Augrabies NP und dann Richtung Osten 2026

Viel Zeit ist seit dem letzten Blog vergangen. Ich wollte noch warten damit die GPX Files richtig angezeigt werden doch nun ist es höchste Zeit für eine Veröffentlichung. Die GPX Files werden in wenigen Tagen angezeigt, da ist ein kleiner Bug in Plugin von WordPress das erst noch behoben werden muss. Viel Spass beim Lesen und betrachten der Bilder.

9.5.2026 Samstag, Augrabies NP
Heute steht nicht viel machen auf dem Plan. Die Beschäftigungstherapie besteht daraus, den Kleiderschrank mal wieder ordentlich aufzuräumen, was mehr als dringend notwendig ist. Dazu kommt auch die frisch gewaschene Kleidung, und somit ist fast alles bereit für die neuen Abenteuer. Später am Nachmittag ein schöner Besuch beim Wasserfall. Es ist für mich immer wieder sehr schön, dorthin zu laufen. Jedes Mal zeigt er sich in einem anderen Licht. Dann das Abendprogramm mit Essen im nahen Restaurant mit sehr grossen Portionen. Zu gross für mich. Gute Nacht.

10.5.2026 Sonntag, Augrabies NP
Um 7:30 fahre ich los, um an einen tollen Aussichtsplatz zu fahren. Einige Furten sind zu meistern, und die Piste ist teils mit Wellblech. Also reduziere ich den Reifendruck, und schon fährt es sich wie auf einer Sänfte. Der Punkt ist schnell erreicht, doch das Wetter will noch nicht so recht mitspielen. So warte ich ab und hoffe auf gutes Licht. Das Team «Mistermog» klebt noch an den Matratzen fest. Dann gegen Mittag reisst es auf, und es sind die ersten blauen Flecken am Himmel zu sehen. Ich beschliesse, zurück ins Camp zu fahren, um «Mistermog» zu holen, sonst verpassen die wirklich was. Leider ist der Mog heute etwas bockig und braucht erst einige Streicheleinheiten unter der Motorhaube, bis wir zusammen losfahren können. Der Aussichtspunkt ist toll, und ich beschliesse, mein Mittagessen hier zu geniessen. Ich verputze eine Papaya, die mir richtig gut schmeckt. Danach geht es zum zweiten Aussichtspunkt, der einen anderen, nicht minder sehenswerten Blick auf den Fluss bietet. Abgerundet wird das Erlebnis durch die tollen Steine, die hier liegen. Danach geht es weiter zum «Moonrock», den ich gemeinsam mit N. besteige. Von oben ist der Ausblick atemberaubend über die Landschaft. In der Ferne ist das Flussbett zu erahnen, und die Gischt vom Wasserfall zieht hoch in den Himmel. Genug Erlebnisse, also geht es zurück zum Camp. Blog schreiben und dann noch sehen, was ansteht. Ich würde eigentlich gerne das Spiel «Terraforming Mars» spielen. Daraus wird leider nichts. Ich bin wieder mal am Ordnung machen. Diesmal sind die beiden Lebensmittelschubladen an der Reihe, und das ist bitter nötig. Nun habe ich wieder mal einen Überblick, was da ist und was fehlt, sowie was ich in der nächsten Zeit verspeisen sollte. Das Highlight vom heutigen Tage ist ein super Telefonat mit meinem Reisefreund Friedl Swoboda, der mit seinem 6×6-Pinzgauer aktuell in Peru unterwegs ist. Obwohl wir uns noch nie persönlich gesehen haben, sind unsere Gespräche immer ein Genuss und eine Bereicherung. Gute Nacht.

11.5.2026 Montag, Augrabies NP
Ein gemütlicher Tag bei Sonnenschein. Was kann es Besseres geben? Ich habe meine Blinkanlage noch etwas erweitert, damit ich sie nicht vergesse auszuschalten. Nun piept es im Takt des Blinkers. Ich muss jetzt noch den Reifendruck für die Strasse anpassen, damit alles für die morgige Fahrt bereit ist. Und was macht man mit so einem angebrochenen Nachmittag? Da ist doch ein Trail, der direkt von meinem Platz aus losgeht. Den könnte ich doch machen. Also die kleine Runde, den Dassie Trail. Natürlich wird es dann doch die grosse Runde – den Dassie Trail und dann noch den Klippspringer Trail, da es einfach supertoll ist, den Weg zu gehen, und es mir gut tut, mich zu bewegen. Auf dem ersten Teil geht es durch die Steinlandschaft parallel zum Fluss diesen abwärts. Ich sehe den Abzweiger zum Klippspringer Trail, doch ich habe das Ziel, den Arrow Head, vor mir. So geht es immer weiter. Hier ein Bild und da ein Bild. Pflanzen, Steine und Landschaften. Dann ein Ausblick runter zum reissenden Fluss. An Tümpeln vorbei. Dann schaue ich auf die andere Seite der Schlucht und sehe tatsächlich drei Klippspringer. Ich bin super zufrieden, ausser dass ich das falsche Objektiv dabei habe. Mit 70 mm ist leider nicht viel zu holen, aber es muss reichen. Schon stehe ich am Arrow Head und komme nicht aus dem Staunen heraus. Atemberaubende Aussicht. Ich drehe um und laufe zur Abzweigung zurück. Da fasse ich den Entschluss, die Klippspringer-Runde bis zum Moon Rock zu machen. Zeitlich muss das drin liegen, bevor es dunkel wird. Mehrmals komme ich an meine Grenzen, wenn ich über die Schluchten klettere oder über den Bach balanciere. Steil auf und ab. Und dann stehe ich tatsächlich am Fuss des Moon Rock. Den kenne ich schon gut, und so entscheide ich mich gegen eine Besteigung. Der Weg ist spannend und teils anspruchsvoll, auch nicht immer ganz klar ersichtlich, da viele der Wegweiser flach am Boden liegen. Ich stelle jeden einzelnen für spätere Wanderer auf. Die Steine unterwegs zeigen die schönsten Formen und Auswaschungen. Die Blumen erfreuen mich besonders, und dann gibt es ab und an Büsche und Bäume. Einfach toll. Danke für das Anlegen dieses tollen Weges. Uuups – hätte ich nicht eine Bewilligung dazu gebraucht? Nun bin ich halt so die Runde gelaufen. Entschuldigung. Und das nächste Mal nehme ich den kleinen Rucksack mit etwas Essen und Wasser sowie meine kleine Apotheke mit. Versprochen. Heute Nacht schlafe ich sicher gut. Gute Nacht.

