Western Cape Teil 2

7.6.2025 (Samstag / Huckepack Richtung Kapstadt)

Manchmal kommt es anders als gedacht. Also die Nacht war nett und am Morgen wie angekündigt etwas Regen. Ich starte den Motor und denke, der lief auch schon schöner, aber ist ja noch kalt. Die erste Strecke geht es immer runter und der Motor muss nichts leisten. Dann komme ich durch den Ort unten am Fluss und biege auf die Schnellstraße Richtung Kapstadt. Er zieht nicht so recht. Also raus auf einen Rastplatz und Kontaktspray an den Stecker vom Luftmengenmesser. Ansonsten sehe ich nichts. Alles noch sauber. Das Ganze wiederhole ich etliche Male und es hilft nichts. Hinter mir meist nur eine schwarze Wand. Es geht aufwärts und ich finde es immer schlimmer. Dann kommt auf einmal ein Pfeifen dazu. So was mag ich gar nicht und halte sofort an. Hmm, nicht so toll, im strömenden Regen vor dem Auto zu stehen. Noch ein Versuch. Scheiße. Hoffentlich nicht der Turbolader. Ich rolle bis zu einer Einfahrt von einer Farm und bleibe da etwas weiter von der Straße stehen. Bei genauem Hinsehen entdecke ich etwas Öl beim Flansch 4 vom Ansaugsammelrohr. Nuss das sein? Das Rohr wurde vor wenigen Wochen in Windhuk geschweißt. Ich rufe meine Schweizer Freunde in Kapstadt an und frage, ob sie eventuell einen Abschleppdienst organisieren können. Dann informiere ich noch Tim in der Schweiz und in dem Moment kommt der Farmer angefahren. Ich frage, ob er eventuell einen Abschleppdienst organisieren könne. Klar. In wenigen Minuten kommt erst mal ein Mechaniker, der das anschaut. Wow, so schnell Hilfe. Dann bekomme ich auch von meinen Freunden Bescheid, dass ein Abschleppdienst fahren könne. Ich sage, wir warten noch ab. Der Farmer meint, ich soll durch das Tor fahren, um sicher zu sein. Sehr gerne. Dann kommt auch schon bald der Mechaniker und schaut kurz. Er meint, nicht so schlimm, ich solle doch zurück in das Städtchen fahren, und da können wir genau gucken. Ich willige ein und fahre erst nur mit 40 km/h, hinter mir der Mechaniker mit der Kirmesbeleuchtung auf dem Dach. Es sind etwa 10 Kilometer. Nach 6 oder 7 Kilometern merke ich, das Geräusch ist weg und er zieht wie immer. „Na, nu, was ist das nun?“ In der Werkstatt sind alle der Meinung, dass beim Ansaugsammelrohr ein Riss zu sehen sei. Ich bin hin- und hergerissen, selber nach Kapstadt zu fahren, da hier erst am Montag geholfen werden kann. Und wenn dann doch was anderes ist? So möchte ich nach Kapstadt, jedoch lieber auf einem LKW hinten drauf, nicht, dass noch mehr kaputtgeht oder ich liegenbleibe. Schnell sehe ich ein Angebot für die 200 Kilometer. Es sollen etwas über 10 000 Rand sein. Happige 500 CHF. Ich willige ein und nach 20 Minuten steht der Sprinter auf einem LKW und ich fahre mit dem Fahrer Richtung Kapstadt. Es geht hoch und runter. Der LKW ist nagelneu und hat noch keine 8000 Kilometer auf dem Buckel. Der Fahrer guckt zu 80 % der Fahrt TikTok und wechselt alle 3 Sekunden die Musik oder telefoniert mit wem auch immer. Da muss ich jetzt durch und leide still. Interessant ist auch die Einstellung der Raumtemperatur. Erst, bis fast alles gefroren ist. Dann volle Pulle Heizung, bis Saunagänge möglich sind, und das im dauernden Wechsel die ganze Fahrt. Ich dachte ja, mein Sprinter ist hart gefedert, aber der gute neue LKW hat anscheinend gar keine Federn. Qualität von Tata aus Indien halt. Zum Nachvollziehen: Ein Blick auf mein Smartphone ist sinnlos, da bei dem Geschüttel und Gerüttel nichts lesbar ist. Den Hügel hoch geht es mit knapp 40 km/h, runter dann mit fast 100 Sachen. Wie schon geschrieben, ich leide still. Und dann kommen wir doch noch an und es ist sogar der Schranken-Willi da. Aber leider auch nur er. Also wird das heute nichts mehr. So laden wir ab und ich verabschiede mich vom Fahrer, nicht ohne ihm zu sagen, dass er besser mehr auf die Straße gucken soll. Ich habe heute auf der Fahrt mehr als genug Kreuze gesehen. Er lächelt und meint, ich hätte ja schon recht. Nun, was mache ich jetzt? Meine Schweizer Freunde stehen ja unweit auf einem Campingplatz, und so entschließe ich mich, diesen anzusteuern. Ich fahre durch eine wirklich schlimme Gegend und denke, es wird schon besser, wenn ich da bin. Falsch, Herr Rigert, denn ich habe den falschen Punkt erwischt und lande in einer noch schlimmeren Gegend. Nun ist Handeln angesagt, denn es wird bald dunkel. Zum Glück habe ich immer noch Plan B, C und D und entscheide mich für B, was etwa 30 km sind. Zu meinen Freunden wären es über 70 km. Ich will den Sprinter schonen und fahre die Strecke mit maximal 80 km/h. Hier ist es eine gute Gegend und bei der Rezeption wundert sich die Frau, was ich hier machen will, denn es ist doch kalt. Der Campingplatz hat 150 Plätze und ich habe alle für mich alleine. Ich bekomme eine Rolle Klopapier in die Hände gedrückt und bezahle den Rentnertarif für zwei Nächte, somit 350 Rand. Ja, welchen Platz nehme ich denn? Ich finde einen, der mir passt, und melde mich bei meinen Schweizer Freunden per Telefon. Die freuen sich für mich, dass so weit alles gut gegangen ist. Leider kein Siedlerspiel mehr heute und morgen. Schade. Das Stromkabel stecke ich nicht an, da es regnet und es auch schon am Eindunkeln ist. Morgen ist auch noch ein Tag und ich habe ja genug Energie in den Akkus, die zu 96 % voll sind. Eben klopfte es am Sprinter und ein älterer Mann meinte, er schalte nun den Boiler ein, damit ich heißes Wasser habe. Ich bin gespannt, ob die Werkstatt wirklich am Montag offen hat und ob das Problem schnell und gut behoben werden kann. Du wirst es im nächsten Kapitel des Abenteuers «Hinter deinem Monitor» lesen dürfen.

