Windhoek Namibia, nicht ganz Freiwillig

Meine Webseite war Gestern nicht verfügbar. Dank der Hilfe von einem lieben Freund Timo funktioniert die Website wieder und der Blog kann erscheinen. DANKE lieber Freund.

13.9.2026 Sonntag, Die Skuur Camp, Mariental – Urban Camp Windhoek (Namibia)

Früh geht es los, obwohl es gar nicht mehr so eine grosse Strecke bis nach Windhoek ist. Ich will endlich ankommen und freue mich so richtig auf das Urban Camp, natürlich mit dem Wissen, einen anderen Reisenden, den ich schon länger kenne und der per Zufall auch gerade im Urban Camp nächtigt, wiederzusehen. Auf halber Strecke halte ich an und will noch etwas einkaufen. Also fahre ich auf den grossen Parkplatz und will gerade aussteigen. Da spricht mich der Parkwächter an. Mein Fahrzeug sei zu gross für diese Plätze und ich solle bitte weiter hinten parken. Ich war da gerade und habe da nicht geparkt, weil ich mich da nicht sicher fühlte, und so lehne ich es ab, umzuparken. Er läuft weg und kommt mit einem Vorgesetzten zurück, der auf mein Umparken besteht. Nun, dann wird hier halt nicht eingekauft. Ich fahre nun durch bis Windhoek auf das Camp. Die Angestellten begrüssen mich alle freundlich. Es ist einfach ein gutes Gefühl, «zuhause» zu sein. Nach dem Check-in fahre ich noch auf den Platz und geniesse erst eine Mahlzeit im Restaurant, da es gerade Mittag ist. Danach begrüsse ich meinen Reisekollegen und wir tauschen uns rege aus. Danach gönne ich mir noch ein Nickerchen. Auf dem Platz steht noch ein grosser 6×6-LKW aus den Niederlanden. Danke für das nette Gespräch, und schon ist es Zeit für das Abendessen im Restaurant. Ich muss schon fast nicht sagen, was ich gerne hätte, das wissen die hier ganz genau. Speziell, weil an Sonntag leider nur eine eingeschränkte Karte zur Verfügung steht. Die Nacht wird von einem heftigen Gewitter mit voller Blitz- und Donnerszenerie begleitet.

14.9.2026 Montag, Urban Camp Windhoek (Namibia)

Heute ist ein ganz wichtiger Tag. Der Sprinter kommt in die Werkstatt und bekommt seine wichtige Wartung. Ich wache um 7 Uhr auf und dann wird nicht lange gefackelt. Raus aus dem Urban Camp und ab zu M&Z Mercedes, was nicht so weit ist. Ich werde wie gewohnt sehr freundlich empfangen. Da ich mich schon vor einigen Tagen angemeldet habe, geht es auch gleich los. Kurze Besprechung der Lage und was wir heute sicher als Erstes machen werden. Die gebrochene Querblattfeder, es ist übrigens schon die fünfte, die gebrochen ist, muss ersetzt werden. Dazu muss bei der Vorderachse so einiges weg, um an die Feder zu kommen. Natürlich kommt dann meist, und so auch heute, einiges zum Vorschein, das auch gemacht werden muss. Neue Radlager und der grosse Kugelkopf auf beiden Seiten. Dann auch gleich neue Dichtungen. Die Demontage dauert seine Zeit und die Beschaffung von Ersatzteilen ist auch kein Leichtes. Radlager und Kugelkopf habe ich schon selber dabei. Der Rest wird aufgetrieben. Für alle, die sich fragen, warum ich denn nach Windhoek gefahren bin und das nicht in Kapstadt machen lasse: Ich werde hier erstklassig versorgt. In Kapstadt musste ich leider schon ganz böse Erfahrungen machen. Bei Interesse kann das in früheren Blogs gerne nachgelesen werden. So ist die Feder nun draussen und es ist leider klar, die wurde beim letzten Mal nicht ganz fachmännisch verbaut. So startet der Einbau mit etwas Verzögerung, da erst analysiert werden muss, wie die Feder und deren Befestigungen wirklich montiert sein sollen. Nach einigen Minuten ist uns klar, wie es sein muss, und der Einbau beginnt. Dabei kommt es mir komisch vor, wie schlecht das nun passt. Speziell das Federende im Dreieckslenker. Das ging früher irgendwie einfacher. Ich krame eine handschriftliche Beschreibung raus, die ich schon seit Jahren dabei habe, und da lese ich einen entscheidenden Hinweis. Die Gummis an den Federenden müssen um 180 Grad gedreht werden. Kaum macht man es richtig, schon funktioniert alles viel leichter. Etwa um 21 Uhr ist die eine Seite so gut wie zusammengebaut. Nun ist aber gut für heute und die fleissigen Mechaniker gehen nach Hause. Das hat richtig Spass gemacht, vor allem gegen den Schluss. Ich informiere noch kurz das Urban Camp, dass ich heute nicht im Camp, sondern in der Werkstatt schlafen werde. Ich will gar nicht wissen, wie viele Nächte ich schon in Werkstätten dieser Welt übernachtet habe. Gute Nacht.

