Northern Cape 2025 Teil 2 und Western Cape Teil 1

5.6.2025 (Donerstag / Augrabies Falls Nationalpark – Goegap Nature Reserve)

Also ohne Termin in Kapstadt hätte ich es hier noch einige Tage gut ausgehalten. Aber eben, ich muss los. Fahre aus dem Gate vom Augrabies-Falls-Nationalpark zurück zur Hauptstraße. Die Fahrt führt an etlichen Farmen vorbei, die Rosinen produzieren. Eine der Farmen baut Orangen an. Auf der Hauptstraße geht es flott Richtung Westen. Die Natur ist sehr trocken und ich dürfte 120 km/h fahren, was ich nicht ausnutze, sondern genieße die Fahrt mit Blick auf vereinzelte Köcherbäume und eine Stromleitung. Einige der Strommasten sind von Webervögeln in Beschlag genommen worden. Was toll ausschaut. Ab und an sehe ich Blumen, einmal sogar ein richtiges Blumenmeer. Dann passiere ich den Ort Poffadder (Puffotter). Auf der Fahrt kommen mir regelmäßig Polizeifahrzeuge entgegen. Ich passiere noch eine Zinkmine, später eine Kupfermine. Und schon bin ich in Springbock. Die haben es hier mit den Tiernamen. Ich beschließe, den Tank zu füllen. Passen doch immerhin wieder 78 Liter bestes 50 ppm-Diesel rein und die Frontscheibe wird auch gereinigt. Dann noch kurz durch den SPAR-Markt, der ganz schön groß ist. Früchte, Tomaten, Brot und einiges mehr kommen in den Korb. Das Brot ist ein «Duma&Rosyne Brood» für 11,99 Rand (ca. 50 Rappen), sehr lecker. Danach sind es nur noch wenige Kilometer zum Goegap Nature Reserve. Ich besuche gleich den liebevoll angelegten Garten und fahre danach zum Camp. Der Eintritt mit Camp kostet 200 Rand.

6.6.2025 (Freitag / Goegap Nature Reserve – Cederberg Wilderness und der kleine Schock)

Gestern war noch gar nicht klar, wo ich heute hinfahren will oder ob ich noch einen Tag bleiben soll. Dann der Entschluss. Das Cederberg Wilderness ist das Ziel nach etlichen Zielversuchen. Also über 300 km stehen auf dem Tagesprogramm und ein Wechsel von Northern Cape nach Wesern Cape. Die Straße ist sehr gut und wenig befahren. Auffallend die vielen Polizeifahrzeuge, die mir entgegenkommen. Im Schnitt alle 15 Minuten eins. Und ein LKW, den ich überholen wollte, scherte auch gleich aus, als ich auf seiner Höhe war, um einen anderen LKW zu überholen. Grrrr. Die Landschaft ändert sich. Erst ist es eher flach und wird immer bergiger und sehr schön mit dem Rottton. Ich halte bei einem kleinen Rastplatz an, um zu telefonieren. Dabei sehe ich bei dem vor mir geparkten Fahrzeug etwas tropfen. Das melde ich dem Fahrer gleich und er guckt kurz. Ja, ja, das ist ein Land Rover, da muss immer etwas Öl tropfen, sonst ist es leer. Alles klar. Kurz darauf bin ich alleine auf dem Platz und will auch weiterfahren. Ich starte den Motor und fahre auf die Fahrbahn. Der Motor zieht nicht. Also abstellen und nach ein paar Sekunden neu starten. Es ist nicht besser. Auch nach drei Versuchen kommt kein Schub. Dann ein Blick in den Rückspiegel. Bin ich das? Da ist eine schwarze Wand aus Ruß. Greta hätte sicher keine Freude an mir. Und mir wird klar, da stimmt was nicht. Also raus auf den Rand und Motorhaube auf. Scheiße. Bei Zylinder 4 von 5 scheint was nicht zu stimmen. Genau da hatte ich immer etwas Probleme. Aber wie das jetzt ausschaut, ist es nicht gut. Was nun? Ob der Einlass nicht dicht ist? Ich suche den entsprechenden Schraubenschlüssel und prüfe den Sitz. Scheint normal zu sein. Dann einen Gabelschlüssel um die Überwurfmutter der Einspritzleitung zur Düse prüfen. Ui, locker, wie das? Also festziehen mit Gefühl. Motor start. Scheint gut zu sein. Alles einräumen und anfahren. Zieht wie immer einwandfrei. Ich bin ja so was von erleichtert, aber mache mir Gedanken, wie weiter. Erst mal auf den ausgesuchten Camping fahren und den Motor abkühlen lassen. Ich habe ja mehr als genug Arbeit. Nach zwei Stunden ist der Motorenblock kühl genug und ich wasche mittels eines Pinsels und Benzin die Schmiererei runter. Falls morgen wieder was sifft, sehe ich es nun genau, wo es ist. Danach reinige ich den Innenraumfilter. Der ist total zu. Nun ist klar, warum so wenig Luft im Innenraum ankommt. Der muss ersetzt werden, sobald ich einen neuen bekomme. Dann der Luftfilter vom Motor. Der schaut nicht ganz so übel aus, aber ist auch gut zu. Morgen kann der Sprinter wieder richtig durchatmen. Ich vernehme von der Frau an der Rezeption, dass es morgen regnen soll. In Lesotho werden 50cm Schnee erwartet und vor Kapstadt ist eine riesige Kaltfront im Anmarsch. Da bin ich ja mal gespannt. Ich gönne mir erst mal eine Dusche und laufe danach etwas vom Camp Richtung Berge. Tolle Steinformationen sind zu sehen. Auf dem Weg zurück sehe ich sehr nahe bei meinem Fahrzeug eine richtig große Schildkröte. Es wird kühl und somit Zeit zum Reingehen, um am Blog zu schreiben. Gerade sehe ich ein offenes WLAN. Tja, das muss ich doch gleich nutzen. Der aktuelle Platz kostet übrigens 160 Rand und der Park ist im Sanpark-Verbund. Somit entfallen für mich durch die Wildcard die Eintrittsgebühren von 60 Rand.

Brücke über den Oranje, Die Bäume hängen sehr hoch. Das neuliche Hochwasser war Rekord seit 40 Jahren.
Ordentliche Flotte vor der Zinkgrube
Situation in Northern Cape
Die Blumen sind sehr kräftig in den Farben.
Weiteres Beispiel. Zu Beachten sind die dicken Stängel und Blätter, die als Wasserspeicher dienen.
Köcherbäume
Die Schildkröte nahe von meinem Platz
Steinformationen direkt hinter meinem Stellplatz
Riesige Bäume säumen meinen Stellplatz. Der Sprinter ist in der Mitte zu finden.

2 Antworten auf „Northern Cape 2025 Teil 2 und Western Cape Teil 1“

Hoi Thomas
Deine Fotos begeistern mich immer wieder aufs Neue!
Scharf, gut komponiert und mit einem Blick für spezielle Details – du findest immer neue Blickwinkel und Stimmungen.
Echt stark gemacht, da steckt nicht nur Technik, sondern auch Gespür drin.
Kamera? oder Handy

Mach weiter so – und gute Weiterreise mit deinem Büsli! 🚐📸

Aktuell zwei Nikon D800, eine D5300, eine DJI OSMO Action, eben alles veraltete Technik. Für 2026 hoffe ich auf eine Nikon Z9.
Danke für die Blumen und Gruss

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert