18.6.2025 (Mittwoch / Immer noch Probleme mit dem Sprinter)
Nochmals stehen wir in der Werkstatt bei Kapstadt und die Leute versuchen, den Sprinter zum Laufen zu bringen. Ich merke, wie die Leute hilflos sind, und es fehlt auch an Ersatzteilen. Ich fange an, einen Notfallplan zu schmieden, doch wie sage ich das meinem Kind? Es wird ein krasser Unterschied betreffend der Reise sein, wenn es so kommt. Wir fahren zurück zum Camping und verbringen eine ehe
19.6.2025 (Donnerstag / Der Entscheid und Unterwegs nach Windhoek)
Wir fahren nochmals zu Mercedes und es wird versucht, die Kontakte beim Luftmengenmesser auszutauschen. Es wird ein Provisorium. Die Abgasrückführung ist immer noch nicht dicht. Es wird so ziemlich alles nichts. Ich reiße den Notfallplan hervor. Wir fahren noch nach Windhoek. Das sind 1600 km und es geht auf und ab. Nach 2 km bleiben wir verzweifelt stehen. Wie letztes Mal direkt vor einem Farmeingang. Nach nicht mal 5 Minuten steht ein Pickup (Bakkie) vom Farmer hinter uns und wir kommen sofort ins Gespräch. Er organisiert für uns einen Abschleppdienst nach Windhoek zum Festpreis von 2400 CHF für die 1600 km. Ich schlage ein, denn es muss sein. Nach keiner halben Stunde kommt der Sprinter auf einen Kleinlaster. Dann geht es erst zur Zentrale, wo wir den Chef der Firma kennenlernen dürfen. Er wird uns persönlich fahren. Wir bereiten uns auf eine sehr lange Fahrt vor und zahlen noch die Strecke bis zum Zoll-Cache. Wir haben eine super Unterhaltung mit ihm auf der Fahrt und erfahren so einiges über Südafrika. Vielen Dank dafür. Und er sagt uns, egal wo wir stehenbleiben und Hilfe brauchen. Er kommt uns holen. Es ist ein gutes Gefühl, so gute Hilfe zu bekommen. DANKE, DANKE, DANKE und noch ein Dankie.
Wir stehen etwa um Mitternacht beim Zoll zu Namibia, wo der Sprinter mit eigener Kraft rüber muss. Die Abfertigung inklusive Visa, Carnet und Straßengebühren ist in etwa einer Stunde erledigt und wir werden auf einen anderen Transporter gezogen. Es stehen zwei 18-jährige Namibianer hier, die uns begleiten werden. Sind doch immerhin noch um die 800 vor uns.
20.6.2025 (Freitag / Unterwegs auf dem Transporter und in der Werkstatt)
Die Fahrt geht etwas langsamer als bis anhin voran und die Fahrer werden ab und an gewechselt. Der Austauschfahrer schläft jeweils in der Fahrerkabine vom Sprinter, da der Kleinlaster nur drei Plätze hat. Um etwa drei Uhr, also nach 25 Stunden unterwegs, kommen wir in Windhoek an. Auf dem Gelände von Mercedes in Windhoek werde ich wie immer von allen sehr freundlich empfangen. Der Sprinter wird erst vom Kleinlaster gelassen, als ich in Cash die Fahrt bezahlt habe. Ich sehe, wie der Abschlepphaken, die Stoßstange sowie die Befestigung dazu vom Sprinter heftig ramponiert sind. Ich spreche mit dem Chef der Werkstatt betreffend den Schaden und die Suppe, um es zu reparieren. Nun fordere ich von den beiden diese Summe ein, ansonsten kommt deren Kleinlaster hier nicht vom Hof. Erst keine gute Reaktion und wir fangen an, den Sprinter zu reparieren. Bald merken die beiden, dass sie hier sitzenbleiben und zahlen zähneknirschend. So ist das im Leben. Die Supertruppe der Werkstatt geht sehr geplant vor, und Schritt für Schritt kommen wir der Lösung näher. Nach etwa zwei Stunden die erste erfolgreiche Testfahrt. Somit hat sich der Transport mehr als gelohnt. Am Montag geht es noch weiter, um alles zum Laufen zu bringen. Wir können jedoch mit dem Sprinter sehr gut zum Urban Camp fahren, wo wir Robin aus Südafrika sehen, den ich vor einigen Wochen hier kennenlernen durfte. Die Freude ist sehr groß. Zusätzlich lernen wir noch einen Herrn aus Deutschland kennen, der auch viel Zeit hier im südlichen Afrika verbringen wird. Wir bleiben sicher in Verbindung.











2 Antworten auf „Zurück auf Start“
Oh Thomas, euch wird auch nichts erspart! Aber ein ausgewachsener Unfall resp. Zusammenstoss mit Einheimischen wäre eindeutig eine noch grössere Herausforderung. Wir wünschen euch von Herzen dass jetzt alle technischen Einschränkungen behoben werden können.
Liebe Grüsse aus der hochsommerlichen Schweiz.
Bruno und Marietta
Hallo lieber Thomas und Tim.
Ihr werdet ja vom Pech förmlich verfolgt.
Wir hoffen das alles wieder gut kommt und ihr eure Reise fortsetzen könnt.
Liebe Grüße André und Regina