15.9.2026 Dienstag, Urban Camp Windhoek (Namibia)

Die Nacht war ganz gut alleine in der grossen Halle. Natürlich geht es früh morgens gleich weiter mit den Arbeiten am Sprinter. Feder Einbau abschliessen, wobei die Endanschläge noch modifiziert werden. Vorne im Fussraum vom Beifahrer muss noch ein Stück Blech eingeschweisst werden. Der Gepäckträger wird auch noch verstärkt, da er durch die unendlichen Rüttelfahrten etwas lose wurde. Dann ist da noch die Rückleuchte. Der Lampenträger als Neuteil wird organisiert. In der Zwischenzeit verlege ich ein dickes 32 mm² Kabel von den Zusatzbatterien bis nach vorne, um einen besseren Messpunkt zu haben. Der rechte Endanschlaggummi war durch die gebrochene Feder total verbraucht. Zum Glück finde ich noch einen in meinem Sammelsurium. Zum Schluss bekommt der Sprinter noch eine Komplettwäsche. Nach einem vollen Tag fahre ich hundemüde zurück zum Camp. Die Fahrt ist ein Genuss. Die neue Feder macht sich bestens bemerkbar. Da mein Dieselvorrat sehr niedrig ist, fahre ich noch kurz zur Tankstelle und fülle über 140 Liter. Nun aber zum Camp, wo ich einen anderen Platz zugewiesen bekomme. Diesmal ganz weit hinten, und die Zufahrt ist alleine kein Zuckerschlecken, aber der Platz entpuppt sich als sehr gut. Ich habe so richtig Hunger und so gönne ich mir ein Eland-Schnitzel. Ich bin mir sicher, die werden hier jedes Jahr grösser. Gut gesättigt, dann noch ein interessanter Schwatz mit einem Paar, das mit einem Unimog seit 2022 in Afrika unterwegs ist. Nun aber ins Bett. Ich schlafe wie ein Stein.

16.9.2026 Mittwoch, Urban Camp Windhoek (Namibia)

Natürlich steht heute noch ein Werkstatt-Tag auf dem Programm. Ein neuer Auspufftopf, Öl- und Filterwechsel, Kardan abschmieren, Differentialöle und Verteilergetriebeöl kontrollieren, das Ölleck beim Motor versuchen zu finden. Also ein volles Wohlfühlprogramm, das sicher den ganzen Tag in Anspruch nehmen wird. Die hintere lange Kardanwelle wird dann morgen erst überarbeitet. Mal sehen, ob die Zeit reicht, die Spur einzustellen. Ich sitze im Sprinter und werkle rum, und draussen wird am Sprinter gewerkelt. Natürlich schaffen wir nicht alles und so bleibt noch einiges auf der Liste stehen. Dafür wird der Sprinter zum Abschluss nochmals richtig gewaschen, damit ich den Unterbodenschutz auftragen kann. Den muss ich jedoch erst noch besorgen. Also geht es nach Hause auf das Urban Camp. Ein leckeres Abendessen ist dann die Krönung.

17.9.2026 Donnerstag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Heute wird es sicher ein gemütlicher Tag, denn ich fahre nicht in die Werkstatt. Der Mechaniker kommt am Morgen und baut die Kardanwelle aus. Die hat etwas Spiel und muss überarbeitet werden. Ich versuche noch, einen Platz auf dem Urban Camp für morgen zu bekommen, was mir gelingt. Eine Sorge weniger. Dann bestelle ich ein Taxi, das mich zur grossen Mall bringt. Das sind übrigens 9 km, für die man hier in der Stadt 20 Minuten braucht, und das kostet dann 45 N$, also 2.25 CHF. Im Shopping als Erstes gleich zu MTC, der Telefongesellschaft. Da das WLAN auf dem Camp nicht der Brüller ist, gönne ich mir für die Zeit in Namibia eine SIM-Karte. Inklusive SIM-Karte und 32 GB Daten Guthaben kosten 320 N$, 16.20 CHF. Das ist leider ziemlich teuer. Dann noch drei Spraydosen Unterbodenschutz und den ganzen Campingladen durchschauen, was ich immer gerne mache. Tja, dann ist tatsächlich schon das Mittagessen angesagt, das ich im örtlichen Spur in Form eines Salates geniesse. Nun aber mit einem Taxi zurück zum Camp. Die Zeit reicht gerade noch, zwei der drei Unterbodenschutz-Dosen unter das Fahrzeug zu sprayen, und dann eine wunderbare heisse Dusche. Fein machen für den heutigen Abend, der etwas ganz Besonderes werden soll. Just in dem Moment kommt der Mechaniker mit meiner Kardanwelle an, die wie neu ausschaut. Natürlich wird die gleich montiert. Nun muss ich aber wirklich los. Mit dem Taxi geht es zum Cape Town Fish Market Restaurant. Kurz zum Taxi: Das geht hier unter anderem mit der App von YANGO unglaublich praktisch. App öffnen und das Ziel eingeben. Dann werden verschiedene Fahrzeuge bzw. Komfortklassen angezeigt. Auswählen und dann dauert es im Schnitt zwei Minuten und das Taxi ist da. Die Fahrt ist übrigens zum Fixpreis, der schon in der App angezeigt und nach der Fahrt über VISA abgebucht wird. Auf der App ist eine Karte, wo man schon vor der Fahrt sehen kann, wo das Taxi ist. Natürlich auch auf der Fahrt zum Ziel. Unglaublich praktisch und günstig. Wo war ich, ach ja. In dem Restaurant war ich noch nie und ich lasse mich überraschen. Unten an der letzten Kreuzung steht ein Security-Mann mit einem grossen Maschinengewehr. Oben, da wo ich aussteige, gleich noch einer. Schicke Gegend. Ich trete in den Empfangsbereich und frage nach der Reservation. Nur Sekunden später stossen meine guten Reisefreunde Ursula und Oskar dazu. Die Freude ist riesig, haben wir uns doch seit 2022 in Georgien nicht mehr gesehen. Wer etwas über Oskar erfahren möchte, schaut doch bitte mal hier rein:

Link 1
Link 2

Wir haben uns viel zu erzählen und die Zeit vergeht wie im Flug. Klar ist, wir werden uns hoffentlich noch dieses Jahr in Südafrika treffen. Ich freue mich jetzt schon darauf. Cool ist dann auch noch ein Telefonat mit unserem gemeinsamen Reisefreund Friedl Swoboda, der eigentlich gerade in Peru unterwegs ist, doch aktuell in Österreich einige interessante Vorträge zu seinen Reisen hält.

Der Abschied natürlich mit einem Gruppenfoto und dann mit dem Taxi zurück zum Camp. Was für ein Tag!