Nachtrag, eben noch gelesen:
20. März 2026
Touristenvorfall, Augrabies Falls Nationalpark
South African National Parks (SANParks) wurde am 16. März 2026 auf einen vermissten Besucher im Augrabies Falls National Park aufmerksam gemacht. Die südafrikanische Polizei (SAPS) wurde sofort alarmiert, und eine umfassende Suchaktion im Park eingeleitet.
Am 18. März 2026 organisierte die Familie des vermissten Touristen mit Genehmigung der Parkverwaltung eine Luft- und zusätzliche Bodensuche. Während dieser Operation wurde eine Leiche abseits des Dassie Trail gefunden. Die Überreste wurden später als die des 73-jährigen Herrn Schalk de Witt identifiziert. Die SAPS koordinierte die Bergung der Leiche, und die Angelegenheit wurde zur weiteren Untersuchung an die zuständigen forensischen Behörden weitergeleitet.
SANParks spricht der Familie und den Angehörigen des Verstorbenen in dieser schwierigen Zeit sein aufrichtiges Beileid aus. Die Angelegenheit wurde der südafrikanischen Polizei zur weiteren Bearbeitung übergeben.

12.5.2026 Dienstag, Augrabies NP – Upington Showgrounds Camping
Ich freue mich sehr auf die Strecke, da sie abwechslungsreich ist. Bei Kakamas überquere ich den Oranje River und staune wieder, wie viel Wasser er führt. Kurz vor Keimoes kontrolliere ich, ob das Wasserrad nun repariert ist, was es natürlich noch nicht ist. Mal sehen, wenn ich hier in einigen Monaten durchfahre. In Upington fahre ich gleich zu Midas, dem Handwerkerladen, um noch einiges zu besorgen. Als ich den Sprinter verlasse, schaue ich auf die Front und denke, ich sehe nicht recht. Das Abdeckglas vom Blinker auf der Fahrerseite ist abgefallen und liegt nun irgendwo in der Pampa. Gut, erst mal in den Laden, und so schlendere ich Regal für Regal durch. Habe ich mir doch schon einen Plan zurechtgelegt, wie ich das reparieren kann. An einen Ersatz ist ja erst mal nicht zu denken. Also muss schon was Ordentliches her. Ich finde alles ausser dem, was ich für den Blinker suche. So besuche ich noch zwei andere Geschäfte. Nichts. Team «Mistermog» ist auch schon in der Gegend, und wir treffen uns bei der Tankstelle, wo wir beide ordentlich füllen. Ich mache beide Zusatzkanister voll und habe somit 225 Liter Diesel, was sicher für 1800 Kilometer reicht, wenn ich ordentlich fahre. Wenn ich mich richtig zusammenreisse, sogar 2200 Kilometer. Ich will es ja nicht übertreiben. Bei der Bäckerei hole ich noch zwei leckere grosse Sauerteigbrote. Der Unimog hat etwas Probleme mit den Dieselleitungen, und so bekommt er auch noch etwas Pflege vor Ort. Er soll nicht mitten auf der Strecke stehen bleiben. Im Shopping-Center finde ich, was ich suche: eine transparente Kunststoffplatte in Form eines Behälters. Damit werde ich das Blinkerglas bauen. Ich fahre zum Campingplatz und bereite die Operation vor. Blinker entfernen. Klebereste ebenfalls sauber weg. Dann den Boden der Box ausschneiden. Anzeichnen und zuschneiden. Es muss eine Biegung ins «Glas», und dafür verwende ich meinen Heizlüfter. Es funktioniert sehr gut. Als Klebstoff habe ich noch eine ganze Tube aus Europa, mit dem ich die selbst gedruckten Fensterrahmen zusammengeklebt habe – andere Geschichte. Es schaut nicht mal so schlecht aus. Mit Klammern fixiere ich das «Glas» schon mal. Dann die Idee: mit Eisendraht noch besser befestigen. Ich bohre immer zwei 2-mm-Löcher durch das Gehäuse und das neue Glas und fädle den Eisendraht durch. Sauber verdrehen, abschneiden, und passt. Nun ist der Blinker für den Einbau bereit. Ich muss sagen, ich bin auf mich selbst stolz. Es schaut super aus. Oder was meinst du dazu? Nun noch warm duschen und Blog schreiben. Gute Nacht.

Nachtrag: Der nahe Fluss führte seit mehr als 50 Jahren das erste Mal wieder Wasser.