8.6.2025 (Sonntag / Berg River Resort)

Der heutige Tag steht im Zeichen von Wartungsarbeiten. Frisches Wasser in die Tanks füllen, vieles sauber machen. Umräumen. Und den Akku durch Landstrom laden. Ich bin aktuell auf 85 %. Ich beziehe 530 Watt und lade somit mit etwa 38,8 A den 12-V-LiFePo4-Akku. Ich habe 400 Ah Akkukapazität (oder 5,6 KW/h, wenn man bedenkt, dass ich zuhause bei der Solaranlage »nur« 14 KW/h habe) und es fehlen 15 %. Somit sind die fehlenden 60 Ah in weniger als 2 Stunden drin. Das Nette an diesem Ladegerät ist, dass der Starterakku auch gleich über einen eigenen Kanal geladen wird. Wer mehr über meine Strominstallation erfahren möchte, sollte mal hier gucken: https://thomas.rigert.com/strom-im-wohnmobil/.

9.6.2025 (Montag / Auf in die Mercedes Werkstatt. Erster Tag)

Es gibt Tage, die braucht man nicht, und es gibt Tage, die sind richtig beschissen. Das sind gleich ein paar davon. Frühmorgens, es ist noch dunkel, klingelt der Wecker. Ich brauche eigentlich seit Jahren keinen Wecker, doch genau für solche bescheidenen Tage brauche ich einen, damit mir gleich am Morgen klar ist, Thomas. Heute ist einer davon. Also, mein Sprinter tuckert etwas lieblos vom Platz zur Schranke. Dann gleich auf die Autobahn Richtung Kapstadt. Und nein, es ist nicht einfach flach hier, sondern richtig hügelig, und das Fahrzeug hat so was von keine Lust, den Hang hochzukraxeln. Hinter mir sind keine Fahrzeuge mehr. Also, ich sehe wegen dem Qualm, den ich produziere, keine. Ich denke, die halten alle Abstand oder versuchen, schnell an mir vorbeizukommen, was bei meinen 30 bis 40 km/h keine Kunst ist. Ich komme dann doch noch bei der Werkstatt an, die übrigens gewaltig groß ist. Und ich sehe unzählige Fahrzeuge auf dem Vorplatz. Ich meine nicht 30 oder so, sondern viele. Und ich sehe keinen Sprinter, der meinem Alter betreffend das Wasser reichen könnte, und genau das stimmt mich schon mal nachdenklich. Frohen Mutes schreite ich in die heilige Empfangshalle, die sauberer als bei uns in der Schweiz ist. Die Dame links vom Eingang wirkt kompetent und ich wende mich an sie. Sie hat gerade keine Zeit und der Werkstattleiter ist noch im Meeting. Hmm, ich setze mich und mir ist dabei noch nicht klar, dass ich hier die nächsten drei Tage lang, sehr lange sitzen werde. Mir wird ein Kaffee angeboten und wer mich kennt, weiß: Ich trinke keinen Kaffee. Doch ich greife zu. Das hat Folgen in der kommenden Nacht. Dann ein sehr kurzes Gespräch mit dem Leiter und ich merke: Die haben eigentlich gar keine Zeit für mich. Später erbarmt sich dann einer der Mechaniker und hört sich mein Problem an. Schnell tippt er auf die Abgasrückführungs-Geschichte, nachdem ein Bremstest, scheint hier einfach dazu zu gehören, und den Computer angeschlossen hat. Leider kann ich nicht in der Werkstatt mit dabei sein, denn das hätte die Sache sehr verkürzt. Ich erkläre ihm, was meine Sicht ist, und er guckt ungläubig. Dann vergeht wieder viel Zeit. Am Nachmittag meldet sich mein Magen mit Hunger. Ich frage, ob ich hier was zu essen bekomme. Die supernette Dame bietet mir Suppe oder Nudeln an. Ich entscheide mich für beides. Die Nudeln sind ultrascharf, aber der Hunger treibt es rein. Gegen den späteren Nachmittag steht das Fahrzeug plötzlich vor der Halle und es scheint fertig zu sein. Ich frage den hilfsbereiten Techniker, was er gemacht habe, und er meint, er habe alle Sensoren gereinigt. Wir machen eine Probefahrt und alles scheint gut zu sein. Zurück auf dem Gelände fahre ich noch zum Gate und stehe voll im Qualm, wie ich es schon kenne. Gleich zurück mit der frohen Botschaft. Gut, wir gucken morgen weiter. Runter vom Gelände und ich steuere den «Van Zyls Rus Campingplatz» an. Der Weg führt mich durch übelste Gegenden, in denen ich mich eigentlich nicht blicken lassen möchte. Zu Hilfe kommt wieder einmal, dass die meisten wegen des großen Schweizer Kreuzes auf der Stirn denken, der Krankenwagen komme. Ich komme doch noch gut beim Platz an und werde freundlich empfangen. Ich sehe wieder mal etwas Neues betreffend Alarmsystem, was mir die Dame mit Begeisterung zeigt. Genau so was brauche ich zuhause. Auf dem Platz, der von etlichen Dauercampern bewohnt ist, stehen noch ein großer MAN aus Deutschland und ein Iveco. Ich komme bald ins Gespräch mit dem Paar aus Deutschland, denen übrigens beide Fahrzeuge gehören. Der MAN ist schon etliche Jahre hier in Afrika und soll nun per Schiff nach Hause. Ersetzt wird er durch den Iveco, da der MAN zu groß ist. Ich verstehe die Handhabe voll, da in meinen Augen mein Sprinter schon die Grenze ist. Wir verbringen einen netten Abend zusammen und unterhalten uns. Ich fühle, dass wir uns gleich gut verstehen und vieles gleich sehen. Der Abschluss wird durch zwei Amarula besiegelt und ich denke, wir bleiben in Kontakt. Die Abwechslung von den Sorgen hat mir gutgetan. Danke dafür und weiterhin gute Fahrt euch Beiden. Und wie angekündigt war die Nacht nicht viel mit Schlafen durch den Kaffee am Morgen und die Sorgen.
In der Zwischenzeit habe ich ja auch noch Kontakt zu meiner Liebhingswerkstatt in Windhoek und zu Mercedes Schweiz, wo ich diverse Ersatzteile versuche zu ordern, die dann Tim am Freitag mit auf den Flug nehmen darf. Er ist voller Freude, da das Gepäck auch schon alles sprengt.

