Vom Kruger (Südafrika) nach Maun (Botswana)

 

4.8.2025 (Montag / Sanfern Downs Camp)

Wie die Zeit vergeht. Die schöne Zeit im Kruger ist vorbei und ich freue mich schon auf den nächsten Aufenthalt im November. Heute schlafen wir aus und machen uns dann bereit für die Fahrt raus aus dem Kruger. Wo geht es denn hin? Wir fahren zum Punda-Maria-Gate raus und haben ein erstes Ziel, das nicht sehr weit ist. Wir besuchen einen lieben Freund, den wir im Jahr 2023 im Krüger kennenlernen durften. Es ist die ZZ2-Farm. Ich denke, keiner in Europa kennt diese Farm, doch in Südafrika ist sie sehr bekannt. Es ist immerhin die größte Tomatenfarm auf der südlichen Seite der Erde. Wir stehen vor einem großen Gate mit Eingangskontrolle und werden erst freundlich gefragt, was wir hier möchten. Wir haben einen Termin beim Besitzer der ganzen Anlage. Es wird ein Kontrollanruf gemacht und wir bekommen schnell Einlass mit der Anweisung, wo wir hinfahren sollen. Wir werden beim Wohnhaus von der Tochter begrüßt und parken in einem unglaublich schönen Garten. Dann betreten wir das Haus und wir sehen unseren lieben Freund. Der gute Mann ist bald 86 Jahre alt und erkennt mich sofort. Wir unterhalten uns intensiv über diverse Themen und sind immer mal wieder erstaunt. Lieber Freund, wir werden uns wiedersehen, wenn ich in der Nähe bin. Wir bedanken uns für die interessanten Gespräche und die schmackhaften Tomaten. Bleib gesund und bis bald mal wieder bei dir zuhause.

Wir verabschieden uns und fahren durch eine schöne Gegend zum Sanfern-Downs-Camp, das in den Bergen nahe der Straße liegt. Wir stehen erst etwas ratlos im Camp, da wir die einzigen weit und breit sind. Doch bald kommt die Besitzerin und wir unterhalten uns über ihre Solarinstallation, was sehr interessant ist. Bei einer frischen, selbst gemachten Rösti, einem Telefonat nach Bolivien mit einem lieben Reisefreund und Blogschreiben beschließen wir den intensiven Tag.

5.8.2025 (Dienstag / Khama Rhino Sanctuary)

Flott kommen wir voran, immer an Siedlungen vorbei. Die Straße ist top und lässt schnelle Fahrt zu, was wiederum nicht so gut für die Reifen ist. Man kann nicht alles haben. Und dann werden wir doch tatsächlich von einer Polizeikontrolle angehalten. Erst verlangt der Polizist meinen Fahrausweis. Ich gebe ihm eine Kopie von diesem, was er nicht beanstandet. Da er jedoch nichts lesen kann, fragt er nach dem internationalen Fahrerausweis. Das ist das erste Mal, dass ich mit einem Fahrzeug im Ausland reise und einer danach fragt. Gut, habe ich einen dabei. Dann fragt er nach der Fahrzeugzulassung und zweifelt einige Zeit, wieso die nicht abläuft. Ich erkläre, dass wir in Europa ein anderes System haben. Erst zweifelt er, doch ich kann ihn überzeugen. Er wünscht uns noch eine gute Fahrt. Weiter geht es Richtung Grenze zu Botswana. Kurz vor der Grenze essen wir noch zu Mittag. Auf zur Grenze, an unendlich vielen LKW vorbei, die geduldig warten. Erst durch ein Desinfektionsbad fahren und dann zum Gebäude, wo die Ausreise bestätigt wird. Der Pass ist schnell gestempelt, nur mein Carnet will keiner stempeln. Das wird anscheinend nur noch gemacht, wenn wir aus dem SADAC (der Zollunion) rausfahren. Ich hoffe, das ist wirklich so, und vertraue mal. Also weiter zur Einreise. Dazu müssen wir über den Olifantfluss, was durch eine einspurige Brücke möglich ist. Die Einreise ist genauso unkompliziert und das Carnet interessiert niemand. Nun sind wir also in Botswana und wechseln gleich hinter der Grenze etwas Geld in Pula, die Währung von Botswana. Pula ist Geld und somit wichtig. Und daher der Name Pula. Es bedeutet Regen, was auch sehr wichtig in diesem Land ist. Eine SIM-Karte zu bekommen, scheitert leider vorerst bei der Registrierung. Dreimal versucht es die geduldige Dame, doch es gelingt nicht. Nun aber schnell weiter zum geplanten Camp in der Khama-Rhino-Sanctuary, wo wir fast genau zum Sonnenuntergang eintreffen. Wir müssen am Gate unsere Pässe zeigen. Die Nashörner werden bestmöglich beschützt, da sie hier noch ihr Horn tragen. Das ist auch der Grund, weshalb wir hier haltmachen.

