Kruger NP Teil 4 2026

Neues vom Kruger Nationalpark:

Der Doppelmord im Pafuri-Gebiet (Mai 2026):
Die Opfer
: Ernst M. (71) und Dina M. (73) aus Mossel Bay, Südafrika.
Der Fund: Ihre Leichen wurden am 22. Mai 2026 am Ufer des Limpopo-Flusses entdeckt.
Die Verletzungen: Beide wiesen schwere Stich- und Schnittwunden am Oberkörper auf.
Hintergründe & Ermittlungen: Ihr Pick-up-Fahrzeug wurde gestohlen. Die Polizei vermutet, dass das Paar zufällig auf Schmuggler oder Wilderer im Grenzgebiet zu Mosambik und Simbabwe gestossen war. Anfang Juni wurden zwei Verdächtige in Mosambik festgenommen.

Tödlicher Unfall am Phabeni Gate (Juni 2026):
Der Vorfall
: Am Phabeni Gate wurde Mitte Juni ein 69-jähriger kanadischer Tourist erschossen.
Bei dem Vorfall am Mittwochabend, den 17. Juni 2026, wurde ein 69-jährigen kanadischer Tourist im Kruger-Nationalpark unabsichtlich erschossen. Der tragische Vorfall ereignete sich bei einem traditionellen Lagerfeuer-Grillabend, einem sogenannten „Bush Braai“, an einem Picknickplatz nahe dem Phabeni Gate.
Das Event: Der Tourist war Teil einer Reisegruppe, die außerhalb des Parks untergebracht war. Die Gruppe betrat den Park am Abend exklusiv für das Grill-Event, das von einem privaten Konzessionsinhaber mit gültiger Lizenz durchgeführt wurde.
Die Ursache: Private Guides tragen bei Aktivitäten ausserhalb der Fahrzeuge scharfe Grosskalibergewehre zum Schutz vor Raubtieren. Laut vorläufigen Polizeiberichten sprach ein Tourist den Guide an und fragte, ob das Gewehr echt sei.
Der Schuss: Als der Guide demonstrieren wollte, dass es sich um eine echte Waffe handelt, löste sich ein Schuss. Die Kugel traf den Kanadier im Oberkörper. Er verstarb noch am Unfallort. Üblicherweise kommen Repetierbüchsen in den Kalibern .375 H&H Magnum oder .458 Lott zum Einsatz.
Unbemerkt in der Dunkelheit: Ein mitgereister Freund berichtete gegenüber Medien, dass der Knall extrem laut war, die Gruppe im ersten Moment aber nicht realisierte, was passiert war. Da das Opfer gerade auf dem Weg zur Toilette war, wurde es erst rund 30 Minuten später abseits des Feuers in einer Blutlache liegend gefunden.
Festnahme: Die Polizei der Provinz Mpumalanga nahm den 36-jährigen privaten Tourguide (Nkosi) am Folgetag fest.
Anklage: Gegen den Guide wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung sowie des rückslosen Umgangs mit einer Schusswaffe eingeleitet. Er wurde dem zuständigen Haftrichter am Masoyi Magistrate’s Court vorgeführt.

Der Kruger-Nationalpark feiert im Jahr 2026 sein 100-jähriges Bestehen, seit er am 31. Mai 1926 durch den National Parks Act offiziell zum ersten Nationalpark Südafrikas erklärt wurde.
Besucherrekord: Passend zum Jubiläum verzeichnete der Park im Finanzjahr 2025/2026 einen historischen Rekord von fast 1,96 Millionen Gästen
Die zentralen Feierlichkeiten zum Jahrhundertjubiläum wurden am 30. Mai 2026 im Skukuza Rest Camp von Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa feierlich eröffnet. Ich war genau an dem Tag auf dem Camp und habe das irgendwie nicht mit bekommen. Grins.

Kleiner Nachtrag zum letzten Blog betreffend Wildhunde und Nashörner:

Von diesen Wildhunden, die ich gesichtet habe, existieren total weniger als 5000 Tiere, wobei im Kruger 115 davon leben. Also fast keine auf so einer grossen Fläche, und die zu sichten, ist ein Geschenk. Unsere Hunde zuhause haben 5 Zehen und die Wildhunde nur 4. Dafür haben sie 12 bis 16 Milchdrüsen und unsere Hunde 8 bis 10. Nur das dominante Alpha-Paar innerhalb eines Rudels pflanzt sich fort; die Nachkommen werden gemeinschaftlich im Rudel aufgezogen. Das gesamte Rudel, ausgenommen junge und kranke Mitglieder, beteiligt sich an der Jagd. Afrikanische Wildhunde jagen in der Regel zwei Mal täglich. Die erste Jagd findet gewöhnlich zwischen sechs und acht Uhr morgens statt. Die zweite liegt meistens zwischen fünf und sieben Uhr abends.

Die beiden Hörner des Breitmaulnashorns bestehen aus Keratin, das aus tausenden langgezogenen Fäden (Filamenten) geformt ist und eine hohe Festigkeit besitzt. Sie wachsen ähnlich wie Haare oder Fingernägel während des gesamten Lebens, auch wenn sie beschädigt werden. Das vordere Horn (Nasalhorn) sitzt auf dem Nasenbein, das hintere (Frontalhorn) auf dem Stirnbein. Beide sind an ihrer Basis nicht verbunden. In der Regel besitzen sie eine konische Form und sind nicht so deutlich nach hinten gebogen wie beim Spitzmaulnashorn. Das vordere Horn ist länger und wird bis zu 100 cm lang; das längste jemals gemessene Horn wies eine Länge von 158 cm auf. Das hintere Horn ist mit 50 cm deutlich kürzer. Kühe haben meist längere und wesentlich schlankere Hörner als Bullen.

Ein Nashorn nimmt die Welt ab einer Distanz von etwa 10–20 Metern wie durch einen dichten, weichen Nebel wahr. Konturen und Details verschwimmen. Nashörner sind sehr wahrscheinlich rot-grün-blind. Ihre Welt besteht hauptsächlich aus Schattierungen von Grau, Braun, Gelb und Blau. Da die Augen seitlich am Kopf angebracht sind, sehen Nashörner mit jedem Auge einen anderen Bereich. Sie können so einen extrem weiten Winkel (fast 360 Grad) im Auge behalten, haben dafür aber nur ein sehr eingeschränktes räumliches Sehvermögen. Die Riechschleimhaut ist riesig. Bei günstiger Windrichtung können Nashörner Gefahren oder andere Tiere auf Hunderte von Metern Entfernung wittern. Die großen, trichterförmigen Ohren können unabhängig voneinander in alle Richtungen gedreht werden. Sie funktionieren wie Radarschüsseln und fangen selbst leiseste Geräusche auf grosse Distanz ein.


15.6.2026 Montag, Malelane, Kruger NP

Manchmal wird es nicht so recht; trotz frühem Aufstehen sichte ich nur gerade ein Nashorn, was erwähnenswert ist. Des Weiteren plagen mich heftige Rückenschmerzen. Ich beschliesse, kurz aus dem Kruger raus zu fahren, um bei der Bank was zu besprechen. Dann zurück zum Camp und still leiden. Team Mistermog ist unterwegs und kommt erst etwas später zum Camp. Ich gehe früh zu Bett mit der Hoffnung, der Rücken wird besser.