10.6.2025 (Dienstag / Auf in die Mercedes Werkstatt. Zweiter Tag)

Am Morgen wieder sehr früh erneut zur Mercedes-Werkstatt, wie abgemacht. Diesmal über die Autobahn und ich stehe super im Stau. Der Schrankenwärter Willi erkennt mich gleich und lächelt freundlich. Dann bange Stunden, was die Leute machen wollen und was ich jedoch haben möchte. Das deckt sich überhaupt nicht, doch ich setzte mich durch. Wer mich gut kennt, kennt das. Das Problem ist nämlich, dass die hier keine Ersatzteile für mein Fahrzeug auftreiben können. Also nichts. Gar nichts. Niente, nada. Und ich habe doch eine Dichtung für das Abgasrückführungsventil damals von Mercedes Schweiz gekauft und führe sie seit Jahren spazieren. 2019 ist mir auch diese Dichtung in Georgien kaputtgegangen. Das Teil ist in meinen Augen falsch dimensioniert, aber auf mich will ja keiner hören. So entfernt der Mechaniker das Teil und kommt viel später voller Enttäuschung zu mir, der schon zwei Kaffee intus hat. Das Teil passt nicht. Ich muss mich erst mal setzen und hole Luft. Nun kommt Plan B. Ich sage, ich möchte ein Blech, das wie die Dichtung ist, jedoch ohne Durchgang für das Abgasen. Dem Werkstattchef passt meine Idee gar nicht, doch ich setze mich durch. Knurrend trotteten die beiden in die Werkstatt und werkelten. Ab und an schleiche ich zum Sprinter und schaue nach dem Fortschritt. Das darf ich eigentlich nicht, doch es gelingt mir, einige Blicke zu erhaschen und Anweisungen zu geben. Gegen den späteren Nachmittag ist das Werk vollendet und das Fahrzeug steht vor der Türe. Probefahrt ist erfolgreich, doch dann erneut totales Versagen und ich stehe im schwarzen Rauch. Heute wird nichts mehr gemacht und die beiden grinsen innerlich, dass sie doch Recht hatten. So schnell gebe ich nicht auf. Ich verabschiede mich und vermelde, morgen nochmals zu kommen. Es wird mir mitgeteilt, dass sie eigentlich keine Zeit hätten. Ich fahre etwas entmutigt, hungrig und vor Kummer fast dem Erbrechen nahe zum Camp zurück. Weil das Fahrzeug so schlecht läuft, erneut durch die schlimme Gegend. Ich grüble die halbe Nacht, wie ich nun weitermachen soll.

11.6.2025 (Mittwoch / Auf in die Mercedes Werkstatt. Dritter Tag. Freude herrscht)

Am Morgen der Start der Maschine. Schnell wird klar: keine Leistung und Rauch. Ich habe mir einen genauen Ablauf ausgedacht und halte mich an das Vorgehen. Kontaktspray beim Luftmengenmesser an die Kontakte. Nanu, der Sprinter läuft einwandfrei. Also fahre ich über die Autobahn und teste. Super, wie der läuft. Also ist nun klar: Die blöden Kontakte sind es. Bei Mercedes versuche ich noch, so einen Stecker zu bekommen, was nichts wird. Der Mechaniker reinigt die Kontakte und drückt sie etwas zusammen. Die Probefahrt ist erfolgreich und ich muss für den dritten Tag nichts bezahlen. Gut, die letzten zwei waren nicht günstig. Ich bekomme von Mercedes Schweiz sowie von Windhoek die Bestätigung, dass das Ausschalten der Rückführung keine Probleme machen kann. Nun darf ich noch ein großes Dankeschön an meine Schweizer Freunde, die in Kapstadt sind, aussprechen. Ich durfte immer anrufen und meinen Kummer teilen. Bekam fachmännische Ratschläge. Genau solche Freunde braucht man im Leben. DANKE. Und eins ist klar. Wir sehen uns mal in der Schweiz und dann wird das Catan-Spiel aufgetischt. Und dann noch ein Dankeschön an meinen mitdenkenden Sohn Tim. Auch ihn bringt so schnell nichts aus der Fassung. DANKE Tim, wir sehen uns ja sehr bald. Guten Flug.
Nun geht es weiter nach Plan. Ich traf doch in Nossob einen netten Herrn, der mir bei der Schubladenreparatur zugeschaut hat. Er bot mir damals an, Teflonteile zu fertigen, die ich dann nur noch montieren kann. Also so Streifen, die als Gleiter dienen. Dann fahre ich also nach Stellenbosch und werde vor der Firma gleich empfangen. Bald stehen wir zu dritt zusammen und diskutieren rege über Sprinter und deren Verschiffung. Der eine Herr möchte mit seinem Sprinter nach Europa und da herumreisen. Ja, warum nicht? Die Teflonteile bekomme ich übrigens als Geschenk, was mich unglaublich glücklich macht. DANKE. Dann habe ich noch einen Wunsch. Meine Küchenplatte ist vom Kocher ramponiert und zeigt Blasen wegen der Hitze in der Beschichtung. Er hat mir einen Vorschlag gemacht, den ich nicht abschlagen kann. Eine dicke Aluminiumplatte mit Laser geschnitten. Es ist nicht ein Schnäppchen, aber da muss ich einfach zugreifen. Die beiden haben noch eine wichtige Sitzung und so verabschieden wir uns. Am Dienstag kann ich das Teil abholen. Ich fahre weiter und auf dem Weg entdecke ich einen Einkaufstempel mit einem Wimpy. Also nichts wie rein. Danach dann die Fahrt zum «Imhof Caravan Park». Der liegt südlich von Kapstadt mit Sicht auf den Lionhead. Hier werde ich mich so lange, bis Tim kommt, einnisten und Urlaub machen. Genau das brauche ich nach den letzten Tagen. Ich hole meinen Stuhl aus dem Heck und sehe ein neues Unglück. Die 5-Liter-Motorenölflasche von Mercedes, die ich gekauft habe, hat ein kleines Loch und schon 1,5 Liter sind ausgeflossen. Das beschäftigt mich eine ganze Weile, bis das einigermaßen sauber ist. Dann telefoniere ich noch mit meinen Freunden aus der Schweiz, die sich gerade beide ein tolles Tattoo stechen lassen. Ich muss schon sagen: super gemacht und beides supertolle Bilder. Ich hätte nicht den Mut dazu. Bin eben schon eine Memme. Dann beschließe ich, die Telfongleiter zu verbauen. Mit Maßstab, Bohrmaschine und Akkuschrauber geht es ans Werk, das bald abgeschlossen ist. Die Schublade funktioniert super. Ich bin mehr als begeistert. So, genug für heute, nur noch etwas Blog schreiben, da ich im Verzug bin, was sicher verständlich ist. Es kommt gerade noch die Meldung von Mercedes Schweiz, dass die Teile zum Abholen bereit sind. Auch an sie ein dickes DANKE.
Ein Fazit zum Schluss: Ich bin froh, ein älteres Fahrzeug, das noch nicht ganz so kompliziert ist, zu besitzen und das mir meistens treue Dienste leistet. Ich bin glücklich, immer wieder gute Menschen anzutreffen, die mich auch in schwierigen Zeiten mit aller Kraft unterstützen. DANKE euch allen dafür. Und ich habe gerade die letzten Tage viel gelernt. Über mein Fahrzeug und über mich selbst.
Und es  ist toll, meine Erlebnisse in diesem Blog niederzuschreiben, um einiges zu verarbeiten und dir hoffentlich etwas Freude beim Lesen zu bereiten.

Die durchgebrannte Dichtung von der Abgasrückführung.
Mal ein Blick in den Turbolader. Alles noch da obwohl ich zeitweise dachte der macht nichts mehr.
Steil gehts hoch auf den Tata
Gleich geschafft
Der Tata ist schwer beladen
Diese schwarzen Schimmer an der Schelle haben mich auf den Weg gebracht. Danach war mir klar woher das Pfeifgeräusch kam. Wie damals in Georgien.
Frisch Fromm Fröhlich ans Werk
Teflon Teile für die Schublade
Das möchte ich dir nicht vorenthalten. Hier ein Vorher, Nachher Bild. So schaut ein tolles Expeditionsfahrzeug aus.
Und hier das bitter traurige nachher Bild. Es geht Sekunden und ein grosser Traum platzt. Zum grossen Glück ist keiner ernsthaft verletzt.

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