Wie angekündigt, folgt hier mein Blog über die Campingplätze im südlichen Afrika.
Bevor ich im Jahr 2023 meinen Mercedes Sprinter nach Afrika verschiffte, habe ich auf meinen Reisen fast ausschließlich wild gecampt.
Das bedeutet, ich habe keine offiziellen Campingplätze aufgesucht, sondern mir einfach einen schönen Ort zum Übernachten gesucht, mitten in der Natur, fernab von Infrastruktur. In Europa sind viele Campingplätze nicht besonders reizvoll, oft gleichen sie eher einem Parkplatz, und je weiter man nach Osten reist, desto seltener werden Campingplätze ohnehin.
Im Iran zum Beispiel gibt es gefühlt nur eine Handvoll. In Russland stand ich tatsächlich nur in Moskau auf einem Campingplatz, sonst habe ich immer an den schönsten, wilden Orten übernachtet, die man sich vorstellen kann.
Südliches Afrika ist da ganz anders.
Hier gibt es in nahezu jeder Region zahlreiche Campingplätze, und das Beste: Viele dieser Plätze sind wunderschön gelegen und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, deutlich besser als viele ihrer europäischen Pendants.
Allerdings ist man in weiten Teilen des südlichen Afrikas auch auf Campingplätze angewiesen, denn leider lässt die Sicherheitslage Wildcampen nicht überall zu. Das Restrisiko ist hier deutlich höher als zum Beispiel im Iran, in Russland oder Georgien.
Hinzu kommt, einen ruhigen Ort zu finden, an dem man nicht innerhalb weniger Minuten von neugierigen Einheimischen entdeckt wird, ist gar nicht so einfach. Besonders 2023, während meines Aufenthalts in Lesotho, habe ich diese Erfahrung gemacht, als ich dort einige Nächte wild campte.
Wie bereits im letzten Blogbeitrag beschrieben, gibt es im südlichen Afrika eine ausgeprägte Campingkultur, was viele Plätze auch besonders attraktiv macht.
In den großartigen Nationalparks des Landes ist es ohnehin verpflichtend, auf den vom Park betriebenen Campingplätzen zu übernachten. Dort gelten zudem sogenannte «Gate-Zeiten», die je nach Monat angepasst werden. Sie regeln, wann man morgens zur Safari aufbrechen darf und bis wann man spätestens zurück auf dem Campingplatz sein muss.
Diese Regelung dient nicht nur dem Schutz der Tiere, sondern stellt auch sicher, dass sich keine Besucher unerlaubt oder verloren im Park aufhalten.
In den folgenden Bildern bekommst du einen Einblick in einige Campingplätze, einige davon befinden sich in Nationalparks, andere außerhalb. Die Bilder sind wie gewohnt beschriftet.



































