25.6.2025 (Mittwoch / Bastion Camping)
Letztes Mal auf der Fahrt zum Kgalagadi machte ich einen Zwischenhalt beim Hardap Game Park, der mir jedoch nicht gefallen hat. Diesmal soll es der Bastion Camping kurz vor Mariental sein. Für 150 Rand pro Person preiswert und der Platz überrascht durch seine Sauberkeit. Jeder Platz verfügt über ein kleines Häuschen, in dem eine Dusche und ein Klo sind. Die Fahrt von Windhoek geht über die Schnellstraße und ist nichts Besonderes, da ich diese Strecke schon oft gefahren bin und auch noch fahren werde. Auf dem Weg machen wir bei einem Supermarkt noch einen Stopp, um Wasser und einige Vorräte zu bunkern.
26.6.2025 (Donnerstag / Kgalagadi erster Tag, Mata-Mata)
Kurz nach dem Camping biegen wir von der Hauptstrecke ab auf die C20 Richtung Kgalagadi NP. Bei Stamperiet tanken wir nochmals voll auf und reduzieren den Reifendruck für Pistenfahrt, denn gleich danach fängt auch die Piste an, die bis nach Mata-Mata führt. Hier ist der Grenzposten, an dem ich immer meinen Spaß habe. Einer der Mitarbeiter will ja Deutsch lernen, und so gibt es eine weitere Lektion. Und dann stellen wir mit Schrecken fest: Wir sind einen Tag zu früh hier. Ohne Buchung kein Zutritt in den Park. Also wie beim letzten Mal zu Fuß rüber nach Südafrika zur Station und hoffen. Die supernette Dame erkennt mich mit einem Grinsen und weiß schon, was ich von ihr möchte. Es ist doch erst einige Wochen her, als ich das gleiche Problem hatte. Und natürlich bekomme ich einen Platz in Mata-Mata auf dem Camping. Stolz laufe ich mit der Reservation in den Händen zurück, wo die Zollbeamten erstaunt gucken. Dann geht es ganz schnell und wir fahren rüber nach Südafrika. Da wird dann nochmals von einem Zollbeamten geschaut, was wir alles nicht im Kühlschrank haben dürften. Ach ja, sind wirklich alle sehr nett hier. Wir reservieren einen Platz im Camp und fahren gleich rein in den Park. Wir werden auch bald mit einem Gepard mit Kill, einem Springbock, belohnt.
27.6.2025 (Freitag / Twee Rivierén)
Die heutige Fahrt geht von Mata-Mata bis runter nach Twee Rivieren. Auf der Fahrt werden wir nochmals mit dem gleichen Gepard wie gestern belohnt, der immer noch in der Nähe ausruht. Unten in Twee Rivieren frage ich nach einem Platz für den Sonntag und Montag, da wir keine Buchung haben. Leider bekommen wir keinen Platz. Weder auf der Botswana-Seite noch auf der Südafrika-Seite. Ich werde etwas nervös. Wir fahren noch hoch bis zum ersten Picknickplatz Richtung Nossob, leider ohne Sichtung von Raubkatzen. Bei der Rückfahrt machen wir einen Halt bei Rooiputs, mit der Hoffnung, einen Platz bei einem der Camper zu bekommen. Wir haben ein längeres, sehr nettes Gespräch mit einem älteren Paar, das schon längere Zeit unterwegs ist. Leider reisen sie übermorgen ab und wir können den Platz nicht teilen. Die anderen Plätze sind alle schon mit zwei Fahrzeugen besetzt und somit voll. Also zurück nach Twee Rivieren auf den Camping.
28.6.2025 (Samstag / Twee Rivierén)
Am Morgen um ca. 6:00 Uhr meldet sich plötzlich die Teltonika, dass Internet verfügbar ist. Gleich gehe ich auf die Sanparks-Webseite, um zu sehen, ob ich was buchen kann für die nächsten 2 Nächte. Tatsächlich finde ich einen freien Platz für Sonntag in Mata-Mata und schlage zu. Nun fehlt nur noch eine Nacht. Also fahren wir eine kleine Runde und schauen nochmals beim Rooiputs-Platz vorbei. Erfolglos. Auch zurück in Twee Rivieren bekommen wir keinen Platz für Montag.
29.6.2025 (Sonntag / Mata-Mata)
Wir fahren langsam hoch nach Mata-Mata, nicht ohne die bekannten Picknickplätze zu nutzen. An Sichtung werden wir mit einem Leoparden belohnt. Unsere Hoffnung auf Löwen wird bitter enttäuscht. Dafür ist der Gepard immer noch bei seinem Kill. In Mata-Mata frage ich bei der netten Dame nach einem Platz. Mittlerweile werde ich schon mit Herr Rigert begrüßt und natürlich bekomme ich einen Stellplatz in Mata-Mata. Na also, geht doch.
30.6.2025 (Montag / Mata-Mata)
Die heutige Runde bis runter zum Picknickplatz ist etwas frustrierend. Einzig gegen den Schluss des Tages sehen wir noch vier Grossohrfüchse. Ja klar, die Giraffen waren wirklich auch toll und zwei Eulen durften wir auch beobachten. Wir möchten jedoch Löwen sichten, wie die, die letzten nach so schön gebrüllt haben.
1.7.2025 (Dienstag / Nossob)
Kurz nach der Ausfahrt von Mata-Mata kommt uns ein prächtiger Löwe auf der Piste entgegen. Wir können ihn über längere Zeit gut beobachten, bis er hinter den Dünen verschwindet. Die Fahrt über die obere Dünenstraße ist leider nicht ergiebig, was Sichtungen angeht. Kurz vor Nossob bei der vorletzten Wasserstelle werden wir dann doch nochmals mit einem Löwen belohnt. Er sitzt mitten im hohen Gras und ist nur auszumachen, wenn er den Kopf anhebt und um sich guckt.
2.7.2025 (Mittwoch / Nossob und der Ausflug bis Polentswa)
Früh Morgen geht es los, immer Richtung Norden. Die Wasserstellen sind gegenüber vor einigen Wochen mäßig besucht. Beim Picknickplatz gönnen wir uns eine längere Pause. Der 6 × 6-Lkw aus Polen, den wir vor Wochen in Windhoek bei der MAN-Werkstatt gesehen haben, ist auch auf dem Platz. Er wird heftig von den neugierigen Südafrikanern belagert, so dass er nach kurzer Zeit beschließt, weiterzufahren. Wir fahren noch den großen und den kleinen Loop. Belohnt werden wir durch eine lange, sehr dünne Schlange, die gerade mit einer unglaublichen Geschwindigkeit eine Maus jagt. Bei der Fahrt zurück nach Nossob dann die ultimative Sichtung. Gleich 4 Geparde, die gegen den Wind Richtung Norden laufen. Schnell wird klar: Die sind auf der Jagd. Kurz verlieren wir die Gruppe und sehen dann nur noch ein Tier. In der Zwischenzeit hält ein Fahrzeug mit vier Insassen neben uns und fragt freundlich, was wir denn sehen. Sie bedanken sich und beobachten mit uns, was passiert. Es schleicht sich immer näher zu der nahen Springbockgruppe ran. Bleibt dann im hohen Gras regungslos in geduckter Haltung stehen. Es vergehen Minuten. Die Distanz verbessert sich nicht für den Jäger. Und dann geht es Schlag auf Schlag. Das Tier nimmt Geschwindigkeit auf und ist schnell mitten in der Springbockgruppe. Durch die große Distanz zum Geschehen sehen wir nicht wirklich genau, was passiert. Es wird klar: Es bleibt ein erfolgloser Angriff. Nach einer kurzen Verschnaufpause läuft das Tier Richtung Süden. Dann sehen wir die anderen drei und wir merken erst jetzt: Das müssen die Zöglinge der Mutter sein, da sie um einiges kleiner sind. Leider verschwinden nach und nach alle in einer Vertiefung und wir verlieren den Blickkontakt. Die Frau vom anderen Fahrzeug bedankt sich nochmals für das tolle Erlebnis. Wir fahren nach Nossob und platzieren uns auf dem ziemlich vollen Camp. In einer Ecke steht der Pole mit seinem UNICAT 6 × 6. Und wie es der Zufall will, steht neben uns das Fahrzeug von vorhin. Wir kommen langsam ins Gespräch, das sich dann weit in die Nacht zieht. Wir waren wohl für einen anderen Camper etwas zu laut, da er sich tatsächlich bei uns beschwert hat. Ich bedanke mich bei der Familie für die Herzlichkeit und die tollen Gespräche. Wir sehen uns ja noch übermorgen in Twee Rivieren.
3.7.2025 (Donnerstag / Nossob nach Twee Rivierén)
Wir werden von Löwengebrüll geweckt. Fahren dann los Richtung Süden. Kurz vor der zweiten Wasserstelle sehen wir in weiter Entfernung einen Geparden. Er scheint auf der Jagd zu sein. Zielstrebig läuft er mit Unterbrechungen Richtung Norden. Dann die Überraschung. Wir entdecken einen zweiten Geparden. Gestern vier und heute zwei solche Tiere ist schon mehr als genial. Leider erneut in sehr großer Entfernung und nach einiger Zeit verlieren wir beide. Dann also weiter Richtung Süden. Beim ersten Picknickplatz machen wir einen kurzen Halt. Erst denken wir, ein Kleinflugzeug kommt in der Nähe vorbei, doch es ist der Pole mit seinem UNICAT. Dann fahren wir auch weiter bis zum zweiten Picknickplatz, wo wir zu Mittag essen.
4.7.2025 (Freitag / Twee Rivierén, kleine Runde)
Heute fahren wir die kleine Runde bis hoch zur ersten Dünenpiste, dem Nossob entlang. Ja, es sind Tiere zu sehen wie Strauß, Gnu, Springbock und viele Raubvögel, doch wir sind auf der Suche nach einer Raubkatze. Am liebsten ein Löwe. Leider werden wir heute nicht belohnt. Wir fragen uns schon, wo die Löwen wohl alle stecken. Ob die in der Werkstatt sind und an der Ladestation hängen? Also, zurück am Twee-Rivieren-Camp genießen wir das Camperleben und ich mache einige Wartungsarbeiten. Wir tanken noch 40 Liter Diesel, damit es bis in die 250 km entfernte Stadt reicht. Auch den Reifendruck erhöhe ich, damit ich flott auf der Teerstraße fahren kann.


























Eine Antwort auf „Kgalagadi Transforntier Park 2025 zweiter Besuch“
Lieber Thomas, zurück aus dem Urlaub war ich schon in Sorge, ob es mit Deiner Reise (wie geplant) weitergehen kann. Jetzt sieht es wohl gut aus. Deine Bilder sind genial, werden immer besser.
Ich wünsche Dir eine gute Weiterreise und weitere Tolle Erlebnisse und Begegnungen. Liebe Grüsse Peter