nicht, und so ist immer etwas Vorsicht angesagt, speziell wenn wenig oder keine anderen Leute da sind. Hinunter zur H7 und diesmal Richtung Westen bis zum Orpen Gate. Auf der Strecke machen wir noch eine kleine Tour auf der S106. Beim Orpen Gate checken wir für das Maroela Camp ein, wo wir zwei Nächte geniessen. Das Camp ist sehr schön, da es keine Hütten, kein Restaurant und keine Rezeption hat. Nur wenige Plätze stehen den Campern zur Verfügung. Gute Nacht.

20.7.2026 Montag, Maroela, Kruger NP (Karte kommt noch)

Die Nacht war kalt, und es geht Punkt 6 Uhr los. Erst auf der H7, wo wir bald einem grossen männlichen Löwen auf der Strasse begegnen. Wir entschliessen uns, erst die S106 und dann die S140 zu befahren. Später dann der Versuch, auf der S36 nach Norden zu folgen, was nach fast 20 km beim Muzandzeni jedoch Schluss ist – wir müssen wenden. Also die S36 weiter bis zu einem guten Platz, den ich von früher kenne. Ein mächtiger Baum spendet Schatten. Es ist 10 Uhr, und so werden wir hier einige Zeit abwarten. Ich bin am Blog schreiben, der die letzte Zeit zu kurz gekommen ist. Ich sitze also im «Büro», und Tim sichtet in der Zwischenzeit eine Hyäne, die sich ein Bad gönnt. Die Rückfahrt ist nichts Besonderes, ausser dem schönen Sonnenuntergang. Gute Nacht.

Flug LX282 von Zürich nach Johannesburg mit Swiss

Flug 4Z865 von Johannesburg nach Skukuza (Die Daten ab der Grenze zum Kruger wurden von FR nicht aufgezeichnet)

Der Büffel liegt nun schon einige Zeit und die Gier machen sich ans Werk
Büffel Kill Nahaufnahme
Büffel Kill als Ganzes. Was noch übrig ist
Schild beim Flughafen Skukuza
Luftbild über dem Kruger NP
Flugzeug für Johannesburg – Skukuza
Schildkröte
Geier bei einem Kill
Ein Paket wird vom Elefant gelieferzt
Kleine neugierige Hyäne
Wildhund
Drei Wildhunde halten zusammen (Einer ist verletzt)
Der verletzte Wildhund wird getröstet
Heftige Verletzung am Bein
Dem Elefant fehlt ein Zahn
Nilgans beim Abflug
Baumblüte
Mongoos
Tolle Hyänengruppe
Ein Swainsonfrankolin aus der Nähe
Afrika Wollhalsstorch
So putzen sich die Giraffen die Nase
Löwe auf Wanderschaft
Breitmaulnashorn
Elefantenbegrüssung
Der Schiffsberg wurde früher zur Navigation genutzt.
Säbelantilope
Geier zerlegen eine ganze Giraffe (In der Mitte ist ein Ohrengeier)
Der Ohrengeier im Element
Die Giraffe dient vielen Geier als Nahrung
Nochmals der Ohrengeier
Detailansicht
Die Flügel müssen getrocknet werden
Steenbock
Kingfisher bei der Arbeit
Steenbock
Impala
Impala
Impala
Impala
Invasive Pflanze aus Peru
Unser Ranger sichert die Gegend. Vorbildlich stellt er das Gewehr ab. 😉
Unser Elefant auf der Wanderung
Unsere beiden Ranger zum Schutz vor Raubtieren auf der Wanderung
Dwarf Mongoose
Lybelle
Das Trio
Tree Agama
Tree Agama
Graukopfliest (Gray headed Kingfisher)
Breitmaulnashorn
Breitmaulnashorn
Breitmaulnashorn
Breitmaulnashorn
Breitmaulnashorn
Tüpfelhyäne
Elefantenzahn
Nilgans
Kleiner Elefant
Sonnenuntergang nahe Berg en dale
Tüpfelhyäne mit Impala Bein
Löwe in der knappen Morgensonne
Biologe und Ranger bei der Arbeit
Brubruwürger
Die letzten Reste von Büffel
Fische im Bach
Rotringtoko
Der Mond ist hier so zu sehen. Rechts die Venus
Der müde Löwe
Riesentrappe
Stimmung am Bach
Abflug vom Afrika-Wollhalsstorch
Grysbock
Impala Lily
Leopard (Siehst du den Zweiten auch?)
Leopard quert die Schotterstrasse
Ein Gaukler hat einen mächtigen Fang gemacht
Ein Gaukler hat einen mächtigen Fang gemacht
Ein Gaukler hat einen mächtigen Fang gemacht
Einfarb-Schlangenadler
Der alte Löwe geniesst die Morgensonne
Vervet Monkey
Vervet Monkey mit Abfall (Warum werfen Menschen so was in die Natur?)
Vervet Monkey schaut sich im Spiegel an
Vervet Monkey
TBD
Impala

Kruger NP Teil 6 2026

Die ersten 10.000 km seit der Abfahrt in Windhoek sind gemacht. Der Iglhaut-Sprinter ist ein treuer und sehr zuverlässiger Begleiter, auf den ich zu 100 % angewiesen bin – und das schon seit über 26 Jahren. Danke, lieber Freund!

30.6.2026 Dienstag, Punda Maria, Kruger NP

Heute mal eine kleine Einführung über das GSM-Netz und dessen Gebrauch in Südafrika. Weit verbreitet sind Vodacom, MTN, Telekom sowie Cell C. Ich bin Kunde bei Vodacom, da sie die beste Abdeckung bieten, und habe dazu eine SIM-Karte, die in meinem Teltonika RUTX50 – einem Router – steckt. Der Vorteil: Auch wenn viele mit ihren Smartphones keinen Empfang mehr haben, weil die Antennen der Geräte zu schwach sind, geniesse ich immer noch eine gute Verbindung. Ich nutze immer noch ein Prepaid-Modell. Leider braucht man für ein Abo, das mindestens zwei Jahre Laufzeit hat, ein Bankkonto. Noch habe ich kein Bankkonto und keine südafrikanische VISA-Karte. Noch. Um die SIM-Karte »aufzuladen«, braucht man erst einen Code, den man in vielen Geschäften kaufen kann. Der Code steht direkt auf dem Kassenzettel. Dann wählt man bei einem Gerät *136*01*PINCODE# – und schwups ist das Geld mit der SIM-Karte verbunden. Das heisst hier »Airtime«. Nun muss man auf dem Smartphone, am einfachsten mit der VodaPay-App, die Airtime in Daten umwandeln. Diese sind je nach Angebot 1 Tag, 14 Tage oder 30 Tage gültig. So kosten aktuell 30 GB + 30 GB Night Owl 249 Rand, was aktuell etwas mehr als 12 CHF entspricht. Was sind nun die Night Owl? Also die 30 GB kann man über den Tag nutzen. Die Night Owl sind von Mitternacht bis 5 Uhr morgens nutzbar. So kann man zeitgesteuert den Computer oder das Smartphone gewisse Dinge erledigen lassen, um das zu nutzen – oder man wartet bis Mitternacht. Da gewisse Handlungen wie Buchungen kurz nach Mitternacht am besten funktionieren, eine gute Sache. Hinweis am Rande: Da Windows eh macht, was es will, und nicht vernünftig zu konfigurieren ist, gehe ich damit nie über GSM ins Internet. Dazu verwende ich strikt Linux. Auch bei den Smartphones muss man extrem aufpassen und sie konfigurieren, damit das Gerät, die Apps oder andere Daten nicht einfach lockerflockig im Hintergrund Daten beziehen. Speziell ist es ein Problem beim Einsatz eines Routers, da man damit ja ein eigenes WLAN aufbaut. Das Smartphone ist bei den meisten so eingestellt, dass es bei WLAN Daten bezieht, um Updates zu fahren. Und genau hier ist der Hund begraben – das hat schon manchen auf der Reise verwundert, wie schnell seine GB verbraucht sind.

Heute ist »march and march« hier in Südafrika angesagt. Da ich hier im Land bin, habe ich mich ein wenig in die Materie eingelesen. Die Idee dahinter ist: Alle ohne offizielle Aufenthaltsgenehmigung sollen nach Hause, in das Land, wo sie herkommen. Das kann ich verstehen. Und nun lese ich von europäischen Quellen fast ausschliesslich vom sogenannten Fremdenhass in Südafrika. Das eine hat meines Wissens nichts mit dem anderen zu tun. Bilde dir deine eigene Meinung.

Ich habe gestern einen kurzen Ausflug geplant, und der ist heute Morgen etwas grösser geworden. Als Erstes fahre ich die S60. Die Gegend hier ist sehr unterschiedlich zum Süden. Dichter Mopane dominiert das Landschaftsbild und behindert die Sicht auf Wild. Es ist sehr schwer, etwas zu entdecken, und noch schwieriger, ein Bild zu machen. Die Blätter werden traditionell zur Wundheilung und gegen Magenbeschwerden verwendet. Das harte Holz wird im Hausbau eingesetzt. Es wird auch Eisenholz genannt und dient für Eisenbahnschwellen oder in Bergwerken zur Abstützung in Stollen. Es ist eines der schwersten Hölzer im südlichen Afrika und dadurch sogar termitenresistent. Es weist eine Dichte von 1075 kg/m³ auf und schwimmt daher nicht. In Europa findet sich das Holz in vielen Aquarien zur Dekoration. Ich entdecke immer einige Impala in kleinen Gruppen. Die Piste ist übrigens in einem schlechten Zustand und bietet vollstes Wellblech-Vergnügen. Also wechsle ich auf den Bogen mit der S61, wobei die Piste schlagartig besser wird. Das erste Ziel ist das Klopperfontain-Wasserloch, das mich leider enttäuscht. Der Name geht auf einen bekannten Elfenbeinjäger namens Dirk »Hans« Klopper zurück, der im 19. und frühen 20. Jahrhundert in diesem Gebiet aktiv war. Kurz darauf passiere ich einige prächtige Baobab-Bäume, auch Affenbrotbäume genannt, in schöner Landschaft. Die Bäume haben eine interessante Form durch ihre sehr dicken Stämme und Äste bei geringer Höhe. Die markante Form entwickelt der Baum im Alter von 200–300 Jahren. Die grossen Bäume haben ein stolzes Alter von 800 Jahren und mehr. Der älteste noch lebende Baum soll in Simbabwe stehen und 1.800 Jahre alt sein. Der Baum hat diese Form, um in kurzer Zeit viel Wasser zu speichern. So sollen es um die 140.000 Liter sein, die in einem grossen Baum stecken und von denen er die Trockenheit überlebt. Leider haben es die Elefanten gerne auf genau diese Bäume abgesehen, und so sterben sie in Regionen, wo viele Elefanten leben, ab. Die Blätter werden bei Erkrankungen wie Ruhr, Diarrhöe, Koliken und Magen-Darm-Entzündungen eingenommen. Die Samen werden als Herzmittel, bei Zahnschmerzen, Leberinfektionen und Malaria-Erkrankungen genutzt. So komme ich zum Klopperfontain Dam. Hier stehen schon etliche Fahrzeuge, also wende ich und fahre nur eine kurze Strecke weiter, wo eine Gedenktafel steht. Ich lese den Namen Cecil Bvekenya Bernard und die Jahreszahl 1920. Stephanus Cecil Rutgert Barnard, besser bekannt unter seinem afrikanischen Spitznamen »Bvekenya«, war in den 1920er Jahren der berüchtigtste Elfenbeinjäger und Wilderer im Gebiet des heutigen nördlichen Kruger-Nationalparks. Der Name »Bvekenya« stammt aus der Sprache der Shangaan und bedeutet übersetzt »Der, der stolziert (beim Gehen)« bzw. »Der mit dem stolzen Gang«. In den 1920er Jahren nutzte Barnard das berüchtigte Crook’s Corner im äussersten Norden des Parks als Zufluchtsort. Da hier die Grenzen von Südafrika, Mosambik und Simbabwe aufeinandertreffen, floh er einfach über die Flussgrenzen, sobald ihm die Polizei eines Landes zu nahe kam. In den 1920er Jahren jagte Barnard besessen einen legendären, riesigen Elefantenbullen namens Dhlulamithi (»Grösser als die Bäume«). Als er den majestätischen Elefanten im November 1929 schliesslich stellte, brachte er es nicht übers Herz, ihn zu erschiessen. Dieses Schlüsselerlebnis beendete seine Wilderer-Karriere abrupt. Nach seiner Zeit als Jäger änderte Barnard seine Sichtweise radikal, unterstützte später den Naturschutz und schlug sogar die Gründung eines grenzüberschreitenden Nationalparks vor. Etwas weiter stosse ich auf die Teerstrasse H1-8, der ich nach Norden folge. Ich passiere die Wasserlöcher Kremetart, Mashikhiri, Mazanje und Nkovakulu, die alle nicht wirklich sichtbar sind. Nun biege ich in die S63 ein. Diese zeigt Richtung Osten und führt eigentlich bis zum Crooks Corner. Leider ist nach wenigen Kilometern beim Picknickplatz Schluss. Es ist der nördlichste Picknickplatz im Kruger-Nationalpark und liegt am Ufer des Luvuvhu River, der dann in den Limpopo fliesst. Anabaumbäume bieten dem Platz wunderbar Schatten. Die Fahrt auf der S63 hat sich jedoch gelohnt, da ich Antilopen entdecke, die ich sonst noch nicht im Park gesichtet habe. Auch landschaftlich ist das Stück ein Leckerbissen, wobei die Fahrt nicht ungefährlich ist – sind doch Mosambik und Simbabwe sehr nahe, und Wilderer unterwegs. Also zurück und die parallel führende Teerstrasse weiter Richtung Osten. Mitten auf der Strasse steht ein total überladener Kombi mit südafrikanischem Kennzeichen. Ich fahre langsam daneben und frage, was los ist. Darin sitzen zwei Schwarze, die sich vor dem Elefanten fürchten, der in 200 Metern steht. Ich schmunzle und fahre ganz langsam zum Elefanten, der in gleichem Tempo rückwärts schreitet. Ich halte bei etwa 50 Metern. Er schaut mich an und hat seinen Rüssel über den Stosszahn gelegt. Okay, er will mir nichts. Und so verschwindet er im Busch. Die Fahrt geht weiter. Kurz vor dem Zoll die Abzweigung zum Crooks Corner. Es geht durch dichten Wald, und es ist mir doch etwas mulmig. Ich sichte Affen und andere Tiere im Wald. Dann die Lichtung von Crooks Corner. Es ist die Stelle, wo am 20. Mai 2026 Ernst (71) und Dina (73) Marais, Touristen aus Kapstadt, ermordet wurden. Ihre Leichen wurden am 21. Mai 2026 in der Nähe von Crooks Corner im äussersten Norden des Parks entdeckt. Beide wiesen multiple Stichwunden auf. Der gestohlene Ford Ranger wurde am 26. Mai 2026 im Distrikt Chókwè in Mosambik geortet und sichergestellt. Zwei Verdächtige (32 und 33 Jahre alt) wurden am 1. und 2. Juni in Mosambik festgenommen. Sie haben die Taten gestanden. Ein dritter, 26-jähriger mosambikanischer Verdächtiger wurde wenig später in Simbabwe festgenommen. Die südafrikanischen Behörden haben formelle Auslieferungsverfahren eingeleitet, um die mutmasslichen Täter nach Südafrika zu überstellen, wo sie sich wegen zweifachen Mordes und Fahrzeugdiebstahls verantworten müssen. So stehe ich nun genau an dieser Stelle und sehe nur zwei bewaffnete Ranger, die hier nun aufpassen sollen. Ich stelle den Motor ab, grüsse die beiden und gucke dann zum Fluss, wo sich die drei Länder Südafrika, Mosambik und Simbabwe an einem Punkt, etwa 200 Meter von mir, treffen. Ich sehe Bilder vor mir, was hier wohl passiert ist, und verweile einige Zeit. Dann steige ich aus, hole zwei Orangen aus dem Gepäck und schreite zu den beiden Rangern. Es sind eine Frau und ein Mann, denen ich die beiden Orangen überreiche und mich für ihre Dienste bedanke. Sie schauen mich an und bedanken sich für die Orangen. So stehe ich noch eine Weile da und schaue über den Zaun hinunter zum Fluss, wo die Leichen geborgen wurden. Ich gehe zurück zum Fahrzeug und kann erst nach einiger Zeit wieder weiterfahren. So starte ich den Motor, winke den beiden, die in den Schatten gewechselt sind, zu und fahre zurück. Eine Gedenktafel ist übrigens noch nicht zu sehen. So geht es den gleichen Weg zurück bis zur H1-8 und weiter, wo tatsächlich das Team Mistermog entgegenkommt. Nach kurzer Absprache geht es weiter. Ich entdecke noch einen Fuchs, einen Schakal und einige Eland. Das ist eine sehr grosse Antilopenart. Die Bezeichnung Eland stammt vom niederländischen Wort für den Elch. Die Tiere werden über 900 kg schwer. Diese hier sind sehr scheu und verdrücken sich schnell im Busch. Ich passiere dann noch die Wasserlöcher Mandadzidzi und Elandskuil und befahre nochmals die S58, auch Dzundzwini Loop genannt. Der Name kommt vom nahen, 609 Meter hohen Hügel. Dann auf die H13-1, die ich bis zur S98 kurz vor dem Gate fahre. Es ist eine kurze Stichstrasse, die auf den Hügel führt. Unterwegs das Wasserloch Thulamila. Das Wort stammt aus der Venda-Sprache und setzt sich zusammen aus thulwi (Hügel/Mound) und mela (wachsen). Frei übersetzt bezieht es sich auf die »aufstrebenden, grossen Ameisenhügel« (Termitenhügel), die für diese Region im Norden des Parks extrem charakteristisch sind. Dann weiter zum Ende der Piste beim Thulamila-Aussichtspunkt. Durch die starke Verwucherung ist die Aussicht mässig, und ich fahre zurück hinunter zur H1-8 und zum Punda-Maria-Camp, wo ich gleich noch meinen Dieselvorrat auffülle. Hier muss ich übrigens das erste Mal in Bar bezahlen.

Der Name Punda Maria stammt aus dem Jahr 1919 und basiert auf einem amüsanten Missverständnis des ersten lokalen Wildhüters, Captain J.J. Coetser, kombiniert mit dem Vornamen seiner Ehefrau. Als Coetser seinen neuen Posten im Norden des Parks bezog, sah er als erstes grosses Wildtier ein Zebra. Er wollte den Aussenposten nach dem Swahili-Wort für Zebra benennen. Das korrekte Swahili-Wort für Zebra lautet eigentlich Punda Milia, was übersetzt »gestreifter Esel« bedeutet. Coetser verwechselte das Wort und schrieb stattdessen Punda Maria. Als man ihn auf den Rechtschreibfehler aufmerksam machte, weigerte er sich, den Namen zu korrigieren. Er behielt das »Maria« einfach bei, um seine Ehefrau Maria zu ehren, die ihm 12 Kinder gebar. Laut einer bekannten Park-Anekdote passte der Name perfekt, da seine Frau eine Vorliebe für schwarz-weiss gestreifte Kleider hatte. Im Jahr 1959 wurde das Camp offiziell in das linguistisch korrekte Punda Milia umbenannt. Im Jahr 1981 intervenierten Nachfahren und Bekannte des Rangers. Der Park lenkte ein und änderte den Namen dauerhaft zurück in das historische Punda Maria, um das Erbe und die originale Geschichte des Gründers zu bewahren. Somit ist das auch mal klar. Mich plagen heute heftige Kopfschmerzen, und so bin ich froh, zurück im Camp zu sein, und verkrieche mich ins Bett.

Ich muss nun doch einmal etwas Wichtiges erwähnen: Ich nutze zur Navigation sehr gerne die App OSMand und damit das Kartenmaterial von OSM (Open Street Map/. Damit die Karten besser werden, braucht es Leute, die Daten und Informationen liefern. Das kann jeder – und auch du. Da ist zum einen die App StreetComplete für Android. Wenn ich an einem Ort stehen bleibe, starte ich die App und schaue, ob offene Punkte zu lösen sind. Meist sind das Kleinigkeiten wie: Hat die Strasse einen Mittelstreifen? Ist das Klo öffentlich? usw. Das macht richtig Spass und macht sogar fast etwas süchtig. Mit der richtigen Lizenz von OSMand kann ich die korrigierten Karten gleich nachladen. Genial. Weiter sind noch die Apps EveryDoor und Vespucci für Android. Die sind etwas anspruchsvoller, machen aber nicht weniger Spass. Damit das funktioniert, musst du einen Account bei OpenStreetMap (Link ist etwas weiter oben in diesem Absatz) eröffnen – der ist kostenlos. Und natürlich ist auf Windows, Linux und iOS auch noch eine Software verfügbar. Das ist dann JOSM, und damit hast du die volle Freiheit. Es braucht etwas Einarbeitungszeit, aber es lohnt sich. Werde auch du Teil dieser Gemeinschaft und gib etwas zurück von dem du jeden Tag profitierst. DANKE.

1.7.2026 Mittwoch, Punda Maria, Kruger NP

Das Ziel heute war eine Umbuchung nach Letaba, doch das ist leider nicht verfügbar, und so bleibe ich heute noch einen Tag länger in Punda Maria.

2.7.2026 Donnerstag, Punda Maria – Satara, Kruger NP

100 Tage unterwegs in Afrika, und mir ist es immer noch nicht langweilig. Ganz im Gegenteil. Heute steht eine leider zu lange Strecke auf dem Plan. 320 Kilometer sollen es bis zum Abend werden, wovon einige nicht gewollt sind. Also früh raus, und los geht es: H13-2, H13-1, weiter auf die H1-7 und nun immer Richtung Süden. Ich mache den kleinen Schwenker auf die S53 und sehe beim Nkulumbeni eine grosse Anzahl an Tieren, wie ich es nur selten sehe. Somit hat sich die kleine Runde sehr gelohnt. Später mache ich noch einen, diesmal etwas grösseren Schwenker. Ich fahre die S52, eine der schönsten Pisten in der Gegend. Die Piste führt an vielen alten Bäumen vorbei, und die Dichte an Tieren ist wirklich gross. Fast am Ende der schmalen Schleife treffe ich auf ein Fahrzeug, das von einer Frau gefahren wird. Sie macht das hier beruflich und ist auf der Suche nach Wildhunden. Eine sehr interessante Arbeit, denke ich mir noch. Später sehe ich auf der Visitenkarte, dass sie ihr Office in Satara hat. Also werde ich da sicher mal vorbeigehen, um mehr über die Arbeit hier zu erfahren. Die Schleife hat auch den Namen »Red Rocks Loop«, und das kommt von den Felsen in einer Gegend hier, die rötlich erscheinen. Beim Aussichtsplatz erinnert eine Tafel an Bill Luks, der hier 1916–1920 Gold gesucht hat. Die Gesteine dieses Batholithen sind 3303 ± Ma (Millionen Jahre) alt und bestehen überwiegend aus grobkörnigen, porphyrischen Granodioriten. Diese Gesteine sind grau bis rosa gefärbt und setzen sich aus Quarz, Plagioklas, Mikroklin und Biotit zusammen. Fast die gesamte Osthälfte des Kruger-Nationalparks sowie ein grosses Gebiet im westlichen Zentralteil des Parks ruhen auf Gesteinen der Karoo-Supergruppe, die ihrerseits von Sedimentgesteinen der Clarens-Formation überlagert werden. Aufschlüsse der Clarens-Formation sind in den meisten Bereichen des Parks nur spärlich vorhanden; am besten sichtbar ist sie hier an der Fundstelle »Red Rocks«. Auf der H1-6 geht es weiter nach Süden. Ich komme zum südlichen Wendekreis der Sonne, der hier markiert ist. Kurz nach dem Mopani-Camp biege ich ein in die S142. Diese führt zu zwei Beobachtungsstellen für Vögel, doch leider ist in dieser Jahreszeit nicht viel los. Dafür werde ich mit einem besonderen Bild belohnt: Ich entdecke eine sehr grosse Sumpfschildkröte, die es sich auf einem Flusspferd gemütlich gemacht hat und die Sonne geniesst. Was für ein Bild!

Später noch einen Schwenker auf die S49, die zum Mooiplaas-Wasserloch führt. Und das Bild hier sprengt alles, was ich bis anhin gesehen habe. Hunderte von Tieren stehen auf der grossen Ebene. Ich komme nicht aus dem Staunen heraus. Es zeigt sich: Es lohnt sich halt schon immer, von der Hauptstrecke abzuweichen und die Gegend genau zu erkunden. Ich komme an Tafeln vorbei, die beschreiben, wie hier Experimente mit Feuer im Busch gemacht werden. Dann auf die S50, und ich bin wieder zurück auf der Teerstrasse H1-6. Nicht weit, und ich fahre auf die S48 ab. Eine wundervolle Strecke, die ich unbedingt wieder mal fahren will. Auf einmal zischt vor mir ein Gepard durch; ich ziehe meine Kamera, und dann kommt noch ein Gepard. Scharf ist das Bild nicht, aber immerhin. Zurück auf der H1-6 quere ich den Letaba River auf der grossen Brücke. In Letaba kehre ich kurz ein, um einiges Administratives zu klären, und weiter geht es nun auf der H1-5. Ich quere den Olifants River, und kurz darauf starte ich einen Versuch: Ich fahre in die S89 ein. Da steht etwas von »nur für Fahrzeuge mit grosser Bodenfreiheit«, aber das passt schon. Ich treffe auf die S90, die ich nach Süden fahren wollte. Geht nicht, ist eine Sackgasse. So ein Mist! Dann fahre ich wenigstens hoch bis zur Brücke neben Balule. Die Brücke steht, aber darf nicht befahren werden. Also fahre ich alles schön zurück. Ja, so kommen auch viele Kilometer zusammen. Nun auf der H1-4 passiere ich einen Hyänenbau. Später bekomme ich nochmals zwei Geparde zu Gesicht – weit weg, und sie liegen. Kurz vor der letzten Abzweigung dann eine Puffotter, die gerade am Strassenrand in den Busch flieht. Ich komme gerädert in Satara an und bin komplett erschöpft. Nicht mal das Essen vom Restaurant peppelt mich auf. Im Gegenteil, mir ist sogar etwas schwindelig. Ab ins Bett. Gute Nacht.

3.7.2026 Freitag, Satara – Lower Sabie, Kruger NP

Heute kommt es gut, ist mein erster Gedanke am Morgen. Ich fühle mich auch etwas besser als gestern, aber noch nicht 100 %. Gestern habe ich mir einen Plan zurechtgelegt, und den fahre ich nun ab. Erst mal aus dem Camp Satara raus auf die H1-4 Richtung Süden, jedoch nicht weit, und ich wechsle auf die H7. 500 Meter nach der Abbiegung entdecke ich schlafende Wildhunde. Nein, ich wecke keine schlafenden Hunde; mache meine Bilder und fahre zufrieden mit dem Start weiter nach Westen. Das nächste Ziel ist der Nsemani Dam, doch von Weitem sehe ich, wie die Strasse halb weg ist. So kann ich leider nicht wie geplant dort stehen und fahre durch. Schade. Dann geht es in die S12 rechts weg. Eine schöne Landschaft darf ich hier durchfahren. Es ist nicht ganz flach, und das macht es etwas lockerer. Bis zum Ririvana-Wasserloch keine Sichtungen, also halte ich hier zum Frühstück. Immerhin kann ich noch zwei schöne Vögel ablichten. Dann die S40 zurück zur H7, der ich nun nach Osten folge. Ich komme nochmals bei den Wildhunden vorbei und sehe gerade, wie einer aufsteht. Ja, ein gutes Bild in der Morgensonne. Danke. Zurück auf der H1-3, die ich nun nach Süden fahre. Ein Safarifahrzeug hält mich an und sagt, in Kürze kommen zwei gute Sichtungen. Danke, mein Freund. Mittlerweile habe ich ein ganz gutes Netz aufgebaut. Und so sehe ich schon bald auf der rechten Seite, leider weit ab von der Strasse, zwei Geparde. Vor mir das Fahrzeug von Mistermog. Es ist nicht einfach, ein Bild zu machen über so eine Entfernung. Dann weiter, es ist ja noch was zu sehen. Und siehe da, diesmal auf der linken Seite zwei prächtige Nashörner mit wenig Abstand, jedoch im Gegenlicht. Ich stehe einige Zeit und geniesse den Anblick der Tiere. Sie grasen, und jedes Geräusch vom Kauen und Pflanzenabreissen ist gut zu hören. So, genug Nashorn, und weiter geht es. Ein Stück in die S125 rein sehe ich eine grosse Zebraherde, die ich noch kurz besuche. Gegenüber vom Fluss steht der südlichste wild gewachsene Baobab-Baum. Kurz darauf beim Kumana-Wasserloch stehen viele Wasserböcke. Die sind immer schön zu sehen. Ich mag das zottelige Langhaarfell. Natürlich nehme ich die S35 und S32 noch mit, da es landschaftlich toll ist. An meinem liebsten Platz auf dieser Strecke gibt es eine Suppe. Dann auf der H10 weiter Richtung Süden. Der Plan ist eigentlich, die S122 zu fahren, doch die ist leider immer noch gesperrt. Toll ist die Sichtung von einem Hyänenbau, wo das Muttertier und zwei Junge liegen. Das eine Jungtier ist nur wenige Tage oder Wochen alt. Bei der Brücke über den Sabie River sehe ich ein schönes Krokodil. Ich nehme den Weg am Camp vorbei und besuche noch kurz den Sunset Dam. Hier liegen zwei Krokodile so nah, ich könnte sie streicheln. Nun aber zurück zum Lower-Sabie-Camp, wo Team Mistermog schon einen gut versteckten Platz gesichert hat. Der Platz ist ultraeng, aber für eine Nacht okay. Morgen geht es ja weiter. Abendessen im nahen Restaurant und Blog schreiben sind angesagt. Gute Nacht.

