Northern Cape 2025 Teil 1

2.6.2025 (Montag / Monate Camp – Upington – Augrabies Falls Nationalpark)

Das Kalahari Monate Camp kostet für eine Person 200 Rand. Also etwa 10 CHF. Alles ist schon etwas in die Jahre gekommen und die nahe Straße ist auch zu vernehmen. Jedoch ist nicht viel Verkehr. Und es gibt WLAN hier. Nicht wirklich schnell, aber für den Blog hat es gereicht. Telefonieren eher schwierig. Die Fahrt geht nach Upington. Das Städtchen macht einen guten und sauberen Eindruck. Ich steuere erst mal eine Mercedes-Werkstatt an. Ersatzteile haben sie keine für mein altes Fahrzeug. Doch der Mechaniker ist sehr kundig und guckt mal unter dem Fahrzeug durch. Alles gut. Dann kommt etwas Kontaktspray beim Stecker vom Luftmengenmesser ran. Er biegt die Kontakte etwas zusammen, damit der Kontakt besser ist. Dann noch eine Diskussion betreffend meinen Bremskraftregler. Nun ist mir einiges klar, wie das funktioniert. Am Ende frage ich, was ich ihm schuldig sei. Nichts. Wow, DANKE.
Danach zur Tankstelle, wo die LKW betankt werden. Da kostet sehr guter Diesel einiges weniger. Autos können da nicht tanken, da der Stutzen nicht passt, doch beim Sprinter geht das. 140 Liter passen heute rein. Dann noch zum Shopping für frische Lebensmittel. Zufrieden fahre ich Richtung Westen und halte bei einem Landwirtschaftsladen an. Ich hätte gerne ein paar Holzleisten und zwei 30 × 48 cm große Holzteile, um eine Einteilung in der Schublade zu bauen, damit die Töpfe nicht weiter durch die zu große Schublade purzeln. Das wird ein Akt, den ich nicht voraussehen konnte. Ich sehe hinten im Lager eine Robland-Kreissäge. Gut, gleiche Marke wie ich zuhause habe. Dann suche ich geeignetes Holz im Laden, in dem etwa 20 Angestellte bedienen, von denen jedoch nur eine nette Frau Englisch spricht. Sie versucht, mir zu helfen, und ich sehe eine geeignete Holzplatte von 2,5 × 4 Meter Größe. Nun kommt das erste Problem: Sie verkaufen nur ganze Platten. Ich fange an zu handeln und bringe es auf die Hälfte der Platte. Eigentlich viel zu groß, aber passt schon vom Preis her. Nun kommt der lustige Teil. Sie schneiden nicht nur die 30 cm vom einen Rand ab, sondern die Platte wird genau halbiert. Ich habe ja die halbe Platte bezahlt. So weit, so gut. Und nun fangen die Diskussionen an, wie man am besten die beiden Teile herausbekommt. Ich hätte es nicht so gemacht, aber ich bin ja nur Kunde und leide still. Dann wird geschnitten und die Teile liegen bereit. Holzleisten werden auch noch gefunden und auf 30 cm abgelängt. Alles super. Den Rest schenke ich der Frau, die glücklich strahlt. Bei der Säge fehlen übrigens sämtliche Schutzvorrichtungen und auch die Absaugung ist nicht in Betrieb. Der Chefsäger ist auch fleißig am Husten vom Staub. Nun noch Holzleim, die große Flasche für 2,5 CHF, und ich fahre zum Augrabies Falls Nationalpark. Ich werde sehr freundlich empfangen und fahre zum Camp hinter der Rezeption. Ich habe einen super Platz ergattert. Super im Schatten, und ich frage mich, warum da nicht schon einer steht. Ahh, der Platz hat keinen Stromanschluss. Für mich ja kein Problem. Dann gleich ein Kurzbesuch bei dem Wasserfall. Unglaublich beeindruckend. Ich versuche noch, die Waschmaschine mit meiner Wäsche zu starten, doch die will nicht. Ein freundlicher Mitarbeiter wendet etwas »Liebe« beim Geldautomaten an und es rattert los. Toploader. Also eine horizontal stehende Trommel, die oben offen bleibt. Innen ist ein Mechanismus, der hin und her bewegt. Nach 45 Minuten ist es nicht sauber, aber es riecht besser. Ab in den Trockner und ich habe alles erledigt. In der Zwischenzeit noch ein weiteres interessantes Gespräch mit einem Südafrikaner gehalten. Nein, der Tag ist noch nicht durch. Schreinerarbeiten sind angesagt. Bohren, sägen, senken, schleifen, hämmern und schrauben. Passt. Einräumen Sehr gut. Genau so habe ich es mir vorgestellt.