16.6.2026 Dienstag, Malelane, Kruger NP

Ich starte fast eine Stunde später als sonst, um in der Nähe die Tiere schon im Tageslicht zu sehen. Erst wollte ich Richtung Berg-en-Dal, doch an der Abbiegung, der Blinker war schon nach links, fahre ich nach rechts. Spontaner Entscheid. Ziel ist die S118, die schon fast immer gut war, und so ist es auch heute. Der Auftakt gleicht einem Feuerwerk. Ich stehe erst bei der Wasserstelle Ampie se boogart und frühstücke. Ich überlege, wie der Tag verlaufen soll, und fahre langsam weiter. Unglaublich, ein Wildhund, noch einer, und dann sind es fünf Tiere, wobei alle voll Blut am Kopf sind. Es ist eine kurze, aber intensive Begegnung. Die Tiere sind wie immer schnell in Bewegung und biegen gleich Richtung Mlambane Fluss ab, wo ich sie aus den Augen verliere. Die laufen sicher zum Wasser, um nach dem Essen zu trinken. Kaum fahre ich weiter, läuft schnell eine Hyäne an mir vorbei. Kurz darauf folgen noch drei, wobei eines ein riesen Stück Fleisch im Maul trägt, das vermutlich von der Beute der Wildhunde stammt. Eines der Tiere trägt einen Tracker. Das war nun wirklich ein toller Auftakt. Kurz darauf sehe ich eine grosse Elefantenherde mit mindestens dreissig Tieren und vielen Jungtieren. Ich bin erst mal gesättigt und halte am Pistenrand, um etwas am Blog zu schreiben, wobei mein Campingnachbar vorbeikommt. Er hält an, und ich berichte von meinen Sichtungen. Er war leider nicht so erfolgreich. Gut, warte ich hier einige Zeit, bis ich weiterfahre, so kann sich die Situation noch ändern. Heute ist das Wetter übrigens etwas bedeckt. Mehr als 22 Grad wird es wohl nicht geben.

Mal was Anderes. Heute, am 16. Juni, ist in Südafrika der offizielle Tag der Jugend (Youth Day). Dieser landesweite Feiertag erinnert an den historischen Aufstand in Soweto, der am 16. Juni 1967 angefangen hat und bis in den Februar 1977 dauerte. Das erste Opfer des Aufstands war der 17-jährige Schüler Hastings Ndlovu. 575 Menschen starben bei den ganzen Protesten. Als gesetzlicher Feiertag haben die meisten Banken, Behörden und Schulen geschlossen.

Ich beschliesse, doch kurz aus dem Park zu fahren, um was Gutes zu essen. Kurz vor dem Gate dann noch eine tolle Sichtung. Eine ganze Horde von mindestens 7 Hyänen haben einen Kill. In der Luft und in den Bäumen rundherum unzählige Geier, die auf ihren Einsatz warten. Dann raus durch das Gate und hoch zur Schnellstrasse Richtung Malelane. Auf der Gegenfahrbahn ist ein endloser Stau zu sehen, der sich hoffentlich auflöst, bis ich zurückfahre. Ich kehre bei «Spur» ein und bestelle mir einen grossen Salat. Ich sitze draussen mit Blick auf mein Fahrzeug, so ist mir wohler. Plötzlich geht im Restaurant so richtig die Post ab. Mit Gesang und Klatschen wird ein Geburtstag gefeiert. Also feiern können die hier. Ich nutze noch das lokale WLAN, um mein Smartphone auf den neusten Stand zu bringen, und breche auf zurück in den Park. Genau vor der Kruger-Abzweigung ist das Stauende. Da habe ich ja Schwein gehabt. Ich fahre zum Tor, da ich mit dem Sprinter nicht durch den normalen Durchgang passe. Die freundliche Dame kommt gleich an, öffnet und fragt zum Spass, was ich ihr denn mitgebracht habe. Sie bekommt von mir eine Orange, worüber sie sich sehr freut. Ich glaube, ich habe nun einen Fan mehr hier in der Gegend. Nun fahre ich hoch bis zur S118 und S119, die ich ganz langsam befahre. Neben dem «Normalen» sehe ich heute noch einige Kudu. Auch mal schön. Am Ende der S119 warte ich einige Zeit und wende dann. Ich fahre die gleiche Strecke zurück und sehe nicht besonders viel bis zur Teerstrasse. Kaum auf der Teerstrasse H3, entdecke ich 5 Nashörner auf der rechten Seite. Leider ist die Sonne schon fast weg, und das mit den Bildern wird vermutlich nicht der Hit. Langsam wird es eng mit der Zeit, und ich muss los. Kurz darauf steht ein mächtiger Elefant mitten auf der Strasse und lässt keinen durch. Die Ohren weit offen, der Rüssel in der Luft, und mit schnellen Schritten kommt er auf mich zu. Da ist Rückzug angesagt, was nicht so einfach ist, denn hinter mir ist noch ein kleines Auto und neben mir ein Safarifahrzeug. Immer mehr Fahrzeuge sind nun hinter mir, und alle schon am Rückwärtsfahren, wobei der Elefant immer näher kommt. Ich kann aber nicht schneller. Nun trompetet er auch noch. In dem Moment fährt einer mit einem Grenadier mit Vollgas neben dem Elefanten durch, was die Situation nicht verbessert. Er versucht, das Fahrzeug zu erwischen, was zum Glück nicht gelingt, aber nun ist er sicher noch mehr aufgeregt. Erst nach mehreren hundert Metern, ich stehe mittlerweile auf einer Brücke, biegt der Elefant in den Busch ab und macht die Strasse frei. Nun aber los, so komme ich 2 Minuten vor Gateschluss (aktuell diesen Monat 17:30) in das Camp. Duschen und Blog schreiben. Gute Nacht.