18.9.2026 Freitag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Erst ausschlafen und dann gemütlich Müsli essen. Die beiden mit dem Unimog verabschieden sich. Wir sehen uns hoffentlich in Südafrika mal. Und nun erst mal fleissig am Blog schreiben. Gestern ist es für mich etwas spät geworden und das rächt sich heute. Heute muss ich mal etwas anderes machen und so kommt der Computer dran. Ich beschäftige mich mit den Geräten Teltonika RUTX50, Victron Cerbo GX, APU4d4 und OSMand auf Android. Das Ziel ist, Daten zu sammeln und an einem Ort aufbereitet zu präsentieren, und das ohne Internet, also alles lokal. Dazu werde ich die InfluxDB für die Ablage der Daten sowie Grafana zur Aufbereitung sicher mal auf der APU4d4 einsetzen. Auf der Cerbo GX von Victron werde ich SignalK und Node-RED einsetzen und mal sehen, wie weit ich komme. Es ist aufwändiger als gedacht, doch schon bald habe ich Daten betreffend der GSM-Empfangsqualität sowie den GSM-Typ der Teltonika RUTX50 in der InfluxDB. Dann also auch noch Grafana konfigurieren und versuchen, die Daten darzustellen. Auch das geht. Dann will ich auch noch etwas von der Victron Cerbo GX sehen. Ja, da ist es doch. Die Geschichte mit OSMand wird etwas komplizierter, da ich in das Android greifen muss, und da muss ich mich erst mal schlau machen. Ich bin ganz zufrieden mit dem Tagesresultat. Was ich auch noch machen will, ist eine 100%-Kopie der im Laptop befindlichen SSD, auf der Linux und Windows als Dualboot läuft. Dazu muss ich erst einen USB-Stick mit Linux anfertigen und dann damit booten. Da muss ich auch noch etwas Hirnschmalz einfliessen lassen. Ich finde es doof, jedes Mal danach den USB-Boot erst die Tastatur und die Bildschirmauflösung zu konfigurieren. Doch das ist eine andere Geschichte für einen anderen Tag. So hänge ich eine baugleiche SSD extern an den USB-Anschluss, dazu habe ich eine extra Halterung, und gucke erst mit den UNIX-Kommandos «lsblk» und «slhw -class disk», ob ich die SSD alle sehe. Danach noch einmal gut überlegen und tief durchatmen. Dann wird es ernst und ich starte «dd if=/dev/nvme0n1 of=/dev/sdb bs=4M conv=noerror,fdatasync status=progress». Dann kann ich erst mal schlafen, denn es ist schon spät geworden. Übertragen wird im Schnitt mit 32.2 MB/s und es sollen 954 GB rüber. Wie lange dauert das? Wie rechnet man das denn nun schon wieder? 954*1024/32.2/60/60 = 8.43 Stunden. Das ist mal ein komplett anderer Blog, doch auch das gehört zum Overlander-Leben. Gute Nacht.

19.9.2026 Samstag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Die Daten sind drüben und die Sonne auch schon da. Es ist irgendwie saukalt und windig draussen. Erst mal was essen und dann duschen. Dann werkle ich weiter am Computer, doch heute ist ein ganz anderes Programm angesagt. Besuch ist angekündigt und da kommen schon meine beiden Freunde aus Berlin um die Ecke. Ich sage hier mal Team Toyo zu ihnen. Die Freude ist riesig. Wer sind die beiden eigentlich? Ich habe sie 2023 das erste Mal in Sambia kennengelernt und die Chemie stimmte sofort. Das Treffen war eigentlich nicht geplant gewesen, doch durch die Sprinter-Probleme sitze ich in Windhoek und so ist das also gekommen. Sie bringen mir zwei wichtige Ersatzteile mit, die ich dringend brauche. DANKE. Wir haben uns viel zu erzählen und geniessen erst ein kleines gemeinsames Mittagessen im campeigenen Restaurant. In der Zwischenzeit ist noch jemand eingetroffen. Es ist eine Frau aus dem Wallis, die letztes Jahr alleine mit ihrem Sprinter, Benzli genannt, die Westküste runtergefahren ist. Wir haben uns letztes Jahr hier auf dem Urban Camp das erste Mal getroffen und so ist die Freude riesig, dass wir uns wiedersehen. Die Planung der kommenden vier Wochen für die beiden schauen wir auch an und suchen Tage, an denen wir uns eventuell nochmals treffen. Da besteht in der Tat die Möglichkeit. Es besteht ein kleines elektrisches Problem beim Landcruiser bei der Steuerung der Starter- und Wohnbatterie. Erst zaghaft, aber dann doch zielführend mit einem Voltmeter bewaffnet, ist das Problem bald gefunden und behoben. Liebe Tom’s Fahrzeugbauer, das könnte man einiges schöner und übersichtlicher machen, und wenn der Kunde ein Schema hätte, wäre so ein Problem auch viel schneller gefunden. Der Kern vom Problem war die Korrosion bei einer Schraubklemme. Ich ziehe mich nun erst etwas zurück mit meinen neuen Ersatzteilen und schreibe am Blog für gestern und heute. Lieber Leser, wie viele, die ich schon mehr oder weniger lang kenne, habe ich nun in der kurzen Zeit hier auf dem Urban Camp getroffen? Hast du aufmerksam mitgezählt? Und keines der Treffen war geplant gewesen. Nächste Woche soll auch noch etwas dazukommen. Also lass dich überraschen. Ich freue mich auf jeden Fall.