3.6.2025 (Dienstag / Augrabies Falls Nationalpark Gamedrive)

Ich mache mich auf für eine kleine Rundfahrt im Nationalpark. Die Pisten sind ganz gut und an einigen Stellen etwas rüttelig. Also Luftdruck reduzieren und die Fahrt genießen. Zu Beginn sind gleich vier Wasserfurten zu befahren. Dann geht es zu den Aussichtsstellen. Sehr eindrücklich. Als Erstes der «Mood Rock», eine große Felsenkuppe. Danach weiter zum Ararat Viewpoint, der gleich noch ein Picknickplatz ist. Die Aussicht ist der Hammer und ich verweile einige Zeit. Ein weiteres Fahrzeug mit zwei Besuchern rollt an und mein Fahrzeug wird rundherum begutachtet. Dann nimmt der Mann doch noch allen Mut zusammen und spricht mich an. Es entwickelt sich ein super nettes Gespräch und ich erfahre immer mal Interessantes über Südafrika. Danke euch und gute Reise. Später fahre ich noch zum «Oranjekom viewpoint». Ebenfalls sehr sehenswert. Dann weiter Richtung Norden und ich stehe auf einer Anhöhe, «swartrante». Dann geht es über ein kurzes, sehr interessantes Pistenstück runter, wobei der Sprinter wieder mal schief dasteht. Sehr schief. Danach kommt der «Echo-Corner», den ich gleich auf seinen Namen teste. Funktioniert einwandfrei Noch weiter Richtung Norden sehe ich laut Karte eine Querstraße und male mir schon aus, darauf zum Fluss zu fahren. Falsch gedacht. Ja, die Straße quert meine Piste, jedoch mittels einer Brücke. Durchfahrtshöhe 3,00 Ich fahre nahe ran und sehe: Es reicht für mich nicht. Kurz überlege ich, die Holzräder zu montieren, doch der Untergrund ist sandig und ich würde gnadenlos einsinken. Also zurück zum Camp und gut ist. Die Runde war wunderschön und ist sehr zu empfehlen.
An Tieren sehe ich auf der Runde einige Giraffen und Springböcke.

4.6.2025 (Mittwoch / Augrabies Falls Nationalpark Ruhetag)

Ich werde spät wach und bin nicht 100 auf dem Dampfer. Dann mache ich halt einen Ruhetag. Tut auch mal gut und der Platz hier ist so gemütlich, das bietet sich an. Also laufe ich nach dem Frühstück rüber zur Rezeption und verlängere um einen Tag. Da noch sehr viel auf meinem Wildcard-Konto liegt, kostet es nichts. Wird abgebucht. Dann schlendere ich nochmals zum Wasserfall und schaue mir alles nochmals sehr genau an. Bei der Aussichtsplattform hat es jeweils noch eine Sitzgelegenheit, die ich gerne nutze und dem Rauschen lausche. Zurück beim Sprinter dann ein kleines Nickerchen und danach einige Telefonate. Afrika is calling. Somit auch ein runder Tag mehr auf meiner Reise.

An Tieren auf dem Platz und auch beim Besuch vom Wasserfall sind die kurvigen Klippschliefer. Die sehen wie viel zu große Meerschweinchen aus und haben ein dunkles Fell. Und sie schmiegen sich sehr gerne an die großen Felsbrocken an. Ich denke wegen der Wärme. Eines der Tiere habe ich beobachtet, wie es auf einen Baum klettert. Die Wiese vor meinem Sprinter dient gegen Abend als willkommene Salatbar. Und nun die große Überraschung. Mit welchem Tier hier in Afrika ist er am ehesten verwandt? Ja genau, hast du sicher auch gedacht. Dem Elefanten. Beides sind Huftiere (Paenungulata Ist ja auf den ersten Blick klar.

Der impossante Augrabies Wasserfall (56 Meter Fallhöhe)
Steinformation auf der Rundfahrt gesehen
Die grosse Holzplatte wird erst in zwei Teile zerlegt.
Zuschneiden der Leisten
Die besten Blätter sind doch tief unten
Gesang zum Besten
Der Oranje Fluss (Grösster Fluss in Südafrika) nach dem Wasserfall
Interessante Gesteine finden sich hier
Jede Niesche wird von den Pflanzen genutzt
Tolle Farben
Der grosse Felsen in der Brandung wird auch genutzt
Tolle Farbkombi
Nicht so meine Freunde. Bis jetzt habe ich noch Ruhe vor denen
Der Mond steht hier auf dem Kopf
Immer wieder interessante Pflanzen
Und die tollsten Blüten
Klipschliefer
Von der kürzlichen Flut weggerissen

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