17.6.2026 Mittwoch, Malelane, Kruger NP

Es gibt so Tage, da denke ich am Abend: Habe ich das wirklich alles erlebt? Und dann sage ich mir: Thomas, du bist in Südafrika, hier ist das genau so und ganz normal. Also, ich fahre heute aus dem Camp hoch zur Strasse mit Ziel Matjulu-Wasserloch bei Berg en Dale. Ich bin noch nicht lange unterwegs, da macht ein Fahrer mit einem weissen Landrover mit Lichthupe auf sich aufmerksam. Er begrüsst mich gleich mit meinem Vornamen, und ich stehe total auf dem Schlauch. Mit einem kleinen Hinweis ist mir nun klar, mit wem ich hier rede. Es ist der nette Herr, der mir vor längerer Zeit die Fotohalterung ausgeliehen hat. Er ist per Zufall auch gerade im Park, und so stehen wir also nun hier. Die Freude ist riesig, und wir haben viel zu berichten. Dann meinte ich, dass ich die Halterung nun doch sehr gerne bezahlen möchte, damit ich sie behalten darf. Er überlegt kurz und nennt mir einen fairen Preis, den ich dann auch gleich bar begleiche, worauf er wiederum verwundert ist, dass ich so viel Geld bei mir habe. Lieber Freund. Es ist mir eine grosse Ehre, dich zu kennen, und ich bin sicher, wir sehen uns wieder mal hier in Südafrika. Du hast mir gezeigt, was Vertrauen bedeutet. Und es geht gleich weiter, denn es hält noch ein Fahrzeug neben uns, und der Fahrer ruft: «Hallo Thomas.» Erneut brauche ich Hilfe, und ja klar. Wir waren zusammen in Kaia Manzi auf dem Boot. Unglaublich, der Auftakt heute. Danach fahre ich noch bis zur Wasserstelle und frühstücke. Keine besonderen Vorkommnisse. Somit etwas zurück und mit der S110 durch die Berge runter zur H3-Teerstrasse. Dann zum Gate. Die nette Dame am Gate fragt mich, was ich denn nun schon wieder draussen machen will. «Och, ich gehe einkaufen.» Wir lachen, und ich fahre nach Malelane. Habe ich doch bei der Bank einen Termin. Leider klappt noch nicht alles, und so muss ich später nochmals antraben. Das ist ja ein Akt. Nun noch einiges einkaufen, damit die Fahrt nicht ganz sinnlos war, und dann zurück. Die Dame am Gate ist gerade mit zwei Autos beschäftigt, und es dauert einige Zeit, bis sie zu mir kommt. Es waren zwei Tagesbesucher, die probiert haben, mit Alkohol in den Park zu fahren. Die Dame hat einen guten Riecher und findet alles. Natürlich bekommt sie eine Orange, worüber sie sich sehr freut, und ich fahre ein. So fahre ich wie schon so oft auf der H3, und ein entgegenkommendes Fahrzeug gibt Lichtsignal. Wer kann das denn nun sein? Ich halte und werde auf Schweizerdeutsch angesprochen. Die junge Frau wohnt mit einem Südafrikaner hier in der Nähe und freut sich, einen Schweizer zu treffen. War schön, euch zu treffen, und gutes Gelingen. Nun aber hoch bis zur S118, die ich bis zur Brücke fahre. Kurz davor sehe ich ein Ranger-Fahrzeug verlassen stehen. Das Fahrzeug kenne ich doch. Klar, mein Freund. Leider sehe ich ihn nicht in der Nähe. Er ist irgendwo im Busch beschäftigt. Ich fahre runter zur Brücke, um das Flussbett zu queren, denn hier sind immer mal Tiere zu sehen. Diesmal stehen hier zwei prächtige Büffel, die ich gleich zu fotografieren probiere. In dem Moment kommt eine kleine Elefantenfamilie die gegenüberliegende Piste runter auf die Brücke, und ich muss etwas zurücksetzen. Keine Konfrontation mit einem Elefanten. Sie ziehen vorbei, und ich komme doch noch zu meinen Bildern von den Büffeln. Eigentlich werden die Tiere Kaffernbüffel oder Schwarzbüffel genannt. Charakteristisch sind die grossen, gebogenen Hörner, die sich zu einer mächtigen Hornbasis auf der Stirn (dem sogenannten «Boss») vereinen. Ältere, dominante Bullen werden als «Dagga Boys» bezeichnet und ziehen oft als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen umher. Büffel gehören zu den gefährlichsten Tieren Afrikas. Sie werden von Einheimischen auch als «der schwarze Tod» bezeichnet, da sie sich bei Bedrohung oder Verletzung vehement verteidigen. Hier im Park leben zwischen 25 und 48 Tausend Tiere. Eine Herde hat dann 50 bis 500 Tiere. Dann drehe ich auf der anderen Seite, quere erneut die Brücke und fahre die S119 lang bis zum Bird Hide Gardenia Bird. Dann noch etwas weiter bis zu meinem Platz an dem Flussufer, wo ich einige Zeit verbringe. Ich nehme den gleichen Weg zurück und entdecke einen Leoparden, der jedoch wirklich nicht leicht zu sehen ist, und somit gibt das leider auch kein Bild. Dann auf der H3 zurück zum Camp, wo mich 3 km vor der letzten Kreuzung eine wilde Horde Elefanten auflauert. Die ganz kleinen rennen hintereinander durch die Büsche, wobei es nur so knackt. Einer steht vor mir und begrüsst mich mit offenen Ohren und erhobenem Rüssel, und in dem Moment sehe ich noch einen hinter mir auftauchen. Nun sitze ich etwas in der Falle. Bin doch tatsächlich mitten reingefahren und habe das eine Tier übersehen. Nerven behalten und gut beobachten. Die Situation wird entspannter, denn der eine hinter mir verzieht sich in den Busch zu den Kleinen. Nun muss ich nur noch abwarten, was vor mir passiert. Doch auch das entspannt sich, und ich darf passieren. Das hätte auch ins Auge gehen können. Zurück im Camp werde ich schon von Team Mistermog erwartet. Ich sehe die Motorhaube vom Mog oben und ahne nichts Gutes. Doch alles halb so wild. Wir werden das beobachten. Ich quatsche noch mit einem Südafrikaner, der diese Nacht unser Nachbar ist. Er ist zusammen mit seiner Frau von Crooks Corner, was ganz oben vom Kruger liegt, in sechs Wochen mit Vollpack und Zelt sowie zwei bewaffneten Rangern bis hier runter gewandert. Im Ganzen sind das 650 Kilometer und wird in 6 Teile zerlegt. Jeder Teil hat 100 bis 120 Kilometer Länge und dauert eine Woche. Pro Tag sind es 15 bis 24 km zu laufen. Und nun das Beste: Nicht einfach zu buchen, sondern das wird jeweils versteigert. Reife Leistung und sicher ein super Abenteuer. Nun gibt es Kartoffelsalat und Würstchen. Das sind so dünne, lange Würstchen, und innen steckt ein Spiess, den man erst entdeckt, wenn man draufbeisst. Interessant. Nun noch Blog schreiben und gute Nacht.

18.6.2026 Donnerstag, Malelane, Kruger NP

Da morgen das Revier gewechselt wird, heute nochmals eine gemütliche Fahrt auf die S118 und S119. Beim Halt für das Frühstück zwickt es mir im Rücken, und der Tag ist nur noch Scheisse. Gut, bis zum Abend hat es sich etwas gelegt, aber es ist nicht schön gewesen. So bin ich meist an einem Ort gestanden und habe den Tieren zugeschaut. Einmal den Elefanten, an einem anderen Ort den Zebras und einmal bei den Schildkröten, die auf dem einen Ast sassen. Eine ist plötzlich ins Wasser geplumpst, und ich musste so lachen. So bin ich eigentlich früh zurück im Camp und mache noch einige Wartungsarbeiten. Den einen Wasserkanister in den Haupttank kippen usw. Abendessen ist heute besonders früh angesagt. Es gibt ein ordentlich grosses Stück Fleisch mit Salat. Noch einige Gespräche sowie Lagebesprechung für morgen, und der Tag ist gelaufen.

Was kostet es eigentlich hier im Park zu sein?

Es gibt einen Pass, die Wildcard; damit ist der Eintritt für das ganze Jahr in ganz Südafrika bezahlt. Die Kosten dazu sind pro Person für Europäer 4680 Rand (230 CHF). Für zwei Personen (7310 Rand / 360 CHF) und für eine Familie (8745 Rand / 430 CHF). Für einen Südafrikaner pro Person (930 Rand / 46 CHF). Da ich Südafrika-Resident bin, zahle ich somit 46 CHF für das ganze Jahr. Das ist der Eintritt. Nun kommt natürlich noch die Unterkunft dazu. Das sind für einen Stellplatz auf einem Camp ab (425 Rand / 20 CHF). Die Camps sind sehr unterschiedlich ausgestattet. Bieten jedoch immer Duschen, WC, Strom am Platz sowie die Möglichkeit, etwas zu kochen und abzuwaschen. Teilweise Badewanne, Schwimmbecken, Restaurant, kleiner Supermarkt, Souvenir-Shop und Weiteres. Die Camps sind mit einem Zaun gesichert, und es hat meist eine Reception, wo man sich anmelden muss. Viel werden auch Gamedrive sowie Morningwalk angeboten.
Aktuell, also im Juni, darf man sich von 6:00 – 17:30 mit dem Fahrzeug im Park bewegen. Muss dabei unbedingt auf den Strassen und Pisten bleiben. Zur Information: Ich habe gerade Winter, und so ist der Sonnenaufgang um 6:36 und der Sonnenuntergang um 17:11. (Das ist für den 18. Juni).
Auf den Teerstrassen darf man mit 50 km/h fahren. Auf den Pisten sind es dann 40 km/h. Die Strassen sind meist in sehr gutem Zustand. Die Pisten dagegen unterschiedlich. Es kann sehr gut sein, aber auch grusliges Wellblech haben. Wasserdurchfahrten kann es je nach Strecke auch geben.
Wichtig für Fahrer von grösseren Fahrzeugen! Die Pisten dürfen nur bis 4000 kg Gesamtgewicht befahren werden. Diese müssen unbedingt auf den Teerstrassen bleiben.

Folgende Campingplätze stehen zur Verfügung:

  • Berg-en-Dal (Sehr beliebt im Süden)
  • Crocodile Bridge (Im äussersten Südosten, ideal für Tierbeobachtungen am Fluss)
  • Letaba (Zentral am Fluss gelegen, mit tollem Elefantenmuseum) (Aktuell leider geschlossen)
  • Lower Sabie (herrlicher Blick auf den Sabie-Fluss) (Da bin ich morgen)
  • Mopani (Nördlicher gelegen, grosszügige Anlage)
  • Orpen (Kleineres Camp direkt am Orpen-Gate)
  • Pretoriuskop (Im Süden, historisch und sehr weitläufig)
  • Punda Maria (Norden, bekannt für tolle Vegetation und Vogelbeobachtungen)
  • Satara (Zentral, riesig und exzellent für Löwen- und Gepardensichtungen)
  • Shingwedzi (Im Norden, bekannt für Elefanten und Büffel)
  • Skukuza (Das grösste Camp und administrative Zentrum des Parks)

Weiter stehen noch sogenannte Satelliten-Camps zur Verfügung:

  • Balule (Rustikaler, wunderschöner Campingplatz direkt am Olifants-Fluss) (Aktuell leider geschlossen)
  • Malelane (Im tiefen Süden) (Hier bin ich gerade)
  • Maroela (In der Nähe des Orpen-Gates)
  • Tamboti (Ebenfalls in Orpen-Nähe, Fokus auf Safarizelte und Camping)

Und dann sind da auch noch sogenannte rustikale Camps:

  • Bateleur
  • Biyamiti
  • Shimuwini
  • Sirheni
  • Talamati
  • Tsendze (Ein sehr beliebter, fast naturbelassener Rustic-Campingplatz)

Die meisten davon werde ich im Verlauf dieser Reise besuchen.

Das Strassen- und Pistennetz ist über 3500 km lang. Also viel zu entdecken.

 

19.6.2026 Freitag, Malelane – Lower Sabie, Kruger NP

Der Morgen fängt mit Frust an. Leider. Starlink hat meine Verbindung gestoppt. Nun ist auch die zweite Antenne nutzlos. Ich bin verärgert und melde mich beim Starlink-Support, was meine Stimmung nicht anhebt. Anscheinend werden allen Menschen, die Starlink in Südafrika nutzen, die Verbindungen abgestellt, denn ich kenne schon einige. Gut, es muss ein Plan B her. Und ich versuche nun, die Hardware an Starlink zurückzugeben und die Gebühren zurückzubekommen. Es bleibt spannend.
Nun muss aber was Schönes kommen. Ich fahre die H3 Richtung Norden, wobei das Wetter mässig ist. Und da sehe ich doch was vor mir. Es sind 9 aufgeweckte Wildhunde. Wenn das keine Entschädigung ist. Bilder zu machen ist so gut wie nicht möglich, da noch ein Fahrzeug vor mir ist und sich immer im richtigen Moment querstellt. Aber das Erlebnis bleibt. Es ist einfach schön, diesen Tieren zuzusehen. Eigentlich ist der Plan, auf der Teerstrasse H3 zu bleiben, doch die Abzweigung auf die S113 lockt. Dann auf die S23, wo mich wieder mal eine ganze Horde Elefanten in allen Altersgrössen nicht gleich passieren lassen wollen. Dann auf S114 und S112 sowie S22 und weiter auf S114. Die Umfahrung ist landschaftlich immer ein grosser Genuss. Einige Kilometer, bevor ich auf die H1-1 treffe, liegen rechts am Pistenrand zwei kleine junge Hyänen aneinandergeschmiegt und dösen vor sich hin. Bei der Kreuzung vor Skukuza steht wie schon so oft ein Grossaufgebot von Polizei und Rangern. Ich werde angehalten und darf den Führerschein zeigen. Die Kopie davon reicht dem netten Ranger. Wir quatschen noch einige Minuten, und er erfährt, dass ich 2,5 Monate hier im Park bin. Es beeindruckt ihn nicht, er sei schon 32 Jahre hier. Ich mag Menschen mit Humor. Die Fahrt am Sabi River entlang nach Lower Sabie ist immer schön. Unten am Fluss entdecke ich eine sehr grosse Büffelherde. Und nun stehe ich auf dem leider sehr engen Platz vom Lower Sabie Camp. Das Restaurant ist ordentlich, und der Abend wie immer kurz.

Nachtrag: Ich habe beide Starlink-Abos gekündigt. Eine Rücknahme der Geräte wird nur gewährt, wenn man im Starlink-Shop gekauft hat. Die Gebühren werden nicht zurückerstattet, obwohl die Leistung nicht erbracht wurde. So gehe ich zurück zu Internet über SIM-Karte in der Teltonika RUTX50. Die Antennen landen voraussichtlich im Müll. Da weiss man, was man hat. Guten Abend…

 

20.6.2026 Samstag, Lower Sabie – Skukuza, Kruger NP

Heute geht es von Lower Sabie nach Skukuza. Es gäbe eine schnelle, mehr oder weniger direkte Verbindung (H4-1), doch ich habe einen anderen Plan. So fahre ich tatsächlich in die entgegengesetzte Richtung, also auf der H4-2, um dann kurz hinter dem Camp über die Brücke den Sabie River zu queren. Nun geht es auf der H10 nach Norden. Heute ist die Piste zum Mlondozi Damm frei, und so fahre ich auch gleich da hin. Der Name leitet sich von den «Balondolozi» ab. Dies war eine Elite-Abteilung des Inyatsi-Regiments unter dem Swazi-König Mswati II. Während der Grenzkämpfe mit den Tsonga-Bevölkerungsgruppen zwischen 1856 und 1860 war diese Truppe genau an diesem Flusslauf stationiert. Mlondozi bedeutet demnach übersetzt «Der Ort des Balondolozi-Regiments». Heute ist es sehr frisch, und ein empfindlicher Wind bläst. Kleiderhinweis zu meinem Sprinter: Ich habe vorne unter der Motorhaube einen Wasserhahn, womit ich den Heizkreislauf unterbrechen kann, weil der vom Werk aus installierte Mischer leider nicht mehr ganz dicht macht. Der hat sich halt dem Fahrer angepasst, da der auch nicht ganz dicht ist. Natürlich vergesse ich immer am Morgen, diesen Hahn zu öffnen, und so kann ich nicht heizen auf der Fahrt. Zudem fahre ich meist mit offenem Fenster, da meine Scheiben nicht mehr so transparent sind wie damals vor über 26 Jahren. Oder einfach gesagt, ich friere ganz schön bei der Fahrt am Morgen, da ich nicht heizen kann. Und aussteigen ist hier nicht, wenn man unterwegs ist. Hier habe ich beim Unterstand einen sehr interessanten Gedankenaustausch mit einer südafrikanischen Familie, wobei ich viel Neues erfahren darf. Ich danke euch für das offene Gespräch und weiterhin gute Fahrt im Kruger. Zurück auf der H10, die ich nur quere, um gleich in die S29 zu fahren, um dann weiter auf der S128, auch Old Tshokwane Road genannt, nach Norden zu kommen. Der Häuptling Chokwane lebte mit seinem Stamm in diesem Gebiet und verstarb dort im Jahr 1915. Er galt für die frühen europäischen Pioniere als eine unschätzbare Quelle für Geschichten über die Stammesgeschichte der Region, insbesondere über die historischen Überfälle der Swazi und Zulu in der Gegend. Als der erste Parkwächter des Kruger-Nationalparks, James Stevenson-Hamilton, im Jahr 1928 einen neuen Ranger-Posten in diesem Abschnitt errichtete, benannte er den Posten zu Ehren des verstorbenen Häuptlings. Ich begegne auf der Fahrt Gruppen von Zebra sowie Gnu. Nach etwa 30 Kilometern biegt die Strasse dann zurück auf die H10, die parallel im Osten verläuft. Die Piste ist übrigens in gutem Zustand, und die Fahrt war schön. So folge ich der H10 und komme auf einen Hügelzug, genauer auf dessen Rücken. Auf der Fahrt sehe ich eine sehr grosse Anzahl Elefanten. Zwei Aussichtspunkte, die ich in einem älteren Blog schon erwähnt habe, sind Pflicht halt für mich. Irgendwann vernehme ich das Brummen von Mistermog, der gerade vorbeiknattert. So fahre ich weiter auf die S32, die zum Orpen Dam führt. Auch den habe ich neulich schon beschrieben, doch diesmal ist der Abzweig nach Norden frei. Ich muss diese Strecke fahren, da ich die Gegend super schön finde. Leider spielt das Wetter nicht so gut mit, und ab und an fallen auch schon Regentropfen. Ich entdecke einen tollen Rastplatz unter einem riesigen Baum und bereite mein Mittagessen zu. Heute besteht es aus einem leckeren Salat mit Feta-Käse, Möhren, Avocado, Tomate und Salatgurke. Kurz darauf entdecke ich bei den Felsen auf der anderen Uferseite vom Fluss eine Felsennadel. Ich bin hier sicher schon 10 Mal durchgefahren, doch die habe ich noch nie gesehen. Das gibt gleich einen neuen Punkt auf dem Navigationsgerät. Die Nadel will ich mal bei gutem Wetter sehen. Kurz nach der Furt über den Fluss wechsle ich auf die S35. Das ist ein sehr spontaner Entscheid. Ich muss ja die Gateschliessung immer etwas im Auge behalten und kann nicht bis in alle Nacht hinein rumgurken. Ich stehe vor einer riesigen Büffelherde von mehreren hundert Tieren. Neben mir steht ein Geländefahrzeug mit südafrikanischem Kennzeichen, und wir unterhalten uns länger und sehr angeregt über das Reisen und den Schwerpunkt Fahrzeugverschiffung. Er hat ein Fahrzeug in den USA stehen und möchte das nach Europa bringen. Danke für das Gespräch und gutes Gelingen bei der Verschiffung. So geht es dann mit etwas gemischten Gefühlen mitten durch die Büffelherde. Nach längerer Fahrt komme ich an drei Gedenktafeln vorbei. Eine ist eine Erwähnung von Ranger Wolhuter (1877–1964). Er war der erste offizielle Wildhüter (Game Ranger) des Sabi-Wildreservats, aus dem später der weltberühmte Kruger-Nationalpark hervorging. Er diente dort unglaubliche 44 Jahre lang (von 1902 bis 1946) und gilt als absolute Legende des Parks. Wolhuter ritt nach Einbruch der Dunkelheit auf seinem Pferd entlang der heutigen Lindanda Road (S35), als er von zwei Löwen attackiert wurde. Ein Löwe sprang auf das Pferd, das daraufhin wild bockte. Wolhuter stürzte aus dem Sattel und landete direkt vor dem zweiten Löwen. Der zweite Löwe packte den Ranger an der Schulter und schleifte ihn fast 100 Meter weit in das dichte Gebüsch, um ihn zu fressen. Trotz schwerer Verletzungen und Todesangst behielt Wolhuter die Nerven. Er erinnerte sich an sein kleines Jagdmesser an seinem Gürtel. Mit der freien Hand zog er das Messer und stach dreimal auf das Herz und die Halsschlagader des Löwen ein. Der tödlich getroffene Löwe liess ihn fallen und starb kurz darauf. Wolhuter rettete sich schwer verletzt auf einen Baumstumpf, während sein treuer Hund «Bull» den verbliebenen, zweiten Löwen erfolgreich auf Distanz bellte, bis Wolhuters Suchtrupp eintraf. Das originale Messer und das Fell des erlegten Löwen sind bis heute in der Stevenson-Hamilton-Gedenkbibliothek im Hauptcamp Skukuza ausgestellt. Erkenntnis des Tages: Immer ein Schweizer Taschenmesser dabei haben. Ich komme auf die S37, die ich jetzt schon sehr gerne weiter gen Norden gefolgt wäre, doch ich muss langsam zum Camp. So folge ich der Piste südlich, bis ich zur H1-3 komme. Hier ist erneut eine Gedenktafel für Louis Trichardt (1783–1838). Er war ein berühmter Voortrekker-Anführer schwedischer Abstammung, der im März 1838 mit seiner Familie und seinen Gefährten als erster weisser Siedler das Gebiet des heutigen Kruger-Nationalparks durchquerte. Trichardts Gruppe befand sich auf einer epischen, extrem harten Reise vom Soutpansberg in Richtung der Delagoa-Bucht (dem heutigen Maputo in Mosambik), um einen sicheren Handelsweg zum Meer und Kontakt zu portugiesischen Händlern aufzubauen. Anfang März 1838 stiess der Treck in das unkartierte, malariaverseuchte Lowveld vor. Am 6. März 1838 erreichten sie die Region Tshokwane. Der Marsch durch das von der Tsetsefliege und Malaria dominierte Gebiet forderte einen fatalen Tribut. Nur einen Monat später, am 13. April 1838, erreichten die Überlebenden völlig erschöpft die Delagoa-Bucht. Louis Trichardt selbst und die Mehrheit seiner Begleiter starben dort kurz darauf an Malaria. So fahre ich nun Richtung Süden und passiere den Mazithi Dam. Die Spur der «Mazithi»: Das Wort leitet sich von «Madzwiti» (oder in lokaler Tsonga-Aussprache Mazithi) ab. Dies war die Bezeichnung der lokalen Bevölkerungsgruppen für die Nguni-Krieger unter der Führung von König Zwide und später Soshangane. Diese Kriegertrupps zogen während der turbulenten Mfecane-Zeit (grosse historische Völkerwanderung und Konflikte im südlichen Afrika) plündernd und erobernd durch das heutige Gebiet des Parks. Der Begriff wurde im Lowveld im übertragenen Sinne auch für «Eindringlinge», «Fremde» oder «Krieger aus dem Süden» genutzt, die Angst und Schrecken verbreiteten. Der Damm und das dortige Gebiet wurden nach diesen historischen Begebenheiten benannt. Ich passiere den Tshokwane Picknick Platz, den ich schon mal beschrieben habe. Etwas mehr als 20 km vor dem Camp sehe ich einen einzelnen Wildhund. Was macht der hier so alleine, denke ich mir, und halte an. Er liegt in einer Mulde gut 20 Meter weg von der Strasse im Busch. Durch seine Bewegungen wurde ich erst auf ihn aufmerksam. Neben ihm ist ein gut 4 Meter hoher Erdhügel. Dann fahre ich etwas vor und erhoffe eine bessere Sicht auf das Tier zu bekommen. Fototechnisch ist es leider nicht der Hit, da es schlechtes Wetter, also bedeckt ist, und dann noch gleich die Sonne untergehen wird. Und dann sehe ich etwas aus dem Hügel kommen. Nein, nicht etwas, ganz viele Etwas. Das sind doch, das kann doch nicht wahr sein. Das ist die Sichtung des Lebens, wie es mir gerade durch den Kopf geht. Lauter kleine Wildhunde purzeln den Hügel runter. Ich versuche, einige Bilder zu machen, doch das wird nicht der Hit. Der Plan für morgen steht. Ich fahre zum Camp, wo Team Mistermog auch einen Platz gefunden haben. Neben der Reception befindet sich eine Gedenktafel, die an die Pioniere des Parks erinnert, darunter Paul Kruger, Piet Grobler und James Stevenson-Hamilton (den ersten Parkaufseher, nach dem Skukuza benannt ist). Ich versuche noch einen Tag auf ein anderes Camp umzubuchen, wobei die Dame an der Rezeption mich zwinkernd anschaut und fragt, ob es mir denn im anderen Camp besser gefällt. Nun, es war nichts frei, und so bleibe ich die Tage hier. Abendessen ist schnell bereit, und wir steigen im Mog in eine interessante Diskussion betreffend meinem Blog ein. Die Bilder sollten im Text an der entsprechenden Stelle sein. Ja, würde ich gerne machen, doch der Aufwand wird immer grösser. Wir kommen noch zu einigen Verbesserungen, und ich weiss selber nicht, wie viel Aufwand ich noch in den Blog stecken will. Aktuell passe es für mich, mehr geht nicht. Optimieren ist sicher immer möglich. Ich bin lernfähig. Danke und gute Nacht.

21.6.2026 Sonntag, Skukuza, Kruger NP

Der Start vom heutigen Tag ist schon mal klar. Es geht auf direktem Weg zu dem Wildhunde-Bau, und das ist die H1-2, die erst über zwei Brücken führt. 20 Kilometer sind es zu fahren. Aktuell ist kein Fahrzeug am Ort, und ich kann mich strategisch bestens platzieren. Schon treffen weitere Fahrzeuge ein, die sich meist ordentlich benehmen und mir die Sicht nicht klauen, denn ich habe mich auf der anderen Strassenseite platziert, was sich bis zum Schluss als perfekt erweist. Ich stehe nicht auf der Strasse, sondern neben der Strasse und habe Einblick zum Bau und dessen Eingang. Ich staune, wie diszipliniert und freundlich die Safarifahrzeuge mir gegenüber sind. Noch ist kein Hund zu sehen. Das Wetter ist mässig, und ich sehe, dass die Kamera mit sehr hohen ASA-Werten ins Rennen geht. Ich habe das 600-mm-Objektiv auf der Kamera, das leider nur eine Blende von 5.6 bietet. Das wird meine nächste Anschaffung sein. Ein 600-mm-Fixobjektiv mit integriertem Teleconverter 1.4 und einer Blende von 4.0. Gut, andere kaufen sich dafür einen Kleinwagen, aber gutes Werkzeug muss sein. Zurück zum Geschehen. Es entstehen einige Hundert Bilder, die sicher nicht alle der Hit sind. Ich muss das Material erst noch sichten. Und was habe ich vor der Linse? Also es erscheint erst ein Hund, der aus dem Bau kommt, und das genau dann, wo fast alle Fahrzeuge verschwunden sind. Er verzieht sich nochmals, und dann kommt er, oder ein Anderer – so genau kann ich die wirklich nicht unterscheiden – aus der Höhle raus und verschwindet über die Strasse im Busch. Die Spannung wird unerträglich. Ich richte alles ein und mache Probebilder. Die Halterung am Fahrzeug ist jeden Franken wert. Einfach genial. So, ich bin bereit, die Show kann beginnen. Und dann erscheint tatsächlich ein weiterer Hund. Auch er verschwindet im Busch. Dann noch einer, das scheint jedoch das Muttertier zu sein. Hinter ihr quillt dann ein grosser Knäuel von 10 oder mehr kleinen Hunden aus dem Bau raus. Ich bin vom Anblick überwältigt. Das ist für mich die beste Sichtung, seit ich hier in Afrika bin (2023). Das Muttertier legt sich hin, und die Welpen werden mit Milch versorgt. Das Winseln der Welpen ist gut zu hören, bin ich doch etwa 30 Meter vom Geschehen entfernt. Nach einiger Zeit steht das Muttertier auf, und ich verliere etwas den Überblick, bin ich doch immer im Sucher am Gucken. Die Kleinen tollen die ganze Zeit rum, es ist ein Traum, ihnen dabei zusehen zu dürfen. Dann kommt einer der grossen Hunde aus dem Busch zurück und bringt ein grosses Stück Fleisch für die Kleinen. Anscheinend ist in der Nähe vom Bau ein Riss. Die Kleinen zoffen sich um das Stück, wobei klar ist, keiner kann davon wirklich was essen. Nun kommen immer mehr Fahrzeuge dazu, und mir wird der Rummel zu viel. Also Abzug. Kamera demontieren und einen Weg durch das Getümmel bahnen. Ich fahre etwa 600 Meter und entdecke auf der gleichen Strassenseite tatsächlich einen Hyänenbau. Ob das auf Zeit gut geht? Hier kann ich leider nicht so gute Bilder machen, da alles etwas ungünstig liegt. Also weiter. Während der Wartezeit habe ich mir einen Plan zurechtgemacht, den es nun abzufahren gilt. Unweit vom Geschehen biege ich in die S84 ein. Der Weg zum Mantimahle Dam ist nicht mehr gesperrt, und so biege ich da auch gleich ein. Nach 300 Metern sehe ich einen Landcruiser in misslicher Lage, da die halbe Strasse weggespült ist und er keine Einsicht hatte. Der wird noch einige Zeit seinen Spass haben und wird ohne Hilfe schon rauskommen. Also weiter zum N’watindlopfu-Wasserloch. Der Name N’watindlopfu stammt aus der Sprache der Tsonga und bedeutet übersetzt «Bach der Elefanten». Im Jahr 1987 wurde an einem kleinen Granithügel (Koppie) direkt an diesem Bachlauf eine aussergewöhnlich gut erhaltene Gruppe von vier gemalten Elefanten entdeckt. Diese archäologische Fundstätte gilt als einer der wichtigsten Beweise für das frühe und dauerhafte Vorkommen von Elefanten in dieser Region des Parks. Aufgrund dieser tiefen Verbindung zur Geschichte der Region wurde später auch einer der berühmtesten «Grossstosszähne» (Large Tuskers) des Parks – ein legendärer Elefantenbulle namens N’watindlopfu – nach diesem Ort benannt. Darauf geht es auf der S36 weiter, und es wird einsam. Kein Fahrzeug begegnet mir auf der Strecke. Den Jones-se-dam kann ich nicht anfahren, immer noch alles weggespült vom Hochwasser vor Monaten. Immer mal wieder kommt eine Furt, die einiges an Wasser führt. Tiere eher weniger, aber einmal eine grössere Gruppe Kudu, die man doch nicht jeden Tag sieht. Die Tiere sind sehr scheu und verdrücken sich, sobald sie einen sehen. Ich wechsle auf die S33 und bin immer noch alleine. Der Vutomi Dam ist defekt und hat somit kein Wasser. Der Name stammt ebenfalls aus der Sprache der Tsonga (Xitsonga) und bedeutet übersetzt «Staudamm des Lebens» oder schlicht «Leben» (Vutomi = Leben). Dann stosse ich auf die H1-3, die ich nur quere, um auf der gegenüberliegenden Seite gleich in die S37 einzufahren. Die habe ich gestern schon befahren, aber ich nutze diese, um dann weiter in den Nordosten zu kommen. Nur wenige Kilometer von Mosambik entfernt, fahre ich gen Norden, wobei ich einmal einen Grader überhole, der die Piste perfektioniert. Bis zum Sweni-Wasserloch, das ich vom letzten Jahr noch gut kenne. In der regionalen Sprache bezieht sich der Begriff auf eine «Senke» oder ein «flaches Becken», was die flache Topografie des Tals beschreibt, durch das sich der Sweni-Fluss windet. Das flache Grasland rund um das Wasserloch und den Flusslauf ist berühmt für seine extrem hohe Dichte an Löwen. Die offenen Flächen bieten ideale Jagdbedingungen, weshalb die Region bei Safaris als Hotspot für Raubtiere gilt. Mir bleiben die Katzen leider verborgen. Das Wetter stimmt halt eben nicht. Hier geniesse ich die Mittagspause bei einer grossen Papaya. Im Anschluss fahre ich zum unweit gelegenen, sehr schönen Picknickplatz neben der Lembombo Lodge. Vom Picknickplatz führt ein kleiner, kurzer Fussweg zu einer Anhöhe, wo ein Unterstand mit Sitzgelegenheit ist, von wo man einen tollen Ausblick auf die Gegend geniesst. Und wer sitzt hier? Die nette südafrikanische Familie, die ich nun das dritte Mal treffe. Das ist ja lustig. Doch nun kommt es noch besser. Ich bin so im Gespräch, wobei eine zweite Familie mit zwei jungen Mädchen dazukommt. Die beiden Familien schwenken sofort auf Afrikaans um und tauschen sich kurz aus. Dann wendet sich der Mann zu mir und spricht in perfektem Deutsch mit mir. Ich bin etwas verwundert und denke, die sind sicher von Deutschland nach Südafrika ausgewandert. Im Prinzip ist das richtig, doch ausgewandert sind die Vorfahren 7 Generationen vor ihnen im Jahr 1850. Die deutsche Sprache ist ihnen dabei immer noch sehr wichtig. Die Familie spricht untereinander Deutsch. Die Mädchen besuchen auch eine deutsche Schule und wohnen in Pretoria. Ich bin nun total baff und freue mich, mit ihnen zu sprechen. Danke für das sehr interessante Gespräch. Ich hoffe, ihr lest diese Zeilen…

Nun, es ist spät, und der Weg noch weit. Also los. Leider muss ich etwas umplanen, sonst reicht die Zeit nicht, aber so habe ich schon einen Plan für morgen. So fahre ich zur H1-3, die ich dann Richtung Süden befahre. Ein kleiner «Ausflug» muss noch gehen, und so fahre ich in die S32, die ich landschaftlich schon immer bewundert habe. Und bei der Fahrt hoffe ich auf Löwen, hatte ich doch 2025 hier eine Top-Sichtung. Nein, keine Löwen. Dafür lasse ich nun einige Stellen links liegen, und die kommen auf den Plan für morgen. Sind nun auf dem Navi mit einem Fähnchen markiert. Moment. Der grüne, grosse Baum eben. Da stimmt was nicht. Stopp und zurück. Nichts. Nein, da war doch was. Ich ändere einige Male meine Position und suche den Baum mit dem Fernglas ab, und nun sehe ich einen langen Schwanz wedeln. Na klar, da liegt ein Leopard auf dem Baum. Ich bekomme ihn leider nur von der Rückseite, aber ich bin stolz auf mich, ihn so entdeckt zu haben. Dann weiter, wobei mir einige Safari-Fahrzeuge entgegenkommen, denen ich meine Entdeckung verrate. Ich komme zum Ort, wo die kleinen Wildhunde sind. Das Fahrzeugaufkommen ist erschreckend. So passiere ich die Stelle so schnell wie nur möglich, um ins Camp zu kommen. Noch schnell tanken, das ist nun schon weit über 1500 km her, wo ich das letzte Mal getankt habe, und etwa 300 km wären noch gegangen. Doch ich will kein Spiel spielen, sondern sicher unterwegs sein. Team Mistermog war heute nicht auf Pirschfahrt. Wir geniessen das nahe Restaurant in der Flussnähe. Das Essen ist gut, und die Portionen reichlich. Der Tag ist gerettet. Blog schreiben und gute Nacht.

22.6.2026 Montag, Skukuza, Kruger NP

Drei Mal kannst du raten, wo es heute zuerst hingeht. Ja genau, der Wildhundbau ist das erste Ziel vom Tag. Das sind also die ersten 20 Kilometer vom Tag. Vor Ort sind noch nicht so viele Fahrzeuge, und ich ergattere mir einen guten Platz. Was jedoch klar ist: Das Licht ist nicht besser, da die Sonne gerade erst aufgegangen ist und der Bau im Wald steht. Dazu ist die Öffnung auf der Schattenseite. Ich mache meine Bilder so gut es geht und verdrücke mich dann. Die kleine Piste zum Olifantsdrinkgat-Wasserloch ist frei, und so fahre ich gleich hin. Der Name Olifantsdrinkgat stammt aus dem Afrikaans und bedeutet wörtlich übersetzt «Elefanten-Trinkloch» (Olifant = Elefant, drinkgat = Wasserloch / Trinkloch). Nicht wirklich was los, aber ein netter Platz für das Frühstück. Bei der Wasserstelle stehen zwei Windräder, wobei das eine keine Flügel mehr hat. Dann sehe ich hier noch eine Gedenktafel für Stewarts & Lloyds. Das war der Hersteller der Windpumpen, die jahrzehntelang das Gesicht der Wasserversorgung im Park prägten. Im August 1972 feierte das südafrikanische Traditionsunternehmen Stewarts & Lloyds die Produktion seines insgesamt 150.000. Windrads (Modell Climax). Aus diesem Anlass schenkte die Firma dieses spezielle, feierlich beschriftete Windrad dem National Parks Board. Und genau das steht hier. Stewarts & Lloyds erwarb bereits 1942 die Lizenz zur Fertigung dieser robusten Windpumpen in Südafrika. Sie wurden zu Ikonen der südafrikanischen Landschaft (vor allem in der Karoo und im Bushveld), da sie ohne Strom- oder Treibstoffzufuhr autark Wasser für das Vieh und die Tierwelt fördern konnten. In der Mitte des 20. Jahrhunderts setzte die Parkverwaltung massiv auf künstliche Bohrlöcher, die von solchen Windrädern betrieben wurden. Ziel war es, den Tieren auch während verheerender Dürreperioden flächendeckend Wasser anzubieten. Heute hat die Parkverwaltung viele dieser künstlichen Wasserlöcher und Windpumpen wieder zurückgebaut, um den natürlichen Wanderungen der Tiere Vorrang zu geben und eine Überweidung zu verhindern. Somit wäre das auch mal klar. So fahre ich weiter bis zum Tshokwane Picknick Platz, wo ich kurz den Abwasch erledige und dann kurz hinter dem Platz gleich in die S34 einbiege. Diese führt erst an einer Ranger-Station und dann an einem Flugfeld vorbei. Es ist eine Schotterpiste für kleine Flugzeuge wie das, das man öfter hier im Park sehen kann. Ich entdecke ein Buschhörnchen, das an einem Sjambok-Hülsenbaum, bzw. an einer der Hülsefrüchte, klettert und davon nascht. Ein seltener Anblick. Verschiedene Teile des Baumes werden in der afrikanischen Naturheilkunde genutzt. Die Rinde und Wurzeln werden beispielsweise zur Behandlung von Magenbeschwerden, Zahnschmerzen und Malaria (Schwarzwasserfieber) verwendet. Die Piste endet in die S36, auf der ich weiter nach Norden komme. Der Lugmag Dam ist zerstört und hat somit kein Wasser mehr. Der Name Lugmag Dam stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt «Luftwaffen-Staudamm» (Lugmag = Luftwaffe, Dam = Staudamm / Reservoir). Im Englischen wird er daher oft auch als Air force Dam bezeichnet. In den mittleren Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts (während des massiven Ausbaus künstlicher Wasserlöcher im Park) unterstützte die South African Air Force (SAAF) die Parkverwaltung. Die Luftwaffe half logistisch – unter anderem durch Luftaufklärung zur Kartierung von Wasserquellen oder beim Transport von Baumaterialien – beim Bau dieses Damms am saisonalen Ripape-Fluss. Kurz darauf komme ich zum Nhlanguleni Picknick Platz. Nhlanguleni stammt aus der Sprache der Tsonga (Xitsonga) und bedeutet übersetzt «Ort der Zauber-Guarri» (at the magic guarri). Er bezieht sich auf den magischen Guarri-Busch (Euclea divinorum), eine im Buschveld weit verbreitete Pflanze, die traditionell für medizinische und rituelle Zwecke genutzt wird. Der Platz ist sehr abgelegen, und nur wenige verirren sich hierher. Er bietet einige Tische, und sogar ein Klo ist vorhanden. Es besteht auch die Möglichkeit zum Abwaschen von Geschirr. Da es gerade um die Mittagszeit ist, mache ich mir einen Salat, und dann gönne ich mir ein Nickerchen. Ich folge der Piste weiter und passiere das Hamilton’s Tented Camp. Genau hier in der Gegend treffe ich auf eine unglaublich grosse Anzahl Giraffen. Nun wechsle ich auf die S125. Ich gucke am Mhisanamond-Wasserloch vorbei, das trocken ist. Auch hier stehen Windräder. Mhisa / Mfisa: Stammt aus der lokalen Bantusprache Tsonga (Xitsonga) und ist die Bezeichnung für den Schakal (insbesondere den Schabrackenschakal). -mond: Hierbei handelt es sich um einen Übertragungsfehler oder eine historische Namensverschmelzung auf alten Karten mit dem deutschen bzw. niederländischen Wort «Mond» (häufig verwechselt mit dem nahegelegenen Mondzweni). Der Piste weiter folgend, treffe ich auf eine sehr grosse Elefantenherde mit auffallend vielen Jungtieren. Das Schlammbad ist gerade angesagt, und die Kleinen balgen sich im Schlamm. Ein Bild für Götter. Der Kleinste unter ihnen kommt bei der Balgerei ungemütlich unter den anderen zu liegen und jammert gleich lautstark los. Danach rennt er sofort zu Mutti, um sich trösten zu lassen. Es ist unglaublich, wie laut die ganz kleinen Tröten können. Kurz bevor ich auf die H1-3 treffe, sehe ich noch den Southernmost Baobab (den südlichsten Affenbrotbaum). Er ist eine der bekanntesten botanischen Attraktionen im Kruger-Nationalpark. Er gilt als der südlichste, natürlich vorkommende Baobab-Baum (Adansonia digitata) auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Baobabs wachsen normalerweise im heissen, trockenen Norden des Parks (oberhalb des Olifants-Flusses). Dieser Baum steht jedoch völlig isoliert weit im Süden, weit ausserhalb des typischen «Baobab-Gürtels». Er markiert die absolute klimatische Grenze für das natürliche Wachstum dieser Art. Es handelt sich nicht um einen kleinen Kümmerwuchs, sondern um ein gigantisches, jahrhundertealtes Prachtexemplar. Schätzungen zufolge ist er rund 15 Meter hoch und besitzt einen mächtigen Stamm mit einem Durchmesser von fast 4,5 Metern. Da Baobabs in ihren schwammartigen Stämmen enorme Mengen Wasser für Dürrezeiten speichern, fungieren sie als wichtige Lebensadern. Ihr Blätterdach bietet Vögeln Schutz, während Elefanten in extremen Trockenzeiten gerne die feuchte Rinde anfressen. Ich bin kaum auf der H1-3, und schon sichte ich eine grosse Anzahl Löwen. Ich zähle 12 Tiere, die sich mehrheitlich gleich im Busch verdrücken. Den Geiern nach, die oben kreisen, scheint es einen Kill zu geben. Das Licht ist schlecht, aber ich versuche doch, die verbleibenden zu fotografieren. Die Zeit ist fortgeschritten und der Rückweg noch lang. So fahre ich immer Richtung Süden. Passiere erneut den Tshokwane Picknick Platz. Ab hier ist es dann die H1-2. Natürlich mache ich nochmals einen Halt, erst beim Hyänenbau und dann beim Wildhundbau. Das Licht scheint etwas besser zu sein, und ich bin auf das Resultat der Bilder gespannt. Kurz bevor ich zum Skukuza Camp komme, sichte ich noch einen Leoparden. Etwas vom Kopf und die Ohren sind entfernt zu sehen. Mehr leider nicht. Also rein in das Camp und ab unter die Dusche. Dann geht es zusammen mit Team Mistermog zum nahen Restaurant. Heute ist Pizza angesagt. Etwas labbrig das Teil, aber schmeckt ordentlich. Nun noch Blog schreiben und ab ins Bett.

23.6.2026 Dienstag, Skukuza, Kruger NP

Heute ist Administration, Planung und Wartung angesagt. Als erstes ist schon mal die Wäsche in der Maschine, und ich geniesse das Frühstück. Hier in Skukuza kann man das Stevenson-Hamilton Memorial Museum besuchen. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag 8 bis 16 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen 8:00 bis 13 Uhr. Natürlich muss ich das heute unbedingt besuchen, denn da ist unter anderem das Messer, der Gürtel und das Fell vom Löwen der obigen Geschichte ausgestellt. Und der Blog muss nun wirklich raus damit du was zu lesen hast.

Hier mal eine Übersicht zu den Provinzen von Südafrika
Die Track der Siedler
Gute Übersicht der H-Strassen und Camps
Hyäne im Morgenlicht
Immer schön diese grossen Tiere aus nächster Nähe sehen und beobachten zu dürfen
Wildhund nach einer erfolgreichen Jagd
Ein sehr erfolgreicher Jäger
Was nun, Kumpel?
Diese und drei weitere Hyänen sind den Wildhunden auf der Ferse
Und die räumen zum Schluss noch schön auf. Weissrückengeier
Giraffen mögen die Pflege der Vögel. Rotschnabel-Madenhacker
Kudu, weibliches Tier
Elefant mal auf Konfrontation. Ich ziehe mich einige Hundert Meter zurück. er kommt recht zügig und ich habe Mühe das Tempo im Rückwärtsgang zu halten
Kampf unter den Impala
Büffel
Und nochmal, weil es so schön ist.
Gabelracke
Ein schöner Platz für Frühstück
Wildhund am Morgen auf der Jagd. Jeder Hund hat eine eindeutige Zeichnung
Immer im Rudel unterwegs, die Wildhunde
Gleich drei Graufischer bei der Landung. Nein, das ist keine Fotomontage vom Ablauf einer Landung
Elefant prüft die Luft, also mich
Junge Hyäne
Ein Ausschnitt auf eine grosse Herde Wasserbüffel bei der Mittagsruhe
Hammerkopf auf der Lauer
Blüte. TBD
Der kleine Wasserbüffel hat Angst vor mir
Noch eine tolle Sichtung von Wildhunden
Junge Hyäne. Es hat wirklich viele
Schädel von einem Elefanten
Windrad für die Wasserförderung
Riesenfischer
Typisch Südafrikanisches Camping Setup. Kompakt und sehr Geländegängig
Start und Landepiste für kleine Flugzeuge im Busch
Buschhörnchen im Baum
Rotringtoko
Gaukler, die mag ich sehr, sind jedoch mehr im Kgalagadi zu sehen.
Das war mal eine Giraffe
Elefanten im Schlammbad. Gegenlicht
Rappenantilope, auch Zobelantilope genannt. Selten zu sehen. Das ist meine erste Sichtung in diesem Jahr
Wildhund mit Lebensspuhren
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen. Hier mit der Mutter
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen. Früh übt sich wer der Boss wird.
Hier im Bau sind 10 Wildhund Welpen. Der Kleine hat sich einen Happen ergattert.
Kannst du was sehen in diesem Baum? Das ist mit 150mm Aufgenommen. Dein Auge hat 43mm Brennweite. Ist also schon sehr nahe. Rechts im oberen Bereich.
Das ist mit 600mm und Ausschnitt vergrössert. Auf der Fahrt entdeckt ein Leopard ganz entspannt auf einem Ast
Ein anderer Sichtwinkel auch mit 600mm und Ausschnitt vergrössert. Leopard beim Schlafen
Klippspringer. Auch nicht viel zu sehen
Strausse sind im Kgalagadi viel mehr zu sehen. Hier eher selten.
Typisches Bild von einem Tourist bei einer Sichtung. Aus dem Fenster lehnen kann böse enden und ist streng verboten. Anstelle alles nur durch das Smartphone zu betrachten lieber den Anblick geniessen. Die Bilder werden eh nichts.
Steenbock sind sehr scheu
Das Messer auf dem Löwenfell des einen erlegten Löwen. Storry oben im Text
So waren damals die Siedler unterwegs. Hier bei der Pause
Harry Wolhuyter, seine Geschichte ist oben im Blog
Harry Wolhuyter, seine Geschichte ist oben im Blog
Das war vor dem Kruger, jedoch auch schon ein Park
James Stevenson
So hat das mit dem Camping hier angefangen
In diesem Jahr wird der Kruger Park 100 Jahre. Leider aktuell von 2 schrecklichen Ereignissen überschattet. Siehe oben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert