
Nachtrag: Der letzte Blog kam ja vor Tagesende raus. Der Nachmittag war sehr gemütlich auf dem Nossob-Camping. Abendessen hervorragend mit Lammfleisch und Salat sowie frischem Brot. Einfach lecker. Der Abschluss waren einige Runden UNO. Gute Nacht.
17. 4. 2026, Freitag, Nossob (Südafrika)
6:30 Uhr bin ich wach und fange an, alles zu verstauen. Soll ja nichts rumfliegen, wenn ich Piste fahre. Dann ein Blick auf die Mail und den Starlink-Zustand. Schock. Starlink1 wurde von Starlink gesperrt. Ich muss die Antenne im Registrierungsland betreiben und kann erst dann wieder in Südafrika Daten empfangen. Laut Vertrag kann man mit der Antenne 2 Monate ausserhalb des Landes sein, in dem sie registriert ist. Bei mir ist das Botswana. Irgendwie habe ich ja auch Glück, dass das jetzt passiert. So sehe ich, wie das funktioniert. Starlink2, meine zweite Antenne, ist erst vor wenigen Tagen in Botswana registriert worden und läuft somit noch. Nun ist klar: Ich fahre Richtung Norden. 7 Uhr und es geht los zur Rezeption, um das Permit für den Gamedrive zu holen. Ich fahre durch das Gate im Norden. Nach wenigen Kilometern ist die Abzweigung nach Mabuasehube. Ich habe zwar kein Permit dazu, gucke also nach vorn und nach hinten. Die Luft ist rein und ich biege ab. Schnell bin ich ausser Sichtweite. Die Piste ist etwas anspruchsvoller und führt über das Nossob-Flussbett, das die Grenze bildet. Plötzlich steht ein Löwenweibchen vor mir und guckt etwas verdattert. Ich aber auch. Damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet und bin fast etwas überfordert. Ob die Bilder was geworden sind, wird sich zeigen. So fahre ich noch bis zum anderen «Ufer» vom trockenen Nossob und wende schon mal. Dann will ich Starlink1 starten und sehen, was passiert. Es klappt, die Meldung ist nicht mehr da, wunderbar. Also runterfahren und zusammenpacken, dann zurück. Ich sehe noch die Spuren des Löwen im Sand. Bei der Kreuzung biege ich links ab, um weiter nach Norden zu fahren. Ich fahre mit 10–15 km/h und scanne gründlich alles ab. Habe doch absolut keinen Stress. Beim Wasserloch Kwang, der zweiten Wasserstelle nach Nossob, bleibe ich stehen und geniesse die Natur. Dann fahre ich erneut ganz langsam zurück bis zum Camp Nossob und werkle am Sprinter rum. Es muss dringend die Zwischenwand besser verschraubt werden. Das Geklapper und Gequietsche wird immer unerträglicher. Ich denke, es ist eine gute und dauerhafte Lösung, die ich hier umsetze. Was macht eigentlich das Team «Mistermog»? Die haben erst schön ausgeschlafen und nun ist N. dabei, einiges am Mog in Ordnung zu bringen. Als B. in den Mog einsteigt, sehe ich eine Bewegung der Leiter fest und schaue es mir genauer an. Ui, nicht gut. Die ist nicht wirklich fachmännisch am Wohnboxboden befestigt, und ich überlege mir, was zu tun ist. Es soll eine ordentliche Lösung sein. Dazu brauchen wir jedoch etwas Material, was wir erst in Upington bekommen werden. So befestigt N. die Leiter so gut wie möglich, damit sie so lange noch hält. 16 Uhr und ich breche zu einer zweiten Runde auf. Erst denke ich, ich fahre nochmals nach Norden, doch bei der Gabelung fahre ich dann rechts und nehme das Südgate. Bis zur ersten Wasserstelle ist nicht viel los. Dann die Verzweigung: Ich beschliesse, über die Dünen zu fahren, um die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu nehmen. Der Entscheid war goldrichtig. Nach der Düne links rein und da sehe ich etwas Bewegung bei einem Baum. Ich halte und beobachte mit dem Fernglas. Nichts. Ich gebe nicht so schnell auf und gucke alles nochmals ab. Da war was, und da ist immer noch was. Und plötzlich hebt ein Gepard seinen Kopf. Volltreffer. Ich positioniere mein Fahrzeug schön und setze mich auf den Beifahrersitz, da das Ganze auf der rechten Seite ist. Für ein Bild reicht es nicht. Also warten. Und so warte ich mehr als eine Stunde und sehe immer nur ab und an den Kopf. Ich schiesse mich nun etwas ein mit der Kamera, damit ich bereit bin, wenn etwas passiert. Dann setzt sich das Tier auf und legt sich gleich wieder hin. Das Spiel geht einige Male so. In der Zwischenzeit halten einige Fahrzeuge und versuchen auch, ein Bild zu erhaschen, was von kleineren Fahrzeugen nicht einfach ist. Einer der Fahrer spricht mich an, und es entsteht ein nettes und sehr willkommenes Gespräch. Sie kommen aus Stellenbosch und haben dort ein Weingut. Aktuell wird anscheinend ihr Flughafen neu gebaut. Ich soll doch mal vorbeikommen. Aber gerne doch.
Dann steht der Gepard auf – und was sehe ich? Es sind drei Geparden, die da ein Nickerchen gemacht haben. Nun schaffe ich es, einige Bilder zu machen, und hoffe, dass sie etwas werden. 600 mm ist knapp, da muss ich dann noch einiges ausschneiden. Jetzt beim Schreiben kommt mir in den Sinn, dass ich ja noch einen 1,4-Telekonverter gehabt hätte. Nun gut, ist so und vorbei. Auf jeden Fall sind sie dann alle aufgestanden und von mir weggelaufen. Es war bis jetzt das Beste für dieses Jahr und nicht leicht zu toppen. Dann zurück zum Camp. Auf dem Weg sehe ich noch eine schöne Gruppe Strausse im Gegenlicht. Ich hoffe, dass das etwas wird mit den Bildern. Im Camp komme ich sehr zufrieden an und werde mit leckerem Essen verwöhnt. Den Abschluss macht ein Tropfen Portwein, und der Tag ist gelaufen.
Was machen eigentlich Team «Der kleine Mog» und Team «Rock the Mog»? Die sind von Windhoek Richtung Süden losgefahren. Aktuell stehen sie an unterschiedlichen Plätzen. Am 20. April werden beide Teams den Kgalagadi befahren.
Blog schreiben. Gute Nacht.
18.4.2026, Samstag, Nossob (Südafrika)
Wie immer 7 Uhr los und dieses Mal erneut Richtung Süden. Das Team «Mistermog» ist kurz hinter mir mit der Hoffnung auf Gepardensichtung. Ganz langsam fahre ich und schaue jeden Busch und jeden Baum zweimal durch. Dann die Ebene. Das Gleiche auf der rechten Seite. Alles sehr anstrengend; ich kann das 30 Minuten, maximal eine Stunde lang so machen, und dann sehe ich nicht mehr alles. Bei der zweiten Wasserstelle ist ein Halt angesagt. Vor mir ist eine Gnuherde, die das Frühstück noch besser werden lässt. Dann sehe ich einen Abdimstorch bei der Wasserstelle. Ein schönes Tier. Nach dem Frühstück weiter – da, ein Löwe. In einiger Entfernung. Es ist ein weibliches Tier. Ich beschliesse, nach kurzem Halt weiterzufahren, denn das Ziel sind Geparden, und nicht lange danach sehe ich die Dreiergruppe rechts oben in den Dünen. Immer wieder steht eines der Tiere auf und lässt sich blicken. Nun ist Geduld angesagt. Es ist 9:24, als ich das erste Bild mache. 14:10 Uhr gebe ich auf. Also hänge ich fast fünf Stunden an den Tieren, um möglichst gute Bilder zu bekommen. Nach einiger Zeit steht eines nach dem anderen auf und läuft seitlich weg, direkt auf eine andere Piste zu. Also umparken und eine bessere Position einnehmen. Tatsächlich queren alle drei nach einiger Zeit die Piste unweit von meinem Fahrzeug. Es scheinen noch junge Tiere zu sein. Sie laufen nun der Düne entlang, also wenden und folgen. Später queren sie die Piste nochmals, da die Springböcke zu weit entfernt sind. Zwischenzeitlich halte ich noch ein interessantes Telefonat mit Timo, der das Plugin in WordPress für die Karten und GPX-Files programmiert. Das lockert meine Wartezeit etwas auf.
Nun laufen sie einige Zeit rechts von mir und queren ein drittes Mal die Piste. Sie laufen direkt auf die Springböcke zu, die jedoch auch von mir aus weit entfernt sind. So kann ich leider keine guten Bilder machen und muss aufgeben. Zurück in Nossob falle ich erschöpft in den Schlaf. Dann werde ich die Bilder anschauen. Ich bin etwas enttäuscht von der Schärfe der Bilder. Ich habe mehr erwartet. Ich muss mich weiter mit der Kamera befassen, um bessere Resultate zu erreichen, denn ich bin mir sicher, da geht noch was.
19. 4. 2026, Sonntag, Nossob (Südafrika)
Der Vormittag ist ein Ausflug etwa 20 km Richtung Norden. Leider halten sich die Tierentdeckungen in Grenzen. Natürlich sind viele Tiere zu sehen, doch ich suche ja ganz spezielle, und die sind rar. Also gegen Mittag zurück nach Nossob und am Nachmittag dann eine Runde nach Süden, die leider ähnlich erfolglos ist. Ja, es waren da drei Löwen, doch für meinen Geschmack schon zu viele andere Fahrzeuge, die es geniessen. So fahre ich weiter und später zurück zum Platz in Nossob.
Eventuell erinnerst du dich daran, dass ich eine ganz spezielle Halterung für meine Kamera am Fahrzeug habe. Diese habe ich vor einigen Monaten von einem netten Südafrikaner im Kruger spontan leihweise bekommen. Ich habe ihn kontaktiert und gefragt, ob ich die Halterung nicht bezahlen und behalten darf. Er meinte leider nein. Nun hat er mit dem Hersteller telefoniert und anschliessend mir berichtet, dass ich diese noch sicher für 6 Monate haben darf und dann sehen wir weiter. Ich bin sehr erleichtert, denn die Halterung ist schon sehr nützlich, und ich habe mich so an sie gewöhnt. Ich halte dich auf dem Laufenden, wenn es etwas dazu zu berichten gibt. Am Abend habe ich in Nossob noch ein interessantes Gespräch mit einem netten Südafrikaner. Danke.
20.4.2026 Montag, Nossob (Südafrika) – Polentswa (Botswana)
Endlich geht es wieder hoch nach Polentswa. Gleich bei Gateöffnung fahre ich nördlich weg von Nossob mit Ziel Polentswa, das etwa 60 km entfernt liegt. Ich mag diese Strecke sehr, aber nur, wenn sie nicht in schlechtem Zustand ist. Aktuell ist es gerade noch so erträglich, sie zu befahren. Auf der Beifahrerseite klappert ein Blech, das nicht fest ist, und treibt mich zur Weissglut. Auf der Strecke hoch sehe ich immer mal Löwenspuren in der Piste, doch die Tiere sind nicht auszumachen. Vor Ort fahre ich zuerst zur Polentswa-Wasserstelle, wo mich einer anspricht. Es ist ein sehr freundliches Gespräch. Er steht anscheinend auf Platz 3, den ich eigentlich reserviert habe. Er hat eine Nacht auf 3 und eine auf 2 bekommen und fragt, ob er nicht da stehen bleiben darf. Aber klar doch, mir spielt das keine Rolle, und so muss er nicht den Anhänger mit Vorzelt umziehen. Alles gut. In weiter Ferne sehe ich drei Löwen und habe die Hoffnung, dass sie noch zur Wasserstelle kommen. Falsch gedacht. Dafür habe ich ein Spektakel mit Hunderten von Tauben, die immer wieder zur Wasserstelle fliegen und dann von Falken und anderen Raubvögeln erfolgreich gejagt werden. Nicht jeder Flug des Falken ist erfolgreich, doch es gelingt ab und an. So fliegt es eine Weile hin und her.
Ich höre, dass ein Löwe in der Nähe der Plätze ist. B. von Team «Mistermog» mag nicht draussen das Abendessen einnehmen. Verstehe ich nicht. 😉
Nach drei Runden UNO ist der Abend gelaufen, und ich gehe schlafen. Gute Nacht.
21. 4. 2026, Dienstag, Polentswa (Botswana)
Die Nacht war ruhig und ohne Löwengebrüll. Oder ich habe es einfach nicht gehört. Mal etwas zur Temperatur. Morgens sind es meist um die 4 Grad, also sind die Nächte empfindlich kalt und der Schlaf sehr gut. Der Himmel nahezu wolkenlos und der Batteriestand beachtlich niedrig, da beide Starlink-Antennen die ganze Nacht genuckelt haben. Um die 30 Watt zieht eine der Antennen. Der Nachbar auf Platz 2 ist 15 Minuten vor der eigentlichen Gateöffnung losgefahren. Das ist nicht gerne gesehen, aber er scheint einen langen Heimweg vor sich zu haben. Viele fahren am Stück von hier bis Kapstadt oder Pretoria. Ich fahre zum nahen Wasserloch Polentswa – leider nichts, auch keine Löwenspuren im Sand zu sehen. Dann halt weiter Richtung Norden bis zum nahen Picknickplatz. Das sind 15 km, die ich mit 10–15 km/h fahre. Auf einmal sehe ich frische Löwenspuren. Ich folge ihnen, aber dann biegen sie nach links ab. Ah, sie queren den Hügel. Also fahre ich den Halbkreis um den Hügel und sehe die Spuren erneut. Im Flussbett sind auch unglaublich viele Tiere zu sehen, doch von den Löwen sehe ich nichts. Dann halt nicht und weiter zum Picknickplatz, wo ich erst mal das Frühstück einnehme. Komisch, meine Müslipackung finde ich nicht, und so breche ich eine neue Packung an. Diesmal mit etwas Kakao und zusätzlichen Rosinen, da ich keine Äpfel mehr habe. Lecker. Wir beschliessen, den kleinen Loop zu fahren. Auch den mache ich ganz langsam und geniesse die Menschenleere und die Ruhe. Zurück zur Polentswa-Wasserstelle und dann auf Platz Nummer 3. Blog schreiben ist angesagt, da ich drei Tage im Rückstand bin. Das mag ich gar nicht. Vieles an Informationen geht so verloren. Mittagsruhe ist angesagt. Der Plan für den Nachmittag und das Abendprogramm steht. Heute ist noch Brotbacken angesagt, was gut gelingt. Der Abschluss: drei Runden Uno, und gut ist.
22.4.2026, Mittwoch, Polentswa (Botswana)
7 Uhr wie immer gleich zum Wasserloch und das Spektakel beobachten. Heute bin ich schreibfaul.
23. 4. 2026, Donnerstag, Polentswa (Botswana)
Frühmorgens erst mal zum Wasserloch und sehen, was heute da steht. Das Löwengebrüll um vier Uhr morgens hat mehr versprochen. Doch dann hat die Jagd der Schakale und Falken auf die Tauben begonnen. Es war ein unglaubliches Schauspiel. Frühstück, dann auch zum Schauspiel und später auf den Platz zurück. Dann der Entschluss: weiter Richtung Norden. Kurz darauf liegen links zwei Löwenweibchen unter dem Busch. Es sind einige Fahrzeuge schon hier und belagern die Löwen ordentlich, so muss ich mich nicht auch noch dazu stellen. Kurz nach dem Picknickplatz kommt ein südafrikanisches Fahrzeug entgegen. Immer gut, um sich auszutauschen. Er fragt mich gleich, wie mein Name sei, was mich etwas verwundert. Dann fragt er, ob ich aus der Schweiz komme. Ja. Dann fragt er, ob ich ihn eventuell erkenne, was ich verneine. Er hilft mir: Ich habe ihm letztes Jahr im Kruger-Nationalpark spontan mein Taschenmesser geschenkt, als er eine Dose öffnen wollte. Nun erinnere ich mich, und die Freude ist gross. Ach ja, die Welt ist klein. Weiter im Norden sehe ich dann in etwa 150 Meter Entfernung rechts einen männlichen Löwen mit einem Gnu als Gnagi. Nichts zum Fotografieren, aber schön zum Beobachten. Da die Piste so gut wie seit Jahren nicht ist, fällt der Entschluss, bis zum Union’s End zu fahren. Das ist dann Besuch Nummer vier an diesem Ort. Doch vorher ist ein überfälliges Mittagessen angesagt. Der Picknickplatz etwa 5 km vor dem Union’s End bietet sich dafür an. Das Wetter ist gut, und der Salat ist schnell gemacht. En Guete.
Dann also noch hoch und wie immer eintragen im Gästebuch. Noch ein kurzer Schwatz mit Südafrikanern, die gerade angekommen sind, und es geht schon zurück. Den Rückweg gehe ich langsamer an, um besser zu sehen. Ich sehe tatsächlich einen Honigdachs, der sich aber schnell aus dem Staub macht. Eine Kobra quert auch noch die Strasse. Hat bei mir natürlich Vortritt. Und dann der eine Löwe. Er ist tatsächlich erneut hungrig und hat es auf ein kommendes Gnu abgesehen, doch daraus wird nichts. Die Distanz ist zu weit. Dann noch ein Halt bei den beiden Löwinnen. Die sind auch noch nicht weiter mit der Nahrungsbeschaffung. Ich gucke morgen nochmals vorbei. So fahre ich zurück zum Camp, und da steht auch schon das Team «Rock the Mog». Das Team «Der kleine Mog» ist noch in Nossob. Das Abendessen zaubert Team «Rock the Mog», und ich schreibe Blog.
24. 4. 2026, Freitag, Polentswa (Botswana)
Nach einer ruhigen Nacht geht es früh los. Im Polentswa-Wasserloch war nichts los, und so fahre ich zu der Stelle, wo gestern die beiden Löwinnen lagen. Ausser Spuren im Sand ist nichts mehr zu sehen. Ich fahre den Spuren Richtung Norden nach, doch nach etwa 2 km zweigen sie ins Gelände ab, und ich muss auf der Piste bleiben, was auch richtig ist. So fahre ich bis zum zweiten Wasserloch kurz vor dem Picknickplatz und setze mich dort gut hin zum Beobachten und Frühstücken. Kurz darauf kommt das Team «Mistermog» und setzt sich hinter mich. Und dann fährt Team «Rock the Mog» vorbei mit Ziel «Union’s End». So sind die Aufgaben klar verteilt, und der Tag kann ablaufen. Ich beobachte Falken, die Jagd auf kleine Vögel machen, Gnus, die sich am Boden wälzen, und Springböcke, die sich recht nahe an meinen Sprinter wagen. Dann fahre ich zusammen mit Team «Mistermog» zum Picknickplatz, und wir geniessen es bei einigen Keksen und Tee. Das Leben ist schön.
Rückfahrt zum Platz nicht ohne am Wasserloch Polentswa zu halten, wo viele Fahrzeuge stehen. Unter anderem auch meine Freunde von gestern. Wir quatschen über das eine und das andere, und dabei werde ich eingeladen, wenn ich auf der Garden Route bin, bei ihnen auf den Hof zu kommen. Sehr gerne. DANKE.
Nun aber zurück auf Platz 3 vom Polentswa-Camp. Es stehen einige Wartungsarbeiten an. Erst mal die Scheiben reinigen. Dann ein Blick in den Motorraum. Huch, Luftblasen im Diesel-Vorfilter – ich sehe Luftblasen blubbern. Das gefällt mir gar nicht. Die Ablassschraube hat eine Gummidichtung, die total spröde ist. Dank Team «Mistermog» habe ich eine Ersatzdichtung, und alles ist gut. Dann klappert ein Blech bei der Einstiegshilfe. Vier Nieten ausbohren und neue Blindnieten setzen. Ein leichtes Spiel. Dann fällt mir ein, dass ich schon lange das Verlängerungskabel vom Team «Mistermog» richtig machen wollte, und nun ist der Zeitpunkt dazu. Mittagessen ist mit einer guten Suppe erledigt. Danke für das Zubereiten. Dann sitzen wir so da, und es kommt Isaac von der Lodge angefahren. Er begrüsst mich herzlich, und ich bin natürlich willkommen, mal zur Lodge zu fahren. So steht das Nachmittagsprogramm fest. Erst noch rasieren und etwas am Blog schreiben. Ich fahre zur Lodge – es sind nur wenige Kilometer am Rand der Pfanne entlang. Ich geniesse die Fahrt sehr, denn sie bietet landschaftlich etwas. Bei der Lodge sehe ich, dass wirklich nichts gemacht wurde. Alles ist noch so wie beim letzten Besuch, und ich bin richtig deprimiert. Ich laufe einige Schritte und mache ein paar Bilder. Ich muss weg hier. Der Anblick ist nicht schön. Ich muss noch etwas Schönes erleben, um das zu verdrängen. So beschliesse ich, am Camp vorbei bis zur Polentswa-Wasserstelle zu fahren. Da ist leider gerade Pause, also nicht viel los. So fasse ich den Entschluss, etwas in den Norden zu fahren, um dann etwas bei der zweiten Wasserstelle nahe dem Picknickplatz zu stehen. Auch da ist Pause. Dann mache ich noch die kleine Runde. Ich sehe, dass das Team «Rock the Mog» gerade auf der grossen Runde ist. Eventuell kommen sie ja noch dazu. Ich fahre mit 5–8 km/h langsam in die Runde ein. Ich schaue diesmal nach Löchern im Boden, die Aktivitäten zeigen. Also frischer Sand vor dem Loch und Spuren sind mein Ziel. Und ich gucke speziell bei umgefallenen Bäumen, ob ich Kleintiere sichten kann. Ich sehe immer mal Mäuse, doch ich hoffe auf Schlangen. Ich bin nun ganz hinten im Loop und sehe das Team «Rock the Mog» vor dem Loop-Durchfahren. Ich geniesse die Ruhe, stehe immer mal einige Minuten und schaue. Es sind so viele Pflanzen zu sehen. Ich denke, ich muss davon auch mal einige Bilder machen, denn normal ist hier alles trocken. Nach dem Loop fahre ich langsam zurück und entdecke tatsächlich eine Gruppe Großohrenfüchse von 6 Tieren, die lebhaft dem Flussbett aufwärts nach Nahrung suchen. Zurück im Camp dann noch gemeinsames Abendessen und gegenseitiges Erzählen von heute und vergangenen Tagen. Morgen werden «Rock the Mog» und wir uns trennen und jeweils eigene Kurse fahren.
25. 4. 2026, Samstag, Polentswa (Botswana) – Nossob (Südafrika) – Rooiputs (Botswana)
Kurzer Abschied, und ich fahre gleich zur Polentswa-Wasserstelle. Nichts. Doch auf der Piste sind frische Löwenspuren zu sehen. Ich beschliesse, den Weg nach Nossob anzugehen. Immer wieder sind Spuren auszumachen, doch keines der Tiere ist zu sehen. Frühstück an einem der Wasserlöcher, und weiter geht es. Dann entdecke ich doch noch einen männlichen Löwen, der seinen Schlaf im Schatten eines Baumes geniesst. Bei Kwang treffe ich auf das Team «Der kleine Mog», die gerade noch Glück hatten, die Löwenfamilie zu beobachten. Kurze Absprache und ab nach Nossob. Wasser füllen, Abfall entsorgen und auftanken. Die 40-Liter-Diesel-Beschränkung ist aufgehoben, und so fülle ich etwas über 78 Liter in den Tank. Der Einkauf im Shop ist leider bescheiden, und so fahre ich weiter Richtung Süden mit Ziel Rooiputs, Platz Nummer 1. Das Team «Mistermog» sichtet noch eine Schwarzfusskatze, die ich leider nicht sehe. Die Piste gestaltet sich voll mit Pfützen, die mehr oder weniger tief sind. Es muss letzte Nacht heftig geregnet haben. Ankunft am späteren Nachmittag in Rooiputs. Ich führe noch ein Telefonat mit meinem sehr guten Freund in Kapstadt und erfahre, dass sein geliebter Hund vermutlich in Kürze am hinteren Bein operiert werden muss. Ich mag diesen Hund unglaublich gerne, und ich glaube, er mag mich auch. Ja, wir sind Freunde geworden.
Schnell kommt die Dämmerung, und wir geniessen noch etwas Salat und Brot. Dann noch drei Runden UNO, und es ist Zeit für den Matratzenhorchdienst. Gute Nacht.
26. 4. 2026, Sonntag, Rooiputs (Botswana)
Das Team «Mistermog» hat gestern Abend beschlossen, auszuschlafen. Ich kann das nicht, bin ja schliesslich nicht zum Vergnügen hier und muss auf die Pirsch. Auf dem kurzen, sandigen Weg runter zur Hauptpiste sehe ich ganz viele Löwenspuren, die hoch zum Camp gehen. Ich hoffe, das Team «Mistermog» guckt gut, wenn sie draussen sind, und ich lenke Richtung Norden ein. Ganz langsam fahre ich nordwärts bis Kij-Kij. Als das Frühstück fällig ist, habe ich doch frische Milch von Team «Rock the Mog» bekommen. Es hält ein Fahrzeug bei mir, und wir unterhalten uns ausführlich über den Park und Sichtungen. So fahre ich etwa 1 km zurück und sehe zwei Löwendamen, wobei eine der beiden einen dicken Bauch hat. Hmmm? Dann fahre ich die «Lower Dune Road» rüber zum Auob-Flussbett. Dort stelle ich mich, denn es ist schon um die 10 Uhr, auf einen Platz bei «Auchterlonie» und schreibe erst mal am Blog – bin ja wie immer im Rückstand. Ich muss mich in Zukunft mehr an der Nase nehmen und spätestens am Abend schreiben.
Kurz hier noch einige Erkenntnisse zum Kgalagadi-Transfrontier-Park:
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Hast du wenig Zeit? Also nur 2 bis 5 Tage?
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Magst du es nicht, immer wieder die gleichen Pisten zu fahren?
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Magst du es nicht, immer wieder an das gleiche Wasserloch zu fahren und zu gucken?
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Stört es dich, wenn die Pisten auch mal in gruseligem Zustand sind?
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Willst du dauernd neue und unterschiedliche Tiere sehen?
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Willst du nur Berge und Meer sehen?
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Kannst du nicht stundenlang an einem Ort auf ein Tier warten und siehst eventuell nichts?
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Willst du schneller als 50 km/h fahren?
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Brauchst du am Abend ein Restaurant und/oder Unterhaltung?
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Brauchst du WiFi?
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Willst du nach einem Löwen nicht gleich wieder einen Löwen entdecken?
- Willst du möglichst viele Länder besuchen
Dann ist das NICHT dein Park. Bleib ihm fern oder gleich Zuhause.
Dazu kommt: Der Park ist unglaublich weit weg von der Zivilisation – egal ob von Botswana, Namibia oder Südafrika.
Für alle anderen ist das hier das Paradies auf Erden.
Die Welt ist gross und schön, geniesse sie.
Der Rest des Tages – nun, die Fahrt zurück nach Rooiputs war angenehm, aber nicht spektakulär. Das Team «Rock the Mog» hat den Park Richtung Südafrika verlassen. Dafür stösst nun das Team «Der kleine Mog» zu uns, was mich sehr erfreut. Natürlich muss ich mit H. gleich eine Runde «Terraforming Mars» spielen.
Ach ja, das GPS zeigt heute auf dem Platz genau 3000 km, die ich seit Windhoek gefahren bin.
27.4.2026 Montag, Rooiputs (Botswana)
Heute steht viel auf dem Programm. Also um 7 Uhr geht es los. Ganz langsam bis Kij-Kij. Auf dem Weg hoch sehe ich einige Gnus in der Morgensonne und erfreue mich am Anblick. Mir folgen in weitem Abstand das Team «Mistermog» und noch weiter hinten das Team «Der kleine Mog». Bei Kij-Kij frühstücke ich erst mal. Dann fahren wir die untere Dünenpiste rüber zum Auob River. Die Fahrt geht über unzählige Dünen und ist wunderschön zu fahren. Angekommen, geht es gleich hoch zum wunderbar angelegten Picknickplatz «Auchterlonie», wo ich einige Schritte laufe, um die alten Knochen etwas zu bewegen. Tut richtig gut. Auf dem Weg nach Twee Rivieren sichte ich dann noch drei Löwinnen in den Dünen, die jedoch gut versteckt sind. In Twee Rivieren holt das Team «Mistermog» den reparierten Ersatzreifen ab, und ich fahre zur Rezeption, um vier Nächte «Augrabies» zu buchen, was mir auch gelingt. Dort stehe ich somit ab Freitag, dem 8. Mai. Ich werde berichten, und wenn du schon bei meiner letzten Tour dabei warst, kennst du das schon. Erst bin ich jedoch noch einige Tage hier im Kgalagadi, und es geht sogar noch einmal hoch bis Polentswa. Ich freue mich riesig darauf. Nun steht noch «einkaufen» auf der Liste, was schnell erledigt ist. «Mistermog» kommt mit dem reparierten Ersatzreifen auf dem Dach daher, und gemeinsam geht es durch das Gate hoch nach Rooiputs, wo schon das Team «Der kleine Mog» wartet. Es steht ein Fototermin der drei Fahrzeuge an, und dann soll auch noch die Seilwinde besser gewickelt werden. Dazu braucht es eine Last. Klar bin ich – also mein Sprinter – ein gefundenes Fressen dafür. Nach getaner Arbeit sitzen wir gemütlich schnatternd im Schatten. Da fährt hinter meinem Rücken ein Fahrzeug zu unserem Platz. Das darf doch nicht wahr sein! Meine lieben Freunde, mit denen ich schon letztes Jahr viele Tage zusammen hier im Park verbracht habe, kommen zu Besuch. Wenn das keine Überraschung ist. Ich bin heute einfach nur glücklich. So viele liebe Menschen um mich herum. Ich werde gebeten, die neue Starlink-Antenne in Betrieb zu nehmen, was ich natürlich sehr gerne mache. Es dauert seine Zeit, und dann ist die Verbindung da und meine Freunde sind glücklich. Immer gerne. Abendessen ist mit Lammfleisch, Salat und Kartoffeln superlecker. DANKE. Ich ziehe mich zurück, um die Bilder von der Kamera zu ziehen und einen Blog zu schreiben. Eigentlich bin ich fällig für das Bett, aber was sein muss, das muss sein. Ach ja, wir erfahren von meinen Freunden das Vorgehen für die Ausfahrt durch das nördliche Kaa-Gate, was das Team «Der kleine Mog» fahren will. Nun ist alles klar, und ein Traum geht in Erfüllung. So werden wir noch einige Zeit zusammen verbringen. Cool, so kann ich sicher noch einige Partien «Terraforming Mars» spielen.
Kleiner Nachtrag: Habe ich doch neulich eine Dichtung beim Diesel-Vorfilter gewechselt. Dort hat die Dieselpumpe Luft angesogen. Der Sprinter hat immer etwas geraucht und nicht 100 % Leistung gebracht. Nun sind die Luftblasen weg und die Leistung voll da. So muss das sein.
Dann noch etwas betreffend dem Bildmaterial und der Bildqualität. Ich habe einige Einstellungen angepasst. Dann verwende ich die Sonnenblende, was ich vorher nicht gemacht habe. Es wird besser. Wenn ein Bild von einem Objekt in grosser Entfernung nicht 100 % scharf ist, liegt das jedoch nicht an der Ausrüstung, sondern an der Wärme, die vom Boden aus die Luft in Bewegung bringt. Da hilft auch das teuerste Objektiv gar nichts. Bedeutet: so nahe wie möglich an das Objekt der Begierde heran. Gute Nacht.
28. 4. 2026, Dienstag, Rooiputs (Botswana) – Nossob (Südafrika)
Da nun alles klar ist für eine Ausfahrt über das Kaa-Gate für das Team, fährt das Team «Der kleine Mog» mit uns hoch nach Nossob. So setzt sich die kleine Karawane in Bewegung. Wir fahren in grösserem Abstand, um Tiere zu entdecken. Bis zur Wasserstelle Kij-Kij ist es ruhig, und so fahren wir weiter mit Ziel Melkvlei-Picknickplatz. Davor dann eine wirklich tolle Sichtung von 5 Löwen – oder wie mein italienischer Freund zu sagen pflegt: «Funf Lowen abe ich gesehen». Es ist ein Männchen, das gerade an einer Pfütze in der Piste trinkt, zwei Weibchen (also Lionesses, wie ich laut meinen guten Freunden aus Südafrika sagen soll) und zwei Halbwüchsige. Ich kann einige Bilder mit der Morgensonne machen und bin auf die Resultate gespannt. Nun also weiter zum Picknickplatz, um das Morgenessen zu geniessen. Ich habe seit einigen Tagen ein Geräusch im Fussbereich des Beifahrers, das wir noch lokalisieren und auf russische Art – also mit einem Hammer – beseitigen. Ich hoffe, die Reparatur hält an. Dann rappelt es auch noch bei der Motorhaube, und so lege ich den Lumpen etwas anders. Die Fahrt zum nächsten Picknickplatz «Dikbaardskolk» ist dann ohne komische Geräusche ein wahrer Genuss. Erneut eine kleine Pause, und schon geht es weiter mit Ziel Nossob. Keine erwähnenswerten Sichtungen, und wir stehen schon in Nossob. Registrieren bei der Rezeption und gleich einen Platz belegen ist angesagt. Für heute sind alle genug gefahren. Ich bestelle noch Brot für morgen früh, und dann kann das Spiel «Terraforming Mars» beginnen. Es macht mir viel Freude, das Spiel zusammen mit H. vom Team «Der kleine Mog» zu spielen. Die Zeit vergeht wie im Fluge, und das Abendessen ist fällig. Ich bereite Couscous vor, und B. vom Team «Mistermog» bereitet mit Hackfleisch und Bohnen ein scharfes Essen zu. En Guete. Der Abend ist fortgeschritten, und es ist Zeit für das Bett. Gute Nacht.
29. 4. 2026, Mittwoch, Nossob Premium Site (Südafrika)
Karte kommt später.
Frühmorgens alles zusammenpacken und auf zur Reservation, um die Permits für die Fahrten zu besorgen. Brot holen wir auch noch ab, und so sind alle bereit. Eine herzliche Verabschiedung vom Team «Der kleine Mog» steht noch an. Ich wäre sehr gerne noch ein paar Tage länger zusammengeblieben, doch manchmal geht es nicht anders. Wir fahren noch alle zusammen Richtung Norden bis zur Wasserstelle Kwang, wo dann «Der kleine Mog» weiter Richtung Kaa-Gate fährt. «Mistermog» und ich bleiben bei Kwang und beobachten einen grossen Savannenadler, wie er eine Taube verspeist. Danach stelle ich mich unter die nahen Bäume und gönne mir ein Nickerchen. Nun bin ich am Blogschreiben, wobei es zu regnen anfängt. Die Temperaturen am Morgen sind meist ziemlich tief bei 5 bis 9 Grad Celsius. So ist am Morgen immer eine lange Hose und Socken angesagt. Am Mittag ist es dann merklich wärmer in der Sonne, und die kurzen Hosen sind nicht falsch. Auch die Socken können dann weg. Heute scheint es einiges zu regnen, und es bleibt voraussichtlich bei maximal 27 Grad Celsius. Im Wind und Schatten merklich kühler. Das Team «Rock the Mog» ist mittlerweile bei Augrabies und geniesst hoffentlich den schönen Platz, das Restaurant und den tollen Wasserfall. Ich bin voraussichtlich am 8. Mai auch dort. Der Rest des Tages ist mit Blog schreiben gut ausgefüllt.












































3 Antworten auf „Kgalagadi 2026 Teil 3“
Zum 26.4.:
Für uns ist die Kgalagadi definitiv das «Paradies auf Erden» 😉
Gruss Felix
wie immer spannend.
Sehr schöne Bilder.
«Leider» keine Geparden 😉
Viele Grüsse
Stefan
Danke für den tollen Bericht. Freue mich schondarauf, den Kgalagadi NP selbst zu bereisen. LG aus Kapstadt.