Kruger Nationalpark Teil 1

Die Karten zeigen echte GPS Daten! Du kannst Zoomen und verschieben. Du kannst auch die Karte durch das Menü in der Karte oben rechts ändern.

Durch die unglaublich große Ausbeute an Bildern kommt hier schon mal der erste Blog aus dem Krüger-Nationalpark. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und Betrachten der Bilder.

13.7.2025 (Sonntag / Balule Camp)

Die Einfahrt zum Kruger führt diesmal über Hazyview und Salubinza zum Numbi-Gate. Kurz vor dem Gate wurde vor einigen Jahren ein Deutscher erschossen. Immer mal wird von der Gegend berichtet und so fahren wir mit großer Aufmerksamkeit zum Gate. Da heute Sonntag ist, sind alle, die wir nahe der Straße sehen, in guter Kleidung. Die Lage scheint ruhig und entspannt zu sein. Am Gate steht ein Wachposten mit schusssicherer Weste. Wir passieren und fahren zum Office. Wir werden freundlich behandelt und die Registrierung erfolgt speditiv. Dann fahren wir in den Park ein. Wir wissen von unserem Besuch 2023, dass dies eine tierarme Gegend ist, und so sind auch unsere Erwartungen nicht hoch. Im Shop vom Pretoriuskop-Rest-Camp erstehe ich ein Buch über den Park, das schon lange auf meiner Liste steht. Unweit davon fahren wir die Stichstraße zum Shitlhave Damm. Dazu sollten Flusspferde zu sehen sein und tatsächlich sichten wir auch welche. Weiter stehen auch Impala, Zebra und weitere Gazellen um den Damm, um Wasser zu trinken. Wir haben uns sattgesehen und wollen zurück zur Hauptstraße. Nach wenigen Metern kommt ein VW-Bus im Tarnmuster entgegen. Tim erkennt das Fahrzeug von meinen Erzählungen aus dem Jahr 2024. Es ist doch tatsächlich mein Freund aus Polen, den ich 2024 im Kgalagadi kennenlernen durfte. Wir hatten damals eine sehr gute Zeit zusammen. Natürlich erkennt auch er mein Fahrzeug und die Begrüßung ist herzlich. Wir tauschen uns aus und bekommen so wichtige Informationen zu einer interessanten Piste im Park. Vor uns liegen noch viele Kilometer und so geht es weiter. Die Sichtungen halten sich in Grenzen. Doch plötzlich sehe ich direkt links neben der Straße vor einem Bau zwei kleine Hyänen liegen. Bei einem Aussichtspunkt machen wir Rast und beobachten ein chinesisches TV-Team bei den Aufnahmen. Später sichten wir noch eine Hyäne. Kurz vor dem Camp sichten wir noch vier Löwen. Das Camp ist für uns genau das Richtige. Bietet keinen Strom und ist klein gehalten. Wir beziehen einen Platz direkt beim Zaun und sichten vor dem Abendessen, Rösti, eine Hyäne, die am Zaun patrouilliert. Ich muss sagen, der Tag war gar nicht so schlecht.

14.7.2025 (Montag / Skukuza Camp)

Frühmorgens um 6 Uhr fahren wir zu der Stelle, wo gestern die vier Löwen lagen. Nichts zu sehen. In der Piste entdecke ich Spuren und folge ihnen. Da taucht unweit ein prächtiges Löwenmännchen auf der Piste auf. Moment, da sind noch ein paar mehr zu sehen. Ich zähle 14 Löwen, davon viele kleine, die Richtung Süden laufen, das jedoch immer weiter weg von der Piste. Zeit für ein Frühstück. Dann geht es weiter Richtung Süden, sind es doch noch viele Kilometer. Auf der Straße kommt uns auf einmal ein einzelner Wildhund entgegen. Das ist der Erste, den wir in freier Wildbahn sehen dürfen. Er legt sich bald in den Schatten von einem Baum und verschwindet für unsere Augen im Nichts. Kurz darauf liegen in der Ferne tatsächlich zwei Nashörner. Also weiter zu einem netten Picknickplatz, wo wir wunderbar griechischen Salat speisen. Wir wollen gerade vom Platz fahren, da trollt sich eine Hyäne rotzfrech quer über den Picknickplatz. Kurz vor dem Ziel überstürzen sich nochmals die Ereignisse. Unzählige Löwen auf der gegenüberliegenden Flussseite, leider nicht in bestem Licht. Und später bei der Querung einer Brücke über den Fluss unseren ersten Leopard. Kurz vor dem Gate zu Skukuza haben wir gestern einen Hyänenbau ausgemacht. Also anfahren und nachschauen. Heute ist eine ganze Sippe mit einigen ganz kleinen Tieren zu sehen. Somit ein erfüllter Tag.

15.7.2025 (Dienstag / Malelane Camp)

Früh wie immer in solchen Parks fahren wir durch das Gate in den Park. Heute hat die Natur einiges zu bieten. Junge Hyänen und ein Löwenrudel. Natürlich Giraffen, Wasserbüffel, Zebras, Elefanten und jede Menge Geflügeltes, von ganz klein bis riesengroß.

16.7.2025 (Mittwoch / Berg-en Dal)

Früh geht es raus, gleich zu einem nahen Wasserloch in den Hügeln hinter Berg-en Dal. Die Piste ist richtig mies und die Sichtungen halten sich in Grenzen, um nicht gleich nichts zu schreiben. Dann zu einem netten Aussichtsberg. Später befahren wir eine interessante Piste an einem Fluss entlang. Auf dem Rückweg dann die super Sichtung. Ein junges Nashorn, das etwas verwirrt rumläuft. Gleich danach ein Löwe. Was das noch wird? Etwas weiter sehen wir noch ein großes totes Nashorn. Wir gucken gleich nach dem Horn. Es ist noch da. Hatten die Wilderer zu wenig Zeit? Wir fangen an zu spekulieren. Sichten dabei noch zwei weitere Löwen. Alle trauen sich jedoch nicht richtig an das tote Tier heran. Später erfahren wir, dass die Ranger vor Ort erst mal die Löwen verscheuchten, um das Tier zu sichten. Es wird Zeit, zurück zum Camp zu fahren, und wir haben uns für diese Nacht tatsächlich das falsche ausgesucht. Fast zu pünktlich fahren wir ein und finden gerade noch einen Stellplatz. Dank Schulferien in Südafrika sind die Camps alle rappelvoll. Wir stehen noch nicht lange da, da kommt eine Rangerin und fragt nach unserer Buchung. Mist, falsches Camp. Sie bleibt freundlich, aber bestimmt, und ich muss morgen beim Manager antanzen.

17.7.2025 (Donnerstag / Malelane Camp)

Heute muss ich ja beim Manager vom Camp antanzen, da wir auf dem falschen standen. Da bin ich ja mal gespannt, ob ich einen großen Anschiss kassiere. Fast Punkt 6:00 Uhr, zur Gateöffnung, stehe ich vor dem Office. Ich erfahre von einem Mitarbeiter, der die Mülleimer leert, dass ich erst um 7:00 mit ihm rechnen darf. Nun gut, dann also erst frühstücken und einige Runden UNO zur Ablenkung spielen. Erneut laufe ich zum Office. Immer noch keiner da. Auf dem Rückweg begegne ich einer sehr netten Mitarbeiterin von der Rezeption und sie hört sich mein Malheur erst mal an. Danach folge ich ihr in ihr Office, wo sie gleich alle meine Buchungen kontrolliert. Schnell wird klar: Es ist wirklich ein Versehen und sie bucht mich richtig ein. Danach stellt sie mir neue Papiere aus und die Welt ist gerettet. Nun aber schnell zum toten Nashorn. Vor Ort sind unglaublich viele Fahrzeuge. Neben mir steht ein Rangerfahrzeug. Wir kommen mit dem freundlichen Ranger ins Gespräch und schnell wird klar, was los ist. Das Nashorn wurde ganz klar von einem Elefanten getötet. Unklar ist, wann und wo das kleinere Nashorn ist. Schlimmer noch, die Suche sogar mit einem Flugzeug ist bis anhin erfolglos. Sie müssen erst mal klären, wie alt das kleine Tier ist. Dann wird entschieden, ob es in eine Station kommt oder in der Natur überleben kann. Moment mal. Da können wir helfen. Wir haben ja Bilder von dem Kleinen gestern gemacht. Der Ranger ist sichtlich aufgeregt und fragt danach. Klar gebe ich die gerne. Wir tauschen unsere Kontaktinformationen aus. Dann sage ich: „Da wir auch vorgestern hier durchgefahren sind und gestern zweimal, können wir die Dashcam sichten und ihm weitere Informationen liefern.“ Er ist begeistert. Also fahren wir zu einer Wasserstelle, etwa einen Kilometer entfernt, und suchen alle gewünschten Informationen zusammen. Ich hoffe, das hilft bei der Entscheidung. Später haben wir noch eine tolle Leoparden-Sichtung, was den Tag gut abrundet. Den späteren Nachmittag verbringen wir auf dem Camp und verarbeiten erst mal unsere Erlebnisse.
Eben erreichte uns die Nachricht: Das kleine Nashorn wurde gefunden und in ein Aufzuchtzentrum geflogen.

