Kruger Nationalpark Teil 4

26.7.2025 (Samstag / Skukuza Camp)

Der heutige Samstag ist bis jetzt der schlechteste Tag betreffend Tiersichtungen hier im Kruger-Nationalpark. Außer einer Hyäne war nichts, nada, niente. Das Skukuza-Camp ist das Größte im Park. Mir gefallen die winzigen viel besser.

27.7.2025 (Sonntag / Maroela Camp)

Ein neuer Tag und neue Hoffnung auf gute Sichtung. Wir fahren erst mal raus durch das Gate und steuern einen Platz nahe dem Fluss an, wo wir gemütlich frühstücken und dazu einen Teil vom Hörbuch „Ich bin dann mal weg“ von Hape Kerkeling lauschen. Übrigens sehr zu empfehlen. Danach fahren wir etwas dem Fluss entlang und sichten einen Löwen, den wir wegen der schlechten Position nicht ablichten können. Etwas weiter hält ein Safarifahrzeug an und gibt uns den Tipp, einige km weiterzufahren, denn da sollen zwei Leoparden mit einem Kill zu sehen sein. Das finde ich ja nett von ihm. Bei anderen Fahrzeugen hält er nicht, wie ich im Rückspiegel noch sehe. Wir kommen an die beschriebene Stelle und nehmen gleich einen super Platz zum Beobachten ein. Durch die Dachluke auf über 3 Meter Höhe haben wir ja immer beste Sicht. Nicht weit von uns, vor einem mächtigen Baum, sehen wir die zwei. Ab und an spielen die Beiden sogar miteinander. Dann klettert der eine auf den Baum und ruht sich da aus. Der Zweite verschwindet aus unserem Blickfeld. Nun sehen wir auch den Kill im Baum. Es ist ein Impala, das wohl in den nächsten Tagen verspeist wird. Später beim Betrachten sehen wir, dass der eine Leopard nur noch ein Auge hat. Wir beobachten noch einige Zeit das Geschehen, was nicht täglich geboten wird. Dann also doch noch weiter, da wir um 13:00 Uhr in Satara einen sehr wichtigen Termin haben. Auf der Fahrt dann eine weitere super Sichtung. Ein Löwe liegt halb auf der Straße. Zwei weitere in kurzer Entfernung. Es entstehen Bilder aus nächster Nähe. Der Löwe auf der Straße läuft vor unserem Fahrzeug hin und her und brüllt, was das Zeug hält. Das Brüllen spürt man übrigens richtig im Fahrzeug. Nun müssen wir aber los nach Satara. Auf dem Weg merke ich, wie der linke vordere Reifen immer lauter singt. In Satara stelle ich das Fahrzeug auf einen festen Untergrund und wir tauschen die Reifen von vorne nach hinten und umgekehrt. Es haben sich Treppen am vorderen Reifen gebildet. Während der Arbeit kommen meine Freunde, die ich Anfang Jahr im Kgalagadi-Nationalpark kennenlernen durfte. Wir haben uns dann in Stellenbosch getroffen, wo einige Teile für mich bereitlagen. Und damals haben wir auch noch meine Küchenplatte vermessen. Es soll eine neue geben. Diesmal aus dickem Aluminium gelasert. Leider mussten wir ja den Sprinter ziemlich schnell zurück nach Windhoek bringen und so konnte ich die Arbeitsplatte nicht mehr in Empfang nehmen. Doch da meine Freunde zur gleichen Zeit den Krüger besuchen wollten, passt es nun hier für eine Übergabe. Es ist schon wunderbar, wie alles irgendwie organisiert werden kann. Ich bedanke mich an dieser Stelle für den super Service betreffend der Lieferung von Kapstadt bis in den Kruger. Ich habe die Platte gleich heute verbaut und alles passt wie angegossen. DANKE, DANKE, DANKE Ach ja, auf der Fahrt zum Camp sehen wir nochmals drei Löwen und später eine Hyänenfamilie. Und am Gate zum Camp steigt Tim aus und will das Tor öffnen. Er ist ziemlich schnell wieder im Fahrzeug, denn wenige Meter neben dem Tor stehen drei Hyänen. Doch die wollen nur spielen. 😉 Wir sind dann doch noch gut reingekommen.

28.7.2025 (Montag / Letaba Camp)

Der Tag startet wie immer, doch nach kurzer Zeit die Top-Sichtung. 9 Wildhunde nahe der Straße. So was hatten wir uns schon sehr lange gewünscht und nun dürfen wir hier einige Zeit den tollen Tieren zuschauen. Sie formieren sich für eine Jagd, das ist klar ersichtlich. Das Licht suboptimal, aber das Erlebnis zählt. Später begegnen wir wieder mal meinem Freund aus Polen, der mit seinem Fahrzeug auf Erkundungsfahrt ist. Wir wechseln ein paar Worte und weiter geht es. Der Rest ist etwas enttäuschend.

29.7.2025 (Dienstag / Letaba Camp)

Die Gegend ist nicht so der Brüller, aber wir versuchen unser Bestes. Leider keine tolle Sichtung bis am späteren Nachmittag. Ab 16 Uhr geht dann unsere gebuchte Safari mit einem LKW los. Die geht in die Nacht hinein und es kommt zu einem weiteren Höhepunkt für uns. Zwei Honigdachse dürfen wir sichten. Für gute Bilder reicht es nicht, aber wir durften sie sehen.

30.7.2025 (Mittwoch / Tsendze Rustic Camp)

Die Fahrt nach Norden zum Camp ist nicht der Brüller. Wir sichten leider keine Katzen. Wir fahren bei den Resten von einem abgebrannten Fahrzeug vorbei. Mir geht durch den Kopf, wie mir 1990 mein VW-Bus abgebrannt ist. Ich sah im Rückspiegel das Feuer aus den hinteren Lüftungsschlitzen raus schießen und konnte gerade noch aussteigen. Da stand das Fahrzeug schon im Vollbrand. So etwas möchte ich nie wieder erleben. Am Abend ist der obligatorische Blick unter das Fahrzeug nicht prickelnd. Beim Verteilergetriebe sehe ich Öl, das nicht aus dem Gehäuse tropfen sollte. Schnell ist klar, der Simmerring für die Vorderachse ist undicht.

31.7.2025 (Donnerstag / Maroela Camp)

Was steht heute an? Der Sprinter sifft etwas beim Verteilergetriebe. Genauer gesagt der Simmerring der Welle zum vorderen Kardan. Ich wäge ab, ob ich noch lange so rumfahren will oder ob ich lieber bei einer Toyota-Werkstatt das Teil tauschen lasse. Ich entscheide mich für das Zweite. Also ab zur Werkstatt außerhalb vom Kruger-Nationalpark, zu einer Toyota-Werkstatt. Wir werden gleich vom Chef bestens betreut und bald fangen die Arbeiten an. Ich übergebe den Simmerring, den ich zum Austausch bereit habe, und wir warten. Bald ist klar: Es ist das falsche Teil. So ein Mist. Warum eigentlich Toyota? Das Verteilergetriebe vom Sprinter stammt von einem Toyota Landcruiser. Nun hoffen wir, dass die auch Ersatzteile dazu haben. Falsch gedacht. Doch der Werkstattchef fährt in die Stadt und besorgt tatsächlich so einen Ring. Ich bin mehr als glücklich, dass die Arbeiten heute noch fertig werden. Kurz nach Mittag fahren wir dann in den Krüger und sehen auf der Fahrt zum Camp noch einen Löwen und einen Geparden. Auch den Hyänenbau besuchen wir noch kurz und sehen zwei Jungtiere. Die Hyänen beim Gate zum Camp sind gerade nicht da, doch beim Essen hören wir das Heulen. Der Tag ist somit erfolgreich

1.8.2025 (Freitag / Letaba Camp)

Kaum aus dem Camp raus, sehen wir Wildhunde nahe der Straße. Wieder gelingt es nicht, sehr gute Bilder zu machen, denn es geht alles sehr schnell. Ansonsten ist der Tag mäßig betreffend Sichtungen. Wir erfreuen uns an den großen Greifvögeln, Gnus, Zebras, Giraffen, Elefanten und vielem mehr. Am Abend im Camp passiert mir ein Malheur. Die Dichtung vom Grauwassertank geht mir verloren. Kurze Beratung. Dann die Suche nach einem Material, aus dem ich eine Dichtung schneiden kann. 65 mm Durchmesser. Schnell findet sich was Geeignetes und ein Ersatz ist nun im Einsatz. Der Rest des Abends besteht aus der Planung, wie wir vom Kruger (Südafrika) nach Maun (Botswana) fahren wollen. Zwei Varianten sind in der engeren Auswahl. Die Wahl gewinnt die kürzere Strecke. Dafür nehmen wir einen Zoll in Kauf, den sehr viele LKW fahren. Wir sind gespannt. Also steht die Planung und schon bald treffen wir auf unsere Freunde mit den drei Unimogs, die nun schon länger unterwegs sind. Sie haben die Westroute Afrikas befahren.

2.8.2025 (Samstag / Shingwedzi Camp)

Ich halte mich kurz. Es ist eine nette Gegend, aber wenig Sichtungen. Es bleibt betreffend Raubkatzen bei einigen Löwen am gegenüberliegenden Flussufer. Das Camp Shingwedzi ist ganz nett und einen Besuch wert. Speziell war ein längeres Gespräch auf dem Platz mit einem Südafrikaner. Er erzählte uns akribisch die Geschichte von Südafrika und wir kommen nicht aus dem Staunen raus. Sein Vater war Arzt in Soweto und brachte alle Kinder vom damaligen Präsidenten Mandela zur Welt. Es ist immer wieder erstaunlich, was für interessante Menschen wir auf Reisen antreffen und mit welcher Offenheit wir über alles sprechen dürfen. Es ist eine wahre Freude. Zur Info. Ich erwähne hier bei weitem nicht alle, die wir treffen.