6.8.2025 (Mittwoch / Khama Rhino Sanctuary)

Nach einer ruhigen Nacht im Camp und nach dem Frühstück fahren wir etwas im Park herum und platzieren uns bei einem der beiden Wasserlöcher. Wir beobachten viele Geier, die dabei sind, das Bad zu nehmen. Immer mehr der Vögel kommen dazu, bis es weit über dreißig sind. Einige Marabus gesellen sich auch noch dazu. Springböcke und Zebras sowie wenige Gnus sind auch in der Umgebung. In weiter Entfernung machen wir zwei Nashörner aus, die in Richtung Wasserloch trotten. Kurz bevor die Nashörner das Wasserloch erreichen, sehen wir zwei mit Maschinengewehren bewaffnete Ranger auf uns zukommen. Natürlich bekommen beide etwas Schokolade von uns. Danke den Beiden für die tolle Arbeit. Wir schaffen es, einige nette Bilder der Tiere zu machen.

7.8.2025 (Donnerstag / Hotel Sedia, Maun)

Von der Sanctuary geht es los Richtung Maun. Erst ist geplant, die Strecke in zwei Tagen zu fahren. Es geht so gut voran, dass ich es durchziehen will, da noch viel zu erledigen ist. Auf der Strecke besuchen wir noch einen Shop, um eine Starlink-Mini zu erwerben. Danach Vollgas nach Maun, um gleich bei dem Buchungs-Office für das Delta zu buchen. Es ist nicht leicht, da es unterschiedliche Offices sind, aber es gelingt, tolle Buchungen zu bekommen. Die Sache ist zwar teuer, aber ich finde, es ist es wert. Ich hoffe, nur die Plätze auch anfahren zu können. Dann schnell zu einem Elektrogeschäft, da ich einen Steckeradapter für die Starlink brauche. Ist nicht so einfach. Kennst du die klobigen Stecker, die im südlichen Afrika im Einsatz sind? Grauenhaft. Eine Dichtung für den Grauwassertank schaffen wir nicht mehr und so fahren wir zum Hotel Sedia. Wir bekommen Platz auf dem Camp und sind glücklich. Ich laufe noch rüber zur Massage und buche gleich eine lange Ganzkörpermassage. Die Dame kennt mich noch vom letzten Jahr und macht wirklich super Arbeit. Nach der Massage genießen wir ein nettes Abendessen im hoteleigenen Restaurant.

8.8.2025 (Freitag / Hotel Sedia, Maun)

Heute steht so richtig viel an. Erst mal das Starlink-Gedöns zum Laufen bringen. Unglaublich leicht und wir haben top schnelles Internet. Gleich nach dem Morgenessen geht es los nach Maun. Eine neue Dichtung für den Grauwassertank muss her. Schnell werden wir fündig in einem Baumarkt. Das Teil passt sensationell genau. Dann möchte ich für 2026 Kgalagadi NP buchen. Das gelingt leider nicht, doch ich bekomme die richtige Adresse zum Buchen. Dann sollen wir die Näharbeiten abholen. Ist alles so weit bereit, doch ich habe über die Nacht noch weitere Ideen gehabt und das soll umgesetzt werden. Mitten in den Arbeiten fängt der Lagercontainer an zu brennen und es wird hektisch im Laden. Ich sage dem Chef, dass wir später nochmals kommen, was ihn sehr freut, denn er hat nun genug Arbeit am Hals. Also machen wir noch weitere Besorgungen und fahren erst einige Stunden später bei der Näherei vorbei. Die Arbeiten sind in den letzten Zügen. Alles passt wie gewünscht und die Feuerwehr ist auch fertig mit den Löscharbeiten. Zum Schluss werden die Mitarbeiter noch zu einem Gespräch mit der Feuerwehr eingeladen. Wir verabschieden uns vom Chef und ich melde ihm schon meinen nächsten Besuch in wenigen Tagen. Ich hätte da noch so einiges gerne. Ich nehme noch mit der Gruppe von drei Fahrzeugen, die wir morgen treffen, Kontakt auf und bespreche die letzten Details, damit alles rund läuft. Morgen wird ein spannender Tag.

9.8.2025 (Samstag / Hotel Sedia, Maun)

Kurz vor Mittag treffen unsere Freunde mit den drei Unimogs beim Hotel ein. Die Freude ist riesig und die ersten Erfahrungen werden ausgetauscht. «Rock the Mog» und ich fahren noch kurz für die Buchungen, um die Delta zu machen, in die Stadt, wo wir auch gleich noch etwas einkaufen. Ansonsten ist der Nachmittag sehr gemütlich und wird mit einem Abendessen im hoteleigenen Restaurant abgeschlossen.

10.8.2025 (Sonntag / Hotel Sedia, Maun)

So ein Sonntag ist zum Ausruhen da. Nicht für Overlander. Der Ölverlust meines Motors macht mir am 10.8.2025 (Sonntag / Hotel Sedia, Maun) Sorge und da gerade drei Unimog um mich herumstehen, hat sicher einer eine 36er Nuss dabei, um den Ölfilter zu lösen. Ich habe schon eine dabei, jedoch für eine kleine Ratsche, da man eh nur mit 40 Nm anziehen soll. Doch beim letzten Wechsel hat es der Mechaniker zu gut gemeint. Aber sicher doch. Und wenn der Filter schon draußen ist, setze ich gleich einen neuen ein. Dabei fällt ein deutlicher Unterschied des O-Ring-Durchmessers auf. Der Neue ist merklich dicker und nun sollte es dicht sein. Ich hoffe, das Öl kommt nicht auch noch an einer anderen Stelle raus und es bleibt nun dicht. Ich reinige noch so gut wie möglich alles, um erneuten Austritt zu sehen. Der erste Test ist jedenfalls erfolgreich. Und da Tim ja immer mehr als genau auch unter dem Fahrzeug nachschaut, findet er doch tatsächlich ein weiteres Problem. Der Torsionsstab für die Stabilisierung der Vorderachse ist lose. Aus dem seitlichen Gummi rausgerutscht. Ich muss dazu erst mal das Rad entfernen und mit einem Abzug den Gummiring vom Stab ziehen. Dann den in die Halterung pfriemeln. Den Stab vom Chassis lösen und durch den Gummi stecken. Danach den Stab am Chassis befestigen und gut ist. Den Werkstattaufenthalt am Montag können wir uns ersparen und ich freue mich über die erfolgreichen Wartungsarbeiten. Auch die drei Unimog brauchen Pflege. Ich vernehme von jedem Fahrzeug irgendwelche Schraubengeräusche. Schön zu sehen, dass ich doch nicht der einzige bin, der am Sonntag am Fahrzeug schraubt. Bei einem der Unimog ist der Wassertank undicht. Die Schweißnaht ist gerissen. Ein Blick und es ist klar: Das muss genau da reißen. Liebe Firma Atlas 4×4, so macht man das nicht. Wir haben erst zwei Befestigungspunkte (selbst gebaute Teile aufs Blech) oben am Tank gemacht, um einen Spanngurt zu befestigen. Dann ein Blech abgewinkelt und mit einer dicken PU-Matte belegt. Die dann mit dem Spanngurt in der Kante vom Tank befestigt. Dicht. Das war eine super Teamarbeit. Danke an alle Beteiligten. Erst mal duschen.
Übrigens haben wir nun einen super Wachhund. Benni, der 17-jährige Jagdhund, ist immer sehr aufmerksam. Den Abend beschließen wir nochmals mit einem gemütlichen Essen in einer italienischen Pizzaria nahe dem Flughafen von Maun.

Ich hoffe, der Blog kommt gut an und die Bilder gefallen. Eine Rückmeldung über diese Seite ist immer gerne gesehen. Dazu unter dem Titel oben auf „Kommentare“ klicken. DANKE

 

Braucht jemand noch einen Besen?
Gut festhalten bitte
Abgebranntes Fahrzeug. Keine Seltenheit
Waldbrand
Holz zum Kochen wird auf dem Kopf getragen
Endlose LKW Schlange vor dem Zoll nach Botswana
Impala hüpfen sehr gerne
Bereit für den Boxkampf
Zebra streiten immer
Da wird gebissen und getreten was das Zeugs hält
Keine Gnade
Das grosse Geier Meeting
Tolle Nashorn Sichtung
Die Beschützer der Nashörner machen einen wertvollen Job. DANKE euch allen.
Ich bin ganz nahe dran. Ein unglaubliches Gefühl. Ich bekomme beim Schreiben noch Gänsehaut.
So nahe wie ich nie geträumt hätte. Der Wind stand gut und ich hatte super Beschützer. Das ist übrigens (rechts «F167» und ihr Kalb «F167 Kalb» links)
Ich muss so Bilder einfach zeigen.
Dann die nächste Sichtung. Gleich drei Tiere
Hier geht es richtig zur Sache. Die Erde bebt förmlich
Nashorn in voller Geschwindigkeit. Da will man nicht im Weg stehen.
So tolle Begegnung
Auch im Gegenlicht sehenswert. Viel Staub wird aufgewirbelt. Die Ohren der Tiere sind eindeutig beschnitten um sie klar zu identifizieren.
Gemütlich beim Grasen
Da guckt ein Passant, was er vom ausgebrannten Fahrzeug noch brauchen kann.
Mit drei ES (Esel Stärke) unterwegs
Die Näherei. Eine tolle Werkstatt mit super Team. DANKE euch allen.
Einer der drei Näher, die super Arbeit für uns geleistet haben. DANKE
Nach dem Brand
Der Feuerwehrmann braucht kurz eine Pause
In Farbe der Stab mit der Halterung vor der Reparatur
In Farbe der Stab mit der Halterung nach der Reparatur
Das grosse Treffen. Drei Unimog und mein Sprinter (Der dritte Unimog ist im Hintergrund)
Hier der dritte Unimog
Benni, unser Wachhund

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