13.5.2026 Mittwoch, Upington, Showgrounds Camping – Kuruman, Red Sands Country Lodge
Seit 50 Tagen schon unterwegs. Heute ist «Mistermog» sogar vor mir bereit und fährt los, da sie noch einiges zu erledigen haben. Ich bin auch gleich bereit und freue mich riesig auf die kommende Fahrt. Erst fahre ich zum Stadtrand, und dann werden es immer weniger Häuser auf beiden Seiten der Strasse. Zum Schluss sehe ich noch beidseitig einige Schaf- und Kuhfarmen, und dann ist erst mal die Weite zu sehen. Es geht über eine hügelige Gegend mit langen Amplituden und wenig Verkehr. Unweit auf der rechten Seite ist der Oranje River, und dann macht die Strasse einen Knick und verabschiedet sich von ihm. Die nächsten fast 100 Kilometer verdeutlichen mit einer weiten Ebene die Grösse von Südafrika. Ist Upington noch auf ca. 800 Metern über Meer, so steigt die Strasse dauernd etwas an. Links und rechts in weiter Ferne sind Bergzüge zu sehen. Dann fahre ich auf einen vor mir liegenden Gebirgszug zu. Bei der Kleinstadt Olifantshoek bin ich dann schon auf fast 1300 Metern über Meer. Kurz nach der Stadt tangiere ich die Sishen-Eisenerzmine. Sie fördert hochwertiges Hämatit-Erz mit einem Eisengehalt von sagenhaften 58,6 %. Die Mine wurde 1947 eröffnet und förderte 2013 knapp 31 Mio. Tonnen Eisenerz – eines der fünf weltweit grössten Tagebau-Eisenerz-Abbaugebiete. Im Jahr 2016 reduzierte sich der Gewinn merklich, und es mussten 4000 Bergleute entlassen werden, um rentabel zu bleiben. Das Erz wird mit 3780 Meter langen Zügen zum Hafen Saldanha (861 Kilometer entfernt) transportiert. Die Verbindung ist übrigens eingleisig und hat 10 Ausweichschleifen zum Kreuzen der Züge. Ein Waggon hat etwa 100 Tonnen Erz geladen, und so ein Zug hat 342 Waggons. Gezogen werden diese von fünf 15Es-Lokomotiven. Der Besitz der Mine ist leider ein Politikum und somit eine eigene Geschichte. Die Natur ist in der Nähe der Mine vom Staub rötlich gefärbt, und der Verkehr nimmt schlagartig zu. Direkt nach der Mine liegt die Retortenstadt Kathu mit unzähligen gleichen kleinen Häuschen. In der Gegend sind viele Bäume. Daher hat die Stadt auch den Namen «Stadt unter den Bäumen» bekommen. Es ist ein «Camel-Thorn-Wald» (Akazie Erioloba, 1995 Weltkulturerbe, 4000 Hektar), von dem es weltweit nur zwei geben soll! Der andere ist in der Nähe von Mariental, Namibia. Und sie verfügt über einen Flugplatz sowie eine 18-Loch-Golfanlage. Den Wald besuche ich bei einer anderen Durchfahrt. Ich komme an der «Red Sands Country Lodge» an, wo ich schon mehrfach stand. Ich werde willkommen geheissen; mittlerweile kennt mich das Personal. Die Lodge liegt etwas abseits und somit sehr ruhig in roten Sandhügeln und beherbergt einige Tiere, die immer mal zu Besuch zum Platz kommen. Mit dabei sind z. B. Lamas. Diesmal bleibe ich zwei Tage. In der Zwischenzeit erreicht mich eine tolle Nachricht vom Kaia Manzi Resort, wo ich in wenigen Tagen auch zwei Nächte stehen werde. Ich freue mich riesig darauf. Lass dich überraschen.

Noch bin ich in der «Northern Cape»-Provinz, und zwar im Distrikt «John Taolo Gaetsewe» (früher Kgalagadi). Darin in der Gemeinde Ga-Segonyana.

Ich stehe sehr schön unter grossen Bäumen nahe meinem Häuschen mit WC und Dusche. Ich habe mir einen etwas besseren «Private Stand» gegönnt, um den Aufenthalt voll geniessen zu können. Starlink ist ausgerichtet. Die Vögel zwitschern, und ich geniesse die Ruhe. Schau du: https://www.redsands.co.za/

Der Plan für heute Nachmittag war eine kleine 5-Kilometer-Wanderung. Ich habe beim besten Willen den Einstieg in die Tour nicht gefunden, und durch hohes Gras wollte ich wegen der Schlangen und Zecken nicht laufen. So bleibt es beim gemütlichen Nachmittag. Nach und nach kommen weitere Gäste auf den Platz. Das Restaurant hier ist vorzüglich und dringend zu empfehlen. Gute Nacht.

14.5.2026 Donnerstag, Kuruman, Red Sands Country Lodge
Ausschlafen tut immer mal gut, auch wenn draussen der Hahn schreit, als sei es sein letzter Tag. Um 9 Uhr geht es dann doch hoch, und ich überlege mir, was ich heute anstellen werde. Wegen der neuen Blinkerschaltung mit dem Kippschalter habe ich keinen Warnblinker mehr, und ich grüble schon die ganze Zeit, wie ich das am einfachsten realisieren kann. Ich habe im Armaturenbrett noch freie Schalter, die schon verdrahtet sind. Einer davon und ein weiteres Relais könnte die Lösung sein. Und eine Sicherung müsste auch ins System eingebunden werden. Na dann, auf geht es zur heiteren Bastelstunde mit Thomas. Erledigt – hat jedoch tatsächlich zwei Relais gebraucht, da jedes nur einen Schaltkontakt hat, und nun funktioniert es einwandfrei. Ich habe also eine funktionierende Blinkanlage mit Warnblinker, und es piept beim Blinken im Takt, damit ich sie nicht vergesse zurückzuschalten. Erst mal was essen: Sauerteigbrot mit Käse und Kakao aus der Schweiz. Dabei überlege ich mir, was ich sonst noch machen soll. Da ist die Handbremse – dazu muss ich mich unter das Fahrzeug legen, und hier ist es nicht so sauber. Dann hätte ich noch das Projekt Wasserfilter wechseln und eine andere, stärkere Pumpe einbauen. Ja genau, das kommt als Nächstes. Das waren nun zwei Stunden Arbeit in den Sand gesetzt. Die andere Pumpe hat keinen Druck aufgebaut. Also zurück auf Start und dann gleich noch den Katadynfilter wechseln und Wasser füllen, denn hier ist sehr gutes Wasser verfügbar.

15.5.2026 Freitag, Kuruman, Red Sands Country Lodge – Paauwkop Cattle and Game Ranch
Ich durchfahre die Stadt Kuruman, die bekannt ist für «die Oog», also «das Auge». Es ist die stärkste bekannte natürliche Quelle für Süsswasser in Trinkqualität der Südhalbkugel, liefert 20.000 m³ kristallklares Wasser pro Tag und ist seit dem 17. September 1992 ein Nationales Monument. Kurz nach Kuruman fahre ich durch Washington, und später wechsle ich das erste Mal dieses Jahr die Provinz: North West. Als Erstes fahre ich im Distrikt «Dr. Ruth Segomotsi Mompati», genauer in die Gemeinde «Naledi». Dann wechsle ich in den Distrikt «Ngaka Modiri Molema» und da genauer in die Gemeinde «Tswaing». Hier leben 92,4 % Schwarze. 83,2 % der Bevölkerung spricht Setswana. Englisch liegt gerade bei 1,8 %.

Nach Kuruman, etwa auf einem Drittel der Strecke nach Vryburg, ist eine Strassensperre und ein Polizeifahrzeug mit zwei schlafenden Polizisten. Wegen Hochwassers gesperrt. Wie man nach Vryburg kommt, wissen die beiden auch nicht und fühlen sich im verdienten Schlaf gestört. Ich schaue auf das GPS und fahre einige Kilometer zurück. Rechts ab ist auch nichts, und so fahre ich 10 Kilometer zurück. Da hätten die beiden Helden der Landstrasse stehen sollen. Ok, ich bin in Afrika, und hier ist es anders «organisiert». Also noch hier nach Norden und beim nächsten Versuch, wieder zur Strasse zurückzukommen, kläglich gescheitert. Da ist ein 40-Tonnen-LKW in einen anderen LKW gerutscht, und es ist für mich kein Durchkommen. Das Team «Mistermog» kann durchs Gelände fahren und kommt durch. Ich drehe um und fahre weiter nördlich. Die Piste ist stellenweise ganz schön anspruchsvoll und matschig, aber ich schlage mich tapfer durch. Dann komme ich auf die R378, die geteert ist und nach Vryburg führt. Geschafft. Ich passiere die Kleinstadt und folge der Strasse 14 nach Osten wie geplant. Das Team «Mistermog» hat anscheinend eine weniger gute Strecke erwischt und liegt weit hinter mir. Kurz vor dem Ziel passiere ich einen kleinen See, an dem Flamingos stehen. Dann die Abzweigung Richtung Schweizer-Reneke, jedoch nur kurz. Ich melde mich beim Campingbesitzer per WhatsApp und stehe schon vor dem Gate. Nach einiger Wartezeit öffnet sich das Gate, und ich fahre auf den Stellplatz. Da ich heute noch nichts gegessen habe, mache ich mir eine Suppe und esse Sauerteigbrot dazu. Später trifft Team «Mistermog» auch noch ein. Ich stehe hier auf dem Gelände von Paauwkop Cattle and Game Ranch, und das nicht zum ersten Mal. Diesmal habe ich das Glück, den Besitzer der Ranch in seinem Haus kennenzulernen. Wir haben ein unglaublich konstruktives Gespräch, und es hätte sich noch mehr besprochen, doch ich muss Blog schreiben und ins Bett, da ich sehr müde vom anstrengenden Tag bin. Wer also mal mitten unter interessantem Game campen möchte und das so gut wie alleine, ist hier an der richtigen Adresse. Danke und gute Nacht.

16.5.2026 Samstag, Paauwkop Cattle and Game Ranch – Rietspruit Dam Resort
Ich fahre am «Barberspan Bird Sanctuary» vorbei. Hier werden bis zu 365 Vogelarten gezählt. Also kannst du hier jeden Tag im Jahr einen anderen Vogel beobachten. Ich denke, das muss ich mir später mal genauer ansehen.

Der heutige Campingplatz liegt an einem Stausee, der unglaublich schön ist. Die Plätze sind mit altem Baumbestand beschattet und liegen direkt am Wasser. So geniesse ich den Tag.

Und ich komme nicht mehr auf meine eigene Webseite. Was ist denn nun los? Alle anderen funktionieren. Hmmm. Andere kommen drauf. Ok. Dann gehe ich mal mit einer VPN drauf. Geht auch nicht. Die Lösung zum Schluss ist: zwei DNS-Server eingeben und nicht den von Starlink verwenden. Primär: 8.8.8.8 und Sekundär: 1.1.1.1. . 9.9.9.9 kann auch noch eingetragen werden.

Bei der Hecktür ist noch ein Bolzen vom Verschluss gebrochen, den ich gleich ersetze. Ob ich mich hier mit der Flex kurz unbeliebt mache?

Erkenntnis des Tages: Diesen Platz werde ich mal für einige Tage besuchen, um Urlaub zu machen.

17.5.2026 Sonntag, Rietspruit Dam Resort – Sterkfontein Caves – Country Park Campsite
Heute wird nicht viel Strecke gemacht, sondern es steht ein volles Kulturprogramm an.

Ich wechsle in den Distrikt «Dr. Kenneth Kaunda» und da in die Gemeinde «JB Marks».

Es geht in die Sterkfontein-Höhle (Afrikaans: starke Quelle). Ich bin hier nordwestlich der Stadt Johannesburg. Hier wurden viele Verwandte der Menschheit gefunden. Aber wenn ich manchmal so durch eine Stadt laufe, denke ich, dass einige Menschen nicht viel davon entfernt sind. Spass beiseite. Also der Ort hier wurde 1999 von der UNESCO zur Wiege der Menschheit erklärt. Hier wurde Mrs. Ples gefunden. Der Schädel soll 2 bis 3 Millionen Jahre alt sein. Die Ausgrabungen werden kontinuierlich fortgesetzt und ergaben bislang mehr als 500 hominine Fundstücke; damit ist Sterkfontein die reichste lokal begrenzte Fundstätte der Welt für frühe Hominini. Hier wurde unter anderem auch der bekannte «Little Foot» gefunden – das bisher vollständigste Skelett eines frühen Hominiden. Natürlich folge ich einer Führung durch das Höhlensystem, das bis ca. 60 Meter unter die Erdoberfläche führt. In dieser Tiefe stösst man auf kleine Tümpel mit kristallklarem Wasser. Die Führung ist interessant, und die Höhle beeindruckend. Ich verwende hier meine Nikon ZF mit dem 24–70 mm f/2.8-Objektiv und bin überrascht. Ich habe zwar ein Blitzgerät bei mir, doch die Kamera hat keine Probleme, die ISO-Werte so hoch zu stellen, um ohne Blitz gutes Bildmaterial trotz düsterer Beleuchtung zu bekommen. Speziell gegen Ende der Tour geht es durch recht enge Stellen, und somit hat es auch einen Abenteuerpunkt verdient. Nach der Höhlentour führt ein geschwungener Weg zurück zum Parkplatz.

Da geht noch was, also gleich zum nahen «Maropeng, Cradle of Humankind», einem Museum über die Wiege der Menschheit. Innerlich denke ich da schon wieder an einen Gang durch eine Stadt in Europa. Ok, ich halte mich zurück und bleibe bei der Sache. Das Museum ist recht gross und hat auch was für den Spass an Bord. Es geht mit einem runden Boot durch einen Tunnel, was die Erdentstehung symbolisieren soll. Eine gewaltige Geräuschkulisse und Lichteffekte runden das Erlebnis ab. Die Ausstellungen zeigen viele Replikate von Knochen, Schädeln und was auch immer. Beeindruckend ist der rund angelegte Weg mit Zeitangaben von heute zurück bis zur Entstehung der Erde. Da latscht man einfach mal so an der Zeitachse vorbei. Zum Schluss dann die Fahrt zum nahen Camping «Country Park», und ich geniesse ein Vollbad in einer etwas kleinen Badewanne, aber mit wunderbar warmem Wasser. Ja, hier sind immer wieder Badewannen zu finden, die ich sehr gerne nutze. Über die Wasserqualität nach meinem Bad möchte ich schweigen. Zur Belohnung für den gelungenen Tag geniessen wir – Team Mistermog und ich – ein gemeinsames Abendessen zur Stärkung. Danke und gute Nacht.

18.5.2026 Montag, Country Park Campsite – Kaia Manzi Resort
Nun geht es rein in die kleinste Provinz von Südafrika namens Gauteng. 1,5 % der Landesfläche, in der aber 26 % der Landesbevölkerung (über 16 Millionen) lebt. Der Name bedeutet übrigens «Ort des Goldes», was es in der Tat in der Vergangenheit war. Der Start ist kurz vor 8 Uhr, und es geht über die nahe Autobahn Richtung Norden. Erstes Ziel ist ein Einkaufszentrum, in dem ein Outdoor-Laden ist. Das Durchschlendern macht mir immer Spass. Gekauft habe ich nichts. Dann weiter zur nächsten Station. Es ist eine MAN-Werkstatt, die in einem komplett abgeriegelten Gebiet liegt. Es geht durch eine Sicherheitszone in das Gebiet. Eigentlich braucht Mistermog ein elektrisches Dieselumschaltventil, doch die MAN-Werkstatt hat keine Lust, an einem Mercedes etwas zu machen, obwohl es nichts Mercedes-Spezifisches ist. Es erinnert mich sofort an meine fünf Tage negativer Erlebnisse in einer Werkstatt in Kapstadt im letzten Jahr. Also raus aus dem Gebiet und zum nächsten Punkt. Unterwegs dann die erste Mautstelle in diesem Jahr. Letztes Jahr habe ich hier 49 Rand bezahlt. Nun soll ich 51 Rand bezahlen. Es wird alles immer teurer, auch hier. Dann zum Einkaufszentrum, um die Lebensmittel etwas aufzustocken – was schnell erledigt ist – und dann auch gleich in der Pizzeria eine Pizza verdrücken. Die war nicht schlecht, doch für meinen Geschmack sehr salzig. Eigentlich stand noch eine Tempelbesichtigung auf dem Plan, doch der ist montags zu. Also muss das später gemacht werden. Es ist der zweitgrösste buddhistische Tempel (https://www.nanhuatemple.org/) der Welt und gehört zum Fo-Guang-Shan-Orden. Nun aber zum «Kaia Manzi Resort», auf das ich mich schon seit Tagen freue, treffe ich doch gleich meinen lieben Freund und Besitzer der schönen Anlage. Ich stehe vor dem Gate und schreibe eine kurze WhatsApp, schon geht das Tor auf, und ich kann reinfahren. An der Rezeption werde ich sehr freundlich begrüsst, und ich bekomme natürlich meinen Lieblingsplatz C04P. Hier stehen Team Mistermog und ich nun für zwei Tage. Das Wetter ist mässig, aber trocken. Es steht erst ein Nickerchen an, und dann muss ich etwas am Sprinter werkeln. Die Batterien der Radsensoren sind fällig. Und dann auch noch die von den beiden Fernbedienungen der Aussenbeleuchtung. Die Batterien dazu habe ich neulich schon besorgt. Alles wunderbar. Ich krieche noch kurz unter das Fahrzeug und schaue auch den Motor an. Er sifft, aber wenig an der üblichen Stelle beim Krümmer. Ich setze noch eine Blindniete im Fussraum vom Beifahrer in der Hoffnung, das Klappern dort in den Griff zu bekommen. Ansonsten schaut es gut aus. Dann schaue ich noch bei Mistermog, denn da klappert etwas bei der Gangschaltung. Das ist aufwändiger, und wir lassen das die Tage in einer Werkstatt machen. Dann kommt der Besitzer von Kaia Manzi dazu. Ein herzlicher, grosser Mann, also ein richtiger Südafrikaner, wie er im Buche steht. Wir begrüssen uns herzlich und haben viel zu erzählen. Er fragt, ob wir Probleme mit dem Fahrzeug haben, und ich erläutere ihm das Dieselumschaltproblem. Er fragt nach einem Bild vom Teil und fängt an herumzutelefonieren. Kurze Zeit später scheint ein geeignetes Ersatzteil verfügbar zu sein, und morgen um 8 Uhr kommt ein Mechaniker damit vorbei. Ich bin gespannt. Nun noch Abendessen, und dann ist schon wieder Zeit zum Blog schreiben. Gute Nacht.

19.5.2026 Dienstag, Kaia Manzi Resort und eine Bootsfahrt auf dem Bronkhorstspruit Damm
Morgens um 8 erscheint der Hausmechaniker von meinem Freund und Besitzer von Kaia Manzi, um sich das Dieselleitungsproblem von Mistermog anzusehen. Er geht routiniert vor, und das Problem ist wirklich schnell lokalisiert. Und ebenso schnell ist es auch repariert. Ich bin gespannt, wie Mistermog sich in Zukunft macht. DANKE! Das war ein unglaublicher Einsatz. Kurz nach Mittag geht es los. Mein Freund hat eine Bootsfahrt mit seinem Motorkatamaran organisiert. Gemütlich geht es am Ufer entlang, und es gibt immer was zu sehen. Erst die vielen Villen, später die Staumauer und dann entlang dem Naturschutzgebiet. Natürlich ist auch für Verpflegung gesorgt. Diverse Biltong stehen zur Verköstigung bereit. Ein unglaublich tolles Erlebnis. Der Bronkhorstspruit Damm wurde 1950 gebaut und dient hauptsächlich der häuslichen Versorgung und industriellen Nutzung. An den Ufern des Sees befinden sich zahlreiche Freizeitresorts und exklusive Wohnprojekte. Die Staumauer ist 35,2 Meter hoch und 152,4 Meter lang und fasst 57.913.000 m³ Wasser. Für Angler: LINK

Es ist immer wieder eine grosse Freude, hier zu sein, und ich werde immer wieder mit etwas Neuem überrascht. DANKE, mein Freund. Wir sehen uns bald wieder.

20.5.2026 Mittwoch, Kaia Manzi Resort – Lake view campsite, Mbombela
Ich wechsle in die Provinz «Mpumalanga».
Das Team Mistermog bleibt heute länger auf dem Platz, da sie noch einen Termin beim lokalen Friseur wahrnehmen. Ich selber fahre wenige Minuten vor 7 Uhr los. Die Aussentemperatur liegt bei 3,5 Grad, also recht frisch, und die Scheiben sind beschlagen. Schnell bin ich auf der Autobahn und ich fahre mit mehr oder weniger 100 km/h Richtung Mbombela. Eigentlich wollte ich bei Middelburg kurz raus, um bei Optima vorbeizuschauen. Habe mich dann spontan dagegen entschieden. Fehlentscheidung Auch den Halt bei der Mercedes-Werkstatt verkneife ich mir. Ich passiere die Zahlstelle und gebe 84 Rand ab. Und schon komme ich zur Alzu-Raststätte. Hier ist ein Wasserloch und da stehen meist einige Nashörner. Tolle Sache. Weiter auf der Autobahn geht es immer hoch und runter. Natürlich steht auch hier ab und an mal die Polizei und versucht ihr Glück mit dem Radargerät. Die Städte hier wurden unlängst alle umbenannt. Belfast heißt nun z. B. eMakhazeni. Ich fahre so und halte meine Geschwindigkeit. Da gehen mir Gedanken durch den Kopf wie: Es klappert nichts und der Sprinter läuft super. Ich habe es noch nicht bis zum Ende gedacht, da fällt doch tatsächlich der Sprinter nach 5800 km seit Windhoek das erste Mal in den Notlauf. So eine Sch… Neustart und gleich wieder. Das Ganze viermal. Das ist doch zum Mäusemelken. So schleppe ich mich zur schönen Raststätte Milly’s und öffne auf dem Parkplatz gleich die Motorhaube Der Parkwächter schleicht vorbei und meint, ich habe ein tolles Fahrzeug. Grrrr. Ich entferne den Spritzwasserbehälter um den Luftfilter und den Luftmengenmesser zu kontrollieren. Hat der Konstrukteur super gemacht. An dieser stelle ein super DANKE. Ironie off. Nun ja, der Luftfilter hat schon etwas Staub, aber nicht übermässig Gut ausklopfen und gut ist. Ein Blick in den Luftmengenmesser zeigt einen hellbraunen Belag aus feinstem Staub, der es durch den Luftfilter geschafft hat. Den entferne ich mit Bremsenreiniger. Zudem mache ich noch Kontaktspray bei Steckkontakt hin. Kann nicht schaden. Alles schön zusammenbauen und da passiert es. Die eine Klammer vom Luftfiltergehäuse flutscht weg und verschwindet im Motorenraum. Ich suche alles ab. Von oben und von unten. Fühle alles ab. Entferne den Kühlergrill und die Scheinwerfer mit Blinkern Um besser sehen zu können. Das Ding ist wie vom Erdboden verschluckt. Ich gebe auf und baue alles zusammen. Der Motor läuft und bringt volle Leistung. Wenigstens das. Nächste Zahlstelle und wieder 126 Rand ärmer. Kurz vor Mbombela sehe ich eine MAN-Werkstatt, die ich anfahre. Die verweisen mich an Mercedes, die nicht weit ist. Dort frage ich nach etlichen Ersatzteilen wie auch dieser verschwundenen Klammer. Fehlanzeige. Ich fahre zur Mercedes-Truck-Werkstatt. Auch nichts. Etwas frustriert fahre ich zum letzten Ziel, einem Batterienhändler. Ich werde freundlich empfangen und ich berichte von meinem letzten Kauf im Jahr 2023. Die eine LiFePo4 200 Ah hat ja den Geist kurz nach dem Kauf aufgegeben. Ich frage nach einer neuen Nicht einfach, aber es kommt bald eine Lieferung. Und wie ist der Zustand meiner Starterbatterie Naja, könnte besser sein, ist aber auch schon einige Jahre alt. Diese soll jedoch nicht so einfach zu besorgen sein. Jaja, ich bin heute an der Generalvertretung vorbeigerast. In fast 3 Monaten fahre ich da erneut hin und dann versuche ich mein Glück. Die Lithium-Batterie soll Freitag verfügbar sein. Ich sage für Montag zu. Fahre zum Camping, wo mit numinousexpeditions , sprich Robin und Jolandie Lewis abgemacht habe. Die beiden treffe ich nun schon zum vierten Mal und ich freue mich jedes Mal riesig. Es sind richtig gute Freunde, die eine unglaubliche Mission haben. Bitte schau unbedingt in den obigen Link und lies dir ihre Geschichte durch. Sie sind mit Betsy unterwegs und auch sie ist was ganz Besonderes Das Spezielle ist der Treibstoff, mit dem Betsy bewegt wird. Wenn du auch was bewegen und die Mission unterstützen willst, kannst du das gerne hier machen: https://www.patreon.com/MatchesontheMap. Ich danke dir im Namen von Robin und Jolandie.
Wir unterhalten uns wie immer sehr intensiv über viele Themen, bis schliesslich Team Mistermog frisch frisiert auf dem Platz eintrifft M von Mistermog interessiert sich natürlich auch gleich für Betsy und bekommt eine Erklärung, die ich bestmöglich in Deutsch übersetze, über das Treibstoffsystem und die Wassertanks. Robin, du bist ein ganz spezieller Mensch. Danke.
Abendessen und Tagesplanung für morgen dann im Mog. Gute Nacht