3.8.2025 (Sonntag / Punda Maria Camp)

Heute ist ein wichtiger Tag. Das Carnet de Passages soll erneuert werden. Also fahren wir erst länger einem Fluss entlang, mit der Hoffnung, Raubkatzen zu sehen. Leider werden wir enttäuscht. Aber es ist eine nette Gegend, die ich sicher wieder besuchen werde. Dann auf zur Grenze zu Mosambik. Ich muss nämlich mit dem Sprinter aus SADAC (der Zollunion) raus. Dazu bieten sich Angola, Sambia oder eben Mosambik an. Wir werden sehr freundlich empfangen und es ist gleich klar, was ich möchte. Mein Südafrika-Resident-Visa ist wieder mal Gold wert. Ich kann nicht alles nur am Zoll von Südafrika machen und muss tatsächlich rüber nach Mosambik. Dazu braucht es ein Visum. Alles kein Problem anscheinend. Ich gehe erst zu Fuß zusammen mit dem Zollbeamten von Südafrika rüber, um zu fragen, ob es ok so ist. Drüben werden wir sehr freundlich empfangen und es soll so gehen. Also zurück nach Südafrika und die Ausreise im Pass und Carnet bestätigen. Natürlich ohne Wartezeiten und vor allen anderen Reisenden. Ich werde sogar hinter den Schalter gebeten und stehe direkt neben der Zollbeamtin. Die anderen Reisenden schauen schon etwas komisch. Grins. Ich lasse Tim in Südafrika und fahre mit dem Sprinter rüber nach Mosambik. Da geht es sehr schnell und ich habe mein Visum für 350 Rand sowie den Einreise- und Ausreisestempel im Pass und das Carnet ist auch gestempelt. Das einzige, was mich wundert, ist der süßliche Geruch hier, den ich aus meiner Jugend kenne, doch das ist eine andere Geschichte. Ich wende den Sprinter und fahre zurück nach Südafrika. Das gleiche Spiel. Erneut in das Zollbüro hinter den Schalter und nach wenigen Minuten habe ich alles, was ich brauche. Tadaaa, nun ist der Sprinter für die nächsten 12 Monate in Südafrika geduldet. Eine Sorge weniger. Nun fahren wir mehr als erleichtert zum Camp nach Punda Maria. Auf dem Camp selber entdecken wir noch die Hühnchen, die wir schon die ganze Zeit gesucht haben. Alles läuft wunderbar. Morgen geht es raus aus dem Kruger, langsam Richtung Botswana. Das kommt dann im nächsten Blog.

Zusammengefasst sind das nun fast 3500 Km Kruger bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 28.6 Km/h. Folgende Tafel zeigt die ganze Tour.

Zwei Leoparde beim Spielen nach einem Kill
Meine neue Küchenplatte aus dickem Aluminium gelasert
Die «Crested Guineafowl» sind im Kruger eher selten zu sehen
Ein ganz junger Elefant
Kudu
Nette Ansammlung
Immer nett die zu sehen
Die mag ich nicht so sehr.
Kapitales Tier
Was für ein Plätzchen
Die «Helmeted Guineafowl» sieht man viel in grossen Gruppen
Noch so ein Kleiner
Gemeinsames Sonnenbaden
Büffel, nicht ungefährlich
Bereit für die Fasnacht
Zebra Synchron
Steenbok
Wasserbock
Wasserbock
Martial Eagle
Wasserbock
Yellow-billed Hornbill
Wildhunde
Ganz junge Hyäne warmt sich an der Sonne
TBD
TBD
Etwas überbiss
Eine Riesentrappe
Trinken ist mühsam für die Giraffen
Auch schön bunt der Lilac-breasted Roller
Impala
Gnu in Action
Wildhund schaut nach einem Opfer durch Aufspringen
Wildhund
Wildhund
Wildhund
Hyäne
Junge Hyäne
Müder Löwe
Löwe
Leopard Schildkröte
Leopard
Leopard
Leopard
Spur einstellen beim Sprinter
Verteilergetriebe mit neuer Dichtung
Offenes Verteilergetriebe
Die Hyäne beim Gate vom Camp
Löwe direkt vor dem Sprinter


Wenn du über neue Blogeinträge per Mail informiert werden möchtest, kannst du dich gerne hier registrieren. Dazu einfach die Felder ausfüllen und auf "ABONNIEREN" klicken.
Loading

2 Antworten auf „Kruger Nationalpark Teil 4“

Thank you so much for helping us with our flat front tire. We’re so glad you were nearby.

Greetings from Angelique, Michiel, and Lynn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert