Urban Camp in Windhoek Namibia

29.3.2026 Sonntag, Windhoek, Namibia

In der Nacht stelle ich fest: Mein Landstrom ist weg. Das ist kein Problem für mich, doch ich bin verunsichert. Ist etwas mit meinem Ladegerät nicht gut oder ist der Strom wirklich weg? Rundherum Licht. Also rappel ich mich auf und gehe mit einem Voltmeter zur Steckdose. So ein Mist, auch hier die bescheuerte Kindersicherung. Also messe ich am Ende von meinem Kabel und lese 0 Volt ab. Ok, ist halt so, gucke morgen weiter. Heute Morgen stehe ich auf und denke, so ein nettes Frühstück mit heißer Schokolade und einem Eierkuchen mit Heidelbeeren, Honig und Joghurt passt genau. Es ist noch ruhig auf dem Platz und mein Frühstück superlecker. Dann erwähne ich noch kurz mein Stromproblem und laufe zurück zum Fahrzeug. Das Problem wurde schon behoben. Super, wie hier alles läuft. So kann mein Lithium noch schön ausbalancieren. Ich verabschiede mich von den beiden Schweizern, die mit einem Steyr-Expeditionsfahrzeug hier sind. War schön, euch kennenzulernen. Wir sehen uns hoffentlich mal in Durban.
Ich entschließe mich, das Victron-Problem zwischen Landstrom und Lichtmaschine anzugehen. Also erst mal den Kasten unter dem Beifahrersitz leer räumen und die 220-V-Anschlüsse suchen. Ich hänge ein Relais an, das dann dem anderen Gerät ein Signal geben soll. Ich schließe die Installation wieder an 220 V an und es fängt an, erbärmlich zu stinken. Ich werde etwas unruhig. Moment, außerhalb vom Fahrzeug stinkt es noch schlimmer. Ach so, mein Nachbar scheint ein Greenhorn beim Anfeuern zu sein und ist für diese Geruchsbildung verantwortlich. Ich entspanne mich und bin mit meiner Installation doch zufrieden. Mich nimmt ja schon Wunder, wer von Victron den Entschluss gefasst hat, diese kleinen vierpoligen Stecker für die seriellen Verbindungen zu verwenden, die beim Anschauen schon fast rausfallen.

30.3.2026 Montag, Windhoek, Namibia

Heute nochmals Kontrolle bei Mercedes. Die Mechanik macht einen guten Eindruck. Alle Verbindungen, die wackeln könnten, sind fixiert und gegen das Scheuern gesichert. Ich sehe kein Leck bei Dichtungen. Der Motor läuft ruhig, wie ich das von ihm kenne. Ich mache eine kleine Fahrt zu einem Laden, wo ich im Hang parken muss, und stelle fest: Die Handbremse zieht bescheiden. Ich informiere Mercedes. Am Mittwoch bei meinem geplanten Besuch soll das dann auch gemacht werden. Der Plan war eigentlich, dass mein nächster Besucher gleich zwei Stecker für den Luftmengenmesser aus Deutschland mitbringt. Das Vorhaben steht nun auf der Kippe, da der Absender zu spät versendet hat. Mercedes in Deutschland und der Schweiz haben das Teil nicht mehr auf Lager, doch da sind noch Drittanbieter. Nun, wenn das nicht klappt, muss halt mein nächster Besucher das Teil mitbringen. Geht auch. Ich habe einen Platz zum Lagern von Teilen, die ich nicht dauernd brauche, gefunden und lagere somit endlich mal viel Gewicht ab. Da sind z. B. die Holzräder für die Verschiffung, die Querblattfeder und 4 Stoßdämpfer, ein Ersatzturbolader, 2 Lichtmaschinen, ein Anlasser sowie weiteres. Zurück auf dem Platz dann gleich die ganze Heckgarage neu umräumen. Ich habe nun wunderbar Platz bekommen. Habe ich schon von der tollen Außendusche geschrieben? Also, hier sind einige der Duschen unter freiem Himmel und ich genieße das sehr. Und das Abendprogramm Mit meinem lieben Freund am Tracking und WordPress rumschrauben. Danke für die vielen Stunden Arbeit und die Geduld mit mir.

31.3.2026 Dienstag, Windhoek, Namibia

Der Tag ist mit Umräumen und Sortieren von allem im Sprinter ausgefüllt. Da ich einiges hier in Windhoek eingelagert habe, ist Platz frei geworden und das erfordert eine Umbelegung vom Platz und Gewicht. Noch bin ich nicht ganz zufrieden damit, aber es wird langsam. Das Abendprogramm ist nochmals gleich wie in der letzten Nacht und das Plugin für WordPress wird immer besser. Einzig die Teltonika macht noch Zicken und will die Daten nicht preisgeben. Zwischendurch versuche ich mal die Starlink-Antenne mit der neuen Stromversorgung und siehe da, es funktioniert wie geplant.

1.4.2026 Mittwoch, Windhoek, Namibia

Geplant ist ein Werkstattaufenthalt für zwei Arbeiten und ich habe Mühe, aus den Federn zu kommen. Die letzte Nacht bis morgens nach zwei Uhr war zu viel. Nun aber los. Die Handbremse zieht nichts und muss nachgestellt werden. Das ist schnell erledigt. Nun liegen noch etliche Umbuchungen für den Kruger-Nationalpark an, da Letaba nicht offen ist. Die Schäden vom Hochwasser sind zu schlimm. Ist immer lustig, umzubuchen, und das mitten in der Zeit, wo die Südafrikaner auch Urlaub haben. Doch ich bekomme es hin. Die 5 Nächte sind umgebucht und alles sauber in meiner «Buchhaltung» festgehalten. Nun warte ich auf meine Freunde vom Team Mistermog, die mich in den nächsten Wochen und Monaten mit einem Unimog, der auch hier zur Wartung begleiten werden. Das Wiedersehen ist herzlich und ich freue mich wirklich sehr, die beiden hier wiederzusehen. Den Abend genießen wir zusammen im Restaurant bei gutem Essen.

2.4.2026 Donnerstag, Windhoek, Namibia

Der Unimog verliert über die zentrale Reifendruckanlage Luft und muss nochmals zur Werkstatt. Heute ist mein Großeinkauf angesagt. Ich werde von B. vom Team Mistermog begleitet. Wir gehen Regal für Regal durch den großen Supermarkt und füllen Zwei riesige Einkaufswagen. Meiner ist etwas über halb voll und bricht tatsächlich in der Mitte auseinander. So gehe ich zum Eingang und besorge mir einen Ersatzwagen. Lade um und der Einkauf geht weiter. AM Ende bin ich bei weit über 4000 Rand, was 200 CHF entspricht, und der Wagen ist ordentlich voll. Natürlich immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, was habe ich wohl vergessen. Zurück auf dem Urban Camp stelle ich einen seltsamen Geruch wahr, der mich gestern schon verwundert hat. Ich gehe der Sache energischer nach und merke, wie die Felgen der Hinterachse fast kochen. Da wurde die Handbremse doch zu knapp eingestellt. So beschließe ich, nochmals in die Werkstatt zu fahren. Das Problem wird gleich behoben und bei der Rückfahrt bemerke ich auch etwas mehr Dampf vom Motor. Bald darauf kommt dann auch der Unimog vom Team Mistermog und wir unterhalten uns über die Reparaturarbeiten. Da sehen wir erneut, wie der Reifen platt wird. So krieche ich unter den Mog und stelle an der Fahrerseite ein Leck der Reifendruckanlage fest, das ich jedoch schnell beheben kann. Nun sollte aber wirklich alles bereit sein, so laufen wir glücklich und zufrieden zum Restaurant und lassen es uns schmecken. Bald ist ja selber kochen angesagt.
Nachtrag: Osterhasen und Schokoladeneier habe ich im Supermarkt keine gesehen. Waren sicher sehr gut versteckt.
Erkenntnis des Tages: Alle Wartungsarbeiten kontrollieren und immer einige Tage Reserve haben, bevor es auf die große Tour geht.

3.4.2026 Freitag, Windhoek, Namibia

Wunderbar ausgeschlafen genieße ich mein Müsli mit frischer Milch, die ich gestern gekauft habe. Ja, so kann ein Tag starten. Als Erstes fülle ich mal meine Wassertanks, da ich in den nächsten Wochen nicht so einfach an gutes Wasser kommen werde. Ich bespreche noch mit dem Team Mistermog die kommenden Tage sowie die zu fahrende Strecke zum Kgalagadi-Nationalpark. Der Rest des Tages ist ganz gemütlich bei bestem Essen. Morgen, Samstag, soll es somit losgehen. Lass dich überraschen und bleib neugierig.

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