Wie campen eigentlich die Südafrikaner selber?

Da wir uns nun auf der Strecke zwischen dem Kgalagadi Nationalpark und dem Kruger NP befinden, habe ich mich dazu entschieden, zweimal etwas andere Blogs zu verfassen.

Natürlich wird es auch einen Blog über die 11 Tage Zwischenzeit geben.

Die meisten meiner Leser kennen das Camping in Europa. Die meisten fahren mit einachsangetriebenen großen Wohnmobilen in die Ferien. Die Hülle aus Kunststoff und der Innenraum sind zwar schön, aber fragil. Für Europa gut geeignet.

In Afrika sieht das anders aus. Hier sind die Straßen ruckelig und auf gewissen Strecken voller Schlaglöcher. Pisten gibt es vor allem in Namibia und in den Nationalparks sowie auf den meisten Nebenstraßen.

Das bedeutet nun allerdings nicht, dass dies die Afrikaner, vor allem Südafrikaner, vom Campen abhält. Camping sieht im südlichen Afrika einfach etwas anders aus. Nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Campingplätze.

Über die Fahrzeuge und die Ausrüstung soll es in diesem Blog gehen, um die Campingplätze im nächsten.

Der größte Anteil der Camper besitzt kein Wohnmobil, sondern ein 4×4-Fahrzeug und einen Anhänger (Trailer). Die, die einen Trailer besitzen, sind meistens Südafrikaner.

Es gibt natürlich verschiedene Hersteller und Varianten von Trailern. Die fast baugleichen Trailer gibt es übrigens auch in Australien, da habe ich diese im Jahr 2003 das erste Mal gesehen.

Der große Unterschied zu unseren Wagen ist, dass die Küche nicht innen, sondern außen ist.

Eine andere Variante, die man besonders oft in Namibia zu sehen bekommt, sind 4×4-Fahrzeuge mit einem Dachzelt. Diese Fahrzeuge, in Namibia meistens der Toyota Hilux, sind meist Mietfahrzeuge.

Für die Dauercamper, welche in den Wohnwagen wohnen, gibt es noch eine andere, wohnlichere Variante. Diese sehen eher wie ein europäischer Wohnwagen aus, sind allerdings auf das warme Klima in Afrika angepasst und robuster.

Generell sind alle Wohnwagen für das warme Wetter gebaut, und die jetzt im Winter kalten Nächte sind ohne guten Schlafsack nicht lustig, ließen wir uns sagen.

In den nun folgenden Bildern kannst du viele verschiedene Varianten von Campern sehen. Die Bilder sind wie immer beschriftet.

Es existiert noch eine weitere Kategorie. Die selbst gebauten Trailer. Ich hatte das Vergnügen, in Windhoek zwei davon zu sehen, und war mehr als begeistert.

Natürlich sind auch welche mit einem oder mehreren Zelten zu sehen. Und dann, wenn auch selten, die größere Klasse, der LKW.

Ein tolles Beispiel für die LKW Klasse. Hier ein Mercedes Rundhauber.
Ein sehr moderner Grenadier. Ohne Dachzelt.
Sehr kompakt und top ausgerüstet. Typisch die Gasflasche ausserhalb.
Ein Mercedes Iglhaut. Etwas neuer als meiner. Im Hintergrund noch eine andere, eher seltenere Variante von Wohnwagen.
Ein grosser Unimog. Hier sogar mit Doppelkabine.
Fast ein «normales» Wohnmobil. Mit Bullbar und interessanten Beutel auf der Seite montiert.
Fast wie bei uns. Durch das Hubdach kühlt sich der Innenraum schnell ab.
Unterwegs mit Zelt.
Selbstbau Trailer. Die Kühlbox und der Tiefkühler sind im Heck vom Fahrzeug.
Selbst gebauter Trailer. Genial der niedrige Einstieg. Es ist ein Hubzelt und sehr robust realisiert.
Sehr beliebt die Hubdächer. Und wieder die Gasflaschen ausserhalb am Heck.
Hier mal mit sehr grossem Vorzelt.
Gut zu sehen die Ausssenküchen.
Das Bett im Slideout und zusätzlichem Hubdach.
Das Camperleben findet draussen statt. Und immer ein Braai, mindestens ein Feuer.
Trailer mit Slideout.
Die Aussenküche ist gut zu sehen. Der Braai wird vorbereitet
Wie meist ein grosses Gelage mit Feuer.
Robuster Trailer mit ausklappbarem Schlafbereich und Aufklappdach. Fein mit Tischtuch.
Top Klasse von Trailer. Volles Hubdach, Aussenküche und Slideout.
Auch ein robuster Trailer und Zelte für die Kinder.
Anhänger mit darauf montiertem Dachzelt ist auch beliebt. Natürlich mit Aussenküche.
Ausklappbare Schlafplätze und Hubdach. Alles sehr robust.
Fast wie bei uns, jedoch sehr stabil.
Sehr robuster Trailer.
Noch ein Trailer. Zu sehen die gasbetriebene Wassererwärmung (Weisser Kasten)
Interessantes Dachzelt. Markise darf nie fehlen.
Sprinter mit viel aussen montierten Dingen. In Afrika kein Problem bei der Vorführung.

2 Antworten auf „Wie campen eigentlich die Südafrikaner selber?“

Deinen jüngsten Bericht soeben gelesen und natürlich die Bilder der „anderen Art von Camping“. Ja das wäre für uns alten bequemen Leute zu aufwändig. Und Verzicht auf „wildes Freistehen“ wo man möchte? …..wäre für uns auch eine grosse Umstellung! Aber Ihr beide: geniesst jeden Tag und jede Sichtung eines wilden Raubtiers.
Gruss Bruno & Marietta

Hallo zusammen. Frei stehen ist je nach Land und Ort unterschiedlich. In Nationalparks geht das eh nicht. Weit ab von Stadt und Bevölkerung geht das im Prinzip schon.

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