21.5.2026 Donnerstag, Lake view campsite – Sudwala Cave – Panorama Rest Camp

Die Sudwala-Höhlen sind durch zwei Führungen zu besuchen. Eine für Weicheier wie mich und Team Mistermog und eine für Hartgesottene wie Robin und Jolandie. Die Höhle ist wirklich einen Besuch wert und die Gesangseinlage in der großen Halle in der Höhle von der Dame, die uns geführt hat, war wunderbar. Die Höhle ist in Dolomitgestein und hat eine lesenswerte Geschichte zu bieten. Unweit der Höhle befindet sich die Elandshoogte-Goldmine, die tatsächlich zum Verkauf steht. Vermutlich ist die Fördermenge nicht mehr so ergiebig. Weiter geht es Richtung Norden durch eine landschaftlich schöne Gegend. Der nächste Halt ist Midas (ein Fachgeschäft für Handwerker) in Sabie, wo ich neue Glühlampen für mein Bremslicht erstehe. Dann weiter bis Graskop Wo das Panorama Rest Camp mein Platz für die nächsten drei Tage sein wird. Ich stehe hier nicht zum ersten Mal und es ist ein toller Platz. Erst mal Wäsche waschen und auf dem Platz einrichten. Danach gönne ich mir eine 90-minütige Ganzkörpermassage in der nahen Mogodi-Lodge. Das Abendessen gibt es im campingeigenen Restaurant und es schmeckt hervorragend. Gute Nacht