4.7.2026 Samstag, Lower Sabie – Pretoriuskop, Kruger NP

Ich merke nach dem Aufstehen, dass ich nicht 100 % bin, fahre nun doch raus. Die Tagesetappe ist nicht so weit, und so schlimm ist es doch nicht. Gleich vor dem Camp ist der Sunset Dam, sodass ich eine ganze Nilgans-Familie in der warmen Morgensonne beobachten darf. Warm bezieht sich auf das Licht, denn es herrschen 5 Grad, was nicht wirklich warm ist. So fahre ich dann weiter, doch ich muss einen Halt einbauen und mich hinlegen. Die Kopfschmerzen sind zu heftig, und so kann ich die Fahrt nicht geniessen. Nach der Pause geht es weiter, immer dem Sabie River entlang. Kurz vor der Brücke entdecke ich einen jungen, etwa 4–6 Jahre alten Elefanten, der eine schlimme Verletzung an der Stirn hat. Ich sehe, da guckt noch so ein Ast oder Knochenstück raus, was ihn nicht hindert, genüsslich zu fressen. Ich denke, die sind hart im Nehmen. Leider gelingt es mir nicht, ein Bild zu machen, um es meinen Freunden und Rangern zu senden. Nun also über die Brücke – ich will doch nochmals wegen den jungen Wildhunden schauen. Kurz davor sitzen auf einem entfernten Baum rechts der Strasse viele Geier auf einem Baum. Da muss was sein, und tatsächlich: Darunter toben einige Löwen herum. Auch hier leider kein Fotoglück, da es zu weit weg ist und nur ab und an ein Stück Löwe ins Bild hüpft. Beim nahen Wildhundbau ist nichts mehr los. Der Bau ist verlassen. Ich hoffe, den 10 Kleinen geht es gut und sie werden alle gross. So wende ich und fahre am nördlichen Ufer entlang. Ich muss nochmals eine Pause einlegen. Dann an Skukuza vorbei bis zum Mathekenyane-Aussichtspunkt, wo ich schon öfters stand. Hier verweile ich einige Zeit und beobachte auch gerne mal Menschen. In den letzten Tagen sind sehr viel mehr Menschen im Park wie davor – Urlaubszeit in Südafrika, und die Europäer fallen in Scharen ein. Die Europäer sind ein lustiges Völkchen: Fahren auch gerne mal auf der falschen Seite der Strasse, hier ist Linksverkehr. Oder wenn einem auf einer Piste so einer entgegenkommt, bleiben die auch gerne mitten in der Piste stehen. Aber die Zeit ist ja bald wieder vorbei, und dann kehrt das normale Leben wieder ein. Heute ist mir übrigens auch aufgefallen, wie viele Autos mit Schwarzen unterwegs sind. Einer kommt mir entgegen und gibt Lichthupe. Also halte ich, und er fragt mich, wo es denn hier ein Restaurant gibt. Irgendwie musste ich schmunzeln und verwies ihn nach Skukuza. Mein nächster Zwischenhalt ist beim Transport Dam. Heute sind viele Wasserböcke zu beobachten. So fahre ich auch noch zum Shithave Dam, der immer einen Besuch wert ist. Kurz vor dem Ziel plane ich noch eine kleine Runde, denn da sind noch zwei Pistenstücke in dieser Gegend, die ich noch nicht befahren habe: die S8 sowie eine Querverbindung. Eine nette, aber etwas tierarme Gegend. Nun also in das Camp Pretoriuskop, wo das Team Mistermog den gleichen Platz wie beim letzten Besuch ergattern konnte. Ein langer Tag war das. Ich hoffe, morgen sind die Kopfschmerzen vorbei. Gute Nacht.

5.7.2026 Sonntag, Pretoriuskop – Maroela, Kruger NP

Heute geht es wieder mal um 6 Uhr los. Die Strecke ist weit und vieles davon Piste. Der Hauptgrund ist jedoch das erste Ziel der Strecke, der Transport Dam. Also beeile ich mich auf der H1-1, um möglichst früh dort zu sein. Den Shitlave Dam überspringe ich, um möglichst den Sonnenaufgang am Dam zu erleben. Ich biege ein in die Sackgasse zum Transport Dam und halte sogar bei den beiden Hyänen nicht, die dort liegen. Was die wohl gedacht haben? Ich erreiche das Ziel, und die Sonne erscheint gerade – ich bin überwältigt vom Anblick. Nebel liegt über dem Wasser, und das goldene Licht erhellt das Ganze. Ein Traum. So stehe ich dann noch einige Zeit hier und geniesse mein Frühstück, bevor es weitergeht. Ich passiere Skukuza, die Brücke über den Sabi River und gefolgt von der Brücke über den Sand River. Ich treffe auf ein Fahrzeug, das ich gestern getroffen habe. Es sind eine Gruppe junger Menschen, denen ich meine Visitenkarte gegeben habe. Daneben hält noch ein Fahrzeug, und die Insassen werden mir als seine Familie vorgestellt. Ich wünsche euch gute Sichtungen hier im Park. So fahre ich weiter, langsam am Wildhunde-Bau vorbei, der verlassen ist. Kurz darauf geht es in die S36. Die bin ich schon mal gefahren, doch die Strecke hat mir sehr gefallen. Und es hat sich gelohnt, diese Strecke zu fahren. Ich entdecke ein Nashorn. Die sind eigentlich immer mehr im Süden zu sehen, und so freue ich mich umso mehr, eines hier zu begrüssen. Ich passiere die Abzweigung zur S34 und komme zur Abzweigung zur S33, auf der ein Gigant von einem Elefanten die Strasse daher schreitet. Das geniesse ich in vollen Zügen, ist es doch der grösste seiner Art, den ich hier je im Park gesehen habe. Wahrlich ein »Big Tusker«. Ich folge weiter der S36 bis zum Picknickplatz Nhlanguleni, wo ich einen längeren Halt mit Nickerchen mache. Dann weiter in der Nähe vom Hamilton’s Tented Camp sowie der Imbali Safari Lodge vorbei. Erst jetzt wechsle ich auf die S145, die mich mit üblem Wellblech begrüsst. Ich entdecke kurz vor dem Talamati Bushveld Camp einen super schattigen Platz, der nur so nach einem zweiten Nickerchen ruft. In der Ferne am Flussbett vernehme ich das Krachen der Äste, die von Elefanten abgebrochen und verspeist werden. Kurz vor der Teerstrasse wechsle ich dann auf die S106, wo ein kleines Museum steht. Es ist ein historisches Informationszentrum, das sich in der ursprünglichen Hütte des alten Rabelais-Eingangstors von 1932 befindet. Es liegt etwa 9 km vom Orpen Rest Camp entfernt und ist dem Philanthropen-Ehepaar James und Eileen Orpen gewidmet. Ursprünglich wurde die Farm und das Tor nach dem berühmten französischen Schriftsteller und Satiriker François Rabelais (ca. 1483–1553) benannt. Die Hütte fungierte von 1932 bis 1954 als Ranger-Posten und offizieller Eingang zum zentralen Bereich des Parks. Durch die grosszügige Schenkung von Farmen durch die Familie Orpen (ca. 24.500 Hektar) an den Kruger-Nationalpark wurde die Parkgrenze weiter nach Westen verlegt. Das Tor wurde 1954 durch das heutige Orpen-Tor ersetzt. Das kleine Museum beherbergt heute acht interaktive Infotafeln, die Besuchern einen spannenden Einblick in die Geschichte der Parkentwicklung und die bedeutende Rolle der Familie Orpen geben. Auf der Weiterfahrt kommt mir ein Schakal entgegen, der sich nicht stören lässt, und ich treffe auf die H7, der ich bis zum Gate folgen werde. Da sehe ich noch zwei ganz junge Hyänen direkt neben der Strasse liegen. Vor mir ein Fahrzeug mit GP-Kennzeichen, vermutlich ein Mietfahrzeug. Die Kinder auf der Rückbank haben das Fenster zu den Hyänen offen und lehnen sich voll raus, um den Hyänen ihr Plüschtier zu zeigen. Ich bin entsetzt. Nun also noch bis zum Orpen Gate zum Einchecken, und dann besuche ich noch den kleinen Laden. Ich entdecke noch gut haltbare frische Milch in ½-Liter-Verpackung. Ich schlage zu, zusammen mit Wasser und einem Minz-Eiscreme. Lecker. Nun aber husch zum Maroela-Camp, wo auch schon Team Mistermog steht. Duschen, Essen, Blog schreiben. Morgen früh hoch, denn es geht zurück nach Pretoriuskop. Eine Umbuchung ist mir leider nicht gelungen. Gute Nacht.

6.7.2026 Montag, Maroela – Pretoriuskop, Kruger NP

Es gibt Tage, da denke ich: »Noch besser geht nicht« – und dann kommt ein anderer Tag und toppt es locker. Und heute ist genau so ein Tag. Natürlich ist das am Morgen noch nicht klar, aber das kann schnell so werden. Ich fahre die kurze Schotterpiste hoch zur H7. Nach etwa drei Kilometern sehe ich auf der linken Seite zwei Nashörner. Auf der Strasse steht ein Pickup mit schwer bewaffneten Männern zum Schutz der Tiere. Eine tolle Sichtung, und das kurz nach dem Aufstehen. Nun stehe ich vor der Entscheidung: entweder die H7 weiterzufahren oder eine kleine Nebenpiste zu nehmen. Beides habe ich dieses Jahr noch nicht befahren, und so entschliesse ich mich für die S106 – was sich als Volltreffer erwies. Gut, ich weiss ja nicht, was auf der H7 gewesen wäre. Die S106 ist nicht nur landschaftlich ein Leckerbissen, sondern zeigt heute viele Schakale. Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Das Beste ist kurz vor dem Ende der Piste: Ein Fahrzeug steht schon da, und rechts sehe ich sechs Hyänen, wovon vier Jungtiere sind, die sich um ein Stück Fleisch zanken. Ein toller Anblick, und ich geniesse das Schauspiel einige Zeit. Dann setzt sich das andere Fahrzeug in Bewegung und hält neben mir. Es ist eine Familie aus Südafrika. Die junge Frau auf dem Beifahrersitz, die Tochter der Familie, fragt mich, ob ich ihr bei der Nikon wegen den Einstellungen helfen kann. Zum Glück ist es eine Nikon, sonst wäre ich am Anschlag gewesen. So habe ich versucht, einige Grundlagen zu vermitteln. Sie haben eine Farm, und ich solle doch gerne mal vorbeikommen. Gerne. Ich muss sehen, wie ich das mal einplanen kann, und dann gibt es einen kleinen Fotokurs. Versprochen. Nun also weiter auf die H7. Kaum auf der Strasse sehe ich vier Geparde, leider etwas ungünstig, aber immerhin. Wenn das so weitergeht, komme ich gar nicht zu einem Frühstück. Ich habe Hunger und fahre den Bobbejaankrans-Aussichtspunkt an. Der Grader kommt gerade raus, und die Piste ist top. Der Punkt liegt hoch über dem Fluss, und so komme ich endlich zu meinem Frühstück. Der Name setzt sich zusammen aus Bobbejaan (Pavianart) und Krans (Felsen oder Klippe). Weiter auf der H7. Mein Plan ist, die S36 nach Süden zu nehmen, doch die ist leider noch gesperrt. Also geht es weiter, und ich biege links in die S12 ein. Ich muss immer grinsen, wenn ich hier reinfahre, habe ich doch letztes Jahr von hier aus eine längere Telefonkonferenz mit dem TCS (Touring Club Schweiz) gehalten, um deren Webseite zu optimieren. Das hat so was von Spass gemacht. Dann auf die S40 zurück auf die H7. Ja, auch hier Hyänen gesehen. Ich fahre kurz bei Satara rein, will doch die Heizung abstellen, und dazu muss ich die Motorhaube öffnen und einen Hahn zudrehen. Nun die H1-3, immer Richtung Süden. Bei einem meiner markierten Plätzchen mache ich eine Pause, um zur Ruhe zu kommen. Das dauernde Suchen ist sehr anstrengend. Dann noch das Stück zum Picknickplatz, wo Mittagspause angesagt ist. Wieder mal eine Suppe – immer gut. Von nun an die H1-2, und ich will gerade die Stelle passieren, wo die Wildhunde waren, da sehe ich auf der linken Seite einen Löwenkill. Ein Büffel, der hier liegt, schaut nicht mehr sehr frisch aus. Es haben sich viele Fahrzeuge versammelt, also mache ich nur kurz einige Bilder, und es geht weiter. Brücke 1 und Brücke 2 – wobei bei der zweiten Brücke ein Varan am Rand der Brücke kriecht. Das ist mein erster Varan in diesem Jahr. Hoffentlich nicht der letzte. So passiere ich Skukuza und nehme die H1-1. Ein Halt beim Transport Dam ist schon fast obligatorisch, und ich werde von einem Sattelstorch begrüsst. Später kommt ein Safari-Fahrzeug; wir kommen ins Gespräch, wobei er mit einigen Brocken Schweizerdeutsch auftrumpft. Seine Mutter kommt aus der Schweiz. Nun aber weiter, ich bin erschöpft. An der Rezeption einchecken und noch zwei Buchungen etwas anpassen. Die Dame macht das perfekt. DANKE. Nun kann ich doch eine Nacht in Letaba stehen. Sie wusste noch gar nicht, dass das überhaupt schon geht – hat sich erst telefonisch abgesichert. Passt. Das Team Mistermog steht auf dem gewohnten Platz, und wir erzählen uns gegenseitig unsere Sichtungen. Abendessen im Wimpy, alles gut.

7.7.2026 Dienstag, Pretoriuskop, Kruger NP

Ruhetag, Wäsche waschen und Blog erstellen damit du was zu lesen und gucken hast.

 

Impala Meeting
Baobab Baum
Junger «Grosser Kudu»
Grosser Kudu
Was so alles auf den Strassen zu sehen ist. Hier auf dem Weg zur Grenze von Mosambik
Crocks Corner. Hier ein Blick auf das Landesdreieck. Mosambik, Simbabwe, Südafrika. Hier geschah der Mord.
Eland auf der Flucht
Mopanetoko
Grosser Kudu
Wasserbock
Elefantenrennen
Rotringtoko
Büffel beim Staub aufwirbeln
Mächtiger Baum
Interessanter Baumstamm
Roter Felsen
Tropic of Capricorn
Schildkröte surft auf Flusspferd
Eine gut besuchte Wasserstelle mit Windrad und Solarpumpe
Besser ging es leider nicht. Ich hatte nur ganz schnell Zeit den Gepard zu sehen.
Hyäne
Ganz kleine Hyäne
Ganz kleine Hyäne
Ganz kleine Hyäne schnuppert am Gras
Ganz kleine Hyäne kommt zu mir
Hyäne
Hyäne
Rhombic Nigth Adder
Schlafende Wildhunde
Wildhund
Hühnchen
Dommel
Reiher
Zwei von vier Gepharde in weiter Entfernung
Breitmaulnashorn mit Madenpicker
Breitmaulnashorn
Zebra
Wasserbock
Gabelracke
Grosses Krokodil
Müdes Flusspferd
Krokodil Nahe
Auge in Auge mit Krokodil
Nielgänse
Schreiadler
Nicht immer symetrisch
Impala
Geier
Geier
Hörnchen klettert einen Baum runter
Haubenzwergfischer
Der Kampf beginnt bei den Wasserböcken
TBD
Sonnenaufgang über der Piste
Schreiadler auf der Suche nach einem Fisch im Dam
Der Wasserbock geniesst die Wasserpflanzen
Warzenschwein
Sonnenaufgang am Transport Dam
Hyäne
Der Zug bei Skukuza
Mächtiger Elefant kommt auf mich zu
Weihnachtskugel?
Gnu
Warzenschwein
So gefallen mir die Pisten im Kruger
Schakal
Junge Hyänen
Nashörner ganz früh am Morgen
Hyäne kommt zu mir
Hyäne
Junge Hyänen beim Spielen
Junge Hyäne
Hyäne mit Happen
Hyäne mit Happen
Hyäne mit Happen
Drei von vier Geparde
Grosse und kleine Giraffe
Geier
Löwenkill (Büffel)
Wasserwaran
Sattelstorch