In Tabris angekommen erfuhren wir, dass das Autokennzeichen, welches wir im Iran benötigen, bei der ersten Stadt nach der Grenze abgeholt werden muss.
Also 140km zurück in die Stadt Culfa. Bei der zuständigen Nachdem in Georgien und Armenien der ABS-Radsensor aus der Position verschoben war und somit keine korrekten Daten lieferte, gab es nun ein Problem mit dem Diesel. Der Motor wollte nicht mehr über 3000 Umdrehungen und brachte somit nicht mehr die nötige Kraft auf. Ich erinnerte mich an ein identisches Verhalten damals in Südamerika. Seitdem habe ich einen Vorfilter mit Schauglas verbaut. Im Schauglas waren tatsächlich Verunreinigungen zu sehen. Also baute ich den Filter aus und reinigte ihn. Danach verschwand das Problem jedoch nicht. Da fielen mir die Luftblasen in der Dieselansaugleitung auf. Zur Sicherheit wechselte ich auch noch den Hauptfilter. Das half damals in Südamerika. Diesmal leider nicht. Um das Problem zu finden, glaubte ich, dass der Dieseltank ausgebaut werden muss. Ich könnte das machen, jedoch wäre das ein extremer Krampf, weshalb ich dies nur im äußersten Notfall selber machen würde. Wir steuerten eine Werkstatt an und nach einigen Minuten war klar, dass die Jungs nicht helfen konnten. Also fuhren wir mit einem schlechten Gefühl weiter und suchten nach einer LKW-Werkstatt. Nach einigen Kilometern standen in einem Innenhof einige LKW, was ein gutes Zeichen war. Als wir ankamen, machten sich einige Mechaniker sofort an die Arbeit. Zuerst die Analyse, welche einige Zeit dauerte, denn durch die Sprachbarriere verstanden sie nicht sofort, was das Problem war und was ich von ihnen wollte. Zum Glück hatte ich noch einen transparenten Schlauch dabei, womit wir den Motor zum Test über einen Kanister mit Diesel versorgten. Keine Luftblasen mehr. Die Mechaniker waren nun von dem Vorhaben, den Dieseltank zu demontieren, überzeugt. Bevor sie damit starteten, ließen sie den Restdiesel, ca. 80 Liter, in eine große Blechwanne ab. Danach demontieren sie den Tank. Wir schauten gespannt zu und merkten, dass da Profis am Werk waren. Zum Test bliesen sie die Dieselleitung mit Luftdruck durch, jedoch schien diese dicht zu sein. Danach öffneten sie den Tank. Nach mühsamer Fummelei fanden sie viele Rückstände vom Aluschweißen. Diese Rückstände kamen vermutlich von dem Tanken mit dem Eimer. Meisterhaft reinigten die Handwerker den Tank und den Geber. In der Zwischenzeit gab es leckeren Kuchen und nette Gespräche. Ebenso hielt ein Sattelschlepper kurz oben an der Straße an und lud für einen Anwesenden zwei Katzen direkt aus Paris aus. Als Gegenleistung gab es eine große Schachtel Kuchen. Unglaublich, In der Zwischenzeit war auch der Tank mit den abgelassenen 80 Litern wie auch 20 zusätzlichen Litern Diesel befüllt worden. Die anschließende Fahrt nach Tabris bewies den Erfolg der ganzen Reparatur. Das Ganze hat übrigens fast vier Stunden gedauert und wurde durch leckeren Tee abgeschlossen. Der Preis, welchen wir noch verdoppelten, war auch kein Problem für unsere Reisekasse. Danke an alle Beteiligten.
Erkenntnis des Tages: Diesel nicht aus dem Eimer tanken. Und wenn nötig erst filtern. An der Polizeistelle angekommen, ging das Theater los. Durch die Sprachbarriere geht alles immer viel länger. Zum Glück hatte einer der etwa acht anwesenden Polizisten Kontakt zu einem Iraner in der Schweiz. Dieser half uns bei der Übersetzung per Telefon. Der Papierkrieg hat begonnen und das Problem, eine SIM-Karte zu bekommen, steht erst noch vor der Tür. Jedoch hatten wir hier nicht mit der Gastfreundschaft der Iraner gerechnet, denn in den etwa zwei Stunden, welche für das Autokennzeichen draufgingen, besorgte einer der Polizisten für uns eine SIM-Karte für 2 Monate und 20 GByte Guthaben, und dies sogar gratis. „Welcome to Iran“, hieß es.
Also 140km zurück in die Stadt Culfa. Bei der zuständigen Nachdem in Georgien und Armenien der ABS-Radsensor aus der Position verschoben war und somit keine korrekten Daten lieferte, gab es nun ein Problem mit dem Diesel. Der Motor wollte nicht mehr über 3000 Umdrehungen und brachte somit nicht mehr die nötige Kraft auf. Ich erinnerte mich an ein identisches Verhalten damals in Südamerika. Seitdem habe ich einen Vorfilter mit Schauglas verbaut. Im Schauglas waren tatsächlich Verunreinigungen zu sehen. Also baute ich den Filter aus und reinigte ihn. Danach verschwand das Problem jedoch nicht. Da fielen mir die Luftblasen in der Dieselansaugleitung auf. Zur Sicherheit wechselte ich auch noch den Hauptfilter. Das half damals in Südamerika. Diesmal leider nicht. Um das Problem zu finden, glaubte ich, dass der Dieseltank ausgebaut werden muss. Ich könnte das machen, jedoch wäre das ein extremer Krampf, weshalb ich dies nur im äußersten Notfall selber machen würde. Wir steuerten eine Werkstatt an und nach einigen Minuten war klar, dass die Jungs nicht helfen konnten. Also fuhren wir mit einem schlechten Gefühl weiter und suchten nach einer LKW-Werkstatt. Nach einigen Kilometern standen in einem Innenhof einige LKW, was ein gutes Zeichen war. Als wir ankamen, machten sich einige Mechaniker sofort an die Arbeit. Zuerst die Analyse, welche einige Zeit dauerte, denn durch die Sprachbarriere verstanden sie nicht sofort, was das Problem war und was ich von ihnen wollte. Zum Glück hatte ich noch einen transparenten Schlauch dabei, womit wir den Motor zum Test über einen Kanister mit Diesel versorgten. Keine Luftblasen mehr. Die Mechaniker waren nun von dem Vorhaben, den Dieseltank zu demontieren, überzeugt. Bevor sie damit starteten, ließen sie den Restdiesel, ca. 80 Liter, in eine große Blechwanne ab. Danach demontieren sie den Tank. Wir schauten gespannt zu und merkten, dass da Profis am Werk waren. Zum Test bliesen sie die Dieselleitung mit Luftdruck durch, jedoch schien diese dicht zu sein. Danach öffneten sie den Tank. Nach mühsamer Fummelei fanden sie viele Rückstände vom Aluschweißen. Diese Rückstände kamen vermutlich von dem Tanken mit dem Eimer. Meisterhaft reinigten die Handwerker den Tank und den Geber. In der Zwischenzeit gab es leckeren Kuchen und nette Gespräche. Ebenso hielt ein Sattelschlepper kurz oben an der Straße an und lud für einen Anwesenden zwei Katzen direkt aus Paris aus. Als Gegenleistung gab es eine große Schachtel Kuchen. Unglaublich, In der Zwischenzeit war auch der Tank mit den abgelassenen 80 Litern wie auch 20 zusätzlichen Litern Diesel befüllt worden. Die anschließende Fahrt nach Tabris bewies den Erfolg der ganzen Reparatur. Das Ganze hat übrigens fast vier Stunden gedauert und wurde durch leckeren Tee abgeschlossen. Der Preis, welchen wir noch verdoppelten, war auch kein Problem für unsere Reisekasse. Danke an alle Beteiligten.
Erkenntnis des Tages: Diesel nicht aus dem Eimer tanken. Und wenn nötig erst filtern. An der Polizeistelle angekommen, ging das Theater los. Durch die Sprachbarriere geht alles immer viel länger. Zum Glück hatte einer der etwa acht anwesenden Polizisten Kontakt zu einem Iraner in der Schweiz. Dieser half uns bei der Übersetzung per Telefon. Der Papierkrieg hat begonnen und das Problem, eine SIM-Karte zu bekommen, steht erst noch vor der Tür. Jedoch hatten wir hier nicht mit der Gastfreundschaft der Iraner gerechnet, denn in den etwa zwei Stunden, welche für das Autokennzeichen draufgingen, besorgte einer der Polizisten für uns eine SIM-Karte für 2 Monate und 20 GByte Guthaben, und dies sogar gratis. „Welcome to Iran“, hieß es.