20.9.2026 Sonntag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Ein gemütlicher Tag mit schönem Ausschlafen. Viele Gespräche und Planung für die kommenden Tage zusammen mit Team Toyo. Das Highlight ist das Abendessen zusammen. Eigentlich reserviert im «Cape Town Fish Market», doch die haben trotz Reservation zu. Gut ist, gleich gegenüber ist auch ein sehr gutes Restaurant, und so ist es ein rundum gelungener Tag. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank euch beiden für die sehr spontane Ersatzteilbeschaffung in Deutschland und den Transport dieser nach Windhoek. DANKE.

21.9.2026 Montag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Werkstattbesuch ist heute angesagt. Mit neuer Energie geht es daran, die noch offenen Punkte zu erledigen. Da ist unter anderem ein neuer Auspufftopf, der eingeschweisst wird.

22.9.2026 Dienstag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Nochmals ein Besuch in der Werkstatt. Das Wichtigste heute ist der Austausch vom Simmerring im Verteilergetriebe. Diesmal ist es der für den Antrieb der Vorderachse. Dazu muss die vordere untere Kardanwelle abgebaut werden, um an das Gehäuse zu kommen. Hier hat der Entwickler leider nicht alles durchdacht und es ist nicht so einfach. Auch die Mittelhalterung der hinteren Kardanwelle bekommt nun das richtige Gummiteil und sitzt nun richtig. Ich bin sehr zufrieden und müsste nur noch zahlen, doch das verschieben wir auf morgen, damit ich gleich noch bei einer anderen Firma die Spur einstellen kann. An dieser Stelle ein dickes DANKE an die M&Z in Windhoek. Speziell an Oliver, der unmögliches möglich macht. Ich bin da auch schon gewesen und werde gleich erkannt. Die Wartezeit ist im Minutenbereich. Schon fahre ich auf den Prüfstand, der sehr modern ausgestattet ist. In kurzer Zeit ist alles erledigt. Der Spass hat 550 N$ gekostet. Mir bleibt noch Zeit und so fahre ich zu einer Firma, die ich in der Zwischenzeit rausgesucht habe. Mein Ziel ist es, ein Microcontroller-Board LOLIN32 mit einem ESP32 zu erwerben. Ich hätte mir nie träumen lassen, hier einen so gut bestückten Laden zu finden. Der Controller soll später mal über Bluetooth die Werte der beiden LiFePo4-Akkus auslesen und dann mittels WLAN an den Zentralrechner übertragen, wo sie in der InfluxDB-Datenbank landen und zur Verfügung stehen, um mit Grafana aufgearbeitet dargestellt zu werden. Gleich gegenüber ist ein Stoffgeschäft, die auch Näharbeiten erledigen. Das nutze ich gleich, um mein Moskitonetz zu reparieren und Reissverschlüsse an den Enden zu verstärken. Alles wird gleich erledigt. Nun aber zurück zum Camp und den Abend geniessen. Kaum auf dem Camp, kommt eine Bekannte aus Bern, die ich 2023 im Kruger das erste Mal getroffen habe, und begrüsst mich herzlich. Somit ist das Abendprogramm im Restaurant klar und mit viel Erzählen sehr kurzweilig.

23.9.2026 Mittwoch, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Heute wird es ein gemütlicher Tag. Das frisch genähte Moskitonetz muss montiert werden und immer wieder findet sich etwas, das erledigt sein muss. Auch eine Box voll mit Wäsche bringe ich zur Rezeption. Der Tag vergeht wie im Fluge und so treffen sich meine Bekannte aus Bern zusammen mit Partner sowie die Frau aus dem Wallis und meine Wenigkeit im campeigenen Restaurant, wo wir bestens verpflegt uns über dieses und jenes unterhalten.

24.9.2026 Donnerstag, Windhoek Urban Camp (Namibia)

Nicht ganz so früh aufstehen und nun muss ich wirklich am Blog arbeiten. Ich habe das die letzten Tage versäumt und das rächt sich nun. Tut mir leid, dass es für die letzten Tage nicht so detailliert geworden ist. Die Frau aus dem Wallis verabschiedet sich, da sie für heute keine Buchung auf dem Camp hat. Also fährt sie erst einkaufen und dann auf ein anderes Camp in der Nähe hier in Windhoek. Ich bin gespannt, was sie morgen zu berichten hat. Ich muss nun erst mal die Bilder von dem Smartphone ziehen, damit der Blog auch etwas aufgelockert wird.

Ansicht der Grafana Oberfläche mit Daten von Victron und Teltonika. Weitere Informationen werden folgen.

Die folgenden Bilder sind mit einem Smartphone erstellt worden. Die Qualität ist leider mässig.

Mechaniker konzentriert bei der Arbeit
Alles muss weg damit die Feder ausgetauscht werden kann
Doppelter Bruch der Querblattfeder. Bruch Nummer 5
Der Dreieckslenker wird instand gesetzt
Die Kardanwelle auf dem Camp am Boden
Eingang zum Cape Town Fish Market Restaurant
Gründliche Reinigung
Der neue Auspufftopf macht sich gut. Er ist um einiges kleiner als sein Vorgänger.
Blick von hinten auf das Verteilergetriebe. An diesen Flansch kommt die Kardanwelle.
Alles nicht so einfach
Der entfernte Deckel vom Verteilergetriebe. Darunter sitzt der Simmerring der getauscht werden soll
Ein perfekter top ausgestatteter Werkzeugkaste
Eine robuste Standbohrmaschine
Der Antriebszapfen ist draussen
Moderne Technik zum Spur einstellen
An jedem Rad sitzt so ein Messgeber
Sie näht für mich das Moskitonetz. DANKE
Kleine Dampflok Nr. 154A der Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika. Es handelt sich um eine dreifach gekuppelte Tenderlokomotive (Achsfolge 0-6-0T) vom Typ „Zwillinge“ (beziehungsweise eine Einzelhälfte davon, genannt „Illing“). Sie wurde im Jahr 1900 von der deutschen Maschinenfabrik Henschel & Sohn in Kassel unter der Werksnummer 5376 gebaut. Nach dem Zusammenbruch des Ochsenwagen-Transports durch die Rinderpest im Jahr 1897 bauten die deutschen Kolonialbehörden in Deutsch-Südwestafrika in grosser Eile die Swakopmund-Windhoek-Bahn mit einer Spurweite von 600 mm. Dafür wurde deutsches militärisches Feldbahnmaterial verwendet. Die Lokomotive wurde paarweise (Rücken an Rücken gekoppelt, um die Reichweite und Leistung zu erhöhen) als „Zwilling“ betrieben. Sie ging 1904 auf der Strecke zwischen der Küste in Swakopmund und der Hauptstadt Windhoek in den Dienst. Nachdem die Strecke später auf Kapspur (1067 mm) umgebaut wurde, blieb die Lok noch bis 1939 im Einsatz und legte in ihrer Dienstzeit rund 600’000Km zurück. Heute steht das gut erhaltene Ausstellungsstück direkt vor dem Bahnhofsgebäude, in dem sich auch das TransNamib-Eisenbahnmuseum befindet.
So schaute das dann aus wenn die gekuppelt waren. Im Bild ist es die Baugleiche 27 anstelle der 154!


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2 Antworten auf „Windhoek Namibia, nicht ganz Freiwillig“

Hoi Thomas
Martin und ich verfolgen deinen spannenden interessanten Blog gemeinsam.
Es ist immer wieder schön zu sehen, was du alles erlebst und wie du es in vollen Zügen geniesst. Die schönen, auch zum Teil amüsanten Erlebnisse, die wunderschönen Tieraufnahmen, geben einem das Gefühl, als Teil dabei zu sein. Danke dafür!
liebe Grüsse Susanne

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