Wir verbrachten doch einige wunderbare Tage und Nächte im Etosha-NP. Beim zweitletzten Wasserloch erschienen abends weit über 20 Elefanten anmarschiert und benahmen sich gegenüber den anderen Tieren wie gewohnt. Ist schon eine lustige Truppe, diese Dickhäuter.
Vor wenigen Jahren wurden hier im Park übrigens 525 solcher Dickhäuter geschlachtet, weil es einfach zu viele waren. Die Anlage zur Schlachtung ist immer noch zu sehen.
Und dann standen da plötzlich sehr viele «normale» Wohnmobile (von mir liebevoll Joghurtbecher genannt) und ein «Overlander» mit deutschem Nummernschild auf dem einen Camp. Beim genaueren Hinsehen wurde klar: Seabridge ist angereist. Eine interessante Firma mit Sitz in Deutschland, die viele Wohnmobilträume für Menschen, die nicht alle Risiken und Verantwortung selber tragen wollen, gerne erfüllt. Auch der Aufwand der gesamten Planung entfällt dann und man hat quasi ein Rundum-sorglos-Paket. Ob mit dem eigenen Wohnmobil oder einem, das vor Ort gemietet wird. Und das weltweit. Ich selber habe die erste Verschiffung im Jahr 2000 ebenfalls durch diese Firma gemacht und war begeistert. Der Overlander aus Deutschland entpuppte sich dann als Martin, der Guide für die Seabridge-Gruppe. Danke Martin für das interessante Gespräch. Ich hoffe, wir sehen uns mal wieder und können noch weitere Infos austauschen.
Gegen Schluss erspähten wir eine fünfköpfige Gruppe von Geparden unter einem Busch, sehr nahe der Straße.
Der krönende Abschluss machte dann ein Leopard, der direkt hinter unserem Fahrzeug die Straße querte.
Im Park lernten wir noch eine sehr interessante Dame kennen. Deren Fahrzeug fiel sofort auf, da außen an den Türen spezielle Halterungen für die Kameras mit den riesigen Objektiven montiert waren. Interessante Montage. Muss ich mir überlegen, auch so was zu bauen. Die Frau ist unter den Top 100 der Naturfotografen gelistet. Ich bedanke mich für das interessante Gespräch und die sehr rasante Fahrt zum nächsten Spot. Hat Spaß gemacht.
Dann ging es jedoch erst mal raus aus dem Park und in eine nahe größere Stadt. Gleich mal die Firma Toyota angesteuert. Die sitzen in jeder größeren Stadt und haben immer eine sehr gute Werkstatt. Der Werkstattmeister begutachtete unser Problem unter dem Fahrzeug und vermittelte uns gleich eine Werkstatt, die das Problem professionell lösen konnte.
An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an den Werkstattchef von Toyota sowie die Werkstatt, welche das Problem dann wirklich beseitigen konnte. Eine Hydraulikleitung zur Ansteuerung der Differentialsperre, die zusammen mit dem Bremssystem arbeitet, hatte ein kleines Loch, aus dem immer wieder das Hydrauliköl spritzte und das ganze Fahrzeug unten durch versaute.
Schnell eine neue Leitung konfektioniert und eingezogen. Das wars. Und dann auch gleich noch den fälligen Ölwechsel machen lassen. Ca. 120 Franken inkl. dem neuen Öl und der ganzen Arbeit sind ein vernünftiger Preis. Ich werde mir diese Garage merken.
Nochmal kurz zu Toyota. Die richtig guten Landcruiser mit V8-Dieselmotoren sind hier noch gut und wirklich unglaublich günstig zu haben. Neu versteht sich.
Danach ging die Fahrt erst mal weiter Richtung Westen. Unglaubliche Strecken sind zu bewältigen.
Unterwegs in einer kleinen Stadt war doch tatsächlich eine deutsche Bäckerei. Nutzten wir natürlich. Auch sonst ist unser Vorrat gut aufgestockt und wir sind bereit für neue Abenteuer.
Wo soll es denn nun hingehen? Wir haben vor, etwas ins einsame Gelände zu fahren. Natürlich werden wir davon berichten. Es bleibt also spannend.
Gerade stehen wir «wild» etwas abseits der Straße. Wie immer, wenn es so heiß ist, lasse ich die Motorhaube offen stehen. Und prompt kommt ein Fahrzeug zu uns rüber. Ein Abschleppdienst. Er dachte, wir haben ein Problem, da die Haube offen steht. Ist ja nett.
Ach ja, wir haben nun endlich eine der begehrten MTC-SIM-Karten mit sage und schreibe 18GB Datenvolumen. Bis die jedoch in der Teltonika RUT955 richtig werkelte, waren viele Versuche fällig. Das ist leider nicht immer so einfach.
Nebenschauplatz: Ab und an wird hier richtig was gekocht, gebacken und was auch immer. In dem Bild ist eines der Menüs zu sehen. Immer schön auf dem Benzinkocher.
Und dann war da noch: ein Steinschlag in der Frontscheibe und später auch noch einer in den Scheinwerfer. Beides habe ich mit Araldit geklebt. Das hat sich bei der Frontscheibe bisher immer gelohnt, damit die Risse nicht weitergehen. Das muss noch lange halten. Das Scheinwerferglas habe ich von innen geklebt. Ist nun dicht und hält. Das werde ich vor der nächsten Tour austauschen und versuchen, einen Schutz zu bauen, damit das nicht nochmals passiert.
Kurioses: Tim war beim letzten Camp bei einem Farmer in deren Haus. Da entdeckte er etliche ausgestopfte Tiere, die der Farmer früher mal alle selber geschossen hat. Ja, so war das mal hier.
Dann seid gespannt auf den nächsten Blog, nachdem wir dann die Offroad-Partie hoffentlich gut überstanden haben.

4 Antworten auf „Etosha NP, Panne, Offroad“
Wie immer sehr informativ und unterhaltsam. Sehr schöne Bilder. Danke für‘s teilhaben lassen.
Wow Thomas, tolle Bilder, immer ganz nah dran. Alles Gute weiterhin, Viele Grüße Peter
Jeder Blog ist für sich interessant.
Man lebt jedesmal gleich mit.
Danke
Freue mich schon jetzt auf den nächsten…
Grüessli Paul
Amazing pictures 🙂 Great journey 🙂 hope you have good time there 🙂
Lokoking forward for next blogs 🙂