Das kleine Tier soll ca. 18 Monate alt sein. Für uns ein sehr gutes Gefühl, etwas zur Rettung beigetragen zu haben. Danke auch an die vielen Menschen, die sich jeden Tag um diese Tiere kümmern. Und ein ganz spezieller Dank an den Ranger, den wir dadurch kennenlernen durften.

Kleine Hyänen

 

Impala kämpfen immer mal um die Stärke zu messen

 

Kapitales Krokodil geniesst die Wärme der Sonne

 

In diesem Alter sind die Elefanten sehr verspielt und unberechenbar

 

Kleiner Racker

Faszinierende Tiere. Es wird nie Langweilig diese zu beobachten

 

Kleines Löwenrudel mit vielen Jungtieren

 

Schakal

 

Hornbill

 

Giraffe

 

Black Crake auf der Suche nach einem Happen

 

Unser erster Wildhund

 

Ganz in der Nähe (Andere Strassenseite) eine Hyäne

 

Ein White-backed Vulture

 

Eine Hyäne auf dem Picknickplatz. Nicht ungefährlich

 

Mächtiges Krokodil

 

Flusspferd kurz vor der Tauchstation

 

Super Leoparden Sichtung im Flussbett

 

Wasserbüffel

 

Wasserbüffel

 

Southern Ground-Hrnbill

 

Kleine Hyäne denkt sich sicher Dummheiten aus

 

Junge aufmerksame Hyäne

 

Saddle-billed Stork

 

Kleine Nashorngruppe entspannen am Wasserloch

 

Marsh Terrapin

 

Junges Nashorn (Hoffentlich hat es ein langes, gutes Leben). Pro Tag wird ein solches Nashorn in Südafrika gewildert

 

Impala hat Probleme an das Wasser zu kommen

 

Nashorn auf dem Weg zum Wasserloch

 

Auch die Zebras haben Mühe mit dem niederen Wasserpegel

 

Water Leguan auf der Suche nach Essbarem

Red-billded Hornbill

Wasser ist für alle da

 

Wer hat nun die schönste Hose?

 

Elefanten sind immer sehenswert

 

Kleiner Elefant in Action. Er vertreibt gerade alle anderen Tiere vom Wasserloch.

 

Alles weg hier, ich bin der Chef.

 

Atake, ich komme…

 

Und nun habe ich grossen Durst

 

Was, da will doch nicht einer zu nahe kommen. Na warte ich vertreiben dich auch noch.

 

Hammerkop

 

Das kleine 18 Monat alte Nashorn hat gerade seine Mutter durch einen Elefanten verloren.

 

Die Nashornmutter liegt tot im Busch

 

Am zweiten Tag laben sich vier Löwen. Die sind so voll gefressen, dass sie auf dem Fleischberg einschlafen.

 

Bunte Vogelwelt

Pied Kingfisher betrachtet mich ganz genau

 

Auge in Auge mit einem Cape Glossy Starling

 

Das kleine Nashorn kommt nun an einen sicheren Ort. Guten Flug kleiner Freund

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