22.5.2026 Freitag, Panorama Rest Camp (Kleine Tour nach Norden)

Erst ausschlafen, geplant war ein gemütlicher Tag auf dem Camp. Das gute Wetter lockt heute schon, die geplante Runde zu fahren. So geht es auch gleich los durch das Dörfchen Graskop und weiter auf der Panoramastraße R534. Bei der Abzweigung zum God’s Window sehe ich dichten Nebel und entschließe mich, weiter zum nächsten Punkt zu fahren. Auf der R532 geht es Richtung Norden bis zu den Bourke’s Luck Potholes, benannt nach dem Goldsucher Bernhard Thomas Bourke. Sein Ruder Edmund Francis Bourke war der erste Bürgermeister von Pretoria. Ein toller Punkt, den man sich ansehen sollte, wenn man hier ist. Das Wasser vom Treuer River hat tiefe Löcher in die Steine geschliffen und fliesst dann in den Blyde River. Noch weiter im Norden ist dann ein Aussichtspunkt zu den «Three Rondavels», die in den Drakensbergen stehen. Das sind Magabolle (1171 Meter), Mogoladikwe (1327 Meter) und Maseroto (1345 Meter). Das Hauptmassiv daneben, Mapjaneng, ist 1572 Meter hoch. Der Blyde-River-Canyon ist etwa 26 km lang und der drittgrösste Canyon der Erde (Nr. 1 Grand Canyon, Nr. 2 Fish-River-Canyon). Doch im Gegensatz zu den beiden Grösseren ist dieser nicht trocken, sondern prächtig grün. Blyde bedeutet übrigens „glücklich“ oder „froh“ aus dem Alt-Niederländischen. 2005 wurde der Blyde River in Matlatse River umbenannt.
Nachtrag: Ich beobachte ja sehr gerne Menschen und mache mir dabei so meine Gedanken. Was ich immer wieder an touristischen Hotspots beobachten darf, ist Folgendes: Ein erwachsener Mensch trifft am Aussichtspunkt ein. Als Erstes zückt er sein Smartphone und schaut damit das Bild der Begierde an. Also schaut er nur auf den Bildschirm. Dann, nach wenigen Sekunden, ist das Bild anscheinend gelungen. Der Mensch dreht sich um und läuft mit einem zufriedenen Lächeln zurück. Im besten Fall wird das Bild dann auch noch schnell bearbeitet und in den sozialen Medien gezeigt.
Könnte man dann nicht einfach zuhause bleiben und da das Gleiche auf dem Smartphone anschauen? Ich muss das einfach hier mal loswerden.
Bei mir läuft das folgendermassen ab. Ich komme an den Aussichtspunkt, gucke mir mit viel Zeit alles an und überlege mir dann, ob es für ein Bild lohnend ist. Wenn ja, erstelle ich dann eines oder mehrere Bilder, die ich dann später «zuhause» bearbeite und Teile davon dir auf dieser Webseite zeige.
Etwas zu den Wäldern hier in der Gegend: Es handelt sich doch immerhin um die grössten von Menschenhand geschaffenen Wälder der Erde. Was zu Beginn einer Fahrt durch die Wälder begeistert, wechselt schnell zu langweilig um, sind es doch immer die genau gleichen Baumarten und dann auch noch alle gleich alt. Genutzt wird das Holz für die Forstwirtschaft und Papierindustrie. Es sind meist schnellwachsende Baumarten wie Eukalyptus (44 %), Pinien (44 %) und Akazien (12 %), die angebaut werden. Die Plantagen sind ökologisch umstritten. Die eingeführten Baumarten verbrauchen enorm viel Grundwasser und bedrängen das natürliche Ökosystem der Region. Bietet das doch auch Arbeit für 158.000 Menschen in dieser Gegend. Mit den 0,6 Millionen Hektar Wald werden 8,7 % des Bruttowerts der landwirtschaftlichen Produktion des Landes erwirtschaftet. Das wird von Firmen wie Sabie Poles gemacht. Wer mehr darüber erfahren will, guckt bitte hier rein: LINK

23.5.2026 Samstag, Panorama Rest Camp (Ruhetag)

Ruhetag bedeutet nicht, nichts zu machen Aber Ausschlafen darf schon mal sein. Nach dem Frühstück erst mal so einiges am Fahrzeug prüfen, wie Ölstand, Kühlwasser, Spritzwasser, Servoöl usw. Dann das Frischwasser mit dem guten Wasser hier auffüllen sowie meine beiden Zusatzkanister auch damit füllen. So habe ich nun etwa 100 Liter Wasser an Bord. Ich krieche noch kurz unter das Fahrzeug und suche nach losen Dingen oder Ölspuren. Alles bestens. Dann kann ich mir ja ein Bad in der nahen Badewanne gönnen. Davor schneide ich mir gleich mal meine Haare, sind doch schon etwas lang geworden. So kann ein Tag anfangen. Den Rest vom Tag kümmere ich mich um Computerkram sowie Blog erstellen.

Blick auf den Oranje River
Scenerie mal in Schwarz/Weiss, hat auch seinen Reiz
Kleiner Wasserfall in den Felsen
Pflanze auf der Wanderung
Twin Falls
Unglaublich was die Natur hervorbringt
Köcherbaum
Einer der vielen Wasserdurchfahrten
Das ideale Vogelbad
Der Weg durch das Schilf
Wegweiser
Arrow Head
Klippspringer
Trockenen Fusses über den Bach
Die Eisenbahnbrücke über den Oranje Fluss
«Spannende» Arbeit in luftiger Höhe
Riesige Schaufelradbagger
Mein Platz im Red Sands Resort
Motorenstart am Morgen
Hier geht nichts mehr, ich muss mir einen anderen Weg suchen
Eine Dampflok verrottet
Mein Häuschen auf dem Camp
Farbenspiel
Was macht Thomas mit einem Becken, dem Blinkerreflektor und einer Flex?
Kleben
Das Original
Der Nachbau (Buschmechanik)
Strassenszene in Südafrika
Der erste Höhlenbesuch. Riesige Hallen
Museum
Museum Rückseite
Vermutlich einer unserer Vorfahren
Lesequote
So was habe ich das letzte mal in Turkmenistan gesehen. Alles klar?
Nette Häuser am Damm. Während der Bootsfahrt
Eines der vielen Kolenkraftwerke
Das arme Schwein
Höhle nummer 2
Riesige Tropfsteine
Unglaubliche Grösse der Haupthalle
Unsere Führerin durch die Höhle
Die Spiegelung entsteht durch das Wasser (Perfekt)
Auswaschungen
Hier wird weiter ausgewaschen

3 Antworten auf „Augrabies NP und dann Richtung Osten 2026“

Hallo Thomas, da haben wir uns leider knapp verpasst. Bin gerade in Kimberly, wohin Ursula morgen mit dem Flugzeug kommt. In den nächsten Tagen fahren wir zu den Augrabis-Fällen. Wir werden bis Mitte September in Namibia und Angola sein.
Danke für die Reiseschilderung und die schönen Fotos.
Liebe Grüße,
Oskar

Hallo Thomas,
Danke für die tollen Fotos und detaillierten Informationen. Ich hoffe unsere Wege führen irgendwann einmal wieder zusammen. Viel Grüße aus Windhuk
Markus und Christine

Sali Thomas
Das mit dem Blinkerglas hast du super hinbekommen.
Wünsche dir weiterhin eine gute Reise mit vielen Erlebnissen.
Liebe Grüsse
Urs

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